Der aufgrund der Corona-Verordnungen geschlossene Zoo Palast am 17.12.2020. (Quelle: imago images/Stefan Zeitz)
Audio: Inforadio | 05.01.2021 | Thomas Weber | Bild: imago images/Stefan Zeitz

Stabiler Arbeitsmarkt im Dezember - Arbeitslosenzahlen in der Region steigen nur leicht

Trotz des seit Mitte Dezember geltenden Lockdowns präsentiert sich der Arbeitsmarkt in Berlin und Brandenburg überraschend robust: In beiden Ländern stieg die Arbeitslosigkeit im letzten Monat des Jahres 2020 nur leicht an. Grund dafür ist offenbar die Kurzarbeit.

Trotz des Mitte Dezember verhängten Lockdowns sind in Berlin und Brandenburg die Arbeitslosenzahlen nur leicht angestiegen. Die Arbeitslosigkeit in Berlin sei im Dezember faktisch unverändert, teilte die Regionaldirektion der Arbeitsagentur am Dienstag mit. In Brandenburg lag demnach der Anstieg in dem für diese Jahreszeit üblichen Bereich.

In Berlin lag die Arbeitslosenquote im Dezember so wie im November bei 10,1 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen war mit 202.388 nur um 75 höher als im November. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das allerdings einen Anstieg um 52.238 Personen.

In Brandenburg registrierten die Arbeitsagenturen und Jobcenter im Dezember 81.421 Arbeitslose. Das sind 1.322 mehr als im November und 8.049 mehr als zum Ende des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozent auf jetzt 6,1 Prozent.

Arbeitslosenzahlen Berlin

Arbeitslosenzahlen Brandenburg

Kurzarbeit stabilisiert Arbeitsmarkt

Die Vorsitzende der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg, Ramona Schröder, sprach von einer "stabilen Verfassung". Die von den Einschränkungen betroffenen Unternehmen nutzten weiter stark die Regelungen zur Kurzarbeit. "Das stabilisiert den Arbeitsmarkt", so Schröder.

In Zahlen ausgedrückt heißt das: In Berlin blieb im Dezember der Stand der angemeldeten Kurzarbeit auf dem Niveau vom November. Hier zeigten gut 2.700 Betriebe Kurzarbeit für 21.000 Mitarbeiter an. In Brandenburg waren es 2.180 Betriebe, die für 16.506 Beschäftigte Kurzarbeit anmeldeten.

Optimismus für 2021

Die Kurzarbeiterquote, also der Anteil der Kurzarbeiter an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, betrug zuletzt in Berlin 5,8 Prozent, in Brandenburg 3,8 Prozent. Besonders betroffen sind in beiden Ländern die Bereiche Gastgewerbe, Einzelhandel, Tourismus und verschiedene Dienstleistungen.

Rückblickend auf das Jahr 2020 bilanzierte Schröder, durch die Corona-Pandemie sei die Zahl der Arbeitslosen in Berlin deutlicher gestiegen als in Brandenburg. "Ich bin dennoch optimistisch, dass es im Jahr 2021 wieder einen Rückgang bei der Arbeitslosigkeit in beiden Ländern und einen Beschäftigungszuwachs geben wird", so Schröder.

Sendung: Inforadio, 05.01.2021, 10 Uhr

11 Kommentare

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  1. 11.

    Wartet ab bis Februar. Im Januar läuft die insolvenzregelung aus. Dann wird es richtig knallen. Vielen Dank Frau Merkel.

  2. 10.

    Spanien +725.000 in einem Monat = das blüht uns auch!! Kostet??

  3. 9.

    Man kann an Gott glauben, aber nicht Statistiken.

  4. 8.

    Das sind meistens Menschen mit Duldung. Das sind aber wenig Leute, die in der Statistik nicht auffallen würden.

  5. 6.

    Sollte zum 1.2 nicht geöffnet werden sind meine 25 Angestellten auch arbeitslos

  6. 5.

    + hunderte Ausländer*innen, die sich bei dem Arbeitsamt nicht melden dürfen....

  7. 4.

    Ich zweifele die Zahl von netto 75 Arbeitslosen mehr im Dezember sehr stark an, weil ich selbst mit mir schon 12 kenne ....

  8. 3.

    202.388 gemeldete Atbeitslose + X Kurzarbeiter + X arbeitslose H4-Empfänger + X Insolvenzgeldempfänger + X versteckte Arbeitslose in Schulungsmaßnahmen iist die Gleichung für die "wahre" Krisenzahl .... bitte nachliefern RBB ....

  9. 2.

    Soll der Artikel beruhigen? Bei dem ganzen kurzarbeitergeld dauert es halt noch ein wenig. Erst gestern gab es einen Notruf der Ladenbesitzer: 50.000 Betriebe unmittelbar vor dem aus.

  10. 1.

    Der große Knall kommt noch...... 100pro

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