Schumacher Quartier - Berlin träumt vom weltweit größten Kiez der Holzhäuser

Schumacher Quartier aus der Luft
Bild: Schumacher Quartier

Auf dem Flugfeld des Flughafens Tegel soll ein einmaliges Wohnviertel entstehen. Das Schumacher Quartier könnte komplett aus Holz gebaut werden. Beim Bau soll eine jahrhundertealte Tradition neu aufgegriffen werden. Von Sebastian Schöbel

Am Flughafen Tegel soll die Zukunft mit einem Blick in die Vergangenheit beginnen. Zunächst in die des Flughafens selbst: TXL, dieser Ideal-Airport der 70er Jahre, sei auch am Tag seiner Schließung noch "ein Pionier" gewesen, sagte Berlins Senatsbaudirektorin Regula Lüscher am Donnerstagabend bei der Vorstellung des Projekts.

"Diesem Pioniercharakter fühlen wir uns verpflichtet." Deswegen soll bei der Nachnutzung des Geländes im Berliner Norden gleich wieder ein ganz großer Wurf von internationaler Tragweite gelingen: Das Schumacher Quartier, das weltweit größte Wohnviertel in Holzbauweise, soll hier entstehen. Ressourcenschonend und nachhaltig gebaut, klimaneutral und sozial verträglich geplant. "Ein Modellquartier", so Lüscher.

Schumacher Quartier
Bild: Schumacher Quartier

Berlin, Stadt des Holzbaus

Doch mit dem uralten Werkstoff Holz kommt auch gleich der nächste, viel weitere Rückgriff in die Vergangenheit. Eine neue Machbarkeitsstudie des Fraunhofer-Instituts und der TU Berlin für das Schumacher Quartier, die nun vorgestellt wurde, bringt nun die Idee der "Bauhütte" ins Gespräch. Schon im Mittelalter kamen Bauleute und Künstler zusammen, um in sogenannten Bauhütten Kirchen und Kathedralen zu errichten. Im 20. Jahrhundert wurde die Idee von den Vertretern des Bauhaus wiederentdeckt. Nun soll sie den Bau des Schumacher Quartiers inspirieren.

In Tegel soll es gar eine "Bauhütte 4.0" werden: Neben Bauleuten und Künstlern sollen hier nämlich auch Forscher und Hersteller dazu geholt werden. Weit hätten sie es nicht: Im Terminal A des Flughafens soll künftig die Beuth Hochschule forschen, umringt von Gewerbegebieten für innovative Start-ups und Produktionsanlagen. Sogar für Holz ist gesorgt, so Lüscher. "Wir sind umgeben von ganz viel Wald. Wir können Kooperationen mit Brandenburg aufbauen." Forschen, produzieren und bauen an einem Ort: Beste Voraussetzungen, so Lüscher, "dass Berlin ein ganzer wichtiger Holzbau-Industriestandort wird".

Billiger als konventionelle Baustoffe

Einfach wird das freilich nicht. Holz ist als Baustoff derzeit rund zehn Prozent teurer als Stein, räumt Philipp Bouteiller ein. Die Tegel Projekt GmbH, deren Geschäftsführer er ist, soll den Bau des Schumacher Quartiers organisieren. Und Bouteiller ist sich sicher: Holz kann mehr – und zwar billiger. "Im Ziel versuchen wir dahin zu kommen, dass wir im zweiten, dritten Bauabschnitt auf 20, vielleicht sogar 25 Prozent Kostenreduktion im Vergleich zum konventionellen Bauen kommen." Dass das "ehrgeizig, aber machbar" ist, soll nun die Bauhütte 4.0 beweisen. Denn Holz biete, wenn es modern verarbeitet wird, jede Menge Einsparungspotential, so Bouteiller - und damit die Chance, auch Wohnungen für Menschen mit niedrigen Einkommen zu bauen.

Am besten könne man das mit einer "Forschungsfabrik" leisten, die direkt neben dem Schumacher Quartier in der geplanten Urban Tech Republik auf dem Flughafengelände entstehen könnte, sagt Holger Kohl. Er ist stellvertretender Leiter des Fraunhofer-Instituts für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik, das die Machbarkeitsstudie zum Schumacher Quartier erstellt hat. Kohl spricht von computer-basierter Vorfertigung, von horizontal vernetzten Wertschöpfungsketten und intelligenten Vorfertigung: Vom lokalen Wald über die High-Tech-Schreinerei bis zur Baustelle. "Wir können hier industrielle Prozesse im Mehrschichtprinzip unter sehr hoher Kapazitätsauslastung realisieren, um Bauzeiten zu verkürzen, Montagekosten zu senken und große Innovationen einfließen zu lassen."

Brandenburger Holz für Berlins Holzbauträume

Dass das lokale, märkische Holz für diese Träume reicht, daran hat Denny Ohnesorge, Geschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Holzindustrie, keinen Zweifel. "Brandenburg steht mit der Waldfläche an Nummer 5 in Deutschland", sagt er. "Die Ressource steht vor der Haustür." Innerhalb von 50 Tagen, rechnet Ohnesorge vor, wachse in Brandenburgs Wäldern "der gesamte jährliche Holzbedarf nach - nicht nur fürs Tegel-Projekt, sondern für alle 17.000 Berliner Wohnungen". Ein Engpass sei nicht der Wald, sondern die Bauindustrie, so Ohnesorge: Hier seien die Kapazitäten noch deutlich begrenzter. So habe zum Beispiel eine Umfrage seines Verbandes ergeben, dass viele in Berlin tätige Holzbauunternehmen nicht aus der Region, sondern aus Süddeutschland oder dem EU-Ausland kommen. "Großprojekte sind für einzelne regionale Unternehmen nicht leistbar."

Richtig organisiert und mit dem nötigen Produktions-Knowhow seien Holzbauprojekte allerdings auch deutlich schneller fertig, sagt Elise Pischetsrieder, Geschäftsführerin von Weberbrunner Architekten Berlin. Ihr Unternehmen hat schon mehrere Gebäudekomplexe aus Holz errichtet, vor allem in der Schweiz. Das Geheimnis liege in den vorgefertigten Bauteilen, die auf der Baustelle nur noch zusammengesetzt werden müssten. "Wenn ich dieser Logik folge, dann ist der Holzbau unendlich schnell", so Pischetsrieder.

Visualisierung des Schumacher Quartiers

Keine Angst vor Feuer

Dass einem das schnell gebaute Holzhaus beim kleinsten Funken innerhalb von Minuten wieder abbrennt, sei keine Gefahr, so Pischetsrieder. "Holz erfüllt den Anspruch an die Feuerwiderstandsdauer in jeder Hinsicht". Denn natürlich verbrenne der Baustoff, allerdings nicht so schnell wie man befürchten könnte. Holz bilde "einen natürlichen Brandschutz", so Pischetsrieder. "Die ersten vier Zentimeter verkohlen, der Kern wird nicht tangiert". Sprich: Es bleibt auch im brennenden Holzhaus genug Zeit, um sich zu retten.

Bis zu 5.000 Wohnungen sollen einmal im Schumacher Quartier entstehen, die Vorbereitungen dafür beginnen im Mai 2021, wenn die Tegel Projekt GmbH das Flughafengelände übernimmt. Bis man den Mietvertrag für eine Wohnung mit hölzernen Wänden aus der Tegeler High-Tech-Produktion unterschreiben kann, wird allerdings noch viel Zeit vergehen, sagt Philip Boutellier. "Vor 2026 wird im Schumacher Quartier niemand einziehen."

57 Kommentare

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  1. 57.

    Terroristen haben da keinen Zutritt und Raucher bekommen da keine Wohnung. Autos zum anstecken gibt es auf keinem Bild. Wenn man sich Fotos vom zerbombten Berlin ansieht stehen da auch nur noch die Mauern. Wenn es heute brennt sind es doch zuerst die Möbel. Wände und Decken werden bestimmt nicht aus Holz sein. Da verwendet man Gipsplatten oder bessere.

  2. 56.

    Übrigens gibt es auch Hochhäuser aus Lehm. Mehrstöckige Lehmhäuser auch in Deutschland.

  3. 55.

    Holz , Lehm und Hanf sind die Materialien, die zusammen verbaut werden sollten. Lehm schützt seit Jahrhunderten das Holz im Bau, weil er Feuchtigkeit aufnimmt und wieder abgibt. Warum stehen die alten Fachwerkhäuser immer noch während die Betonbuden mit Styropordämmung abgerissen werden, aus ästhetischen Gründen und weil sie innerlich verrotten?
    Bei günstiger Materialmischung braucht es kein Holzschutzmittel, Brandschutzmittel usw. Beispielsweise gibt es modernes Dämmmaterial aus Holzschnitzeln, die mit Lehm überzogen sind.

  4. 54.

    Die eigentlichen Preistreiber kommen erst, wenn
    die Bauarbeiten eigentlich schon beendet sind:
    Die Nachbesserungsarbeiten der festgestellten
    Mängel.

  5. 53.

    Also, ich habe Videos aus den USA gesehen, die zeigen wie es aussieht, wenn so eine Anlage in Brand gerät. Bin leider nicht überzeugt, auch wenn es ökologisch vielleicht wünschenswert wäre.

  6. 52.

    Berlin soll den BER verkaufen, den Flughafen Tegel renovieren, modernisieren, wieder flugfähig machen, den Flugverkehr wieder aufnehmen und weiterbetreiben.

  7. 51.

    Meinen Sie wirklich, dass Gebäude aus Beton und Stein billiger sind ? Berlin hat einen Vorzeigebau: Das Humboldtforum. Mehrgeschossige Wohnbauten aus Holz werden nicht vor Ort zusammengenagelt. Das schließt aber Vorortfertigung durch eine Firma mit Erfahrung nicht aus. Die bringen ihre Fertigungshallen eben mit. - Meinen Sie die Stahlarbeiter und Zementwerker arbeiten ohne Lohn ? Ich würde mir das Klientel der Bewohner sehr gut aussuchen. Ich kenne da ein Beispiel aus der Samoastraße im Wedding. Die Erstbewohner sind fast alle raus und das Haus sieht jetzt verkommen aus. Wer sind die derzeitigen Bewohner ? Mal raten.

  8. 50.

    Hier wurden am "Sandberg" nach 1945 Behelfsheime errichtet. Aus Hoz. Dach war damals Wellblech. Die Besitzer von heute haben vieles umgebaut- teils auch auf skandinavisch. Dazu Riesenfenster mit Schiebetür zum gepflegten Garten. Damals hatte man nicht die Holztechnik von heute aber die Häuser stehen alle noch; nicht wiederzuerkennen. Heute hat man Kupfer oder gar Edelstahlrohre installiert und Geräte haben Wasserstop. Ein neues Holzhaus ist ein Fertigteilhaus und alles gut durchdacht.

  9. 49.

    Kenne so einige größere Gebäude mit teilweise Leistenfassade aus Holz; lasiert und phantastisch gut aussehend. Man denke auch mal an skandinavische Ortschaften. Alles mit viel Holz und dann klassisch rot mit weißen Fenstern. Hier in der Nähe steht seit so 2 Jahren ein Ständerwerkhaus OBS-Platten beplankt. Innen Dämmung. Außen Ziegeloptik mit zusätzlichem Dämmwert. Da das Ständerwerk aus Leimholzbalken besteht verzieht sich da nix. Ein schönes Haus und dazu tolle Gartengestaltung. Dann gefallen mir an Mehrzweckstadthallen die prägenden Leimholzdachträger. Aus Stahl sähe das jämmerlich aus.

  10. 48.

    An Kandmeier
    Ich bin nicht so naiv, wie sie glauben. Wieviel
    Bäume braucht man für ein Einfamilienhaus
    Mit 140qm Wohnfläche?

  11. 47.

    Was meinen Sie mit "Geringverdienenden"? Menschen, die Anspruch auf einen WBS haben? Je nach Förderprogramm ist man bis zu Einkommen von 1.400,-€ bzw. 1.800,-€ netto WBS-berechtigt. Das ist mehr als der Berliner Durchschnitt. Menschen mit kleinen Einkommen in der Nähe der Armutsgrenze sind hier also gar nicht angesprochen, sie müssen mit Bewerber*innen konkurrieren, die ungefähr doppelt so viel Geld haben wie sie. Sicher wird ein kleiner Teil der Wohnungen auch für sie reserviert sein, aber das kann nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein sein.

  12. 46.

    Zu dem ökologischen Aspekt:
    Hier möchte ich doch mal allen Gegnern des Holzbaus vehement widersprechen!! Es lässt sich mit Leichtigkeit überall nachlesen, dass die Holzbauweise mit Abstand eine positivere ökologische Bilanz aufweist, als gängige Massivbauweisen! Die Befürchtung, dass für dieses Bauvorhaben unsere Brandenburgischen Wälder abgeholzt werden, ist absurd!! Genauso, wie die Befürchtung, dass diese Häuser eher abbrennen könnten! Wir befinden uns nicht im Mittelalter, sondern es werden, zeitgemäße Sicherheitsmaßnahmen mitgebaut werden! In dieser Hinsicht möchte ich das Vorhaben wirklich loben und als einen Schritt in eine bessere Zukunft befürworten!
    Ob diese Häuser auch sozial wirksam werden, wird sich allerdings, wie gesagt, erst beweisen müssen!

  13. 45.

    Ihr Wort in Gottes Ohren! Das wird alles so schön gesagt & behauptet, solange die Zustimmung von Medien & Bevölkerung für die Verwirklichung noch relevant sein könnte. Später, wenn das Ganze erst mal gut durch ist und läuft, ist es für die Macher ein Leichtes, plötzlich neue Bedingungen zu kreieren, die die Preise dann doch wieder in unerschwingliche Höhen treiben.
    Ich könnte jedenfalls wetten, dass in diesen Wohnungen niemals ein Fabrikarbeiter -oder Putzfrauen/männer- oder Sozialarbeiter- oder Pflegedienst-Paar o.Ä.geringer Verdienende mit ihren 4 Kindern wohnen werden, genausowenig wie ich selbst. Obwohl ich nicht ganz schlecht verdiene, werden diese Wohnungen auch für mich mit Sicherheit zu teuer sein!
    Ich begebe mich da eher auf die Seite der Meinung von Waidmannsluster!

  14. 44.

    Danke dafür, dass sich etliche Kommentare für den innovativen Holzbau einsetzen. Die meisten merken gar nicht, wo überall schon Fassaden aus Holzfertigteilen verwendet werden.

  15. 43.

    Die Tegel Projekt GmbH, die sich um TXL kümmern wird, ist ein landeseigenes Unternehmen. 50% des Schumacher-Quartiers werden landeseigene Wohnungsbaugesellschaften errichten, weitere 40% von Genossenschaften und privaten Gruppen. 40% der Mieten sollen gefördert werden, von Abzocke aus dem Ausland kann hier wohl kaum die Rede sein

  16. 42.

    Hallo Günter!

    Ich glaube, Sie unterschätzen die Gefahr von Hausbränden. Auch im Jahr 2020 können ganze Straßenzüge in Brand geraten, trotz moderner Brandschutzvorrichtungen:

    > https://www.hna.de/lokales/hann-muenden/hann-muenden-ort60343/brand-hann-muenden-niedersachsen-fachwerk-schuhgeschaeft-flammen-feuerwehr-einsatz-90093232.html

    Auch in Berlin liest man in den Nachrichten immer wieder von Großbränden. Der rbb berichtet regelmäßig, sperren Sie mal die Ohren und Augen auf.

    Maik Kretschmar

  17. 41.

    Wen interessieren denn Normalbürger? Mit denen kann man keine gute Rendite machen.
    Schließlich müssen die Kosten für das Holz und
    den Bau und nicht zu vergessen die Gehälter der
    am Bau Beteiligten abgedeckt werden. Das wird
    wieder ein Fass ohne Boden. Für den Steuerzahler kommt wieder einiges zu.
    Ich hoffe, dass meine Nachricht nicht wieder ge-
    strichen wird, mit dem Hinweis -Thema verfehlt-.

  18. 40.

    Nach dem Berliner Modell der kooperativen Baulandentwicklung gilt eine Quote von mind. 30 % für Geringverdienende, bei kommunalen Wohnungsbaugesellschaften von 50 %. Die Quote sollte also deutlich höher sein, was ich gut finde.

  19. 39.

    Die "gute Mischung" heißt dann wieder 12,5% Wohnungen für Geringverdienende, die medienwirksam präsentiert werden. Der große Rest geht an die Neuberliner creme de la creme: Hipster und Nerds und coole "international students" aus reichen Familien, die für die study expirience nach Berlin kommen, bevor sie nach Barcelona oder Mumbai weiterziehen.

  20. 38.

    Viele der Kommentargeber sollten sich informieren, was Holzbau bedeutet. Es geht nicht um massive Blockbohlen-Häuser, sondern um Häuser, deren Ständerwerk und Decken aus Holz sind, die Wände sind dann mit anderem Dämm-Material gefüllt. Das ist ökologisch (abhängig vom Dämm-Material), schnell und sehr vielseitig. Statisch sind hier mehrstöckige Wohnblöcke kein Problem und werden längst in vielen Städten gebaut. Eine sehr gute Dämmung für Niedriegenergiehäuser und Passivhäuser ist durch die variable Wandbreite einfach möglich, ohne das Styropor oder sonstiges umweltschädliches Material eingesetzt werden muss.
    Holzhäuser sind auch vom Brandschutz nicht schlechter als Betonhäuser, das ist alles längst erforscht und geprüft, kann man bei echtem Interesse googlen. Ein Holzhaus ist auch kein Luxus, sonder einfach nur eine ökologischere Alternative zum energieschluckenden Betonstein, aus einem nachwachsenden Rohstoff.

  21. 37.

    Und warum sind die Städte in Flammen aufgegangen?
    Dichte Bebauung, offenes Feuer, Gewerbe und Wohnen in einem Haus und ganz wichtig: Kein vorbeugender Brandschutz.
    Also, Ball flach halten und nicht Halbwissen verbreiten.

  22. 36.

    Innovation ist o.k. Das Holz kann aber nicht direkt verbaut werden. Es muss erst ablagern.
    Man kann nicht den Baum fällen und sofort
    verarbeiten. Wo ist denn das Holz vom Tesla-
    Gelände geblieben. Das wäre doch nutzbar.
    Es gehen sicher noch Jahre ins Land ehe das
    Projekt realisiert werden kann. Aber bitte erst
    denken und dann handeln.

  23. 35.

    "Im Ziel versuchen wir dahin zu kommen, dass wir im zweiten, dritten Bauabschnitt auf 20, vielleicht sogar 25 Prozent Kostenreduktion im Vergleich zum konventionellen Bauen kommen." - Ja klar, "im Ziel". Und im Ergebnis kommt man dann im zweiten, dritten Bauabschnitt auf 20, 25, vielleicht 50 Prozent MEHRKOSTEN. Aber dann kann man natürlich auch nicht mehr einfach aufhören, dann heißt es weitermachen bis auch der letzte Cent an Steuergeldern erbeutet ist ...

  24. 34.

    > Holz bilde "einen natürlichen Brandschutz", so Pischetsrieder. "Die ersten vier Zentimeter verkohlen, der Kern wird nicht tangiert". Sprich: Es bleibt auch im brennenden Holzhaus genug Zeit, um sich zu retten.

    Frau Pischetsrieder kennt die Geschichte schlecht. Zur Zeit, als die Menschen noch viel mit Holz gebaut haben, sind ganze Staedte wie Zunder in Flammen aufgegangen. Ich erinnere nur an das grosse Feuer in Chicago.

    Zitat aus [1]:

    "The fire began in a neighborhood southwest of the city center. A long period of hot, dry, windy conditions, and the wooden construction prevalent in the city led to the conflagration. The fire leapt the south branch of the Chicago River and destroyed much of central Chicago and then leapt the main branch of the river, consuming the Near North Side. "

    Aber die Leute wissen es ja heute besser.

    > [1] https://en.wikipedia.org/wiki/Great_Chicago_Fire

  25. 33.

    In so 5 min bin ich hier im Wald. Der zieht sich bis hinter Fürstenwalde hin. Habe wieder mal genauer hingesehen Auch die Kiefern stehen nicht schlecht. Ganz schön viel Austrieb im Frühjahr. Eher sind die schönen Jungbäume am Straßenrand geschädigt weil bei Trockenheit nicht gegossen. Ein großer Ahorn hat noch ganz viel Laub, Rotbuchen auch. Der Herr Neumann sollte sich mal ganz Grünheide gründlich ansehen. Von Fangschleuse bis Klein Wall.

  26. 32.

    Sie haben es auch bemerkt. Schön. Es ist sinnvoll vorgezogene Laubbäume zwischen teilgerodeten Kiefernflächen zu pflanzen . Wildtierverbiss verursacht sehr viel Schaden an Kleinbäumen. Rehe und Hirsche müßten viel mehr zur gesunden Fleischversorgung geschossen werden. Nicht den Wölfen überlassen; viel zu viel schon durch Grünpolitik. Holzbeton wäre auch ein guter Baustoff. Statikfrage muss geklärt werden. Holzbetonhäuser als EFH stehen Ri. Schöneiche unweit vom Bahnhof.

  27. 31.

    Im Holzbau müssen alle Vorschriften eingehalten werden wie auch in der Massivbauweise. Die Gründerzeit Häuser in Berlin haben alle Holzbalkendecken. Hat vor über 100 Jahren auch schon funktioniert. Es ist nur schade, dass jetzt erst mit der Planung angefangen wird. Die hätte nach den Verzögerungen am BER schon stehen können und der erste Spatenstich wäre dann schon nächstes Jahr möglich gewesen.....

  28. 30.

    Noch ein Flughafen mit Brandschutzprobleme :D

  29. 29.

    Sie können das ja immer wieder behaupten - Da der Großteil der Parzellen an die städtischen Wohnungsbaugesellschaften, Baugruppen und Genossenschaften geht, werden dort sehr wohl in einer überwiegenden Zahl günstige Wohnungen realisiert. Private bekommen dort gar nichts. Über dann geltendes Baurecht kann man sich nicht hinwegsetzen, auch wenn das noch so oft mit "die machen eh was sie wollen" abgetan wird.

    Böse gesagt könnte man behaupten, dass das Quartier zu wenig gemischt wird, wenn nur wirtschaftliche schwache Haushalte dort wohnen. Die gute Mischung macht es.

  30. 28.

    Berlin braucht keine realitätsfernen Träume, sondern ganz reale Wohnungen für den Durchschnittsverdiener.

    Wir wollen, brauchen und suchen angeblich Pflegepersonal, Busfahrer u.ä..
    Da braucht es Wohnungen ohne WBS oder 1000.-€ Kaltmiete.

    Schafft die erst einmal, dann kann man fiktiv Planen und Träumen.

  31. 27.

    Solch eine Platzverschwendung für Zweitwohnsitze der Hipster.

  32. 26.

    Faszinierend, wie sich hier größtenteils Unkenntnis und allgemeine Meckerei so paaren, dass "sowas garnicht geht". Das ist die üblich Angst vor Innovation die endlich mal Fuss fassen könnte. Die meisten Kommentatoren wissen garnicht wieviel Energie Beton verschlingt, wieviel flexibler der Holzbau ist und wie solide hiermit gebaut werden kann. Aber man sollte nicht auf solche ewig-gestrigen, reinen Meckereien hören, sondern auf die, die bereits in Holz wohnen. Und es ist auch finanziell machbar, gerade bei einem so großen lohnenswerten Projekt. Also auch für Genossenschaften etc und damit auch den Normalbürger. Gemeinsam mit einer sozial verträglichen und gemischten Stadtentwicklung ist alles möglich.

  33. 25.

    Ich find's geil!
    ..und schön, wie der deutsche Michel sich hier wieder auskotzt. Naja, zumindest kann er dann hier einen Teil seines ganzen Frust über "die da Oben" usw. rauslassen und braucht es nicht an Frau und Kind ablassen..

  34. 24.

    Holz aus Brandenburg?
    Das dürfte ja einen gewissen Herrn Neumann die Freudentränen in die Augen treiben, verschwinden dann endlich seine von ihm gehassten "hiebreifen Holzäcker ".

  35. 23.

    Wenn es wirklich mal zugunsten des Wohnungssuchenden Berliner Kleinbürgers wär!! Aber solche Programme sind grundsätzlich reine Abzocke aus dem Ausland! Es geht nur um Gelder! Berlin verkauft sich stückchenweise an reiche Investoren. Da stehen wir London u.a. bald in nichts mehr nach!

  36. 22.

    Wieviel Schwachsinn muss man noch ertragen,
    Wäre es nicht schön erstmal einen Testlauf zu bauen bevor man sich in Dimensionen bewegt die keiner finanzieren kann. Haben Euch eure Animation Programme schon etwas vom Wärmeschutz und Brandschutz verraten. Fakt ist,
    Das bei hohen Gebäuden Beton und Stahl die Statik geben also Kan es sich nur um Fassaden handeln, und das ist dann ein Luxus Segment.
    Architektonisch sollte man eine Ausschreibung für Häuser von verschiedenen Typen machen und nicht wieder in die übliche Berliner Kasten Architektur verfallen. Und sich auch mal um die ÖPNV Anbindungen kümmern.

  37. 21.

    Tolle Idee, dann wird endlich in den norden gezogen und es beginnen dort die Infrastrukturprobleme !!

  38. 19.

    Die Wahrheit ist 50 Jahre...
    Aber das soll wohl nicht erwähnt werden in der Politik...
    Sollen Brandenburgs und Berliner Erholungsgebiet zerstört werden? Im Gegenteil: für das Klima müssen die Wälder mit zusätzlichen Laubbäume aufgeforszet werden.!

  39. 18.

    "Schon im Mittelalter kamen Bauleute und Künstler zusammen, um in sogenannten Bauhütten Kirchen und Kathedralen zu errichten."
    Genau, der Blick in die Vergangenheit geht immer tiefer bei den Menschen. Anstatt Fortschritt - Rückschritt.
    Holz ist dafür bekannt, dass es sehr schnell brennt. In den USA sind noch viele Häuser aus Holz gebaut. Wenn es dort brennt fackeln die als erstes ab. Der Brandschutz müsste für derartige Häuser enorm sein.
    " Holz bilde "einen natürlichen Brandschutz", so Pischetsrieder. "Die ersten vier Zentimeter verkohlen, der Kern wird nicht tangiert". Sprich: Es bleibt auch im brennenden Holzhaus genug Zeit, um sich zu retten." Wie kann man nur so etwas erzählen, ohne belegbare Beweise .
    Was kommt dann als nächstes? Ohne Heizung und Kanalisation wie im Mittelalter ?

  40. 17.

    Normale Bürger werden dort bestimmt nicht Wohnen, da sie sich die Mieten nicht leisten können und dieses Projekt wird wieder Unsummen von Steuergeldern verschlingen, wie der BER.

  41. 16.

    Träumt weiter. Brandenburger Wälder abzuholzen damit in Berlin eine Holzhaussiedlung entstehen kann, dass ist ja mal ne Hausnummer. Zum lachen, wenn es nicht so traurig wäre. Welch Vorstellungen haben diese Menschen. Ein Baum schlagen und ein Haus bauen? Bei solchen Planungen müssten die Grünen doch schon die nächsten Waldbesetzungen planen. Und noch eins. Wald in Brandenburg ist nicht nur im Besitz des Landes.

  42. 15.

    Nur mal so zur Info: Wir leben seit über 20 Jahren in einem Holzhaus. Von den ganzen von Ihnen geschilderten Problemen ist bisher nicht eins eingetreten. Wir fühlen uns nach wie vor wohl ! Es werden ja nicht einfach irgendwelche Äste zusammengeschraubt und dazwischen kommen die Rohre oder Kabel:)
    Gebaut wird nicht in EIgenregie, sondern hoffentlich von Profis, die das seit Jahren erfolgreich realisieren.

  43. 14.

    Lieber Jürgen, bitte Artikel noch mal lesen ! Brandenburger Holz soll verwendet werden, nicht das Holz aus unseren Parks und Wäldern.

  44. 13.

    Ich denke wir haben Klimawandel und wollen aufforsten. Warum sollen dann Wälder für Holzhäuser plattgemacht werden?
    Diese diametralen Interessen sind nicht unter einen Hut zu bringen, ergo müssen andere Lösungen her. Alles andere wäre verlogen.

  45. 12.

    Aktivisten auf die Bäume rettet den Brandenburger Wald. Schon abenteuerliche Vorstellungen aber in Berlin kann man es ja machen. Ein Experimentierfeld für Baumhäuser. Natürlich Köimaneutral versteht sich. Wer soll da einziehen? Bestimmt keine Sozialhilfe Empfänger oder sind das alles Wohnungen im Sozialem Wohnungsbau. Bestimmt staatlich unterstützt der den Berliner Wohnungsmarkt nicht entlastet.

  46. 11.

    50 Tage? Die Rechnung verstehe ich nicht. Wir haben doch keinen Turbo-Wald...

  47. 10.

    Häuser aus Holz? Dann haben wir wieder einen Schallschutz wie zuzletzt vor dem Krieg! Früher Fluglärm, heute Trittschall.
    Aber die Bebauung wirkt ohnhein so eng, dass es vielleicht gewollt ist: Eine große Kommune, die zusammenlebt und wo jeder den anderen auf Schritt und Tritt verfolgen kann.

    Ich befürchte auch, dass einem Großteil der heutigen Handwerker-Generation das Wissen rund um den Holzbau fehlt, um diesen "gut" und nach heutigen Ansprüchen auszuführen. Die Idee mit der Nachhaltigkeit klingt charmant, wird aber viele nachhaltige Probleme erzeugen.

  48. 9.

    Werden das dann wieder Eigentumswohnungen, die sich kaum ein "normales Schwein" leisten kann? Womöglich noch baldigst aus Schweden aufgekauft???

  49. 8.

    Warum muss das nun gleich wieder so unsachlich kommentiert werden? Verschaffen Sie sich doch gern einen Überblick auf den offiziellen Portalen zum Projekt.
    Die Wohnungen werden auch für die Landeseigenen Wohnungsgesellschaften gebaut. Mit nichten wohnen dort nur Manager und Führungskräfte. Die komplette Anlage wird als neue Wohnsiedlung geschaffen mit allen Dingen des täglichen Lebens für Urbanes Leben.

    Wenn hier also nicht nur gemeckert werden soll sondern echtes Interesse besteht verschaffen Sie sich doch vorher Überblick. Alles andere sind Fake News.

  50. 7.


    am Ende ist der arbeitende Bürger wieder der Dumme und muß die Spinnereien und Inkompetenz von Planern und Politikern bezahlen.

    Die Steuern in Deutschland sind jetzt schon auf einem Rekord-Höchststand
    .

  51. 6.

    Wievel Holz wird für den Bau der Siedlung benoe-
    tigt? Det Grunewald wird nicht reichen. Was ersetzt diese grüne Lunge. Wird wieder mal
    auf Kosten der Nachfolgegeneration geplant?

  52. 5.

    Na ich weiß nicht... ob das so ökologisch sinnvoll ist, ganze Wälder für schicke Hütten abzuholzen? Es ist eine romantische Vorstellung, in einem Blockhaus aus Holz zu leben. Aber hier geht es nicht um eine Blockhütte, sondern ganze Häuserblocks. Alles komplett nur Holz ist für eine Alltagswohnung sowas von unpraktisch. Zuerst ist alles echt toll, aber dann... ein Heizungsrohr wird undicht, der Schlauch von der Waschmaschine geht ab..., von der Hobbyköchin nebenan sickern die Düfte über die Jahre durchs Holz, das Leben der Bewohner bleibt im Holz sozusagen... von sich lockernden elektrischen Verdingungen hinter Wand über die Jahre ganz zu schweigen. Ein Holzhaus unterliegt zwar demselben Verschleiß, ist aber über die Lebensjahre weitaus wartungsintensiver und teurer als schnuckeliger Beton.

  53. 4.

    Sehr geehrter Herr Müller, leider kann man Ihnen nur zustimmen. Wie bei den Planungen - selbstverständlich - die Baukosten eine große Rolle spielen, so gibt es doch bestimmt auch Überlegungen zur Vermarktung, also zu Miet- oder Verkaufspreisen. Darüber etwas zu erfahren, wäre doch schön.

  54. 3.

    Bei einer Machbarkeitsstudie ist alles offen, da sind negative Kommentare nicht unbedingt angebracht. Auch wenn diese als Frage formuliert sind.

  55. 2.

    - BERLIN ? - WER ist das denn ?
    - Holzhäuser ? Aus klimaneutraler, regionaler Ernte aus Grunewald, Tiergarten, Forsten Spandau und Köpenick ?
    Wenn ich vom Klimawandel höre und im TV die herumliegenden Holzruinen sehe, dann doch Märkische Ziegel, die Wände mit 50 besser 60 cm Wandstärke und einen tiefen Keller unter den Füßen und ein Festes Dach über dem Kopf. Nicht so wie in den Alpen, wo seit Jahrhinderten die Holzschindeln mit Kieselsteinen an die Balken gedrückt werden. - Aber wer bezahlt dem Deutschen Steuerzahler die Sicherheit ? Amerikas Regierung scheint ja nach jedem "lauen Lüftchen" in großem Umfang Wohnwagen und Streichholzbausätze zu verteilen.

  56. 1.

    Nachhaltiges Holz aus heimischen Wäldern, Berliner Grünanlagen ? Wieviele Wohnungen sollen es denn werden ? Gibt es Nahverkehr mit den umliegenden Gemeinden ? Wäre der auch erwünscht ? - Und WER wird dort wohnen ? Fabrikarbeiter für Tesla ? Reinigungskräfte für Siemens, Vivantes, Berliner Schulen ? - Kaum, in den schick designten Werkswohnungen, eher etwas für die Manager der 3. und 4. Führungsebene auf dem Kampus Tegel.

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