79 Mitarbeiter betroffen - Thyssenkrupp schließt Werk Rothe Erde in Eberswalde

Symbolbild: Ein Stahlarbeiter in einem Thyssen-Krupp Werk. (Quelle: dpa/M. Kusch)
Bild: dpa/M. Kusch

Der Industriebetrieb Thyssenkrupp Rothe Erde schließt Ende des Jahres sein Werk in Eberswalde (Barnim). Das teilte ein Unternehmenssprecher am Freitag mit.

Betroffen seien 79 Mitarbeiter. Die Leitung von Thyssenkrupp Rothe Erde begründete die Schließungspläne mit dem gestiegenen Preisdruck. In Eberswalde werden Blattlager für Windenergieanlagen gefertigt. Auftraggeber bevorzugten Billiglohnländer wie Indien oder China, hieß es. Zudem würden die in Eberswalde gefertigten Blattlager für Windenergie von ihren Maßen her kaum noch verwendet.

Verhandlungen seit September über Erhalt des Werks

Für die IG Metall ist die Schließung des Werkes nicht nachvollziehbar. Es habe viele Ideen für Einsparungen seitens der Mitarbeiter gegeben. Auch die Landesregierung und die Stadt Eberswalde hätten Unterstützung angeboten.

Von September an waren die Geschäftsführung, der Betriebsrat der Firma Thyssenkrupp Rothe Erde GmbH und die IG Metall regelmäßig zu Gesprächen zusammengekommen, um auszuloten, ob und wie das Werk inklusive der Arbeitsplätze erhalten werden könnte. Betriebsrat und Belegschaft hatten dafür nach Gewerkschaftsangaben ein Konzept erarbeitet.

Sendung: Brandenburg aktuell, 29.01.20221, 19.30 Uhr

7 Kommentare

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  1. 7.

    "Blattlager in ihren Maßen kaum noch verwendet"... Wer hält hier nun wen für blöd ? Eberswalde ist zur Umstellung nicht in der Lage ? "Rote Erde" -könnte das ein Problem sein ? Rotchina sagt ja kaum noch jemand. Der Transport ist so billig, dass man Eberswalde nicht halten kann ? Wer verdient dann das hohe Politikergehalt ? Sorry; wer kommt da noch mit ? Coronalandschaften statt blühendes Land. Wohin führt das ?

  2. 6.

    Warum übernimmt die Gewerkschaft nicht das Werk, bei diesem geballten Sachverstand könnten sich die Chinesen warm anziehen.

  3. 5.

    Kapitalismus halt, bewegen sich bei Fördermitteln und erhalten Investitionsentschädigungen , und wenn es immer noch nicht reicht,dann eben noch billiger, In Oraninburg steht auf dem Kaltwalzwerk ein Supermarkt . Kapitalismus halt

  4. 4.

    Schade, denn die Windkraft wurde von unserem Wirtschaftsministerleider kaputt gemacht. Ich frage mich, ob man das Werk nicht ohne ThyssenKrupp in Eigenregie weiterführen kann.

  5. 3.

    Ist eben ThyssenKrupp - wenn es nichts mehr zu holen gibt, weg damit. Sind ja schließlich ein Sozialstaat - Profit für die Oberen, für die Unteren ist der Staat da.

  6. 2.

    Wenn man seinen Hintern im Trockenen hat, kann man natürlich solche Forderungen aufmachen.

  7. 1.

    Hoffe Stahlwerk BES auf den Quenz in BRB schließt auch bald

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