Ein Monteur arbeitet über einem Solarpark in einer stillgelegten Deponie in Nordrhein-Westfalen (Bild: dpa/Jochen Tack)
Bild: dpa/Jochen Tack

Auch außergewöhnliche Idee im Gespräch - Brandenburg sucht nach Flächen für Photovoltaik-Anlagen

Das Land Brandenburg sucht nach neuen Flächen für Photovoltaikanlagen. Die Wirtschaftsförderung des Landes untersuche derzeit, wie groß das Potenzial auf Dächern und Freiflächen zur Nutzung für Solarenergie sei, teilte die Sprecherin des Wirtschaftsministeriums, Andrea Beyerlein, am Dienstag in Potsdam mit. Das geschehe im Rahmen einer vom Ministerium in Auftrag gegebenen Studie, hieß es. Ende des Jahres solle das Ergebnis vorliegen.

Dem Wirtschaftsministerium sei auch der außergewöhnliche Gedanke vorgestellt worden, Tagebauseen in der Lausitz für schwimmende Anlagen zu nutzen, hieß es. Der Plan befinde sich aber noch in den Anfängen, so die Sprecherin weiter.

38.900 Photovoltaikanlagen in Brandenburg

In Brandenburg gibt es derzeit knapp 38.900 Photovoltaikanlagen mit einer installierten Leistung von 3.700 Megawatt. Das Ziel des Landes in seiner Energiestrategie, dass bis zum Jahr 2030 rund 3.500 Megawatt mithilfe von Photovoltaikanlagen erzeugt werden, sei damit bereits erreicht worden, erklärte das Wirtschaftsministerium.

Mit der installierten Leistung aller Solaranlagen von etwa vier Gigawatt könnten rein rechnerisch nach Angaben des Ministeriums eine Million private Haushalte ein Jahr lang mit Strom versorgt werden. Man geht dabei von einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 4.000 Kilowattstunden aus.

Trotz weggefallener Förderungen durch das Erneuerbare Energiengesetz wird weiter in Photovoltaikanlagen investiert, teilte das Ministerium mit. So baute der Energieversorger EnBW einen Solarpark in Weesow-Willmersdorf (Barnim) mit einer Leistung von 187 Megawatt. Im Bau sind im Auftrag der EnBW die Solarparks Alttrebbin und Gottesgabe (beide Märkisch-Oderland) mit insgesamt rund 300 Megawatt.

Sendung: Antenne Brandenburg, 06.04.2021, 7 Uhr

14 Kommentare

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  1. 14.

    Beinahe jedes Hausdach ist eine solche geeignete Fläche und bisher werden die wenigsten zur Energiegewinnung genutzt. Ganz gleich, ob Photovoltaik oder Solarthermie, in allen Städten und Dörfern liegt noch unglaublich viel Potenzial
    brach. Schauen Sie sich doch mal Ihr eigenes Dach an. Es dürfte sich lohnen.

    Solange wie es noch freie Dächer gibt, braucht man sich nicht allzu viele Gedanken zu machen - es sei denn, man ist ein Energieversorger der Angst um seine Einnahmen hat, oder ein von Lobbyisten gesteuerter Politiker.

  2. 13.

    Ich gönne Ihnen Ihre geringen Stromkosten, aber nicht jeden hat die Möglichkeit eine eigene PVA zu installieren und dieser Teil der Bevölkerung erlebt durch das EEG stetig steigende Strompreise. Ohne EEG rechnen sich viele Anlagen nicht oder es wird mit der Stromerzeugung auf Kosten der Allgemeinheit ein großes Geschäft gemacht. Sie sollten Ihren Egoismus überwinden und Solidarität mit Ihren Mitmenschen üben.

  3. 12.

    Ich mach Google Maps auf, tippe Berlin ein und da sind sie... 1000de Flächen für PV Anlagen. Von Bahnhofsdächern, Super + Baumärkten, Schulen, Sport + Fabrikhallen. Fahrzeughallen der BVG, Bahn und was weiß ich nicht noch alles. Ich wohne an der Storkower Straße... Das Dach vom Stadler z.B... is das schon 1 Hektar?

  4. 10.

    Beim EFH Bau den Flächenverbrauch kritisieren, aber bei PVA ist dies völlig in Ordnung. Wir brauchen jeden. m2 für Landwirtschaft und gaertnerische Nutzung. Jede PVA treibt den Strompreis weiter nach oben. Es wird Zeit für eine Wende von der Energiewende.

  5. 9.

    Also meinen halben Hektar bekommt keiner für irgendwelchen Photovoltaik.
    Hier wächst nur Gemüse.

  6. 8.

    Warum Grünflächen und die Natur verschandeln? PV Anlagenzwang für alle großen Industrie,-
    und Logistikhallen. hunderttausende m² ungenutzte Dachflächen. Wozu also noch mehr Naturfläche zubauen.
    Wenn es nach den Grünen geht dann wollen die das alle Häuslebauer zur Solar verpflichtet werden,
    von den großen Firmen wird da nix verlangt. Immer auf die Kleinen. Und wenn Grünfläche übrig ist,
    dann besser ein paar Bäume drauf.

  7. 7.

    Einfach die Autobahntrassen mit PV überdachen. Vorteile: keine Grundstücksprobleme, kein Winterdienst mehr nötig, Stromladesäulen mit Batteriespeicher alle 50 km. Nachteil: man muss immer mit Licht fahren

  8. 5.

    Baut einfach neben Tesla auf.Da ging ja auch alles sehr schnell.

  9. 4.

    Einfach mal ein paar Äcker auf denen zur Zeit "Bio"dieselraps oder E10-Mais wächst stattdessen mit PV bepflanzen. Da kommt am Ende eine vielfach höhere CO2 Ersparnis raus und unter den Panelen kann eine Wiese mit hoher Artenvielfalt wachsen.

  10. 3.

    Weil in Berlin alles etwas länger dauert und die senatorinnen für Umwelt, Bauen und Verkehr nicht unbedingt die schnellsten sind, wenn es gilt Entscheidungen zu treffen.
    Wenn sowas auf die Dächer kommt, dann gibt's da noch den Denkmalschutz. Wenn der Vermieter das macht und die Energie an die Mieter weitergibt, dann ist er Unternehmer und muss zusätzlich Steuern ans Finanzamt abführen. Ist alles nicht so einfach. Vom Genehmigungsverfahren red ich mal garnicht.

  11. 2.

    Warum sehe ich keine Anlagen auf dem Stadtschloss, Bundestag ,Brandenburger Landtag .
    Auch das eine oder andere Windrad könnte man dort aufstellen.
    Nicht immer Natur zerstören, mit gutem Willen geht alles.

  12. 1.

    Ein erster Schritt wäre PV für Neubauten und kommunale Dächer verpflichtend zu machen. Wie das geht kann sich BRB in BW ansehen.

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