Eine Innenansicht des neuen BVG-Doppeldeckers. (Quelle: dpa/Kira Hofmann)
Bild: dpa/Kira Hofmann

VBB lehnt BVG-Idee ab - Vorerst kein Monatsticket für die Home-Office-Wenigfahrer

Ein neues Ticket für seltener ins Büro fahrende Bus- und Bahnkunden wird es vorerst nicht geben. Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg teilte mit, dass diese BVG-Idee von einem "Homeoffice-Ticket" vorerst keine Zustimmung fand.


Dieses "Homeoffice-Ticket" war als rein digitales Kontingent von Fahrkarten gedacht, die in einem bestimmten Zeitraum genutzt werden können - so die Idee der Berliner Verkehrsbetriebe für ein Pilotprojekt im Berliner Stadtgebiet.

Offenbar Schwierigkeiten beim "Abwägen der Bedarfe"

Für das Pilotprojekt bedürfe es eines weiteren Austausches, hieß es. Dabei solle es um ein flexibles Ticketangebot gehen, "das die unterschiedlichen räumlichen und verkehrlichen Bedingungen in Berlin genauso wie in Brandenburg berücksichtigt". Laut der Mitteilung des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg konnte darüber aber bisher keine Einigkeit erzielt werden.

In dem Verbund machen rund 40 Verkehrsunternehmen beider Länder einen gemeinsamen Tarif. Welche konkreten Einwände es aus Brandenburg gab, blieb offen. Der VBB erklärte lediglich, dass die Beteiligten finanzielle, politische und gesellschaftliche Bedarfe abgewogen hätten.

Mit Home-Office-Tickets versuchen Verkehrsunternehmen, Kunden zurückzugewinnen, die in der Pandemie ihre Abonnements gekündigt haben. Stuttgart etwa hat ein digitales 10er-Tagesticket eingeführt für Kunden, die mal zu Hause und mal im Büro arbeiten. Auch die
Deutsche Bahn hat für den Nahverkehr ein 10er-Tagesticket eingeführt.

Sendung: Inforadio, 16.04.2021, 4.40 Uhr

18 Kommentare

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  1. 18.

    Es ist bitter nötig, mit Home-Office-Tickets treue Kunden zurückzugewinnen, die in der Pandemie ihr Abo gekündigt haben oder kündigen werden, weil es rausgeschmissenes Geld ist. Hier müssen Alternativen angeboten werden, wenn man nicht will, dass alle aufs Auto umsteigen!

  2. 17.

    Sie haben scheinbar nicht begriffen, worum es geht: Bisherige Aboverträge sind für Home-Office-Beschäftigte herausgeschmissenes Geld, weil sie den „Service“ garnicht nutzen. Hier sind neue Konzepte und Innovation gefragt, auch für alle, die nur Teilstrecken mit dem ÖPNV zurücklegen.

  3. 16.

    Es gibt doch das 4er Ticket, Tageskarte, Welcome Card.. einfach mal flexibel sein und das Abo kündigen. Kann sich ja jeder durchrechnen was für ihn günstiger ist.
    Ich bin echt überrascht wie hilflos manche Menschen so sind aber trotzdem im Herbst wieder wählen gehen oder Verträge schließen.

  4. 15.

    Regt euch nicht auf und Zahlt für den euch 24/7 zur Verfügung stehenden Service, um den euch andere Regionen nur beneiden können. Ihr könnt einfach spontan losgehen und die BVG steht meistens sofort parat. Sowas gibts nunmal nicht kostenlos. Ihr setzt die ständige Verfügbarkeit einfach voraus und wollt die dadurch entstehenden Kosten nicht tragen. Ihr wollt diesen Service, dann zahlt ihn gefälligst auch.
    Wie aktuell bei den Mieten. Alle Bequemlichkeiten und Annehmlichkeiten der Wohung und der Gegend einsacken aber das alles umsonst haben wollen.
    Kommt ja auch niemand auf die Idee wenn man Urlaub hat, dass der Arbeitgeber für diese Zeit dann kein Gehalt zahlt.
    Die BVG ist nicht ausgelastet und braucht jeden Cent.
    https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2021/04/berlin-bvg-auslastung-linien-online-anzeige.html

  5. 14.

    Richtig! Abo-Kunden im Home-Office MUSS ein passendes Abo-Modell angeboten werden, ebenso wie Abo-Kunden, die regelmäßig nur noch Kurzstrecke fahren.
    Sie als Stammkunden zu verlieren, wäre auch wegen Klimaschutz unverantwortlich.

  6. 13.

    Aus umwelt- und klimaschutzpolitischen Gründen sollte der VBB verpflichtet werden, jeder Kundengruppe (und damit auch den Home-Office-Beschäftigten) ein Abo-Angebot zu machen.

  7. 12.

    Der VBB hält offenbar Stammkunden für verzichtbar. Während man schon vor Corona die Kurzstreckenfahrer systematisch ausgegrenzt hat (eine Kurzstrecken-Monatskarte gibts bis heute nicht), will man nun auch alle treuen Kunden vergraulen, die im Homeoffice arbeiten.

  8. 11.

    Es gibt aber immer noch Leute, die in den Aussenbezirken bzw. knapp ausserhalb von Berlin arbeiten, da der Arbgeber dort Steuanreize bekommen hat Betriebsverlegung und nicht man selber. Soviel nur mal zum zentralen Wohnen und Annehmlichkeiten. Wuerden auch lieber im Grünen wohnen, aber unsere Wohnung alter Mietvertrag.
    Wenn bvg dann pünktlich, sauber, freundlich und korekte ansonsten Auto. Pandemie - erste Wahl Auto

  9. 10.

    . . . offensichtlich hat der VBB den Knall noch nicht gehört: Es wird nach Corona verstärkt Home Office geben und nur sporadische Fahranlässe, und schon gar keine Abos oder Job-Tickets.
    Sinn macht nur eine unbefristete Mehrfartenkarte, digital oder wie immer, analog der Oyster Card.

  10. 9.

    . . . offensichtlich hat der VBB den Knall noch nicht gehört: Es wird nach Corona verstärkt Home Office geben und nur sporadische Fahranlässe, und schon gar keine Abos oder Job-Tickets.
    Sinn macht nur eine unbefristete Mehrfartenkarte, digital oder wie immer, analog der Oyster Card.

  11. 8.

    Dafür ist die Luft in meinem PKW nicht potentiell mit Corona-Viren belastet!

    Wenn "draußen" die Infektionsgefahr gering, aber "drinnen" hoch ist, sollte man statt an nächtliche Ausgangssperren nicht lieber darüber nachdenken, den ÖPNV (wo ja viele in "Innenräumen" zusammen fahren) rund um die Uhr stillzulegen?

    Individuell mit Auto, Fahrrad oder zu Fuß kommt ja auch zur Arbeit, ohne dabei auf viele Leute zu treffen...

  12. 7.

    Eine nicht gerade umweltfreundliche Entscheidung.

  13. 6.

    Stimme voll und ganz ihnen zu, man kann jetzt nicht Der BVG für alles die schuld geben aber in viele Punkte haben sie recht.
    BVG ist billig Die 63 Euro im Monat aber für das was man geboten bekommt, da steige ich auf auto wieder um oder gehe zu Fuß.

  14. 5.

    Schwachsinnige Entscheidung, die dazu beitragen wird, das Abos gekündigt werden und die Luft weiter durch Privat PKWS verpestet wird.

  15. 4.

    Wenn man innerhalb des Bahnrings wohnt und alle Annehmlichkeiten hat. Sich jetzt auch noch beschwert das dafür auch mehr Miete bezahlt werden muss hat natürlich kein Verständnis dafür das es auch ein paar Menschen in den Aussenbezirken und Randgebieten die die Öffis mit ihren Unpünktlichkeiten und Ausfällen was dann die ohnehin nur 20 min Taktung noch weiter ausdehnt um auf die nächste dreckige Verbindung zu warten die betroffenen nicht so toll finden.

  16. 3.

    Was heißt hier nörgeln, nicht ich bin der Dienstleister. Die wollen mein Geld und vom Senat und zwar pünktlich und im Moment bieten sie nicht ausreichend Leistung.
    Sauberkeit Freundlichkeit.Puenktlichkeit vor allem Aussenbezirken,war noch nie deren Stärke aber jetzt in der Pandemie absolut nicht mehr hinnehmbar.
    Icb für meinen Teil kure Strecken Laufen, sonst noch mehr Auto, 2Abos kuendigen

  17. 2.

    ....eine typische Antwort eines Dauernörglers. Statt konstruktive Vorschläge zu machen, der Vergleich mit dem PKW machen, welcher die Straßen für den ÖPNV verstopft.... und von Haustür zu Haustür geht ja auch nicht. Die meisten Verspätungen basieren doch durch die Nutzer, Drängeln, sich in schließenden Türen Drängen, ... das Verhalten der Leute muss sich ändern, nicht nur die Betreiber des ÖPNV.....

  18. 1.

    Sie sollten sich mal lieber einen Kopf machen wie sie die letzten noch nicht vsrgraemten Bestandskunden behalten können. Puenktlichkeit, absolute Sauberkeit, Luftfilter, freudlichkeit, nicht immdr weitet steigende Preise und vor allem kein Gedränge. Ansonsten steigen noch die
    Letzten aufs Auto um. Nicht Homeoffice ist das Problem
    sondern wie man sich in Bus und Bahn fühlt in dieser
    Pandemie. Also ich fuehle mich besser im Auto aufgehoben. Das lasse ich regelmaessig desinfizieren, waschen und es es jat einen Innenraumfillter. Die Umweltkarte liegt nur noch rum. Meine Zeit für den
    Arbeitsweg hat soch dazu auch noch um die Hälfte verkürzt.

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