Berliner Mietendeckel - Mehrere hundert Vermieter sehen sich in wirtschaftlicher Not

Symbolbild: Der Fernsehturm ist zwischen sanierten Altbauten und einem Plattenbau-Hochhaus zu sehen. (Quelle: dpa/J. Kalaene)
Audio: Inforadio | 18.11.2020 | Thorsten Gabriel | Bild: dpa/J. Kalaene

Höhere Mieten trotz Mietendeckel: Bislang haben in Berlin rund 600 Vermieter Härtefallanträge bei der Investitionsbank Berlin (IBB) gestellt. Das Gesetz bedeute für sie eine "unbillige Härte". Von Thorsten Gabriel

Bis Ende Oktober haben genau 601 Vermieterinnen und Vermieter bei der Investitionsbank Berlin (IBB) beantragt, eine höhere Miete verlangen zu dürfen, als es der Mietendeckel gestattet. Andernfalls, so die Begründung, würden sie in eine wirtschaftliche Schieflage geraten. Dies teilte die Senatsstadtentwicklungsverwaltung dem rbb auf Anfrage mit.

Betroffen sind davon laut Senatsverwaltung 5.120 Wohnungen. Die meisten davon (1.138) liegen im Bezirk Mitte, gefolgt von Charlottenburg-Wilmersdorf (714) und Neukölln (669). Die wenigsten Härtefallanträge kamen für Wohnungen in Reinickendorf (49) und Marzahn-Hellersdorf (8).

"Unbillige Härten" vermeiden

In 165 Fällen hat die IBB diese Genehmigung erteilt, in fünf Fällen wurden die Anträge abgelehnt. 220 sind laut Senat derzeit noch in Bearbeitung. 211 waren bis Ende Oktober noch unbearbeitet.

Damit bewegt sich die Zahl der Vermieter, die sich in wirtschaftlicher Not sehen, in einem sehr niedrigen Bereich. Denn neben den großen Wohnungsunternehmen wie der Deutschen Wohnen und Vonovia gab es 2017 in Berlin fast 200.000 "natürliche Personen", die Einkünfte aus Wohnungsvermietungen erzielten.

Vermieterinnen und Vermietern steht gemäß dem Mietendeckel-Gesetz die Möglichkeit offen, solche Ausnahmegenehmigungen zu beantragen, wenn ihnen durch den Mietendeckel "unbillige Härten" entstehen. Laut der Senatsauskunft lagen die bislang genehmigten erhöhten Mieten aufgrund der Härtefallregelung im Schnitt bei rund zwölf Euro pro Quadratmeter netto kalt.

Auch Mieterinnen und Mieter haben in diesen Fällen die Möglichkeit Hilfen zu beantragen. Hier orientieren sich die Grenzwerte an denen, die für Mietzuschüsse bei Sozialwohnungen gelten. Bislang allerdings sind der IBB keine solchen Anträge von Mietparteien bekannt.

Überhöhte Mieten absenken

Am kommenden Montag tritt die zweite Stufe des Mietendeckels in Kraft. Dann sind Vermieterinnen und Vermieter zusätzlich verpflichtet, überhöhte Mieten abzusenken. Inwieweit von den noch unbearbeiteten Härtefallanträgen bereits welche gestellt wurden mit Blick auf diese verschärfte Regelung, ist nicht bekannt.

Beitrag von Thorsten Gabriel

70 Kommentare

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  1. 70.

    Danke
    Das mit neuem Job wird schon klappen. Übrigens bin ich nicht wegen Corona sondern Geschäftsaufgabe, auch nicht wegen Corona, gekündigt worden. Auch das war völlig okay von meinem Chef. Was soll er machen.
    Zur Wohnung kann ich nur sagen, ich will eine gute Wohnung , will jemand der mich gut betreut falls was nicht läuft und dann muss man auch ein bisschen was zahlen und circa 500 € Miete sollte man sich auch leisten können ansonsten holt man sich einen WBS.
    Grundsätzlich sollten viele Leute mal etwas objektiver werden und nicht nur diese Horror Meldung mit - 100 Mietern vor der Tür- und so weiter ...zitieren
    .. mein Vermieter hat noch mehrere wenige Wohnungen in Reinickendorf, er hatte 30 Bewerber, vier sind gekommen zum anschauen , Miete durchschnittlich neun Euro. Er konnte die toprenovierte Wohnung 3 Monate nicht fermieten, das war Ende 2019 !
    So siehts aus !

  2. 69.

    @Mieter.
    'Die Mieter bezahlen nämlich alles und der Vermieter hat am Ende eine abgezahlte Immobilie mit enormer Wertsteigerung. Ohne einen Finger krumm zu machen.'

    Träumen Sie? Zeigen Sie mir mal eine Bank, die einem den gesamten Kaufpreis als Kredit gewährt. Wer trägt das Risiko der Finanzierung? Eine Immobilie kann auch schnell im Wert sinken, eine Kneipe oder ein Bordell unter der Wohnung reicht schon. Wenn eine Vermietung eine so lukrative Sache ist, dann verstehe ich nicht warum nicht jeder kauft statt seinem Vermieter monatlich Geld in den Rachen zu schieben. Kann es sein, dass man als Mieter lieber Geld für Urlaube, Autos, Hobbies etc. ausgibt und sich auch örtlich nicht festlegen möchte? Das Risiko überlässt man gerne seinem Vermieter und pickt sich selber die Rosinen raus. So liebe ich das...

  3. 68.

    Die erhöhten Mieten liegen bei 12 Euro Netto Kalt pro Quadratmeter. Das ist doch offensichtlich so fair, fairer gehts nicht. Überhaupt: Wen hier jemand fair ist, dan sind es die Vermieter.

  4. 67.

    Genau SO denken Abzocker! Weil ich die Macht und die Möglichkeiten dazu habe, mache ich es. Schutzgelderpresser denken auch so.

  5. 66.

    ...mir war es immer ein Rätsel wieso Vermieter aller 3 Jahre die Miete um bis zu 15% erhöhen durften, obwohl sich in den meisten Fällen nichts an der Wohnsituation geändert hat, Wer hat 15% Lohnsteigerung in 3 Jahren?
    Alles Geschenke für Vermieter.

  6. 65.

    Ich kann mir aber aussuchen ob ich bei "Dante" essen gehe, beim Pizzabäcker Blechpizza futtere oder zu Hause eine TK Pizza in den Ofen schiebe.

    So, jetzt haben sie genug abgelenkt und dümmliche Äpfel-Birnen Vergleiche gebracht. Butter bei de Fische!

    EIN konkretes Beispiel, statt ihrer verfälschten Zahlen, wo ein "fairer Vermieter" vom Mietendeckel betroffen ist! Ihre Milchmädchenrechnung ist löchrig wie ein Schweizer Käse. Steuerersparnisse, überdurchschnittliche Rendite und den Mehrgewinn, den Mieter bezahlen, lassen sie nämlich außen vor. Die Mieter bezahlen nämlich alles und der Vermieter hat am Ende eine abgezahlte Immobilie mit enormer Wertsteigerung. Ohne einen Finger krumm zu machen.

  7. 64.

    Dann kauft euch doch eine eigene Immobilie und hört auf Mieter zu sein. Dann habt ihr die Probleme der "Abzockerei" nicht.

  8. 63.

    Der Vermieter kann maximal alle drei Jahre die Miete um 15 % bis zum Mietspiegelpreis erhöhen. Somit ist dies klar im BGB geregelt und der Mieter muß maximal den Mietspiegelpreis bezahlen.

    Modernisierungen sind mit maximal 8 % jährlich der Modernisierungskosten auf den Mieter umzulegen.
    Beispiel Baderneuerung kostet 10.000 € hiervon sind in ca. 7.000 € Modernisierungskosten. Dies bedeutet für eine komplette Badmod bezahlt der Mieter ca. 45 € monatlich mehr.

    Somit sind die Mietpreise für Bestandsmieter, Neumieter und Modernisierungen klar gesetzlich geregelt.

    Die Leistung die ein Vermieter stellt sind: Instandhaltung, Renovierungen, Mieterbeschwerden, Wiedervermietungen, Mietzahlungsprüfung, Betriebskosten, kautionsanlagen, Bewirtschaftung der jährlich wiederkehrenden Leistungen usw. Die Mieter sehen sowas heutzutage nicht als Leistung an, sondern als gegeben.

  9. 62.

    Nachtrag:
    Aber Essen müssen Sie schon, da ist es egal ob beim Italiener oder man sich was im Supermarkt kauft.

  10. 61.

    ...so ist es bei vielen Dingen, warum sollte da eine Wohnung eine Ausnahme bilden?

  11. 60.

    "Somit wird der faire Vermieter ungerecht behandelt und muss trotz fairer Mietpreisgestaltung die Miete auf den Mietendeckelniveau senken."

    Lügen werden trotz ihrer ständigen Wiederholungen nicht wahrer. Bislang konnte, besser wollte keiner von ihnen einen konkreten Beweis dafür erbringen.

    Sie wissen genau, dass man diese Lüge in 5 Minuten widerlegen kann, also hören sie auf Märchen zu erzählen! Es gibt schlicht keine "faire Vermieter" die vom Mietendeckel betroffen sind!

  12. 59.

    „Der Vermieter, der immer fair nach dem Berliner Mietenspiegel "normale Mieten" verlangt hat, ist ja nicht betroffen und muss auch die Miete nicht absenken.“


    Wer sagt denn, dass der Mietspiegelpreis 2020 aufgrund der Lage und bestimmten Ausstattungsmerkmalen nicht 20 % über den Mietendeckelpreis aus einer nicht näher definierten Mietentabelle mit Preisen aus dem Jahr 2013 übertrifft.

    Somit wird der faire Vermieter ungerecht behandelt und muss trotz fairer Mietpreisgestaltung die Miete auf den Mietendeckelniveau senken.

    Zudem fallen viele renovierte Wohnungen dem Mietendeckel zum Opfer. Somit lebt jetzt z.B. der Arzt jetzt mit bestlage und renovierter Wohnung zum Mietendeckelpreis.

    Soviel zu Mietergerechtigkeit. Auf der einen Seite sich über Ungerechtigkeit beschweren, auf der anderen Seite diese erzeugen und befürworten.





  13. 58.

    "Birnen und Äpfel zu vergleichen ist so eine Sache." Stimmt und warum machen sie das andauernd?

    Ich muß nicht beim Italiener essen und der Italiener erhöht auch nicht ständig seine Preise und kommt mit versteckten Mehrkosten, indem er das Abräumen nochmal extra berechnet.

    Vermieter wie sie lassen sich nicht nur ihre monatliche Leistung (welche Leistung?) bezahlen, sondern auch noch die Abzahlung und den Gewinn, der durch den Immobileinbesitz entsteht. Steuerlich absetzbar, versteht sich.

    Mieter sind bereit die Miete inkl. traumhafter Gewinnmargen und die Vermehrung des Betongoldes zu bezahlen aber sie wollen ja noch viel mehr. Sie wollen die Not der Mieter ausnutzen und abzocken.

  14. 57.

    "Ich kann nur den Artikel „Resumé zum Mietendeckel“ von Tobias Scheidacker empfehlen."

    Tobias Scheidacker, Autor bei "Immobilien und Recht", seinem Blog mit den Worten "Bitte beachten Sie: Die Inhalte in dieser Website wurden ausschließlich zur allgemeinen Information erstellt und sind nicht als rechtlicher Rat anzusehen".

    *ironieon* Als Fachanwalt im Miet- und Wohnungseigentumsrecht steht er selbstverständlich voll auf der Seite von Mietern und deren Rechte. *ironieoff*

    Die Versuche der Abzocker ihre Abzockerei zu rechtfertigen sind nicht nur plump und durchschaubar, jetzt werden sie lächerlich!

    "Vielleicht verstehen Mieter danach, dass dieses Gesetz extrem schlecht gemacht ist und in erster Linie den Mietern schaden wird".

    Nein, Miteer verstehen jetzt dass Abzocker keine Argumente haben und jetzt sogar lächerliche und dümmste Versuche starten ihre Abzockerei zu rechtfertigen.

  15. 56.

    Wegen Corona ist die Kündigung wegen Mietrückstandes ausgesetzt worden.
    In der Praxis bedeutet das, dass der Mieter mit Berufung auf Finanzprobleme die Miete ohne Furcht nicht zahlen muss.
    Der Vermieter steht machtlos da, und kann schauen wo er das Geld her nimmt um die Zinsen bei der Bank zu tilgen.
    Das die Banken nicht lange fackeln und die Immobilie zwangsversteigern lassen ist bekannt.
    Was soll man darüber denken?

  16. 55.

    Ja, danke für den Tip. Das ist tatsächlich das, was man als Vermieter aus dem Mietendeckel mitnehmen muss. Rücklagen bilden. Das heißt nicht mehr auf Mieterhöhungen zu verzichten, sondern jede Chance nutzen die Miete zu erhöhen. Damit man beim nächsten Mal genug Rücklagen hat, um den Schwachsinn zu überstehen, den sich R2G einfallen lässt.

  17. 54.

    Die Vermieter haben zwar weniger Mietausfälle wie befürchtet, jedoch stellt der Vermieter auch eine monatliche Leistung zu Verfügung. Diese sollte man auch bezahlen. Man geht auch nicht zum Italiener und dann ohne zu bezahlen mache Hause.

    Wenn die Wohnung aufgrund der Pandemie nicht bewohnbar wäre, sähe es natürlich anders aus.

    Birnen und Äpfel zu vergleichen ist so eine Sache.

  18. 53.

    Wir leben im Kapitalismus und da geht es mal auf und mal ab, aber jetzt mit Vermietern Mitleid zu haben wäre zu viel des Guten. Zig Existenzen stehen auf dem Spiel und da sind 601 Vermieter, man hätte auch Rücklagen bilden können, Peanuts.

  19. 52.

    Sie verstehen einfach nicht, dass gerade Kleinvermieter, die wenig Miete genommen haben vom Mietendeckel betroffen sind. Ich kann nur den Artikel „Resumé zum Mietendeckel“ von Tobias Scheidacker empfehlen. Vielleicht verstehen Mieter danach, dass dieses Gesetz extrem schlecht gemacht ist und in erster Linie den Mietern schaden wird.

  20. 51.

    Also die Vermieter haben doch trotz Corona jeden Monat ihre sicheren Mieteinnahmen pünktlich auf dem Konto, egal ob ein Mieter durch Corona bedingte Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit ein Zahlungsproblem hat. Also Jammern auf ganz hohem Niveau.

  21. 50.

    Hallo, Eleonora,
    Sie scheinen Eigentümerin zu sein, wenn Sie Partei für Spekulanten auf dem Wohnungsmarkt ergreifen. Wer schon bei der Vermietung die Not der Bewerber ausnutzt, die gezwungen sind, aufgrund des angespannten Wohnungsmarktes schlechte Kompromisse zu schließen, braucht sich nicht zu beschweren, wenn die durch die Politik gemachten Fehler nachträglich korrigiert werden. Der Vermieter, der immer fair nach dem Berliner Mietenspiegel "normale Mieten" verlangt hat, ist ja nicht betroffen und muss auch die Miete nicht absenken. Nur Wucherer und Spekulanten trifft es hat. Zu recht! Wohnraum darf kein Spekulationsobjekt zur Gewinnmaximierung sein.

  22. 49.

    Und jetzt mal bitte alle ein kollektives Mitleid...ohhh...Wohneigentum als Altersvorsorge oder selbst darin wohnen - ja, sehr vernünftig und angebracht. Wer sich jedoch Wohneigentum zu Profitzwecken leistet (und sei es nur mit Hilfe von Banken), muss sich an die Regeln halten, auch wenn diese Regeln auf dem ortsüblichem Mietspiegel oder wie jetzt, dem Mietendeckel, beruhen. Jammern auf hohem Niveau is nich...Ich möchte den Eigentümer sehen, der aufgrund des Mietendeckels am Hungertuch nagt oder seine Kredite nicht mehr abbezahlen kann. Der Senat täte sehr gut daran, diese Eigenntümer von A-Z zu prüfen, bevor auf Kosten des Steuerzahlers nur ein Cent fließt! Vor der Insolvenz muss Eigentum erst veräußern werden...

  23. 48.

    Gibt´s schon ein Spendenkonto?
    Letzte Woche kam ja heraus, dass über die Hälfte der Berliner Wohnungen in der Hand von Superreichen sind. Ist es wohl möglich, einem notleidenden Superreichen Geld zukommen zu lassen? Um das harte Leben in der Steueroase etwas zu mildern?

  24. 47.

    Ich wohne in einem Nachkriegs-Wohngebäude, in dem die meisten Wohnungen Investoren gehören, die selbst nicht hier wohnen. Die relativ wenigen Eigentümer, die selbst in ihrer Wohnung leben, sparen über 400 Euro pro Monat in ihrer Wohnung von 75 Quadratmetern, wenn man den derzeitigen Mietendeckel zugrunde legt. Andersherum: Der Mietendeckel ermöglicht den Vermietern, über 600 Euro Kaltmiete zu erhalten. Algemeinkosten und Rücklagen für Instandhaltung sind bei der Berechnung für das Haus mit weit unter 200 Euro für eine Wohnung dieser Größe angesetzt. Da können eigentlich nur ganz wenige Vermieter klagen, vor allem aber die, die Gewinne eingestrichen und Instandhaltung vernachlässigt haben.

  25. 46.

    @klausbrause. Das sehen Sie falsch! Sie haben Ihren Mietvertrag mit Ihrem Vermieter doch in beiderseitigem Einvernehmen abgeschlossen, oder? Auf Wohnungssuche haben Sie im Internetportal vermutlich Ihre Suchkriterien wie Preis, Größe, Lage eingegeben, wie es Ihnen passt, oder? Bei Vertragsabschluss waren Sie doch bestimmt megahappy, dass Sie diese Wohnung bekommen haben, oder?Nachdem der Senat die Wohnungsmisere in Berlin verursacht hat, ist ihm nichts intelligentes eingefallen, als Obergrenzen vom Mietspiegel von 2013 willkürlich festzulegen und rückwirkend einzufordern. Plötzlich galten die ursprünglich vereinbarten Mieten als überteuert. Das ist die Logik oder besser Unlogik. Ich möchte Sie mal erleben, wenn Ihr Chef Sie plötzlich mit einem Gehalt von 2013 abgespeist trotz aller gestiegenen Ausgaben die Sie haben. Mein Gerechtigkeitsempfinden ist ein anderes als das Ihrige.

  26. 45.

    Die Immobilienbranche bereichert sich hemmungslos, selbst in der Krise. Das sind die Einzigen die Schadlos durch kommen, da die sogenannten Soforthilfen nur für laufende Betriebsausgaben zu verwenden sind. Explizit genannt werden Mieten und Leasingraten. Da hilft nur Deutsche Wohnen und Co enteignen.

  27. 44.

    Ich schließe mich dem Kommentar von '??' an, das gleiche wollte ich auch schreiben. Es ist erleichternd, auch von Mieterseite vernünftige Kommentare wie die Ihrigen zum Thema Mietendeckel zu lesen. Ich bezweifle, dass hier im Forum auch nur ein Vermieter schreibt, der seine Mieter unrechtmäßig aussaugt. Ein Immobilienkauf ist in Berlin leider hochriskant geworden, weil aufgrund der willkürlich festgelegten Obergrenzen für Vermieter keine Planungssicherheit mehr besteht. Die um 60% eingebrochenen Mietangebote von Wohnungen, die dem Deckel unterliegen, belegen doch wie schädlich dieser für die Mieterstadt Berlin ist. Wie kann ein vernünftig denkender Mensch daran festhalten, wenn der Schuss nach hinten losgeht? Ich wünsche Ihnen sehr, dass Sie spätestens nach der Coronakrise einen guten Job finden werden. Menschen mit einem gesunden Menschenverstand, so wie Sie, haben beste Voraussetzungen! Alles Gute und viel Glück!

  28. 43.

    Leider habe ich viele im Bekanntenkreis die unverschämt hohe Mieten zahlen...ich kenne viele die aus ihren Wohnungen gedrängt werden...mit kleinen Kindern...wir reden hier auch nicht von 8-10 Euro sondern eher über 20 Euro pro Quadratmeter (Kreuberg) Menschen haben ihre sozialen Strukturen hier, es geht hier nicht um Party, sondern um Oma von nebenan die mit über Achtzig in Hellersdorf nochmal ganz allein durchstarten soll...ohne Hilfe die sie aber braucht. Ich erlebe hier jede Woche andere grausame Schicksale...und da geht es nicht um das Überleben der Vermieter, das selbstverständlich genauso wichtig ist...diese Dinge geschehen aus Gier... ich laufe täglich an einem Haus vorbei an dem nun schon über 2 Jahre ein Gerüst ist, aber ich habe zu keiner Zeit einen Bauarbeiter gesehen? In meinem näheren Umfeld fallen mir spontan 5 Häuser ein in denen Bewohner aktuell von Räumung bedroht sind, also Obdachlosigkeit....mit kleinen Kindern, viele unserer ganz normalen Läden sind verschwunden, wir haben keine Drogerie und Post usw. aber dafür über 500 Kneipen, Restaurants usw. mitten in Berlin???? Ich kann mir schon lange keine Wohnung mehr leisten, das Wg Zimmer geht gerade so...(10qm 550Euro) mit 12 Euro wär für mich auch wieder eine Wohnung möglich.. aber das ist nicht die Realität die ich erlebe.. ich denke man sollte beginnen beide Seiten zu sehen.

  29. 42.

    "Die Wohnung sollte einfach nur als Altersvorsorge dienen."

    Ich habe dafür eine Betriebsrente, Lebensversicherung und Aktien von Wirecard.

    Oder anders formuliert: Für die Altersvorsorge gibt es keine Garantie, dass sie letztendlich funktioniert aka genug abwirft.

  30. 41.

    Das Problem ist eben nicht so einfach. Ja, leider trifft solch ein Gesetz auch die Falschen, sowohl was negative Folgen für Vermieter angeht als auch positive Folgen für Mieter.

    Wie kann es denn sein, dass manche Geschäftsberichte nach (!) Abzug von Abschreibungen, Sanierungen usw. Gewinne von grob geschätzt teilweise 20% des Mietpreises pro Wohnung ausweisen? Ist das in Ordnung? Unter solchen Auswüchsen müssen nun leider auch andere leiden. Aber was ist die Alternative? Die Mietpreise immer weiter ungezügelt wachsen zu lassen?

    Natürlich sollen Vermieter auch Rendite aus ihren Investitionen ziehen können, aber eben nicht in unbegrenzter Höhe.

    Es gibt ja auch genügend Vermieter, die zeigen, dass es anders geht. Unsere Wohnung gehört einer Genossenschaft und kostet rund 8 Euro/qm inkl. Nebenkosten.

  31. 40.

    Ist schon merkwürdig:
    Da geraten Vermieter in wirtschaftliche Not, wenn sie keine überhöhten Mieten verlangen dürfen.
    Schon merkwürdig.
    Wer zählt dagegen die Mieter, die wegen überhöhter Mieten in wirtschaftliche Not geraten?
    Man muß halt Schwerpunkte setzen.

  32. 39.

    Die Menschen werden aber gar nicht alle verdrängt! Das sind Langzeit gepflegte Fakenews. Berlin hat 1,9 Mio Wohnungen. Davon sind knapp 500.000 öffentlich und genossenschaftlich. Die sind ja schon mal raus und können in Berlin sooo günstig wohnen "wie sie wollen" und werden auch nicht verdrängt. So gehts schonmal los. Dass viele Wohlbetuchte diese Wohnungen blockieren ist ein anderes Thema.
    Mit 18% (Stand Mitte 2019)das macht ca 342.000, sind selbstgenutzte Eigentumswohnungen auch raus und haben mit dem Mietmarkt rein gar nichts zutun.
    https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2020/11/berlin-deutsche-wohnen-mieten-umsatz.html berichtet vor 1 Woche: Durchschnittsmiete der Deutsche Wohnen (115.000 Wohnungen in Berlin) 6,93 € macht bei 50 m² zwei Zimmer 346,50 € kalt.
    So, jetzt Ihre Fakten. Und können Sie mir auch noch mal erklären, wo Ihr Problem jetzt liegt?
    Knapp 50% bleiben übrig die ALLE bettelarm sind und nicht exclusiv wohnen könen/dürfen ?? Alle diese Vermieter sind Miethaie?

  33. 38.

    Danke für diesen Kommentar. Sie geben mir ein Stück weit den Glauben wieder, dass es auch noch anständige Mieter gibt. Ich muss wirklich aufpassen, dass ich nicht anfange alle Mieter über einen Kamm zu scheren, bei all dem Neid und Hass der Vermietern im Moment entgegen schlägt. Ich hoffe sehr, dass Sie bald einen neuen Job finden und wünsche Ihnen nur das beste.

  34. 37.

    @Sabine Schmidt. Sie ergreifen Partei für Leute mit niedrigem Gehalt, das ist in Ordnung. In diesen Fällen bekommt man einen WBS oder Wohngeld zur Unterstützung. Es gibt in Berlin aber auch sehr viele Gutverdiener, die sich einen gehobenen Lebensstil gut und gerne leisten können und die erwiesenermaßen am meisten vom Mietendeckel profitieren. Wozu? Bei Ihrer Forderung zur sozialen Verantwortung sollten Sie auch bedenken, dass auch Vermieter Familie haben, der gegenüber sie eine soziale Verpflichtung haben. Studium der Kinder, Pflege der Eltern, Krankheitsvorsorge, eigene Altersvorsorge nicht zu vergessen. Die meisten privaten Vermieter sind keine Spitzenverdiener. Meine Mieter hatten ein Nettoeinkommen von mehr als 10000€ im Monat, wovon ich nur träumen kann.

  35. 36.

    Die öffentlichen Wohnungsunternehmen haben bereits (auch ohne Mietendeckel) eine Verschuldung von rund 10.000.000.000 Euro angehäuft. 10 Milliarden für rund 300.000 öffentliche Wohnungen macht im Schnitt rund 33.000 Schulden pro öffentlicher Wohnung. Und das, obwohl sie viele Wohnungen geschenkt oder fast geschenkt bekamen und Grundstücke verbilligt. Wie lange geht so ein wirtschaften noch gut?
    Vor 15/20 Jahren bekam man für den Preis der Schulden pro öffentlicher Wohnung eine Wohnung gekauft. Wo wart Ihr zu der Zeit? Ihr habt euch nicht gekümmert und wollt nun, dass andere für eure Versäumnisse den Kopf hinhalten.
    Selbst Griechenland hat eine höhere Eigentumsquote als Berlin. Rumänien hat sogar 95,8%
    7 von 10 Personen also 70% in der EU leben in Wohneigentum. Deutschland reißt mit 53% als Vorletzter vor der Schweiz mit 44% den Durchschnitt runter.
    Das liegt sicher an den paradiesischen Mietgesetzen und der Versorgungsmentalität.

  36. 35.

    Hallo
    noch mal an alle .
    Diese Vergleiche mit den 5.000 € am Kudamm oder vorher 500 € bezahlt dann 1.200 € Miete wegen energetischen Sanierungen usw.
    DAS IST DAS URSPRÜNGLICHE PROBLEM an der ganzen Geschichte. Wieso wurde das gesetzlich nicht begrenzt auf drei Euro pro Quadratmeter oder 20 % Erhöhung für 3-5 Jahre vom bestehenden Mietvertrag ?!
    Ich kenne ungefähr 20 Leute aus dem Bekanntenkreis die Wohnungen für 3-6 Euro pro Quadratmeter haben. Na danke. Allerdings möchte ihn ich in solchen Bruchbuden nicht wohnen. Jeder wie er es will. Aber wie soll man für renovieren, modernisieren für 5 Euro Miete /qm ? Geht nicht. wir leben nicht mehr im Taka-Tuka-Land. Qualität hat seinen gewissen Preis.
    @sabine Schmidt und allen Mietendeckel Fans -
    Wie viele Leute kennt ihr die eine überteuerte Miete von mehr als elf oder zwölf Euro pro Quadratmeter bezahlen ?
    wie viel Leute kennt ihr mit günstiger Miete aus eurem Umfeld?
    Bitte ganz ehrlich überlegen - Antworten erwarte ich nicht

  37. 34.

    Hallo Sabine,
    tut mir leid - du hast den Vergleich nicht verstanden. Man kann nicht bei KaDeWe einkaufen wenn man das passende Kleingeld nicht hat, man kann keinen Porsche fahren wenn man kein Geld hat. Ich gehe nicht zu kadewe sondern meist zu aldi, lidl, Qualität passt doch. ich habe nicht mal ein Auto. Ich wohne in Mitte und habe eine günstige Miete 9€/qm aber nur 53 qm - man braucht keine 90 qm.. Wohne seit 15 Jahren in Mitte.
    Man muss doch irgendwann mal realistisch bleiben.
    Und all die Studenten, die ich kenne, wollen einfach nicht außerhalb wohnen weil es da keine Party gibt. Kann ich GUT verstehen ! aber das ist nicht realistisch - man muss schon mal irgendwo im Leben stehen. Und ich verdiente normalerweise 1.550 € seit 19 Jahren zum 1.10. arbeitslos geworden habe aber trotzdem für alle Vermieter Verständnis weil die auch von was leben müssen und evtl. viel investiert haben.

  38. 33.

    @Sabine Schmidt. Hätten Sie meine Kommentare richtig gelesen, dann wäre Ihnen aufgefallen, dass ich bei meiner letzten Vermietung lediglich 1,7% Rendite hatte. Wie sozial soll meine Verantwortung eigentlich noch sein? Nulltarif bei vollem Risiko? Glauben Sie wirklich die Stadt als Vermieter verdient nichts und tut das aus reiner Menschenfreundlichkeit? Wieviel Sanierungsstau tolerieren Sie dann als Mieterin einer solchen 'staatlichen' Wohnung? DDR Verhältnisse kennen Sie scheinbar nicht mehr. Genau dort werden wir wieder landen, wenn Ihre Ansprüche und Forderungen Realität würden. Gute Nacht liebes Berlin.

  39. 32.

    Diese EInstellung, welche soziale Schicht denn bitte wo zu wohnen habe, wurde bereits beantwortet.
    Wenn die Menschen mit niedrigem Lohn aus den Innenstädten verdrängt werden, aber immer noch darauf angewiesen sind, dort zu arbeiten, damit alle anderen vor Ort Kaffee und Klamotten in sauberen Strassen kaufen können, dafür aber mitten in der Nacht aufstehen müssen für einen dreistelligen Monatslohn, dann lieber Armin, dann haben sehr viele Menschen ihre soziale Verantwortung nicht wahrgenommen.

  40. 31.

    Hallo an alle,
    noch ein zwei interessante heiße Themen - menschliche Grundbedürfnisse. Ja das stimmt aber essen ist auch ein menschliches GrundBedürfnis. Ein ganz wichtiges. ABER Kann ich morgen zu KaDeWe gehen und sagen ich möchte einen geräucherten Lachs für 4,99 € / 100 gr. kaufen da er bei Lidl auch 4,99 € kostet.
    Die Idee dahinter ist folgendes: ich kenne viele Leute die eine Wohnung suchen. Schaut mal bei Immobilien Scout. Es gibt hunderte Wohnungen in Marzahn, Lichtenberg oder Spandau für 5 Euro pro Quadratmeter. Die Antwort der Leute ist aber immer - da will ich nicht wohnen. Ja und ich möchte aber KaDeWe Lachs essen für gleichen Preis wie bei Lidl - menschl. Grundbedürfniss !
    Ich hoffe ihr versteht meinen Vergleich.

  41. 30.

    Hallo, liebe Leute, alles was ich lese stimmt und stimmt auch nicht. Eigentlich ist es Zeitverschwendung hier zu schreiben. Wir werden sehen derr sog. MietenDeckel ist ungesetzlich, unzulässig weil auch unlogisch und EXTREM UNSOZIAL ! Zieht doch mal in irgendeine andere Hauptstadt der Welt egal ob es dem armen Slowakei Tschechien im reicheren Dänemark Norwegen Schweden London Paris oder irgendwo sonst hin. wo kann man für 6,50 € /qm eine Wohnung mieten. Berlin ist kein Armutsland mehr wie vielleicht vor 30 Jahren. 30 Jahre sind vorbei nach Maueröffnung, irgendwann muss auch mal Berlin Markt Preise bezahlen von 8-11 Euro (will doch niemand wirklich mehr) je nach Lage und besonders nach Qualität das ist die Frage. von was reden wir - in München von 22 - das ist brutal aber auch immer noch Deutschland!

  42. 29.

    Einfach wow.
    "...wo Sie wohnen können wenn es gar keine Vermieter gäbe?" In Wohnungen, die der Stadt oder dem Landkreis gehören, was u.a. den Vorteil hätte, dass sie nicht mehr gewinnorientiert bewirtschaftet werden müssen.
    "Seit wann sollen private Vermieter 'menschliche Grundbedürfnisse' finanzieren?"
    Als Immobilienbesitzer, bzw. Vermieter haben SIe natürlich auch eine soziale Verantwortung. Das heisst nicht, dass Sie wahllos alles verschenken sollen, sondern dass sie sich in Ihrem finanziellen Handeln an den aktuellen Bedürfnissen der Gesellschaft orientieren. Das ist eine Selbstverständlichkeit, über die ich nicht diskutiere, das steht nicht mehr zur Debatte.
    Gern geschehen, und einen schönen Abend.

  43. 28.

    Es ist das Wesen einer Investition, dass man damit einen Ertrag erwirtschaftet. Hier gibt es keinen Unterschied zwischen den Investitionen der kommunalen Wohnungsbaugesellschaften, der Genossenschaften oder privater Vermieter. Der Unterschied ist nur, dass es für Mieter vollkommen okay scheint, dass die Vorstände von dewego, Gewobag und Co. mehr als 300.000€ Jahresgehalt aus Mieterträgen verdienen dürfen, ohne dass sich hier jemand beschwert. Ist das denn gerecht? Warum bietet die Berlinovo denn Wohnungen für 20€/qm an? Damit deren Vorstände Ihren privaten Wohlstand mehren können. Gönnen Sie doch dem Kleinvermieter dann auch die Rendite aus seinen Wohnung! Gleiches Recht für alle!

  44. 27.

    @Sabine Schmidt. Ihre Erwartungshaltung gegenüber Vermietern ist geradezu absurd. Haben Sie sich nie die Frage gestellt wo Sie wohnen können wenn es gar keine Vermieter gäbe? Seit wann sollen private Vermieter 'menschliche Grundbedürfnisse' finanzieren? Das ist Aufgabe des Staates und ein Recht auf eine Wohnung gibt es gar nicht. Ich glaube, Sie haben da so manchen Denkfehler! Wenn ich in meinem Leben nicht so viel gearbeitet und gespart hätte, wäre eine große Eigentumswohnung in Berlin nicht zu finanzieren gewesen. Also erstmal nachdenken, dann schreiben.

  45. 26.

    Es gibt in Berlin ca 1,9 Mio. Mietwohnungen. Bei ca. 340.000 muss jetzt die Miete entsprechend der Grenzen des Mietendeckels (basierend ca. auf dem Mietspiegel von 2013)gesenkt werden. Insofern profitiert die überwiegende Zahl der Mieter nicht vom Mietendeckel. Ein Zuzug nach Berlin oder ein Umzug innerhalb Berlins ist allerdings aufgrund des nicht mehr vorhandenen Angebotes an bezahlbaren Mietwohnungen kaum noch möglich. Ein Deckel schafft keinen Wohnraum, er schafft nur Mietwohnungen ab. Die 4000 kommunalen Wohnungen pro Jahr schaffen ca. 1000 Mietwohnungen für Normalverdiener ohne WBS - viel zu wenig für einen preisdämpfenden Effekt. Der Deckel für Wohnungen ab Baujahr 2014 steht also schon in den Startlöchern.

  46. 25.

    Meine Güte, in diesem Kommentar steckt wirklich viel zum Auspacken.
    ".. weil ein anderer das Risiko der Finanzierung auf sich genommen hat?"
    Ähm, also dazu wird ja nun wirklich niemand gezwungen, und die breite Masse, nämlich alle Nicht-Immobilienbesitzer, wären wirklich sehr, sehr froh, Sie hätten dieses "Risiko" niemals "auf sich genommen".
    "...ideologischen Vorstellungen..." So wie 'kein Kapital zu schlagen aus einem menschlichen Grundbedürfnis'? Ähm, ja, wie linksextrem.
    "Kauft euch eure Wohnung doch selber..." Ok, gute Idee. Verkaufen Sie doch. Nein? Komisch.
    Wissen SIe, wir Leute mit einem RICHTIGEN Beruf können Sie nur allerkräftigst in Ihrem Wunsch bestärken, doch einfach alles hinzuschmeissen.
    Wer so unverhohlen fordert, Niedrigverdiener sollen doch bitte weiter raus ziehen, aber gleichzeitig morgens um 8 vor der U-Bahn noch schnell nen Latte schlürft von jemandem, der deswegen um 4:30 Uhr aufstehen musste, hat sich um die Gesellschaft nicht besonders verdient gemacht.

  47. 24.

    " Ich hatte 1,7% Rendite bei meiner letzten und einzigen Vermietung."

    Wie schon öfters dargestellt, rechnen sie einfach nur falsch. Bitte betriebswirtschaftlich korrekt rechnen. Wer das nicht kann, sollte tatsächlich lieber kein Vermieter sein.

    "Ich habe wegen Eigenbedarf gekündigt , eine Mietwohnung weniger in Berlin"

    ach- und vorher haben sie (oder wer auch immer diese Wohnung jetzt bewohnt) wo gewohnt? Da wurde dann keine Wohnung frei? Oder haben sie den Eigenbedarf nur vorgetäuscht?

    "Kauft euch eure Wohnung doch selber, dann werden ihr sehen, wie teuer ein solches Investment ist. "

    ich heule gleich eine Runde für sie mit- sooooo teuer war das Investment, dass es sogar noch nach ihrer Rechnung Rendite abgeworfen hatte. Sprich, jemand anderer hat ihr Eigentum finanziert und sie haben daran sogar noch verdient. Wo bekommt man denn als normaler Mensch zur Zeit denn 1.7% Rendite?

    Und die Wertsteigerung kommt noch dazu- in massiver Höhe übrigens.

  48. 23.

    Woher wissen sie, dass alle Vermieter Abzocker sind. Nach ihrer Auffassung sind auch alle Mieter Engel, zahlen alle immer pünktlich ihre Mieter und gehen sorgsam mit dem Eigentum anderer um. Wenn alle privaten Vermieter ihre Immobilien an die Konzerne verkaufen würden, dann würden sie vielleicht alten Zeiten nachtrauern

  49. 22.

    „Bsp: Investmentbanker Dachgeschosswohnung am Ku'damm 22 Euro je m² 250 m²groß =>5500Euro Miete
    Bei 6,50 Euro spart der Investmentbanker 3.875 Euro im Monat!!! “

    Mussten Sie bei diesem konstruierten Beispiel nicht selbst lachen?

    „Warum gibt es kein Wohngeld für die die wirklich HIlfe brauchen?“

    Erstens gibt es Wohngeld, und zweitens ist es nicht Aufgabe des Staates, mit Steuergeldern die Immobilienbranche zu subventionieren. Denn darauf läuft es hinaus.

  50. 21.

    Wo lesen sie "Neid und Mißgunst"? Warum soll nach den Mietern jetzt auch noch der Steuerzahler die Abzocker finanzieren?

  51. 20.

    Ich kann Sie nur zu der Handlung beglückwünschen. Solange die "Geiz-ist-geil"-Mentalität anhält, kann man nicht anders handeln. Ich hoffe, noch mehr Vermieter gehen diesen Weg. Mögen die Nörgler ihr Eigenheim selber finanzieren.

  52. 19.

    Es waren Mieter, die in den 80er Jahren absurd hohe Abstandszahlungen für Sperrmüll forderten. Es waren Mieter, die sich damals bei Wohnungsbesichtigungen die 100-Mark-Scheine in die Hand drücken ließen... Empfehlen Sie uns bei Ihrem Vermieter.... Es sind Mieter, die günstige Mietwohnungen für viel Geld an Touristen vermieten. Es sind auch Mieter, die die Renditeerwartungen von Investoren kritisieren, gleichzeitig aber an der Börse spekulieren. Die Gier findet man in vielen Teilen der Gesellschaft. Das Sein bestimmt das Bewusstsein. Aber für jede Gruppe gilt: Es gibt solche und solche.

  53. 18.

    Ohne jetzt geprüft zu haben, ob der von ihenen genannte Wert der tatsächlichen Durchschnittsmiete entspricht: Die Durchschnittsmiete in Berlin ist durch alte, günstige Mietverträge massiv nach unten verzerrt. Ich kenne niemanden, der in den letzten 3 Jahren umgezogen ist, und den von ihnen genannten Wert zahlt, das bewegt sich eher im eineinhalb- bis zweifachen Bereich. Und denen allen – keine "Besserverdiener" – bringt der Mietendeckel sehr wohl etwas.

  54. 17.

    Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen! Ich finde es spannend, dass gerade die Linkspartei den Top-Verdienern unter die Arme greift. Vielleicht aber, weil Senator Scheel mit 200.000 € Jahresgehalt ja in der Liga der Top-Verdiener mitspielt. Welchem Normalverdiener in der Durchschnittswohnung zu 6,90€/qm Durchschnittsmiete nützt denn der Deckel? Die Normalverdiener haben aber jetzt keine Chance mehr, eine bezahlbare Wohnung zu finden, da sie keinen WBS bekommen. Miete sparen kann man aber in der Durchschnittswohnung auch nicht.

  55. 16.

    Haben hier einge schon vergessen, wie der Mietwohnungsbestand in der DDR aussah? Dort verwaltete der Staat der Arbeiter und Bauern die Mietwohnungen. Folge: desaströse Zustände der Altbausubstanz, katastrophale Bausausführung der Neubauten z.T. jahrelange Wartezeiten auf die Platte oder eine Einquartierung, War die Platte fertig und bezogen, wurde keine DDR-Mark mehr in den Betonbunker investiert. Erst als private Investoren und auch Alteigentümer über den Mietwohnungsmarkt frei verfügen konnten, besserte sich die Wohnqualität spürbar. Türen und Fenster waren endlich winddicht, das Gemäuer wärmegedämmt und die Tür einbruchsgehemmt. Bevor man also auf die bösen Vermieter in Gänze flucht, nachdenken. Miethaie gibt es hingegen, nur dort ist der Gesetzgeber gefragt, insbesondere bei der Umlage von Nebenkosten und der ungezügelten Mietpreiserhöhung!

  56. 15.

    Ich bin Vermieterin von einer kleinen Wohnung in Neukölln. Ich habe die Wohnung zu marktüblichen Preisen gekauft und verstehe nicht, warum ich sie jetzt nicht zu marktüblichen Preisen vermieten darf. Es wurden 28 Cent für die Wohnlage abgezogen. Direkt am Tempelhofer Feld. Ich werde nicht gleich zum Härtefall, bin aber alleinerziehende Mutter und für mich sind die 200 Euro weniger im Monat ein Problem. Die Wohnung sollte einfach nur als Altersvorsorge dienen. Mehr nicht. Ich verstehe nicht, weshalb zwischen den Vermietern nicht besser differenziert wird.

  57. 14.

    Mietendeckel mach Reiche reicher und arme profitieren wenig
    Warum soll ein Investmentbanker, der 1 Mio im Jahr verdient die Miete senken können?
    Ist das sozial?
    Leute mit etwas mehr Geld haben größere Wohnungen in besseren Lagen - also höhren Mieten
    Bsp: Investmentbanker Dachgeschosswohnung am Ku'damm 22 Euro je m² 250 m²groß =>5500Euro Miete
    Bei 6,50 Euro spart der Investmentbanker 3.875 Euro im Monat!!!

    Ein kleiner Handwerker mit einer Miete von 6,80 bei 70 m² spart 21 Euro.

    Ist das sozial????????

    Warum gibt es kein Wohngeld für die die wirklich HIlfe brauchen?

    Warscheinlich deshalb, weil die SPD-Politiker und Linken-Politiker kein Wohngeld bekomen würden!!

    Hier werden Wähler verarscht!!
    Und das schlimme ist, die meißten merken es nicht !!!!

  58. 13.

    Die Mieter die hier alle Vermieter über einen Kamm scheren. Warum habt ihr denn kein Eigentum? In der Schule nicht aufgepasst oder einfach nur neidisch. Es steht doch jedem frei Immobilien zu erwerben. Wenn man das nicht kann sollte man hinterfragen warum.
    Im Leben aufs falsche Pferd setzen und andere dafür verantwortlich machen. Oh man.

  59. 12.

    Und das halten Sie also für sozial und gerecht? Alle Vermieter über einen Kamm scheren und in Sippenhaft nehmen. Ihnen ist schon klar, dass Leute wie Sie dann letztendlich dafür verantwortlich sind, dass auch die letzten kleinen, sozialen Vermieter aufgeben und das Feld denen überlassen die tatsächlich nur noch an Rendite interessiert sind. Ich kann nur sagen, selber schuld. Wer soviel Hass verbreitet, hat es nicht besser verdient.

  60. 10.

    Es ist erschreckend, wie abfällig Mieter über Vermieter urteilen, danke Mietendeckel für nix. Ohne zu differenzieren werden alle Vermieter in einen Topf gesteckt. Macht sich hier kein Mieter klar, dass er nur deswegen ein Dach über dem Kopf hat, weil ein anderer das Risiko der Finanzierung auf sich genommen hat? Ich hatte 1,7% Rendite bei meiner letzten und einzigen Vermietung. Dafür soll ich mich vom Berliner Senat mit seinen ideologischen Vorstellungen bevormunden lassen? Ich habe wegen Eigenbedarf gekündigt , eine Mietwohnung weniger in Berlin und in Anbetracht der vielen hämischen Kommentare hier im Forum habe ich die einzige richtige Entscheidung getroffen. Kauft euch eure Wohnung doch selber, dann werden ihr sehen, wie teuer ein solches Investment ist. Tragt alleine das Risiko der Finanzierung und hofft nicht arbeitslos zu werden,weil ihr dann selber zum Härtefall werdet. Viel Erfolg.

  61. 9.

    Und Sie machen sich mit Ihrem Kommentar lächerlich! Wenn die armen gutherzigen Vermieter jahrelang nur Mini-Mieten verlangt haben - wieso sind die jetzt vom Mietendeckel betroffen? Gilt doch nur für die, die Mieten oberhalb der Vergleichsmiete kassieren!

  62. 8.

    "Also wozu noch vermieten."

    Sie werden mit Sicherheit etwas anderes finden wo sie ohne einen Finger krumm zu machen auf Kosten anderer abzocken können.

    "Sie haben absolut keine Einsicht in die einzelnen Fälle." Bei ACHT Wohnungen pro Vermieter?

  63. 7.

    601 Vermieter*innen mit
    5.120 Wohnungen sind im Durchschnitt
    8,5 Wohnungen pro Vermieter*in

    Da hält sich mein Mitgefühl in Grenzen.
    Erreichen sie in Mitte ihre jährliche Profitmarge von 25 Prozent nicht mehr?

  64. 6.

    Wenn einige jahrelang den Hals nicht voll genug bekommen können, dann müssen halt alle Vermieter bluten. Auch die sozialen Mieter, die eigentlich nur Gutes tun wollten und niemanden ausbeuten wollen, also die, die mal geerbt haben und denen ihr Reichtum eigentlich peinlich ist, Die gabs tatsächlich mal in den 90 erJahren...

  65. 5.

    Erschreckend wie die Kommentatoren hier alle vom Neid zerfressen sind. Sie haben absolut keine Einsicht in die einzelnen Fälle. Keine Ahnung, wie es um die Liquidität bestellt ist, wie hoch die Bewirtschaftungskosten sind, keine Ahnung wie und warum die Häuser im Besitz der Vermieter sind.
    Vielleicht handelt es sich um ein Mietshaus, seit Generationen in Familienbesitz und immer von der Familie mit kleinen Mieten bewirtschaftet worden und nun tragen die Mini Mieten die Kosten nicht mehr. Deswegen sollen sie jetzt das Haus verkaufen? Ehrlich, sie sollten sich was schämen, soviel Häme gegen Menschen zu verbreiten, die sie gar nicht kennen.

  66. 4.

    Ich denke Wohnungen sollen nicht mehr umgewandelt und veräußert werden. Das ist doch böse. Man kann es keinem Mietaktivisten recht machen. Also wozu noch vermieten.

  67. 3.

    Oje, im Schnitt hat jeder Vermieter ca. 8 Wohnungen - das bedeutet natürlich eine wirtschaftliche Not und ein Härtefall!

  68. 2.

    Rund 600 Vermieter und über 5100 Wohnungen, macht etwa 8 Wohnungen pro Vermieter. Da stellt sich mir die Frage, warum nicht eine der Wohnungen veräußern und schwupps sind sie wieder flüssig. Ich kann doch auch nicht 3 Ferraris besitzen und dann heulen, weil ich mir das Benzin nicht mehr leisten kann.
    Und auch zur Altersvorsorge reichen 5 Wohnungen immer noch aus, dann wird halt nur noch 9 mal in den Urlaub geflogen. Die haben Probleme, ich fass es nicht.

  69. 1.

    "Bis Ende Oktober haben genau 601 Vermieterinnen und Vermieter bei der Investitionsbank Berlin (IBB) beantragt, eine höhere Miete verlangen zu dürfen, als es der Mietendeckel gestattet" ... "Betroffen sind davon laut Senatsverwaltung 5.120 Wohnungen".

    "Mehrere hundert Vermieter sehen sich in wirtschaftlicher Not "?

    Mehrere zehntausend Mieter sehen sich in wirtschaftlicher Not!

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