An einer Ladestation für Elektroautos in Prenzlauer Berg werden 2 Autos geladen. (Quelle: dpa/Jens Kalaene)
Bild: dpa/Jens Kalaene

Hauptstadt der Ladesäulen - Immer mehr Steckdosen für Berliner Elektroautos

In keiner anderen deutschen Stadt gibt es so viele öffentlich zugängliche Ladepunkte für Elektro-Autos wie in Berlin.

Zuletzt waren es 1.694. Das geht aus einer neuen Erhebung hervor (Stand: 23. Februar), die der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDWE) am Freitag vorlegte.

Energie aus der Dose im Hof oder am Straßenrand

Das entspricht einer Versorgung von 1,9 Stationen je Quadratkilometer. Seit Dezember 2019 sind in der Hauptstadt 720 Ladepunkte hinzugekommen. Bundesweit können E-Autos derzeit an rund 40.000 öffentlich zugänglichen Punkten geladen werden, das sind rund 24.000 mehr als im Dezember 2019.

Verband fordert mehr Flächen für neue Ladestationen

Der BDEW zeigte sich mit der Entwicklung dieser Ladekapazitäten zufrieden, übte
aber auch Kritik an "ständig neuen Vorgaben", die die "Planungssicherheit" gefährdeten. Solche Vorgaben führten zu technischen, aber nicht notwendigen Nachrüstungen - wie aktuell bei der Ladesäulenverordnung diskutiert - und machten den Betrieb der Ladesäule unwirtschaftlich, so der Verband. Der BDEW fordert unter anderem eine schnellere und unbürokratischere Bereitstellung von Flächen für neue Ladestationsstandorte.

Grundlage für die Zählung des BDEW sind die Meldungen von Energieunternehmen, Parkhausbetreibern, Supermärkten und Hotels. Rein private Lademöglichkeiten werden nicht aufgelistet.

Sendung: Inforadio, 09.04.2021, 13 Uhr

38 Kommentare

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  1. 38.

    Vor lauter Lachen habe Sie die #13 übersehen und verallgemeinern leichtfertig Ihre persönlichen Situation.

    Die SenUVK hat ihre Ladesäule für den Dienstwagen als ÖPNV-Ersatz bekommmen und das Programm zur Beantragung von Ladesäulen an der Straße vor der Wohnung auslaufen lassen. Deshalb ist es für mich unverständlich, dass der RBB hier die Entwicklung bei den Ladesäulen in Berlin bereits in der Schlagzeile feiert. Nicht nur der Tagesspiegel hatte genauer hingesehen. Der Zielkonflikt "weniger Autos am Strassenrand" vs. "Förderung der E-Mobilität ist hier eklatant.

    In den letzten ein, zwei Jahren sind diverse E-Autos auf den Markt gekommen, die ähnlich schnell wie Tesla laden können. Die bekommen meist jedoch weniger mediale Aufmerksamkeit. Richtig spannend es es im Laufe des Jahres mit dem Ioniq 5. Für den wurden sogar nur 18 Min angekündigt.

  2. 37.

    Vor lauter Lachen habe Sie die #13 übersehen und verallgemeinern leichtfertig Ihre persönlichen Situation.

    Die SenUVK hat ihre Ladesäule für den Dienstwagen als ÖPNV-Ersatz bekommmen und das Programm zur Beantragung von Ladesäulen an der Straße vor der Wohnung auslaufen lassen. Deshalb ist es für mich unverständlich, dass der RBB hier die Entwicklung bei den Ladesäulen in Berlin bereits in der Schlagzeile feiert. Nicht nur der Tagesspiegel hatte genauer hingesehen. Der Zielkonflikt "weniger Autos am Strassenrand" vs. "Förderung der E-Mobilität ist hier eklatant.

    In den letzten ein, zwei Jahren sind diverse E-Autos auf den Markt gekommen, die ähnlich schnell wie Tesla laden können. Die bekommen meist jedoch weniger mediale Aufmerksamkeit. Richtig spannend es es im Laufe des Jahres mit dem Ioniq 5. Für den wurden sogar nur 18 Min angekündigt.

  3. 36.

    1/2 Stunde Ladezeit.... Das ist aber dann schon das Schnellste und schafft nur Tesla. Das ist alles noch zu wenig alltagstauglich. Zuhause kann ich nicht laden. In meiner Gegend sind keine Ladesäulen. An der Arbeitstelle auch nicht. Und jetzt kommen Sie mir nicht mit dem Laden während des Einkaufs. Das ist keine echte Alternative. Ergo, völlig untauglich so ein E Auto

  4. 35.

    Li gehört nicht zu den seltenen Erden, wird aber ebenfalls für die Akkus von Handy und Smartphones benötigt. Es kommt dabei sehr häufig vor. Derzeit wird u.a. ein Vorkommen in Sachsen erkundet. Zudem laufen Versuche, Li im Oberrheingraben als Abfallprodukt der Geothermie gleich als Li-Hydroxid zu gewinnen.

    Die Metalle, die tatsächlich zu den seltenen Erden gezählt werden (aber doch anders als der alte Name in die Irre führend vermuten lässt, relativ häufig vorkommen), sind auch in Handys und Computern enthalten. Darauf weist der von Ihnen verlinkte NZZ-Artikel gleich zu Beginn hin. Das stört Sie aber offensichtlich ebensowenig wie die Umweltzerstörung bei der Ölföderung wie auch das Erderwärmungpotential bei dessen Verbrennung, von den anderen Dingen, die aus den Auspuff kommen, erst gar nicht geschrieben.

    Vergleichen Sie mal das Anfahrgeräusch eines konventionellen PKW oder Busses mit einem E-Auto.

  5. 34.

    "Naja klar, das beste Auto ist ein Fahrrad, "
    Nee, ein Pferd. Mit dem was hinten raus kommt, kann man auch nachhaltig düngen.
    Echt - soviel Polemik muss gestattet sein.

  6. 33.

    Oh ... Mr. E-Auto war mir völlig entfallen. Nun gut.
    "Wieso weltweit? Aktuell hat China ein Quasimonopol auf seltener Erden, die auch für Computer und Handies benötigt werden."
    E-Autos brauchen z.B. Lithium für die Akkus. Da ist China z.B. unter "ferner liefen ...".
    "Die größten Lithium-Vorkommen befinden sich im sogenannten „Lithium-Dreieck“ zwischen Bolivien, Argentinien und Chile. In Chile wird Lithium im Salar de Atacama im hohen Norden des Landes gefördert. ... Neben Lithium kann auch Kaliumchlorid mit diesem Verfahren gewonnen werden."
    https://www.global2000.at/lithium
    In Spanien sucht z.B. der Baukonzern Sacyr in der Sierra de la Mosca nach dem Zeug. Quasi vor ihrer Haustür. Die anderen seltenen Erden, ja, da ist China ziemlich weit vorn.
    https://www.nzz.ch/wirtschaft/sind-die-wertvollen-rohstoffe-chinas-trumpf-im-handelsstreit-ld.1483394
    Sind auch Infos enthalten, die sie vll. nicht so mögen.

  7. 32.

    Ich frage mich indes wie mag die Wohnung dieser Schmierfinken aussehen?

  8. 31.

    Danke, dass Sie mit Ihrem Link die Meinung vom Adrian bestätigt haben. Sie wissen ja sicherlich auch, wieviele Mercedes Citaro FCell vom Industriepark Hoechst eingesetzt werden und haben deren Zahl mit den Diesel-Bestand der BVG verglichen. In Hoechst tanken die zwischendurch übrigens auch nach.

    Die Elektrolyse scheidet demnach auch aus, weil unwirtschaftlich etc.

    Was Ihr Link nicht verrät:
    Beim Tanken haben heutige Wasserstoffsäulen wg. Wartezeit zwischen 2 Betankungen meist nur eine Kapazität von 40 PKW pro Tag. Neuere E-Autos kann man aber mittlerweile oft, wenn es denn schnell gehen muss, in rd. einer halben Stunden von 10 % auf 80 % laden.

    800 TWh meist fossiler Energie werden für den Straßenverkehr derzeit benötigt,
    200 TWh Strom wären es batterieeletrisch und
    1.000 TWh beim Umweg über die Brennstoffzelle.

    H2 hat seine Berechtigung z.B. in der Stahl- u. Zementindustrie u. f. kalte Dunkelflauten, aber sicherlich nicht bis auf immer weniger Ausnahmen beim MIVen.

  9. 30.

    Ein eMokka ist laut Heise nach Förderung billiger als der vergleichbare Verbrenner.

    Das Gebrauchtangebot ist noch klein und die Preise deshalb diskussionswürdig. Da die Technik sich noch sehr dynamisch entwickelt, sollte man sich auch die Leasingkonditionen der Hersteller und Drittanbieter anschauen.

    Mit Wechselakkus hatten u.a. Renault, Tesla u. chin. Busse experimentiert, dass aber schon lange zu Gunsten einer besseren Ladetechnik verworfen. Die Batterie ist zudem deutlich komplexer als die einer Taschenlampe, da z.B. die Abmessungen unterschiedlich sind und die Hersteller ihr Know How in das Lade- u. Thermomanagement stecken. Es müssten deshalb eine Vielzahl von Batterievarianten vorgehalten werden. Bei den Lademöglichkeiten, die u.a. für den Ioniq 5 angekündigt sind, macht der Akkuwechsel selbst auf Langstrecke kaum noch Sinn. 'Nen leeren id.4 kann man alltags bequem mit 11 kW über Nacht vollladen und erspart sich den Abstecher zur Tanke.

  10. 29.

    Das Ergebnis fiel erwartungsgemäß eindeutig aus: Brennstoffzellen für Autos sind nur dann ökologisch sinnvoll, wenn sie mit Wasserstoff aus erneuerbaren Energiequellen betrieben werden können. Es hat keinen Sinn, Strom aus dem europäischen Netz zu zapfen, daraus per Wasser-Elektrolyse Wasserstoff herzustellen und damit Autos zu betanken. Der CO2-Ausstoss pro Kilowattstunde Strom wäre bei dieser Methode viel zu hoch.

    Derzeit wird industrieller Wasserstoff überwiegend direkt aus Erdgas gewonnen. Doch auch mit dieser Art Treibstoff bringt die Brennstoffzelle praktisch keinen Umweltvorteil. Ein Auto mit Verbrennungsmotor hat derzeit die Nase vorn: Die Herstellung konventioneller Autos ist nämlich weniger umweltbelastend.

    Auch im Öko-Vergleich zu Elektroautos hat die Brennstoffzelle derzeit noch keine Chance: Zunächst muss aus Strom Wasserstoff erzeugt werden. Dieser wird ins Auto getankt, im Auto wird aus Wasserstoff wieder Strom erzeugt. Diese doppelte Umwandlung senkt die Effizienz deutlich. Wer mit dem gleichen Strom direkt die Batterie seines Elektroautos lädt, fährt sparsamer und somit auch umweltfreundlicher.

    In Zukunft könnte das jedoch anders aussehen, Sobald eine Gesellschaft ihren Strom überwiegend aus Sonne, Wind und Wasser produziert, wird ein Brennstoffzellenauto konkurrenzfähig – denn es verschlingt bei der Herstellung weniger Ressourcen als ein batteriebetriebenes Elektroauto, hat eine wesentlich grössere Reichweite und kann schneller betankt werden.

  11. 28.

    Hier wennSie zeit haben zum lesen, da gibt es viele Infos.
    https://www.springerprofessional.de/betriebsstoffe/verfahrenstechnik/woher-kommt-der-wasserstoff-/17201618

  12. 27.

    Ein e-Mokka kostet laut aktuellem Bericht auf Heise.de nach Abzug der Förderung weniger als der vergleichbare Verbrenner.

    Wechselakkus hatten u.a. Renault und Tesla ausprobiert. Da die Ladetechnik sich jedoch weiterentwickelt, haben die das nicht weiter verfolgt. Die Traktionsbatterie ist zudem zunehmend integraler Bestandteil der Karosserie und hat nach außen auch mehr als nur den Stromabschluss. Für ein sinnvolles Wechselsystem müssten nicht nur die Abmessungen, sondern vieles andere standardisiert werden. Doch steckt z B. im Thermomanagement das individuelle Know How der Konzerne. Das leere Akku eines id.4 kann locker über Nacht aufgeladen werden anstelle eines Extrastopp an der Tanke wie bisher.

    Der Gebrauchtmarkt ist noch zu jung und das Angebot zu niedrig als dass es jetzt schon sinnvolle anstelle der Mondpreise geben könnte wie auch der laufende Fortschritt beim Akku für Leasing spricht.

  13. 26.

    Bei einer jährlichen Fahrzeiten von gerade einmal 3.000 km sind Sie allerdings auch eine Ausnahme.

    Es muss sich niemand sofort ein E-Auto kaufen. Die Hersteller haben auch so schon eine so hohe Nachfrage, dass manche Modelle gar nicht mehr den Kunden angeboten werden, andere haben Kaufverträge sogar storniert. Bei fast allen BEV sind die Lieferzeiten lang und die Hersteller weiten die Produktionskapazitäten aus.

    Dem gegenüber sind die Neuzulassungen von Verbrennern massiv eingebrochen, trotz des Hybrid-Hypes. VW verfolgt deshalb den Bau einer neuen Fabrik in der Türkei nicht weiter, andere planen die Schließung kleinerer Werke und Fiat hat sich gleich selber verkauft.

    Auf Grund angekündigten verschärften Abgasnormen, Neuzulassungs- und regionaler Einfahrverbote denken z.B. Volvo, GM und VW darüber nach, den Bau von ICE auslaufen zu lassen. Die Entwicklung bei Mercedes Marienfelde ist hier bekannt wie auch BMW die Produktion von fossilen Motoren in München einstellen will.

  14. 25.

    Wenn Akkuwechselstationen entstehen würden, Elektroautos nicht solche Wucherpreise kosten würden und es einen sinnvollen Gebrauchtwagenmarkt geben würde, ja dann wären Elektroautos durchaus interessant. Aber im Moment sind die Dinger eher ein Klotz am Bein.

  15. 24.

    Schauen Sie in die Mobilitätsstudie der SenUVK von 2017 an: Lediglich 51 % stellen den PKW immer auf privatem Grund ab.

    Und falls Ihnen die scheinheilige Dame, die nicht mit dem Rad oder dem ÖPNV pendeln will, nicht zusagt und Sie deshalb die Zahl in Zweifel ziehen: 2013 betrug der Anteil 54 %.

    Wenn ich mit 320 PS durch die Stadt diesele, sehe ich zudem Ladepunkte auf Firmenparkplätzen, immer mehr Supermärkte stellen die auf, in einem Möbelhaus gibt es schon lange nicht nur Mettklopse, sondern auch Strom für's Auto.

    Die vor Jahren von der SenUVK groß angekündigten 1.000 Laternenladepunkte sind aber bisher nur andernorts realisiert worden. Shell will das Berliner Start Up übernehmen und wie BP schneller mehr Ladesäulen an Tankstellen installieren. Mit Tesla als Vorreiter haben Autokonzerne den Markt für sich entdeckt usw.

    Flottenbetreiber sollten aber auch in die Pflicht genommen werden und nicht nur jammern.

  16. 23.

    Naja klar, das beste Auto ist ein Fahrrad, aber ein paar Autos brauchen wir die nächsten Jahre schon noch, und da ist es besser wenn sie elektrisch sind statt weiter mit Dinosaft zu fahren. Benzin kommt schließlich auch nicht aus der Tankstelle.

  17. 22.

    Von mir aus lasst Euch Zeit. Ich pflege und fahre meinen (schon recht alten) Verbrenner bis er quasi auseinanderbricht. Das ist klima- und umweltfreundlicher, als die Produktion eines neuen E-Autos. Denn In der Stadt und der parallelen Nutzung von Fahrrad und ÖPNV schaffte ich es erst in einem Jahrzehnt, den CO2-Rucksack der Neuwagen-Produktion zu kompensieren.

  18. 21.

    Wenn es nach der, auch von den Grünen unterstützten, Initiative geht die jetzt einen Volksentscheid vorbereitete, koennen wir uns auch die Ladesaeulen infrastruktur oder Wasserstofftankstellen in der Stadt sparen. Anstatt den Fortschritt fördern, neue Antriebe ., neue öko Treibstoffe, etc.
    Denn diese Leute wollen nicht mehr als den gesamten Autoverkehr, bis auf 12 Fahrten im Jahr, in der Stadt unter Strafe zu stellen.
    Nach ihrer Aussage bis zu 100000 Euro.
    Was sollen sich die Berliner eigentlich noch gefallen lassen von diesen Ökospinnern. Es reicht. Aber man hat es ja in der Hand, klaren Kopf behalten und ueberlegen was man unterschreiben kann oder nicht.

  19. 20.

    Wieso weltweit? Aktuell hat China ein Quasimonopol auf seltener Erden, die auch für Computer und Handies benötigt werden. Beides benutzen Sie deshalb bestimmt konsequenterweise nicht, oder?

    Oder könnte es sein, dass Sie das mit den weltweit verteilten Ölförderstätten verwechseln? Norwegen hat gerade neue in der Arktis freigegeben, unkonventionelle Quellen in Kanadas borealen Wälder lassen die Braunkohletagebaue in der Lausitz wie Spielplatzsandkisten aussehen und Shell wurde neulich von einem niederländischen Gericht wg. der Umweltschäden in Nigeria zu Entschädigungszahlungen verurteilt. Deep Water Horizon und Exxon Valdez sind Ihnen vielleicht noch ein Begriff.

  20. 19.

    Blödsinn. Von wegen 50% auf Privatflächen.
    Sagen sie das mal den Bewohnern aus den Wohnsilos. Aber klar. Autos Sollen nur besser gestellten ermöglicht werden. Deshalb gönnt sich der Senat auch einen riesigen Fuhrpark.
    Dem rest soll es verboten werden.

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