Die Schaltwarte im ehemaligen AKW Rheinsberg im März 2021. (Quelle: rbb/Thomas Prinzler)
Bild: Audio: Inforadio | 24.03.2021 | Thomas Prinzler

Reportage | Stillgelegtes AKW - Unterwegs ins Innere des Kernkraftwerks Rheinsberg

Tief im Wald, nicht weit vom Großen Stechlinsee, liegt das Gelände des ehemaligen Kernkraftwerks Rheinsberg. Vor über 30 Jahren wurde es stillgelegt, seit 1995 rückgebaut. Doch der Abriss dauert noch. Thomas Prinzler hat sich durch sein Inneres führen lassen.

Die Kulisse könnte kaum malerischer sein: Das ehemalige Kernkraftwerk Rheinsberg liegt idyllisch tief im Wald zwischen Nehmitzsee und dem Großen Stechlinsee. Am Ende der Zufahrtsstraße von Menz geht es durch das offenstehende alte Eingangstor, das früher streng bewacht wurde und sich nur für Mitarbeiter öffnete. Verziert wird es von einer Friedenstaube im Zentrum des Atomsymbols. "Kernenergie für eine friedliche Zukunft", werde ich später auf einem alten Kalender in der ehemaligen Werkshalle lesen.

Aus Sicherheitsgründen nach der Wende abgeschaltet

Nicht nur die Bundesrepublik erzeugte Strom durch Kernkraft - auch in der DDR lieferten die beiden AKWs in Lubmin bei Greifswald und Rheinsberg Strom, nämlich zwölf Prozent des Landesbedarfs. Damit lag das kleine Land hinter Frankreich und der Bundesrepublik weltweit auf Platz drei der Atomstromerzeugung. Aus Sicherheitsgründen wurden beide KKW nach der Wende abgeschaltet. Fünf Jahre später begann im KKW Rheinsberg der Rückbau - und der dauert nun bereits 25 Jahre.

Frau Philipp mit Blick zum Einlasskanal
Pressesprecherin Marlies PhilippBild: rbb/Prinzler

Am Eingang begrüßen mich die Mitarbeiterinnen der Kommunikationsabteilung Irene Krahmer und Marlies Philipp. Letztere ist Pressesprecherin des EWN – Entsorgungswerk für Nuklearanlagen, das für den Rückbau zuständig ist. Sie ist extra für diesen Termin aus Lubmin gekommen. Das EWN ist Nachfolger des VEB Kernkraftwerks Bruno Leuschner Greifswald, das die beiden DDR-Atommeiler einst betrieb.

Vom denkmalgeschützten Verwaltungsgebäude mit einer wundervoll geschwungenen Treppe geht es über menschenleere, spiegelblanke Flure ins Maschinenhaus, in die riesige Turbinen- und Generatorenhalle. In der sind noch die Einlassöffnungen für das Kühl- und Turbinenwasser zu sehen. "Das Wasser kam durch den Einlaufkanal vom Nehmitzsee und wurde später in den Stechlin geleitet", erklärt Irene Kramer. In der Turbinenhalle wird gearbeitet: Arbeiter demontieren Träger und lagern sie in Containern und Fässern.

Die Blockwarte ist das einstige Herz des AKWs

Die kontaminierten Gebäude- und Ausrüstungsteile des Maschinenhauses sind schon vor Jahren ins Zwischenlager Lubmin gebracht worden. Dort wurden sie gereinigt und als Schrott verkauft, wenn es keine Strahlenbelastung mehr gab, wenn sie also "freigemessen" waren, wie Marlies Philipp sagt. Die Ingenieurin hat schon zu DDR-Zeiten im Atomkraftwerk in Lubmin gearbeitet und war später auch lange mit dem Rückbau beschäftigt.

In der Blockwarte, dem einstigen Herz des Atomkraftwerks, empfangen mich riesige Schaltpulte, Messgeräte und schematische Darstellungen des Reaktors und der Turbinen – alles im Charme der 50er und 60er Jahre.

Von hier aus wurde alles analog gesteuert. Auch den roten Knopf zeigt mir Irene Krahmer: "Hier steht es: Notauslösung Reaktorhavarieschutz. Wenn ich diesen Knopf gedrückt hätte, hätte sich das Kraftwerk heruntergefahren." Die Blockwarte ist immer noch in Betrieb – unter anderem für die Belüftungsanlagen.

Bullauge zum Reaktor des AKW RheinsbergDer Blick durchs Bullauge: "Da hinten, wo jetzt das Loch ist, befand sich der Reaktor"

Vom nächsten Raum aus wurde der Kran gesteuert, der die Brennelemente im Reaktor bewegte. Von hier kann man in den Reaktorsaal schauen: durch ein zentimeterdickes Bullauge aus Bleiglas, das sich hinter einem unscheinbaren braunen Vorhang verbirgt. "Da hinten, wo jetzt das Loch ist, befand sich der Reaktor", erklärt Irene Krahmer. "Daneben sind noch die Reste der Abklingbecken für die Brennstäbe zu sehen." Das war also der Ort, an dem das Uran gespalten wurde: schaurig schön. Die dabei frei werdende Hitze erzeugte den Wasserdampf, der für die Stromerzeugung durch die Turbinen und Generator benötigt wurde.

Der Reaktor wurde auf Schienen abtransportiert

Seit 1995 wird hier in Rheinsberg der Atommeiler Stück für Stück zurückgebaut. Die Gebäude müssen noch entkernt werden. Das wird nicht einfach, wenn man die armstarken Stahlbewehrungen des Reaktorgebäudes sieht. Der Reaktor selbst und alle stark radioaktiv verseuchten Bauteile wurden schon in den 90ern ins Zwischenlager Lubmin gebracht.

Während die anderen verseuchten Bauteile allerdings dekontaminiert und zerlegt sind, wartet der Reaktor selbst noch auf seine spätere Zerlegung.

Damals wurde er nach 23 Jahren im Betrieb auf der Schiene von Rheinsberg bis nach Lubmin gefahren. "Das war schon ein Ereignis", erinnert sich Philipp. "Das war der erste Reaktor, der durch Deutschland gefahren wurde." Und es war sicher nicht der letzte, denn der Rückbau der deutschen AKWs beginnt erst.

Mit dem Abriss dauert es noch ein bisschen

Wann Wald und Vögel das Gelände zwischen Nehmitzssee und Stechlin wieder komplett zurückerobert haben werden, ist noch nicht absehbar. "Wir hoffen, dass wir Anfang der 30er-Jahre das Gebäude hier wirklich abreißen können", sagt Marlies Philipp.

Der Abbau des Atomkraftwerks Rheinsberg wird dann mehr als 30 Jahre gedauert und etwa eine Milliarde Euro gekostet haben. Und das ist nur ein kleiner Vorgeschmack auf den gigantischen Rückbau der 19 bundesdeutschen Kernkraftwerke, deren letzte 2022 vom Netz gehen werden. In Deutschland geht dann eine Ära zu Ende.

Ehemaliges Kernkraftwerk Rheinsberg - Idylle am Großen Stechlinsee

Sendung: Inforadio. 24.03.2021

Beitrag von Thomas Prinzler

52 Kommentare

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  1. 52.

    Sie sind eine der Personen, die nicht die Leistungen des Ostens je begreifen werden. USA hatten keine Kriegsschäden und spielten nachdem die so viel sinnlos zerbombten später im Westen den großen Wohlstandsförderer. Wie sagte aber Churchill ? "Wir haben das falsche Schwein geschlachtet". Wir mußten mitleiden mit der Besatzungsmacht, die so geschwächt war weil nicht nur die meisten Opfer. Das Land auch zerstört. Sie sind eben ein typischer Wessi; akzeptieren ja derzeit nicht mal die Sorgen der Bürger hier in Sachen Wasserbedarf durch Tesla etc. Was kümert mich die Umwelt-Tesla ist der Klimaretter.Typisch für Nichtdenker. Gehen sie in ihren Keller und schämen sich. Woidke und Steinbach werden lernen müssen. Sie können das nicht. KONEZ

  2. 51.

    Das Embargo dürfte ein politisches Märchen gewesen sein. Die Weizen- und Kaffeeexporteure wollten allerdings in harten Währung bezahlt werden, nicht in Alu-Mark oder Transferrubel. Der Stahl für die T34 kam übrigens wie die LKW-Fahrgestellte für die Stalin-Orgel vielfach aus den USA. Wollen Sie vielleicht deshalb keine blühenden Landschaften mehr, sondern leere Industriegebiete und Geld aus dem Länderfinanzausgleich? Den Müll hatten Sie doch früher auch mit Kusshand gegen harte Devisen angenommen.

  3. 50.

    Darf ich Sie bei Gelegenheit an die Geheimnisse erinnern? Wenn selbst ein DDR-Minister erheblich bedenken hatte, sollte Ihnen das zu Denken geben. Ein Kennzeichen des Sozialismus war, dass das System keine Fehler haben durfte. Unglücke geschahen nur durch das persönliche Versagen einzelner, nicht des Kollektivs. Dazu gab es neulich eine Wiederholung auf ZDF Info.

  4. 49.

    Wieviel russ. AKW arbeiten derzeit in der ganzen Welt ? Tschernobyl war auf Fehlbedienung; Experimente zurückzuführen. Jeder hat so seine Geheimnisse; warum sollten die Russen die Materialzusammensetzung bekannt geben ? Wenn sie wie ich russ. Menschen kennen würden hätten sie eine andere Einstellung. Gestern nicht über die Transsib gesehen ?

  5. 48.

    Man hat uns blühende Landschaften versprochen; keine strahlenden. Döder bekommt dann Riesenärger. Wir verbrennen ja hier schon den Westmüll. Soll erfüllt.

  6. 47.

    Durch Embargo hatten wir es schwer genug. Vieles über Österreich. Kostete dadurch alles mehr. DDR war nicht nur SED und Stasi. Wir Bürger mußten damit leben. Im ganzen RGW-Raum den höchsten Lebensstandard. Schuhe aus Frankreich-kennen sie ja schon und dann hatte ich mal eine schicke Cordjacke aus Dänemark. ( Dänische Butterjacke ) :=))

  7. 46.

    Russenstahl ist guter Stahl. Der T34 steht doch immer noch da in der Str. d. 17. Juni. ähmmm Charlottenburger Chaussee damals. Beißen sie sich nur die Zähne aus.

  8. 45.

    Schade, das mit dem Start des Atomzeitalters, damals keiner sich gedanken gemacht hat, wie mit dem Atommüller und den Reaktoren umgegangen wird. Saubere Energie und kontrollierbare Energie?
    Die Geschichte zeigt, das dieser Weg falsch war und ist.
    Leider ist der Gedankenwechsel in vielen Ländern noch nicht soweit, nicht auf AKW zu setzen. Ich hoffe, das die Deutsche Regierung / Politik in dieser hinsicht ders Atomausstieges eine Vorreiterrolle übernommen hat. Und nachhaltige Energie Quellen entwickelt und zeigt, das es funktioniert. Und viele Länder den Deutschen Weg nachfolgen werden.

  9. 44.

    Wir freuen uns auf den Kanzler Söder, der den bayrischen Atommüll keinesfalls in Bayern haben will, sondern in der Prignitz. Passt doch in die Achse Morsleben, Gorleben, Rheinsberg..

  10. 43.

    Der Krieg war aber nur noch kalt. Die Menschen haben mit den Füssen abgestimmt, Heute sind es vor allem wirtschaftliche Gründe, die zum anhaltenden Trend des Umzuges gen Westen führen. Einzig der Speckgürtel rund um Berlin ist hierbei die Ausnahme. Dabei nimmt die Zahl der Einpendler aus Brandenburg in die Hauptstadt stetig zu.

    Dank Ihres Hinweises zu meinem Pseudonym geben Sei wieder einmal zu erkennen, dass Sie eingesehen haben, dass ich erneut Recht hatte. Dann lenken Sie nämlich mit solchen Bemerkungen ab. Sie können gerne weiter die Errungenschaften der DDR feiern, auch wenn die nur auf dem Papier bestanden hatten. Ihr real existierende Sozialismus ist aber schon lange an der Realität gescheitert.

  11. 42.

    "Mängel in der Qualifikation der Leitungsleute, Arbeitsorganisation, Schlamperei, Alkohol. Und bis zum Schluss hat man von den Russen nicht erfahren, aus welchem Stahl das Reaktordruckgefäß bestand. Da gab es Fehler bei eingesetzten Materialien, Messfühler, die nicht funktioniert haben." Minister Sebastian Pflugbeil.
    Aber Hauptsache die Buletten waren gut.

    Es war nach der Wiedervereinigung kurz angedacht worden, die KKW nachzurüsten, was dann aber aus Kostengründen von den Stromerzeugern verworfen worden ist.

  12. 41.

    Plutonium ist nicht gleich Plutonium. Das Kraftwerk muss zur Erzeugung waffenfähigen Plutonium 239 anderer Bauart sein als das in der Bundesrepublik der Fall ist, Die Brennstäbe dürfen nur kurz im Reaktor genutzt werden, da ansonsten zu viel Plutonium 240 entsteht. Die SU/Russland hatten dafür bis 2010 ein speziellen Reaktortyp im Einsatz.

  13. 40.

    Davon stand und steht ja nix im Text. Aber immerhin wir 2 wissen mehr.

  14. 39.

    Offensichtlich trafen sich hier 2 echte Techniker. Kenne auch unsere alte Trafostation; war Sicherheitsbeauftragter. Aber es fing mit Strahltriebwerken an und später viele Jahre Plasmaätzen und Elektronenstrahllithografie. Gruß nach FF; kenne ich doch.

  15. 38.

    Davor war ja Krieg und viele Männer tot.--- Die offene Grenze lockte; wissen wir doch alle. Ansonsten wie der real lebende Alfred Neumann-Politbüromitglied.

  16. 37.

    Wenn man sich mal die Rückseiten des Ostgelds anschaut, spiegelt sich auch eine gewisse Wertigkeit wieder.
    Vom 5er zum Hunni aufwärts.
    Landwirtschaft, High Tech, Schule, Großindustrie, Berlin.

  17. 36.

    Ja sowas hab ich nur noch als Lehrling kennengelernt. Aber die Taster, Wahlschalter und Schreiber kenn ich auch noch. Sowas wird teilweise heut noch genutzt. In einer kleinen Pumpensteuerung hab ich bei uns sowas mal gefunden. Hat fleißig den Druck geschrieben ohne Tinte und die Pumpen waren auch schon lange aus. Unsere alte 110kV Schutztechnik haben wir auch noch als Museum. Da staunte kürzlich ein Ingenieur aus Westdeutschland.
    So eine Schalttafel ist immer noch übersichtlicher als eine Videowand, nur nicht so flexibel und einfach anzupassen. Aber die Haptik eines Tasters ist schon besser als mit der Maus irgendwo raufzuklicken. Muss grad an Homer Simpson denken.
    In einer nagelneuen Trafostation hat man uns kürzlich auch noch Relog Relais zur Trafotemperaturüberwachung eingebaut. Unser Altelektriker hat gegrinst.
    Trotzdem lob ich mir die heutige Automatisierung. Freue ich mich wenn ich aus 3m Schaltanlage einen kleinen Kasten mit SPS und ein paar Koppelrelais umplanen kann.

  18. 35.

    Die SED hatten früh erkannt, dass ansonsten zu wenig Arbeitskräfte vorhanden gewesen wären. Es gab schon damals den heute noch weitgehend ungebrochen Trend zum Umzug in den Westen, der durch die Mauer nur kurz unterbrochen wurde.

    Die zweite Schicht im VEB für dIe Hausfrauen führte allerdings auch nicht zu gleicher Bezahlung. Die lag in Ihrer geliebten Heimat 30 % unter der der Männer. Die Gleichberechtigung wurde nur so lange gelebt wie es zur Planerfüllung unbedingt notwendig gewesen ist. Deshalb hatte es auch keine Frau als stimmberechtigten Mitglied in das Politbüro des ZK der SED geschafft.

  19. 34.

    Die WWER Baureihe der Russen lässt sich im Betrieb warten. Brennstäbe lassen sich tauschen, austauschen.

    Das macht diesen Reaktortyp sicher interessant, weil ohne Pause gebrütet werden konnte.

    Sicher haben die Sowjets da ihre Pu Klumpen rausgepopelt, wie es die Franzosen und Engländer bei westdeutschen Brennstäben auch taten und tun.

    Was sollte denn bitte die "liebe" DDR mit Plutonium in den Brennstäben anfangen...? Etwa eine Ostdeutsche Tsarbombe bauen? ;=)

  20. 33.

    Fällt mir gerade ein: War es nicht so, dass die alten Brennelemente in die SU zurück geliefert wurden; werden mußten ? War das der Grund der so schnell erfolgten Stilllegung ?

  21. 32.

    Sie sagen es alle: billiger Strom. Es geht hier nicht um uns sondern um die Zukunft der nachfolgenden Generationen. Also ist es egal, wie viel Geld die erneuerbaren Energien kosten, wenn damit die Ausbeute der Erde reduziert und verhindert werden kann.

  22. 31.

    Habe viele Bedienelemente aus der DDR-Produktion erkannt. Denke mal: Alles klassisch mit Relais. Man beachte die langen Bildschirme. :=)

  23. 30.

    Eine Frau am Schaltpult eines AKW. Sogar verewigt auf dem Ostgeldzehner. Gleichberechtigung derart gab es damals nicht in der BRD.

  24. 29.

    Weil hier von 1000 Jahren gesprochen wird....

    Wir reden über Hunderttausende von Jahren!

  25. 28.

    KKW in Satellitenstaaten wie DDR oder der BRD waren reine Plutoniumbrüter.

    Heute benötigen Länder mit Kernwaffenarsenalen KKW.
    Die Pu-Kapseln in den Kernwaffen müssen sehr regelmäßig erneuert werden.

    Frankreich und England teilen sich diese Aufgabe.

    Deutschland ist da bald raus.

    Wir sind als Land viel zu klein um radioaktive Abfälle sicher lagern zu können.

    KKW werden erst Geschichte sein, wenn es keine Spaltwaffen mehr gibt.

  26. 27.

    Interessant sind immer wieder die Vergleiche von technischen Anlagen mit dem menschlichen Körper.
    Als Herz eines thermischen Kraftwerks würde ich aber die Speisewasserpumpen verstehen.
    Die Blockwarte ist eher mit dem Gehirn gleichzusetzen. Wenn eines der beiden ausfällt, wird es kritisch.
    Ist das zugehörige Wasserwerk noch in Betrieb? Wird das für kommunale Zwecke mitbenutzt oder nun auch rückgebaut?
    Läuft der Rest wirklich noch mit analoger bzw. Relaistechnik? Bei der Projektdauer hat man doch sicher den einen oder anderen Relaisschrank durch eine SPS ersetzt?
    Vielleicht sollte ich mir im Sommer mal ein Fahrradwochenende in Rheinsberg gönnen.

  27. 26.

    "Was ist dann aber mit det Jahrtausenden an Entsorgung, die bis Heute nicht geklärt ist. Einbuddeln und weg ist ja wohl nicht?"

    Doch im Prinzip ist das die Idee. Dass das nicht längst gemacht wird, ist auf erfolgreichen Protest der Anti-AKW-Bewegung zurückzuführen. Wenn jetzt dieselbe Bewegung mit den Resultaten ihres eigenen Protests argumentiert, ist das ein Zirkelschluss und nicht ganz ehrlich.

    "Endlager 1000 Jahre wo???"

    Irgendein aufgelassenes Bergwerk. Das mit den "1000" Jahren ist auch so ein Fehlschluss. Die Idee ist ja nicht dass das Jahrtausende bewacht wird, sondern: Tief einbuddeln, abschließen, Schlüssel wegwerfen. Danach wird es nicht mehr bewacht.

    Auch hier übrigens wieder zweierlei Maß: Chemiemüll ist nicht nur ein paar Jahrtausende lang giftig, sondern für Jahrmilliarden. Aber der wird auch einfach so in aufgelassene Kraftwerke verbuddelt, und AKW-Gegner protestieren kein bisschen dagegen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Untertagedeponie_Herfa-Neurode

  28. 25.

    Das kann ja alles richtig sein, aber gucken Sie nun wo die Diskussion über einen Artikel zum Abriss eines Atomkraftwerkes das geplant und völlig losgelöst von Energiewende oder sonstigen Themen stillgelegt wurde, hingeht. Schade um die Mühen des Autors. Anstatt sich nun fachlich mit dem Thema zu beschäftigen wird wieder nur von beiden Seiten polemisiert.
    Rückbau von Kraftwerken ist unabhängig von der Energiewende ein Thema mit dem sich die Menschen beschäftigen müssen, weil auch Kraftwerke kein unendliches „Leben“ haben. Im Fall von KKW ist das leider deutlich komplexer als bei fossilen und regenerativen Kraftwerken. Wobei die Tagebaue und ihre Folgeschäden auch nicht ohne sind. Das Rückbauproblem mit den WEA und PV-Anlagen kommt ja auch bald auf uns zu.
    Es geht diesmal nicht um Netzstabilität oder Pro/Contra Kernkraft. Es geht um den geplanten und notwendigen Rückbau eines Atomkraftwerkes. Ich denke Sie können da fachlich einiges interessantes einwerfen.

  29. 24.

    Das Problem der Kernkraft ist vieleicht nicht der Betrieb, obwohl da auch Zweifel aufkommen können. Was ist dann aber mit det Jahrtausenden an Entsorgung, die bis Heute nicht geklärt ist. Einbuddeln und weg ist ja wohl nicht?
    Einen Staudamm lässt man ab, wenn Bedenken bestehen. dann Rueckbai. Ein Atomkraftwerk Beispiel Rheinberg
    Rueckbau nach 30 Jahren noch nicht abgeschlossen, die
    radioaktiven Teile imZwischenlager. Endlager 1000 Jahre
    wo???

  30. 23.

    > Mich würde ja mal interessieren wie weit man den Rückbau plant, komplett 100% Wald und Wiese, incl. Bahnlinie, Umspannwerk, Zufahrtsstraßen etc.

    Das Verwaltungsgebaeude steht bereits unter Denkmalschutz und wird nicht abgerissen. Im Hauptgebaeude dauert der Rueckbau noch ein paar Jahrzehnte, da man warten moechte, bis die Aktivitaet abgeklungen ist.

  31. 22.

    > Meinen Sie (anorak und Hr. Kretschmar) so "verlässlich und billig" wie Fukushima, Sellafield, Harrisburg oder Tschernobyl?

    Schlagen Sie doch mal nach, wie viele Menschen in Fukshima, Sellafield, Harrisburg und Fukushima zusammen ums Leben gekommen sind und dann vergleichen Sie das mit allen anderen Formen der Energieerzeugung.

    Hier ein paar Links:

    > https://www.who.int/news/item/05-09-2005-chernobyl-the-true-scale-of-the-accident

    > https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6280984/

    > https://ourworldindata.org/safest-sources-of-energy

    > https://www.forbes.com/sites/scottcarpenter/2020/01/11/costs-of-germanys-nuclear-phase-out-are-substantial-new-paper-finds-but-there-is-little-appetite-for-a-rethink/

  32. 21.

    > Ich finde immer schön wie Kernkraftbefürworter Rosinen picken.

    Die Rosinenpickerei findet im EE-Lager statt, wenn man Stromgestehungskosten (LCOE) und Systemkosten gleichsetzt und so tut, als waeren die explodierenden Strompreise in Deutschland Zufall.

    > Nimmt man die Lagerkosten für einige Jahrtausende sicherer Verwahrung, dürfte es schon bedeutend teurer sein.

    Nur muss man den Abfall eben nicht Jahrtausende Lagern. Deutschland hat vor der Novellierung des Atomgesetzes 2002 insgesamt ueber 5.000 Tonnen abgebrannte Brennelemente wiederaufbereiten lassen.

    > Oder im Falle eines GAUs, wird der Schaden unbezifferbar.

    Sie meinen so wie in Japan, wo die Menschen bereits seit Monaten wieder in die Gegend um das havarierte KKW zurueckziehen?

    > https://www.japantimes.co.jp/news/2019/07/20/national/beach-fukushima-prefecture-reopens-first-time-since-2011-disasters/

  33. 20.

    > Der von Ihnen angebrachte Vergleich hinkt natürlich mächtig, da Sie die Rückbaukosten eines kleinen Demonstrationskraftwerkes mit denen der gesamten Energiewende für eine Industrienation vergleichen.

    Der Punkt ist: Ein Kernkraftwerk - egal wie schlecht - liefert seinen fossilfreien Strom 24/7, das vermag kein Solar- und kein Windkraftwerk zu leisten. Jede kWh, die Wind- und Solaranlagen nicht erzeugen koennen, muessen in Deutschland woanders herkommen und deswegen verbietet die Bundesnetzagentur die Abschaltung von Kohlekraftwerken und man baut neue Gaskraftwerke:

    > https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Sachgebiete/ElektrizitaetundGas/Unternehmen_Institutionen/Versorgungssicherheit/Erzeugungskapazitaeten/Systemrelevante_KW/Systemrel_KW_node.html

    > https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_geplanter_und_im_Bau_befindlicher_Gaskraftwerke_in_Deutschland

  34. 19.

    > Und schon kommt wieder das Märchen von der billigen Kernenergie in den Kommentaren. Wenn man die Kosten für Abriss und lagerung des Müll eingreift ist Kernenergie die mit Abstand teuerste Form der ernergieerzeugung.

    Dann erklaeren Sie mir doch mal bitte, warum wir in Deutschland weltweit die hoechsten Strompreise haben?

    > https://www.globalpetrolprices.com/electricity_prices/

    Und warum der Bundesrechnungshof die Energiewende kritisiert, auch aus wirtschaftlicher Sicht:

    > https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/bundesrechnungshof-warnt-vor-steigenden-strompreisen-a-13396407-68b5-4c69-a709-105fc359051f

  35. 18.

    > Wieder einer, der die Zeichen der Zeit nicht erkannt hat und nur billigen Strom haben will. Ich will nicht in der Nähe eines AKW leben.

    Ihre Aengste sind unbegruendet. Kernenergie ist statistisch die sicherste Form der Energieerzeugung:

    > https://ourworldindata.org/what-is-the-safest-form-of-energy

    Und wenn Sie mal ueber die deutschen Grenzen hinwegsehen, merken Sie, dass die Zeichen der Zeit auf Kernenergie stehen:

    > https://pris.iaea.org/PRIS/WorldStatistics/UnderConstructionReactorsByCountry.aspx

    Selbst Joe Biden unterstuetzt die Kernenergie:

    > https://www.powermag.com/bipartisan-bill-to-preserve-existing-nuclear-plants-clears-senate-committee/

  36. 17.

    > Das KKW Rheinsberg hatte nur eine Leistung von 70MW. Vergleichbar mit 14 modernen Windkraftanlagen.

    Das Problem ist, dass Sie hier den Kapazitaetsfaktor unterschlagen und lediglich die Brutto-Leistung vergleichen:

    > https://de.wikipedia.org/wiki/Volllaststunde#Volllaststunden_nach_Kraftwerken

    Der entscheidene Vorteil von Kernkraftwerken ist, dass die Kraftwerksleistung 24/7 zur Verfuegung steht. Bei Windkraftanlagen aber eben nur, wenn der Wind weht. Wenn kein Wind weht, muss der Strom aus fossilen Kraftwerken kommen. Auch der rbb hat darueber schon berichtet.

    > Das konkrete Beispiel zeigt : Atomstrom ist deutlich teurer.

    Sie vergleichen hier Stromgestehungskosten mit tatsaechlichen Systemkosten. Ein Kernkraftwerk braucht weder Backup-Kraftwerke noch Speicher, die Systemkosten entsprechen nahezu den Stromgestehungskosten. Das ist bei Wind- und Solarstrom ausdruecklich nicht der Fall und das erkennen sie auch, wenn Sie den Bericht des Bundesrechungshofes lesen.

  37. 16.

    "Würde sich das Argument vom >>billigen Strom<< aus Atomkraftwerken auch dann halten lassen wenn AKW-Betreiber eine Haftpflichtversicherung"

    Ich gebe die Frage zurück bzgl. Wasserkraftwerken. Staumdammbrüche haben hunderttausende von Toten und gigantische Sachschäden verursacht. Warum sind viele AKW-Befürworter trotzdem dafür? Und warum verlangen sie dort keine Haftpflichtversicherung die den größten anzunehmenden Unfall abdeckt?

  38. 15.

    Ich bestreite nicht, dass technische Anlagen Unfälle erleiden können, und dass die Folgen im Einzelfall schlimm sein können. Was ich nicht verstehe ist, wieso das ein Grund sein soll, sie nicht zu nutzen. Konsens unserer Gesellschaft vor der Anti-AKW-Bewegung war es, Technik einzusetzen wo sie Nutzen bringt, und dabei die Unfallrisiken so sehr zu minimieren wie irgend möglich. Was war falsch an diesem Konsens? Oder warum ist er nur für Atomkraft falsch, aber sonst weiterhin richtig?

    Gegner der Atomkraft messen nämlich mit zweierlei Maß. Es gibt Industrieanlagen, die ein vergleichbar hohes Unfallrisiko wie AKW bergen, zB die chemische Industrie. Aber dagegen gibt es keine Proteste.

    Noch absurder: Es gibt Anlagen, die ein erheblich HÖHERES Risiko als KKW bergen, aber von Atomkraft-Gegnern ausdrücklich befürwortet werden: Staudämme. Warum protestieren die AKW-Gegner dagegen nicht auch wegen ihrer Unfallgefahren?

  39. 14.

    Sie können den beiden doch nicht diesen Vorwurf machen. Es waren Großkonzerne, die nur den Gewinn im Auge hatten. Niemand machte sich da Gedanken wohin mit dem "Abfall". Die Lagerung und den Abriss jetzt zu sozialisieren ist Unrecht hoch 5 ! Die Musk-Marsspinnerei und Privatweltraumflüge bringen uns nicht weiter. Hier auf der Erde alles wieder in Ordnung bringen ist Gebot der Stunde und der Zukunft.

  40. 13.

    >> für verlässlichen & billigen Strom sorgen.<<

    Würde sich das Argument vom >>billigen Strom<< aus Atomkraftwerken auch dann halten lassen wenn AKW-Betreiber eine Haftpflichtversicherung (selbst wenn diese nur 50% der Schäden eines GAU abdecken müsste) abschließen und die AKW-Betreiber für alle Kosten (Rückbau, Entsorgung der hochradioaktiven Abfälle,Ewigkeitskosten*)aufkommen müssten ?

    *Ewigkeitskosten beinhalten
    - Kosten für die Erforschung eines Endlagers
    -- einen Ort
    - bei dem seismische Aktivitäten/Plattentektonik für mind. die nächsten 150.000 Jahren zu 100% ausgeschlossen sind.
    - der nicht durch steigende Meeresspiegel bedroht ist
    - bei dem es für mind. 150.000 Jahre zu keinerlei Umweltveränderungen kommen kann
    - etc.
    nicht zu vergessen die
    - Kosten für sämtliche Instandhaltungen und die Be- & Überwachung der Anlagen für mind. 150.000 Jahre

  41. 12.

    Wann entstand das 1. US- AKW ? Wann das 1. in der SU ? Wie viele AKW und mit welcher Gesamtleistung existieren gegenwärtig auf der Welt ? Polen will bei Danzig ein früher begonnenen AKW-Bau weiter bauen um von der Kohle wegzukommen. Baut mal schön viele Teslas-dann geht hier das Licht aus. Seid doch mal kritisch. Warum leuchtet ganz Europa nachts bis ins Weltall ? Heute früh auf inforadio: In Bayern auch in 4 Jahren keine Windkraftanlagen. Sie wissen warum; wie begründet.

  42. 11.

    "..weltweit auf Platz 3 bei der Atomstromerzeugung" ? Die Reaktoren waren sowjetischer Bauart. In England und USA ; Frankreich gab es ja wohl viel mehr AKW. Man sollte sich auf die produzierte Gesamtleistung beziehen; das ergibt eine reale Vorstellung. Man liest im Text aber raus, dass die DDR wenig Energie produzierte und benötigte.

  43. 10.

    Meinen Sie (anorak und Hr. Kretschmar) so "verlässlich und billig" wie Fukushima, Sellafield, Harrisburg oder Tschernobyl? Vielleicht haben wir einfach nur Glück gehabt bis jetzt in West und Mittel Europa... aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben... Und vielleicht ist der "grüne Zeitgeist" einfach nur gesunder Menschenverstand und vor allem Verantwortung für sich, andere, die Zukunft und die Umwelt. Und natürlich heisst das auch von der fossilen Energie und der Verbrennung und der Verstromung von Kohle weg zu kommen. Wieviel 1000nde Jahre dauert es eigentlich genau den ganzen Atomschrott wieder sicher zu entsorgen und geht das überhaupt und wo wird endgelagert? usw. usw. Ich bin mir sicher, Sie haben schnelle und "gute" Antworten...

  44. 9.

    Mich würde ja mal interessieren wie weit man den Rückbau plant, komplett 100% Wald und Wiese, incl. Bahnlinie, Umspannwerk, Zufahrtsstraßen etc. Das Wort Denkmalschutz tauchte doch im Artikel auf. Oder plant man eine Art technisches Museum?

  45. 8.

    Ich finde immer schön wie Kernkraftbefürworter Rosinen picken.

    Nimmt man die Lagerkosten für einige Jahrtausende sicherer Verwahrung, dürfte es schon bedeutend teurer sein.

    Oder im Falle eines GAUs, wird der Schaden unbezifferbar.

  46. 7.

    Das war früher ganz anders. So richtig auf Antiatom ging es aber nach Fukushima los. Ich kann mich noch erinnern wie in der westlichen Welt beginnend von der friedlichen Nutzung der Atomenergie geflötet wurde. Ich hatte von einer Messe viele Jahre lang die Beschreibung / Aufbau / Funktion eines US-Atomkraftwerkes aufgehoben-inzwischen längst zum Altpapier. "Energie der Zukunft" und ähnliche Lobhudeleien von vorn bis hinten. Die Medien sollten sich auch erinnern. Außerdem war ja Rheinsberg eher Versuchsreaktor. Dem Herrn T.Prinzler höre ich allerdings ganz gern zu; auf Inforadio.

  47. 6.

    Also ich habe einen Artikel über die Begehung des Rückbaus eines alten Atomkraftwerks gelesen und kein Wort über Sinn oder Unsinn der Kernkraft gefunden. Das kostet in Rheinsberg 1Mrd und wird für die folgenden KKW nicht billiger. Das sind erstmal Fakten die im Artikel überhaupt nicht bewertet wurden. Würde sicher auch den Rahmen des Artikels sprengen, da es ja schließlich um den Rückbau eines alten Atomkraftwerkes und nicht um die Energiewende geht.
    Dann müsste ein Artikel her was kostet und bringt uns die Energiewende oder so ähnlich.
    Der von Ihnen angebrachte Vergleich hinkt natürlich mächtig, da Sie die Rückbaukosten eines kleinen Demonstrationskraftwerkes mit denen der gesamten Energiewende für eine Industrienation vergleichen.
    Ich möchte aber keine Diskussion über die Energiewende anzetteln, um den Sinn des Artikels nicht zu verreißen.

  48. 5.

    Und schon kommt wieder das Märchen von der billigen Kernenergie in den Kommentaren. Wenn man die Kosten für Abriss und lagerung des Müll eingreift ist Kernenergie die mit Abstand teuerste Form der ernergieerzeugung. Unsummen wurden schon dafür ausgegeben Lagerstätten für ein Endlager zu erkunden. Und wo lassen wir nochmal langfristig den Müll. Aber die Kernenergie Fans haben ja sicher nichts dagegen wenn direkt vor ihrer Tür ein Endlager entsteht. Was soll schon passieren?

  49. 4.

    Wieder einer, der die Zeichen der Zeit nicht erkannt hat und nur billigen Strom haben will. Ich will nicht in der Nähe eines AKW leben. Ein Störfall größeren Ausmaßes und das war es. Wenn das Ding auf Helgoland stehen würde direkt neben dem Superknast für Schwerverbrecher wäre die Akzeptanz größer...

  50. 3.

    Das KKW Rheinsberg hatte nur eine Leistung von 70MW. Vergleichbar mit 14 modernen Windkraftanlagen. Trotzdem hat der Rückbau 1 Mrd gekostet. Runtergerechnet auf die erzeugte Energiemenge des Kraftwerks von 9 TWh sind dass alleine 11cent pro KW. Die Eeg Umlage beträgt lediglich 6,5 Cent/KW. Das konkrete Beispiel zeigt : Atomstrom ist deutlich teurer.

  51. 2.

    Rheinsberg war nur eine Art Demonstrationsanlage mit geringer Leistung. Das KKW Greifswald hatte aber eine hohe Leistung und trug einen erheblichen Teil zur Stromversorgung der Republik bei. Ein drittes KKW war 1990 bei Standal im Bau. Wenn es zur Wendezeit nicht im Westen (und in erheblich geringerem Umfang auch im Osten) schon einen "grünen" Zeitgeist gegeben hätte, könnten diese Anlagen vielleicht heute laufen und für verlässlichen & billigen Strom sorgen.

  52. 1.

    Ich möchte es ein einziges mal erleben, dass man im öffentlich-rechtlichen Rundfunk sachlich und unvoreingenommen über die Kernenergie berichtet.

    Dann würde man z.B. lernen, dass die Abrisskosten über Jahrzehnte von einer Milliarde lächerlich im Vergleich zu den 20 bis 30 Milliarden Euro sind, welche uns die Energiewende jedes Jahr kostet (siehe aktueller Bericht des Bundesrechnungshofes).

    Und vergleicht man die Emissionen Frankreichs (50 Mt/a)?und Deutschland (350 Mt/a) im Energiesektor, dann wird relativ schnell klar, dass Deutschland seine Klimaziele nur mit der Kernenergie erreichen können wird. Vom Strompreis ganz zu schweigen.

    Warum das beim ÖRR nie erwähnt wird, ist mir nachwievor ein Rätsel.

    Maik

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