Fahrgäste in der U5 in Berlin (Bild: imago images/Jochen Eckel)
Bild: imago images/Jochen Eckel

Rückgang wegen Corona-Pandemie - BVG zählte im Jahr 2020 ein Drittel weniger Passagiere

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben im vergangenen Jahr ein Drittel weniger Menschen transportiert als im Jahr zuvor. Man gehe von rund 728,5 Millionen Fahrgastfahrten in Bussen und Bahnen aus, wie aus einer Antwort der Senatsverwaltung auf eine Anfrage des Linke-Abgeordneten Kristian Ronneburg im Berliner Abgeordnetenhaus hervorgeht. Das entspreche rund 65 Prozent des Niveaus des Vorjahres. Zuvor hatte der "Tagesspiegel" darüber berichtet.

Die BVG hatte, wie alle anderen Verkehrsunternehmen in Deutschland, das Angebot trotz der Corona-Einschränkungen weitgehend aufrecht erhalten und damit massive Einbußen eingefahren. Für die Berliner S-Bahn liegen indes noch keine endgültigen Jahreszahlen vor.

Selbst im Berufsverkehr bleibt es übersichtlich

In einer Antwort auf eine weitere Anfrage von Ronneburg heißt es, das Fahrgastaufkommen sei während der Zeit des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020 auf unter 40 Prozent der letzten Reisendenzählung aus dem Jahr 2018 gefallen.

Nach einer Erholung im Sommer liege das Aufkommen inzwischen wieder bei rund 40 Prozent im Vergleich zum Vor-Corona-Niveau. "Selbst in den Hauptverkehrszeiten beträgt die durchschnittliche Sitzplatzauslastung nur noch ca. 30 Prozent und die der Stehplätze nur noch ca. 10 Prozent", heißt es in der Antwort der Senatsverkehrsverwaltung.

Sendung: Antenne Brandenburg, 22.02.2021, 11 Uhr

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4 Kommentare

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  1. 4.

    Ich möchte mal wissen wo und wann ihr fahrt! Wenn ich zur Arbeit fahre oder nach meinem Dienst nach Hause ist die U 5.immer proppen voll, kein Abstand und manchmal auch kein Mundschutz! Extrem furchtbar, da müsste schnell etwas unternommen werden!!!

  2. 3.

    Keine Ahnung, wie die BVG ihre Prozentauslastung berechnet. Aktuell ist es tatsächlich möglich einen Sitzplatz zu bekommen, was vor der Pandemie im Berufsverkehr fast ein Lottogewinn war. Mir klingt noch in den Ohren: "Bitte zurücktreten, dieser Zug ist voll, der nächste kommt in wenigen Minuten!" auf den überfüllten Bahnsteigen fehlten nur noch die aus Asien bekannten Ordner mit den weißen Handschuhen, die noch die letzten Fahrgäste durch die Türen reinschieben ;)

  3. 2.

    Die M4 von und nach Falkenberg ist immer überfüllt, da sie nicht oft genug fährt (z. B. morgens vor 6 Uhr nur alle 20 Min.)Nachmittags steigen dann alle Leute in die Bahn, Richtung Falkenberg, die zur Zingster Str. wollen, dadurch wird es im Laufe der Fahrt ab Hackeschen Markt permanent voller und es kann kein Abstand eingehalten werden. Man ist gezwungen, sich dicht neben andere Menschen zu setzen oder zu stellen. Da merkt man nichts von weniger Fahrgastzahlen!

  4. 1.

    Wir nutzen, obwohl 2 Umweltkarten eigentlich nur noch das Auto zur Arbeit. Zum Berufsverkehr und Coronazeit war es einfach zu vol, vielleicht ja jetzt nicht mehr. Trotzdem fuehle ich mich in meinem Auto sicherer, sauberer, keimaemet und zum Transport des Wochendeinkaufs ist die Bvg jauch ausserdem nicht geeignet. Spazieren geht man ja zu Fuß.

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