Berliner Verlag - Gratis-Zeitung "Berliner Abendblatt" wird eingestellt

Das Haus des Berliner Verlages in der Karl-Liebknecht-Straße
Bild: imago/Volker Hohlfeld

Der Berliner Verlag stellt im August das Anzeigenblatt "Berliner Abendblatt" ein. Grund seien "ökologische Erwägungen" und der sich wandelnde Markt, wie die Geschäftsführung am Freitagabend mitteilte.

Die Gratis-Zeitung landet laut Verlag in einer Auflage von etwa 1,45 Millionen am Wochenende in den Briefkästen Berlins. Das Geschäftsmodell eines kostenlosen, wöchentlich erscheinenden Anzeigenblattes als reiner Anzeigen- und Beilagenträger habe sich durch die technologische Entwicklung und das ökologische Verantwortungsbewusstsein überholt.

Die acht Mitarbeiter sind nach Angaben der Geschäftsführung informiert, betriebsbedingte Kündigungen seien nicht geplant. Man prüfe, sie bei den digitalen Medien des Hauses einzubinden.

19 Kommentare

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  1. 19.

    Oh nein, ich finde gedruckte Zeitungen unentbehrlich! Womit sonst soll ich meine nassen Schuhe ausstopfen?

  2. 18.

    ...schade, auch wenn ich u. a. das Internet und andere Zeitungen für Informationen nutze, habe ich das Blatt gemocht...
    ...sehr bedauerlich auch für die Zusteller, die ihre schmale Rente damit aufgebessert haben...
    ...wer sagt eigentlich, dass die 8 Mitarbeiter ihre Arbeit behalten? "Man prüfe, sie bei den digitalen Medien des Hauses einzubinden." - das sagt doch alles...

  3. 17.

    Das Blatt erschien 1x die Woche. Das wird wohl niemand als alleinige Informationsquelle verwendet haben.

  4. 16.

    Sehr richtig! Das kostet tausende Arbeitsplätze. Vorne weg sind Rentner, die mit diesem Job die Rente aufbessern. In diesem Bereich wurde durch die ausführenden Firma (Zustellung) sowieso ständig bei den Zustellern gekürzt, damit eine -umstrukturierte aber nicht funktionierende- Auslieferung durchgeführt werden kann. Es ist leicht zu sagen, 8 Arbeitsplätze werden irgendwo untergebracht! Mit allem drum und dran könnten es 8000 sein, wofür kein Ausgleich stattfindet. Das zu sagen ist aber unpopulär! Interessiert wohl auch niemanden, schon gar keinen Neureichen welcher eh alles auf digital umkrempeln will!

  5. 15.

    Woher weiß wieder einmal ein einzelne Mensch „was kein Mensch“ braucht. Also für mich sind kostenlose Lokalzeitungen eine wichtige Informationsquelle, sowohl die journalistischen Beiträge, als auch die Werbung. Und das ökologische Argument hat sich im Vergleich zum umweltschädigenden Energiefresser Internet auch schon lange erledigt.



  6. 14.

    Ältere Menschen haben die gleichen Informationsmöglichkeiten wie die jungen. Zu alt zu sein, ist kein Argument. Es gibt über 90jährige, die das Internet ständig nutzen und die Vorteile des Computers wie vergrößerbare Schrift genießen. Das Abendblatt hat sowieso nicht mit aktuellen Informationen geglänzt. Meistens waren die Themen schon Tage vorher woanders zu lesen, zum Beispiel in der Berliner Woche, die ja auch kostenlos im Briefkasten landet.

  7. 13.

    Die acht Mitarbeiter werden nicht gekündigt - und was ist mit den Austrägern?

  8. 12.

    Endlich weg damit. Die Verteiler haben sich leider regelmäßig nicht für den Aufkleber am Postkasten interessiert, so dass das Ding immer druckfrisch im Müll gelandet ist.

  9. 11.

    Endlich eine positive Nachricht. Der Kram landet trotz Aufkleber immer wieder bei mir im Briefkasten und von da sofort im Müll. Und wer nun sagt, es sei eh nur Recycling sollte sich bitte mit dem Wasserverbrauch in der Papierindustrie beschäftigen.

  10. 10.

    Sehr gut. Den Mist hat man mir oft genug in den Briefkasten gesteckt trotz Aufkleber Keine Werbung und gratis Zeitungen.

  11. 9.

    Das ist eine gute Nachricht, denn das war ohnehin nur die reinste Papierverschwendung.

  12. 8.

    Endlich! Solcher Werbeschrott gehört abgeschafft. Braucht kein Mensch.

  13. 7.

    Schade. Alles vertraute wird eingestellt und plattgemacht. Für ältere Menschen werden die Informationen immer geringer.

  14. 6.

    Na, endlich! Wie viel Werbung aus den Briefkästen einfach nur im Müll landet, will ich garnicht wissen. Ressourcenverschwendung ohne Ende!

  15. 5.

    Na endlich! War reine sinnlose Papierverschwendung. Ist bei mir immer gleich in der Papiertonne gelandet.

  16. 4.

    Schade so verschwindet eine Redewendung nach der Anderen. Früher also schon noch nach dem Krieg gab es ab Mittags die Abendzeitung, für nen Groschen oder auch zwei.
    Da wusste jeder, wenn der Satz zu hören war"Mahlzeit, de Abendzeitung mitjebracht", dass der Angesprochene ZU SPÄT zum Dienst oder oder oder erschien. HeutzuTage wird das mit der Gleitzeit wunderbar kaschiert.

  17. 3.

    In den letzten Jahren zu einer völlig überflüssigen Zeitung verkommen. War mal wirklich informativ, ist aber laaaange her.

  18. 2.

    Ich wohne seit 5 Jahren in Berlin und kenne das Blatt gar nicht. Meinen Briefkasten hat es nie erreicht.

  19. 1.

    Schade! Ein treuer Wegbegleiter über viele Jahre, der vielfältigste Informationen aus der Stadt zum Thema machte und lokale Schwerpunkte setzte, wird sehr fehlen!

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