Flughafen Berlin-Brandenburg - Aletta von Massenbach wird neue Chefin des BER

Aletta von Massenbach (Quelle: Flughafen Berlin Brandenburg)
Audio: Inforadio | 20.05.2021 | Thomas Rautenberg | Bild: Flughafen Berlin Brandenburg

FBB-Finanzchefin Aletta von Massenbach wird neue Chefin am Flughafen BER. Das gab die Flughafengesellschaft am Donnerstag bekannt. Sie folgt damit auf Engelbert Lütke Daldrup, der den Posten zum September vorzeitig abgeben will.

Die Finanzgeschäftsführerin der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg, Aletta von Massenbach, wird neue Chefin des Unternehmens. Der Aufsichtsrat berief sie am Donnerstag zum 1. Oktober zur Nachfolgerin von Engelbert Lütke Daldrup, der in den Ruhestand geht. "Den BER aus der finanziellen Krise herauszuführen und zu einem erfolgreichen Flughafen für Berlin und Brandenburg zu machen, ist eine besondere Herausforderung, aber auch eine große Chance", teilte von Massenbach mit.

Lütke Daldrup hatte zuvor angekündigt, im September den Posten zu räumen - rund ein halbes Jahr vor dem eigentlichen Vertragsende.

Managerin mit internationaler Erfahrung

Die 1969 geborene Aletta von Massenbach ist bereits seit September 2020 Finanzgeschäftsführerin der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB). Sie war über zwanzig Jahre lang für den Betreiber des Frankfurter Flughafens, die Fraport AG, tätig und unter anderem deren Vizepräsidentin. Darüber hinaus leitete sie viele weitere Projekte und Airports im Ausland - etwa in Peru, Bulgarien, Russland und der Türkei.

"Frau von Massenbach garantiert mit ihrem breiten Erfahrungshorizont in der Flughafenbranche Stabilität und Zukunftsorientierung zugleich", sagte Aufsichtsratschef Rainer Bretschneider. Sie sei die Richtige, um den BER aus der Krise zu führen.

Ab dem 1. Oktober kann die studierte Juristin damit beginnen. Von Massenbach erklärte nach der Wahl zur neuen BER-Chefin am Donnerstag, sie freue sich auf die neue Aufgabe und wolle den Flughafen wirtschaftlich, digital und ökologisch nachhaltiger aufstellen.

Tief in den roten Zahlen

Unter der Leitung von Lütke Daldrup war im Oktober der neue Hauptstadtflughafen BER nach jahrelanger Verzögerung eröffnet worden. Die Kosten stiegen von rund 2,7 Milliarden Euro auf knapp sechs Milliarden Euro. Wegen der Corona-Pandemie wird der Airport nun noch mehrere Jahre Verluste machen.

Noch im Jahr 2019 waren fast 36 Millionen Menschen über die damaligen Berliner Flughäfen Tegel und Schönfeld gereist, so viele wie nie. Im vergangenen Jahr war es nur noch ein Viertel davon. Weil deshalb auch der Wert der neuen Flughafengebäude nach unten korrigiert werden musste, machte das Staatsunternehmen 2020 gut eine Milliarde Euro Verlust.

Sendung: Brandenburg aktuell, 20.05.2021, 19:30 Uhr


Die Kommentarfunktion wurde am 20.05.2021 um 20:35 Uhr geschlossen

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22 Kommentare

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  1. 22.

    Ich kann BER nicht mehr hören. Wann wird endlich jemand für dieses Desaster zur Verantwortung gezogen? Passiert sowieso nicht, der Steuerzahler hat es ja...

  2. 21.

    Vielleicht schauen Sie erst mal, über welche Erfahrung diese Frau verfügt, bevor Sie nach über 32 Jahren hier wieder so ein angestaubtes Vorurteil aus der Mottenkiste kramen.

  3. 20.

    Auweia, da können Sie aber nicht rechnen, Sie zahlen keine Steuern/Abgaben in Deutschland oder Sie sind schon steinalt. Der scheidende Flughafen-Chef Engelbert Lütke Daldrup hat laut „Berliner Morgenpost“ 2018 mehr als eine halbe Million Euro (503 000 Euro) verdient – also etwa 42 000 Euro monatlich. Nach Steuern und Abgaben sind das gerade mal 256.254,21 Euro pro Jahr. Davon wollen Sie sich zur Ruhe setzen? Reicht aber nicht so lange, wobei, wenn Sie nur 10.000 Euro pro Jahr davon ausgeben, haben Sie noch 25 Jahre - es grüßt die ALtersarmut...

  4. 19.

    Und wieder ein Strich mehr auf der Liste der "unqualifizierten Kommentare" - Schade, dass da nicht mehr geht...

  5. 18.

    Ich freue mich über die Besetzung. Die Erfahrung und Vita dieser Frau sprechen dafür, dass sie die richtige Person auf dem Posten ist. Hoffentlich bleibt sie unserem Metropolregion Flughafen BER lange erhalten. Guten Start!

  6. 17.

    Ich denke, der BER ist für die neue Chefin eine völlig neue Erfahrung. Fraport ist ja groß, immer erfolgsverwöhnt, immer am Limit, ständige Erweiterung.
    Der BER hat viele Schulden, startet zur ungünstigsten Zeit, für den aktuellen Bedarf zu groß.
    Das muss man sich erst einmal antun wollen. Wenn man bedenkt, dass Fraport in den 90er Jahren alles daran setzte, dass der BER kein Erfolg wird, wegen Konkurrenz. Mal sehen, ob sich Frau Massenbach wirklich für den BER einsetzt.

  7. 16.

    Darf ich auch mal? Ich verspreche, ich mache es nicht schlechter und nicht besser als die neue Chefin und nur für die Hälfte des Lohnes. Und nur ein Jahr. Danach setz ich mich mit dem dort verdienten Geld zur Ruhe und jemand anderes darf ran.

  8. 15.

    Schade, dass es nicht ein Mensch mit ostdeutscher Biografie geworden ist. Wie so oft in der Wirtschaft helfen die Netzwerke aus dem Westen, die Positionen untereinander aufzuteilen.

  9. 14.

    Sicher eine ostdeutsche Führungskraft, die sich von ganz unten hochgearbeitet hat.

  10. 13.

    Mit Finanzmisswirtschaft kennt sich diese Frau zweifellos aus.

  11. 12.

    "Micha" kann auch Michaela heißen. :-)
    Kannte mal eine Maike, deren Spitzname war Mika. Theoretisch auch eine männliche Form. Und doch eben nicht! :-)

  12. 11.

    Viel Erfolg Frau von Massenbach. Sie sind der Beweis, dass es keiner Frauenquote bedarf, um in hochdotierte Führungspositionen zu gelangen. Fleiß, Beharrlichkeit, Erfahrung und Leistung sind die Zutaten, die Sie mitbringen . Zu beneiden sind Sie nicht um diesen schwierigen Job. Für die Berliner und die Berliner Wirtschaft ist dieser Flughafen enorm wichtig und allein Ihre Fraport-Erfahrung stimmt mich optimistisch, dass es trotz des schlechten Starts ein Erfolgsprojekt werden kann.

  13. 10.

    ...immer diese negativen Unterstellungen.. Soll ja tatsächlich Menschen geben, die nicht nur wegen Geld etwas gerne tun..

    Viel Glück der neuen Chefin bei dieser Aufgabe!

  14. 9.

    Als Mann können Sie den Bedarf von Frauenquoten sicher gut beurteilen...

  15. 8.

    Wie kann man so einen Job nur freiwillig machen? Wahrscheinlich wegen genügend Honorar...

  16. 7.

    Viel Erfolg Frau von Massenbach. Sie sind der Beweis, dass es keiner Frauenquote bedarf, um in hochdotierte Führungspositionen zu gelangen. Fleiß, Beharrlichkeit, Erfahrung und Leistung sind die Zutaten, die Sie mitbringen . Zu beneiden sind Sie nicht um diesen schwierigen Job. Für die Berliner und die Berliner Wirtschaft ist dieser Flughafen enorm wichtig und allein Ihre Fraport-Erfahrung stimmt mich optimistisch, dass es trotz des schlechten Starts ein Erfolgsprojekt werden kann.

  17. 6.

    wenn Sie das Prinzip Fraport auch in Berlin bei RRG schafft, ziehe ich den großen Hut. Ich würde mich freuen als ehemaliger Frankfurter.

  18. 5.

    Ich wünsche Ihr eine Glückliche Hand und Personalführungskompetenz ! Wichtiger sind Möchte-Führungspolitiker die Sich aus dem Tagesgeschäft heraushalten ! - Aber wieder Nur eine Frau. Werden Diverse Minderheiten im Deutschen Bildungs- und Fortbildungssystem nicht wahrgenommen ?

  19. 4.

    Ich wünsche der Dame alles gute. Wäre der Welt dieses Virus erspart geblieben, bräuchte niemand zu bangen. Der tolle neue Flughafen würde funktionieren. Sicher besser als manch ein anderer. Ich bin mir sicher, dass es ein wunderbares Reisen wird, wenn wir dann wieder dürfen.

  20. 3.

    Die Dame scheint ja den richtigen Hintergrund zu haben: Finanzkenntnisse + Branchenerfahrung bei einem erfolgreichen Unternehmen. Wünschen wir ihr viel Erfolg, damit der BER sich perspektivisch selber trägt bzw. zu einem Geldbringer wird und unsere Steuern zukünftig anderweitig verwendet werden können.

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