Wohnhäuser in Berlin-Prenzlauer Berg
Bild: imago images / Seeliger

Zahlen des Senats - Mehr Berliner Mietwohnungen in Eigentum umgewandelt

Im vergangenen Jahr sind in Berlin nach vorläufigen Hochrechnungen rund 18.800 Miet- in Eigentumswohnungen umgewandelt worden. Das waren mehr als 6.000 Wohnungen mehr als noch im Jahr davor, wie aus einer Antwort der Senatsverwaltung auf eine Anfrage der Linke-Abgeordneten Gabriele Gottwald hervorgeht.

Ob der deutliche Anstieg mit dem Mietendeckel-Gesetz zusammenhängt, lasse sich nicht abschließend klären, heißt es in der Antwort. Zwischen 2018 und 2019 war die Zahl der Umwandlungen sogar leicht um rund 200 Wohneinheiten rückläufig.

Seit 2015 hat die Senatsverwaltung Dutzende sogenannte Milieuschutzgebiete eingerichtet, in denen ein Umwandlungsverbot gilt. Der Senat will damit verhindern, dass Vermieter nach einer Umwandlung eine Eigenbedarfskündigung aussprechen, um Mieter loszuwerden und Wohnungen teuer zu verkaufen.

Sendung: Inforadio, 26.04.2021, 20:30 Uhr

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27 Kommentare

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  1. 27.

    Das Wort Anspruchsdenken gefällt mir und passt zu Versorgungsmentalität. Wo das nochmal hinführt, wenn sich Leistung, Risiko und Verantwortung nicht mehr lohnt und die gesellschaftliche Maxime ist, sich einfach alles von anderen zu nehmen, was man gerne haben und auf das man nicht verzichten möchte.

  2. 26.

    Läuft ! Mehr Berliner die dann Ahnung von der Materie haben und aus ihren Mieterträumen entzaubert werden.

  3. 25.

    @Marlies K. Ich danke Ihnen herzlich für Ihren Beitrag. Aus den gleichen Gründen wie Sie hatte ich ursprünglich auch eine Wohnung gekauft, unsere Töchter freuen sich später. Der sogenannte Mietenwahnsinn existiert hauptsächlich, seitdem die Linken & Co das Thema für sich entdeckt haben. Die Medien haben das Thema aufgegriffen und dadurch Mieter gegen Vermieter aufgehetzt. Laut Umfrage waren vor dem Mietendeckel 80% der Mieter mit ihrem Mietvertrag zufrieden. In Mitte sind unbestritten die Mieten stark gestiegen, aber das Mietniveau ist in Berlin im Vergleich zu anderen Großstädten erträglich. Der Mietenkampf ist nichts anderes als hochgepuschte Wahlpropaganda. Wenn man den Bürgern lange genug einredet, dass sie zuviel Miete zahlen, dann glauben sie es irgendwann auch.....dann kommen die Linken als Retter der Mieter und der Wähler fällt drauf rein. So läuft das Spiel.

  4. 24.

    Wir haben uns vor ein paar Jahren eine Wohnung am Treptower Park gekauft. Nicht weil unsere Miete zu hoch war sondern weil wir Sicherheit und Unabhängigkeit wollten. Wir werden diese Wohnung an unsere Tochter vererben, die diese Sicherheit dann auch hat und vielleicht auch unsere Enkel. Wir haben die Kreditrate so gewählt wie auch unsere Kaltmiete war. So haben wir keine höhere Belastung aber in ein paar Jahren, ein Stück vor der Rente, wohnen wir dann praktisch Mietfrei.
    Ansonsten kenne ich in unserem gesamten Bekanntenkreis niemanden, der solche Mieten zahlt wie es ständig versucht wird den Eindruck zu erwecken. Meine Mutter zahlt 379,- warm, ein Bekannter 449,- Schwester 510,- für 3 Zimmer.
    Sorry, was für eine Kampagne ist hier im Gange?

  5. 23.

    Wo ist das Problem. Wie leben auch in einer Eigentumswohnung zur Miete und unser Vermieter ist kein böser Kapitalist.

  6. 22.

    Würden sich nicht so viele Menschen in der Mieterhängemate im Mieterparadies Deutschland aalen, dann gäbe es dieses Problem gar nicht. Daher finde ich gut, wenn mehr Wohnungen verkauft werden und mehr Menschen Verantwortung für sich selbst übernehmen statt sich in Abhängigkeit zu begeben um dann endlos rumzunörgeln und Forderungen an fremdem Eigentum zu stellen oder Bedingungen zu diktieren, wie jemand mit seinem eigenen Eigentum zu verfahren hat, während man selbst keines aufbaut.
    Ich frage mich bei vielen Sachen, wie sich in unserer Gesellschaft so ein Anspruchsdenken herausbilden konnte.
    In Berlin steht eine erhebliche Anzahl an günstigen Mietwohnungen in den öffentlichen Gesellschaften und Genossenschaften zur Verfügung, Das Problem ist eher die Fehlbelegung. Das ist aber ein Problem der Politik. Außerdem werden bei Neubauprojekten 30% "Sozialwohnungen" geschaffen.

  7. 21.

    @Poster. Hätte mich auch sehr gewundert wenn Sie mir Recht gegeben hätten. Meckern ist immer einfacher als selbst Vorschläge zu machen. Berlin war vor ein paar Jahren deutlich günstiger, da hätte man auch kaufen können. Bei der jetzigen Miethöhe kann man auch einen Kredit bedienen.

  8. 20.

    Ja, auch so kann man es natürlich lesen, da gebe ich Ihnen recht.

  9. 19.

    Ihr Wort in Gottes Ohren , man kann nur hoffen ,das Sie Recht haben .

  10. 18.

    Besser kann man es nicht auf den Punkt bringen. Das will nur in der Hauptstadt des linken Populismus keiner hören.

  11. 17.

    Ich halte es für möglich, dass "Zitronenfalter" es anders meint, als Sie es verstanden haben.
    Vielleicht ist es eher der Unmut darüber, dass RRG mit dem Mietendeckel alle Vermieter völlig undifferenziert über einen Kamm geschoren hat. Denn auch Vermieter, die sehr zurückhaltend waren, hätten für mindestens 5 Jahre nicht erhöhen dürfen. Die Ungerechtigkeit bestand darin, dass die Miethaie weiterhin 120% der Obergrenze nehmen durften und die sehr zurückhaltenden Vermieter auf ihrem niedrigen Niveau eingefroren wurden. Hier hätte RRG die freiwillige Zurückhaltung einiger Kleinvermieter honorieren sollen. Ich kann es verstehen, dass die zurückhaltenden Kleinvermieter jetzt "bockig" sind, weil sie zu Unrecht mit den Miethaien in einen Topf geworfen wurden und ihre Redlichkeit nicht anerkannt wurde. Dazu tragen auch Portale wie dieses bei, da hier ja auch immer wieder behauptet wird, es gäbe in Berlin nicht einen einzigen guten Vermieter und alle gehörten zur organisierten Kriminalität.

  12. 16.

    Na dann auf ihr gut verdienenden Berliner, 5000 €/m² oder gern auch mehr für die größtenteils als hochwertig ausgestattet entstehenden Wohnungen in Stadtrandlage, das sollte nun wirklich kein Problem sein. Die ca. 50000 € Eigenkapitel als Mindestvoraussetzung für den Kredit, wer hat die nicht. Absolut unverständlich, die Mieterquote hier.

  13. 15.

    Berlin ist nicht zuletzt deswegen 'arm & sexy', weil es eine Mieterstadt ist. Je höher die Eigentumsquote wird, desto besser als Schutz vor Armut. Anstatt bewohnte Häuser teuer zurückzukaufen sollte der Senat neuen bezahlbaren Wohnraum schaffen und den Berlinern mit 1. Wohnsitz in Berlin dabei helfen ihre bewohnte Wohnung zu erwerben oder Genossenschaften zu bilden. Warum kauft der Senat bewohnte Mietshäuser für teures Geld? Will man etwa Abhängigkeiten schaffen und so tun als ob man etwas für den Bürger tut (damit man gewählt wird)? Je eher der Bürger erkennnt, dass Eigenverantwortung und Unabhängigkeit besser als Fremdbestimmung und Abhängigkeit ist, desto schneller kommt Berlin wieder auf die Füße. 'Sicher und attraktiv' ist besser als 'arm und sexy'.

  14. 14.

    Sollte es so sein, hat es schon Züge einer Erpressung: Darf ich nicht mehr nahezu ungehindert die von mir erwarteten Gewinne machen, verkaufe ich halt.

    Eine moralische Bankrotterklärung.

  15. 13.

    Eine schöne Argumentation: Die anderen machen Rendite mit Miete, dann wir jetzt auch ... und da ihnen 15% in 3 Jahren nicht reichen, verkaufen Sie lieber?

    Sind Sie einer der hier so oft angeführten ehrlichen Kleinvermieter?

    P.S.: Vergessen Sie bei Ihren 15% in 3 Jahren den Mietspiegel als Obergrenze nicht.

  16. 12.

    Ich finde es gut, wenn sich alle Vermieter jetzt auch mal an Recht und Gesetz halten - so wie es die Mieter immer fordern- und die Mieten im gesetzlich möglichen regelmäßig anpassen. Dann bleiben auch so rasante Sprünge aus. Außerdem wird hier noch eine sehr teure Sanierung des überalterten Bestandes kostenintensiv erforderlich sobald wir die Grünen auch auf Bundesebene in der Regierung haben - hierfür brauchen die Vermieter dann sehr viel Geld! Also fangtcan zu sparen, liebe Vermieter.

  17. 11.

    @Alfred Neumann: Sie haben ja so recht. Es ist der Artikel 28, der die Bildung von Wohneigentum FÖRDERT (und nicht fordert :)). Somit agiert der Berliner Senat gegen die Berliner Verfassung, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

  18. 10.

    "Ob der deutliche Anstieg mit dem Mietendeckel-Gesetz zusammenhängt, lasse sich nicht abschließend klären, heißt es in der Antwort." Warum auch weniger Wohnungen auf den einschlägigen Portalen zur Miete angeboten werden, will der Senat bestimmt auch nicht abschließend klären.

  19. 9.

    Schauen Sie mal in die Verfassung des Landes Berlin. Die Bildung von Wohneigentum wird darin gefordert und sollte für kleinere und mittlere Einkommen deshalb gefördert werden. So mancher ist aber nicht besonders verfassungstreu.

  20. 8.

    Vor dem Mietendeckel haben wir die Mieten moderat angeglichen und nach Machbarkeit entschieden. Der Mietendeckel hatte bei uns keine Auswirkungen da wir bis dato noch nicht mal bei ortsüblichen Vergleichsmieten angelangt waren. Jetzt werden wir alle Möglichkeiten ausschöpfen und uns brav an das Mögliche halten. 15% in 3 Jahren werden wir jetzt fortlaufend einfordern. Der Senat war nicht in der Lage Spekulanten zu zähmen, dann halten wir uns jetzt einfach auch an Recht und Gesetz und überlegen umzuwandeln. Natürlich nach Recht und Gesetz.

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