Einkommensmillionäre - 255 Brandenburger verdienen rund 700 Millionen Euro im Jahr

Haus am See (Foto: imago images / CHROMORANGE)
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Brandenburg hat die Einkommensmillionäre mit den höchsten Pro-Kopf-Einkommen im Osten - und sie sind im Schnitt auch reicher als die Berliner. Die Zahlen befeuern die Diskussion um höhere Steuern für Reiche. Von Thomas Bittner

255 Einkommensmillionäre leben in Brandenburg. Das zeigt eine Auswertung der jüngsten Steuerstatistik durch den Bundestagsabgeordneten Norbert Müller (Die Linke), die dem rbb vorliegt. Einkommensmillionäre sind Steuerpflichtige, die im Jahr Einkünfte von einer Million Euro und mehr versteuern.

Die Steuerstatistik stammt aus dem Jahr 2017. Sie erscheint mit Verzug, da sie auf den realen Steuererklärungen beruht. Einbezogen ist nur das zu versteuernde Einkommen, nachdem steuerliche Abzüge geltend gemacht wurden. Diese 255 Personen hatten in jenem Jahr gemeinsam ein Einkommen von etwa 700 Millionen Euro und zahlten 290 Millionen Euro an Einkommenssteuer.

Brandenburgs Einkommensmillionäre haben das höchste Pro-Kopf-Einkommen im Osten

Laut der Statistik haben die Brandenburger Super-Verdiener zuletzt durchschnittlich 2,71 Millionen Euro Einkommen versteuert. Das ist der höchste Durchschnittswert im Osten und deutlich mehr als in Berlin. Sie meldeten dem Finanzamt im Schnitt Einkommen von 2,45 Millionen Euro.

Unter den ostdeutschen Bundesländern steht Brandenburg an dritter Stelle, was die Anzahl der Einkommensmillionäre angeht. Führend ist Berlin, hier leben 936 von ihnen. Es folgt Sachsen (376). An vierter Stelle steht Mecklenburg-Vorpommern (192), dann Sachsen-Anhalt und Thüringen (je 142). Die meisten Einkommensmillionäre Deutschlands (5.700) leben in Bayern, aber das Durchschnittseinkommen bayrischer Millionäre liegt mit 2,68 Millionen Euro noch unter dem brandenburgischen Schnitt.

Wiedereinführung der Vermögenssteuer wird Wahlkampfthema

Angesichts dieser Zahlen fordert Linken-Politiker Norbert Müller die Erhöhung des Spitzensteuersatzes und die Wiedereinführung der Vermögenssteuer. "Diese Menschen bekommen so viel Geld in einem Jahr, wie die Allermeisten ihr ganzes Leben nicht sehen", sagt er. "Solche Einkommen werden nicht durch eigene Leistung erwirtschaftet, sondern auf dem Rücken der Arbeit anderer und auf Basis der öffentlichen Infrastruktur."

Im Entwurf für das Wahlprogramm der Linken ist von einem Spitzensteuersatz von 75 Prozent für Einkommen über einer Millionen Euro die Rede. Die Partei fordert zudem eine ansteigende Vermögenssteuer von ein bis fünf Prozent ab einem Vermögen von einer Million Euro. Müller kandidiert im wohlhabenden Wahlkreis 61 rund um Potsdam für den Bundestag. Im selben Wahlkreis treten auch die Kanzlerkandidaten Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen) und Olaf Scholz (SPD) an.

Sozialdemokraten wollen Wohlhabende ebenfalls höher besteuern

Auch die SPD hat in ihrem Wahlprogramm die Wiedereinführung der Vermögenssteuer versprochen. Sie will hohe Vermögen mit einheitlich einem Prozent besteuern. Verheiratete mit mehr als einer halben Million Euro Einkommen im Jahr sollen künftig einen Aufschlag von drei Prozentpunkten zur Einkommenssteuer zahlen. Auf Anfrage vom rbb teilt Kanzlerkandidat Scholz mit: "Nach dieser Pandemie ist es nur fair und richtig, wenn diejenigen mit sehr, sehr hohen Einkommen und Gewinnen etwas mehr zahlen." So könnten Arbeitnehmer und Selbstständige mit kleineren und mittleren Einkommen entlastet werden, findet Scholz.

CDU generell gegen Steuererhöhungen

Skeptischer sind die konkurrierenden Christdemokraten. Der brandenburgische CDU-Spitzenkandidat Jens Koeppen sagte auf Anfrage, er sei generell gegen Steuererhöhungen. Es gehe eher darum, die Menschen zu entlasten. Über eine Steuer für Vermögen könne man reden, aber am Ende dürfe nicht das Betriebsvermögen besteuert werden. Der Bundesfinanzminister müsste doch wissen, wie schwierig es sei, Privatvermögen und Sachvermögen auseinanderzudividieren, so Koeppen. Zur aktuellen Vermögenssteuer-Diskussion meint Koeppen: "Das jetzt im Wahlkampf zu fordern, halte ich eher für eine populistische Maßnahme." Ihr Wahlprogramm will die Union im Juli vorstellen.

Sendung: Fritz, 31.05.2021, 15:30 Uhr

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61 Kommentare

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  1. 61.

    Kleiner Schreibfehler Ihrerseits: "... die Gebenden noch weiter stärkt" ... nach den Geschenken der letzten Jahrzehnte.

  2. 60.

    Eine erhöhte Verbrauchssteuer trifft jene, die es sich nicht leisten können, ihr Vermögen zu verschieben (anders also als die scheuen Rehe, denen man ja nach gängiger Meinung nicht zuviel auferlegen sollte).

    Sie ist asozial, da der Konsum i.d.R. nicht proportional zum Einkommen steigen kann und belastet die unteren Einkommen überproportional.

    Genauso wie die gedeckelten Sozialbeiträge.

  3. 59.

    Als der Spitzensteuersatz auf 42% gesenkt wurde hieß der Kanzler Kohl und der Vizekanzler Genscher- was genau hat die Spd damit zu tun? An dem ist die Erhöhung des Spitzensteuersatzes und eine Vermögenssteuer bislang gescheitert? An der CDU-FDP. Aber Hauptsache über die Spd schimpfen

  4. 58.

    Also ich bin selbstständig, habe Arbeitsplätze geschaffen und lasse nicht um vier den Hammer fallen- dennoch bin ich der Meinung das Millionäre angemessen besteuert werden. Es kann nicht sein das ein Facharbeiter bis 40% Steuern zahlt und ein Millionär auf Einkommen auf Zinsen usw nur 25%. Ich habe Kunden die selber zugeben das sie als Millinär weniger Steuern zahlen als ihre Mitarbeiter. Und das nicht gut finden.

  5. 57.

    Sie haben, mit Verlaub, überhaupt keine Ahnung. Die Mehrwertsteuer ist eine der ungerechtesten Steuern überhaupt. Auch Geringverdiener müssen Lebensmittel, Geräte wie TV und Waschmaschinen kaufen, zum Frisör und tanken z.B. Auf das alles ist Mehrwertsteuer fällig- das dass bei einem geringeren Einkommen stärker durchschlägt muss man wohl nicht erklären.

  6. 56.

    Ist doch völlig egal,woher das Gesetz kommt. Es geht darum,dass es Steuerflucht unbrauchbar macht.

    Was du zur Anhebung des Mindestlohns schreibst,wurde auch schon vor Einführung dessen geunkt. Die Wirtschaft hat es verkraftet.

  7. 55.

    Die Arbeitnehmer arm zu halten,damit sich die Güter nicht verteuern.
    Das ist eine arbeitnehmerfeindliche Einstellung, die hat in unseren System nichts zu suchen.

  8. 54.

    Schöner Gedanke, der Denkfehler ist nur, dass es durch den Versuch einer Steuermehrbelastung nicht unbedingt auch zu Steuermehreinnahmen beim Staat kommt. Klingt für einen Laien wie Sie erst mal komisch, passiert aber oft in der Praxis. Dann doch lieber eine höhere Verbrauchssteuer wie hier bereits auch schon geschrieben wurde. Das hier bereits zitierte Beispiel Frankreich, kann ich übrigens bestätigen. Mit Steuersätzen von bis zu 75 Prozent trieb die sozialistische Hollande-Regierung reiche Franzosen im Jahr 2015 nach Belgien, u.a. hier in der Süddeutschen Zeitung nachzulesen: https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/vermoegenssteuer-in-frankreich-flucht-zum-kleinen-nachbarn-1.1554221

  9. 53.

    Die Einzahlenden sind die Leistungsträger...Eine Vermögenssteuer lockt kein Kapital an, es wandert ab...Irgendwann ist das Geld der Anderen aufgebraucht, um linksgrüne Versprechen der Umverteiler zu finanzieren. Dann ist der Gutverdiener einer der überhaupt Arbeit hat - und da lohnt es sich richtig "abzukassieren"...Sozialer ist es, wenn man die Gebenden stärkt. Weder die Linken noch die Grünen sagen, was das eigentliche Ziel genau ist (Auflistung von vagen Maßnahmen ist kein Ziel), wer es bezahlen soll und in welchem Zeitraum das stattfinden soll. Also so wie immer...Der Wahl-O-Mat und der eigene Geldbeutel (!) können bei der Wahlentscheidung helfen. Und wenn die Linksgrünen selber Arbeitgeber sind, dann ist die jämmerliche Lohn/Gehaltspolitik ein Hinweis auf ...

  10. 52.

    Schöne Zahlen ... natürlich werden nur jene des Singles genannt, weil sie in das Konzept der Aussage passen.

    Und natürlich wird nicht verglichen, was der propagierten hohen Abgabenlast an Gegenleistung gegenübersteht, bspw. im Sozialsystem.

  11. 51.

    Zwei Sachen, die direkt nichts miteinander zu tun haben ... keine Mehrbelastung für Vermögende bitte, da Geringverdiener arm bleiben.

    Merkwürdiger Ansatz. Vielleicht helfen Steuermehreinnahmen aber auch beim Ausbau von Betreuungsangeboten, bei der Verbesserungen in der Bildung, beim Ausbau der Infraamstruktur. Davon haben alle etwas. Auch alle, die sich private Zusatzangebote nicht leisten können.

  12. 50.

    Ergänzende Zahlen aus 2020: Die durchschnittliche Belastung durch Steuern und Sozialabgaben lag im vergangenen Jahr bei 39,3 Prozent in Deutschland. Im OECD-Durchschnitt waren es 25,9 Prozent. Das heißt, dass einem Single hierzulande 60,7 Prozent des Bruttolohns bleiben, im OECD-Durchschnitt dagegen 74,1 Prozent. Familien bleibt unter dem Strich mehr.

  13. 49.

    Das ist ein leider so nicht ganz korrekt. Wenn der Mindestlohn weiter angehoben wird, verteuern sich zeitversetzt nur weiter die Preise aller Güter der Volkswirtschaft und auf der Strecke bleiben die Geringqualifizierten, weil irgendwann die Automatisierung günstiger ist als der Mensch. Ganz zu schweigen von den Lohnnebenkosten, die der Arbeitgeber jetzt bereits schultern muss (Sozialabgaben, Umlagen etc.).

  14. 48.

    Die Akzeptanz der Demokratie steht ohnehin schon auf der Kippe, wie da eine noch höhere Besteuerung helfen soll ist mir schleierhaft. Zuerst sollte man den SOLI für alle Steuerzahler abschaffen.

  15. 47.

    Nicht wirklich ihr Ernst, oder? Also ich möchte mich nicht nur bei Steuerfragen nicht an den USA orientieren, die sind kein wirkliches Vorbild, wenn ich u.a. an Trumps Steuererklärung denke.

  16. 46.

    Was haben die zu Dumpinglöhnen arbeitenden Bevölkerungsschichten von einer stärkeren Besteuerung?
    Sie bleiben trotzdem relativ arm, und das auch im alter, trotz 40 Jahre arbeit. Was ist daran gerecht?

  17. 45.

    Oder einfach nur für eine stärkere Besteuerung?

    Über eine Änderung der gesetzlichen Grundlagen, die natürlich respektiert werden.

  18. 44.

    Eine soziale Gerechtigkeit ohne angemessene Löhne für alle Arbeitnehmer wird es nicht geben.
    Dies ist das Rezept zur Verhinderung des sozialen Rückbaus, und auch der Altersarmut.
    Die Dumpinglöhne sind das eigentliche Problem.

  19. 43.

    Dieses Problem kann man leicht lösen,einfach an den USA orientieren. Wer ins Ausland zieht,muss trotzdem die Differenz zahlen und hat somit keine Vorteile. Wer die Staatsbürgerschaft ändern will,hat eine Austrittsgebühr zu zahlen.

  20. 42.

    Vielleicht sollte man bei der Gelegenheit gleich noch den Mythos angehen, dass die s.g. Leistungsträger (was für ein Euphemismus!) schließlich, weil sie Arbeitsplätze schaffen, weniger Neid und angeblich steuerliche Überbeanspruchung erwarten dürfen.

    Wenn ich zur Umsetzung meiner Idee, Hilfe in Anspruch nehme, muss ich diese auch bezahlen. Unternehmer gerieren sich hier gerne als Gönner (u.a. bei Nico Montag, 31.05.2021, 23:23 Uhr, nachzulesen...). Nur, jemanden zu bezahlen, der meine (oder einen Anteil an meiner) Arbeit macht, um meinen ganz persönlichen Traum von Wohlstand zu erfüllen, rechtfertigt m.M.n. nicht, dass ich mich fortan über die Schaffung von Arbeitsplätzen definiere. Ich vermisse hier allzu oft Demut und Respekt vor dem eigentlichen Leistungserbringer. Und btw auch davor, dass ein Unternehmer (und je größer, desto mehr) die Teile steuerfinanzierter Infrastruktur um ein Vieles mehr beansprucht als Otto-Normal-Verbraucher.

    D.M.

  21. 41.

    Bestehendes bereits versteuertes Vermögen kann man nicht noch einmal besteuern, verbietetvdas Grundgesetz. Und das ist gut so!

  22. 40.

    "Erst kicken, dann quicken!" sagt der Berliner. Schauen Sie es sich an der Historie z.B. in Frankreich an, wozu die Vermögenssteuer geführt hat. Tatsachen verleugnen hilft da leider nichts. Die Vermögenssteuer führt zur Abwanderung und unterm Strich gewinnt man dadurch hinsichtlich des Steueraufkommens nichts.

  23. 39.

    Das ist so leider falsch. Die Konsumsteuer ist die gerechteste Steuerform, weil diese prozentual auf den Konsum bezogen ist. Ein Beispiel: 19% auf ihren VW Polo sind vom Absolutbetrag in Euro weniger als auf den Audi Q7 meines Nachbarn. Hier könnte man einen Freibetrag einführen um Geringverdiener Haushalte zu entlasten. Außerdem müsste bei Abschaffung aller anderen Steuern die Mehrwertsteuer auf ca. 35% anheben.

  24. 38.

    Ja, dem stimme ich zu. Historisch gesehen wäre es spannend, ob der Plebs schon immer so war oder ob wir aktuell das Ergebnis einer verfehlten Bildungspolitik der 80er Jahre erleben dürfen?

  25. 37.

    Hier wird gegen das Erbrecht gesprochen, welches selbst in Diktaturen nicht angetastet wurde und wird.
    In einem Rchtstaat wird dieses Gesetz respektiert, und gilt für alle Bürger gleichermaßen.
    Wo kommen wir hin, wenn der Staat das Vermögen seiner Bürger für sich beansprucht.

  26. 36.

    Nur mal zur Information… die Einkommensteuer macht ca. 45% des gesamten Steueraufkommens aus. Wie der Berliner sagt… erst kieken, dann quieken

  27. 35.

    Soziale Gerechtigkeit schafft man nicht durch wegnehmen und weiter reichen, sondern damit, dass die Arbeitnehmer für ihre Arbeit einen angemessenen Lohn erhalten. Nur das schafft eine gerechte Teilhabe am Wohlstand des jeweiligen Landes.

  28. 34.

    Wenn man hier die Kommentare liest, kann man froh sein das es in Deutschland keinen Volksentscheid gibt.

  29. 33.

    "Ja, und endlich für die Länderfusion stimmen."
    Das hätten die Berliner wohl gerne. Nüscht is!!!

  30. 32.

    Bestehendes Vermögen wird nicht besteuert, eine Vermögenssteuer gibt es derzeit nicht.

    Wie bereits in anderen Beiträgen geschrieben, darf man sich bei der Betrachtung der Abgabenlast nicht auf die Einkommenssteuer beschränken um ein realistisches Bild über die Beteiligungen zu erhalten.

  31. 31.

    Das Beispiel Konsum allein zeigt, dass Sie das Thema nicht verstanden haben. Oder denken Sie, das Vermögende in selbem Verhältnis Ihres Einkommens mehr konsumieren? Der Anteil
    der Konsumsteuern ist im Gegensatz eher kleiner. Genau wie der Anteil der - gedeckelten -Sozialabgaben.

    Die progressive Entwicklung der Einkommenssteuer wird damit in der Gesamtbetrachtung der Abgaben nahezu aufgehoben.

  32. 30.

    Doch der Neid der Normalverdiener sollte nicht überschäumen:
    Die obersten 0,1 Prozent der Bevölkerung – das sind rund 82.500 Bürger – 8,9 Prozent der Gesamten."
    Das ist sehr fein formuliert.
    Wenn man nur noch erkennen könnte was Sie uns damit sagen wollen.
    Zumindest haben Sie "Neid" untergebracht.
    Is ja auch schon was.

  33. 29.

    Gerade die Steuererhöhungsromantiker sind es doch, die schon vielfach und eindrucksvoll bewiesen haben, eben mit Steuergeld nicht umgehen zu können. Es ist indes völlig egal von wem die roten Söckchen mehr Steuern haben wollen. Die Ausgabenseite muss genauer beleuchtet werden.

  34. 28.

    meist eine Erhöhung ab Einkommen über 70k "
    Sowas nennt man das Omma-ihr-klein-Häuschen-Syndrom.
    Kaum wird über die Besteuerung der Einkommensmillionäre gesprochen, kommt einer mit solchen Ablenkungsgeschichten.

  35. 27.

    Oh je wie kann man nur so menschenverachtend denken und so wenig über die vielen schwerarbeitenden Menschen wissen, wie auch nichts über die Superreichen. Die meisten Arbeitnehmer verdienen nicht genug,um eine Familie zu ernähren. Und viele Einkommensmillonäre, haben nicht unbedingt durch harte Arbeit ihre Millonen. Sie schreiben unter dem Deckmantel nicht neidisch zu sein, aber gönnen anderen keine Musse und kein Bierchen nach getaner Arbeit.

  36. 26.

    Naja, man kann beim Lesen dieses Statements schnell erkennen, wie nötig eine Hochbesteuerung von Hocheinkommen ist. Es ist nicht nur das hohe Einkommen, sondern auch die Arroganz, die es bisweilen generiert. Hier wird sie überdeutlich. Wer wenig hat ist faul. Wer viel hat, kann das einschätzen. Das übliche Problem mit der Selbstwahrnehmung.

  37. 25.

    "Alle 30 im deutschen Aktienindex DAX gelisteten Großunternehmen haben 2.841 Tochterfirmen in Steueroasen." *
    Und viel mehr Unternehmen (und nicht unbedingt Neuinvestionen, bzw. meines Wissens nach würde es ja steuerlich beachtet werden wenn das Geld investiert). Dazu Steuerhinterziehung als solche, geschätzt 100 Milliarden jährlich, mit z.B. Karussellbetrug. Und da ist man argumentativ an erster Stelle nicht so sehr bei Frage ob die Reichen mehr zahlen sollen, aber erstmal bei Frage warum die Ehrlichen den Unehrlichen die Infrastruktur usw. bezahlen und noch mehr bezahlen sollen. Lies, ob von meinem mickrigem Einkommen 50 Euro, oder von jemandem mit geerbten Aktien 50.000 Euro, jeweils scheint nicht fair wenn wir beide die Steuerlast von anderen tragen (geschweige denn wenn dann noch dazu die Steuerausgaben für Hundertetausende an Provision für Abgeordnete usw.).

    *
    https://perspektive-online.net/2020/05/alle-deutschen-boersen-konzerne-haben-briefkastenfirmen-in-steueroasen/

  38. 24.

    Zumal die Wohlhabenden dann einfach ins Ausland umziehen werden."
    So oft, wie mit abwandern gedroht wird, müsste eigentlich das ganze "Ausland" mittlerweile dreistöckig mit deutschen Steuerpflichtigen zugeschüttet sein.

  39. 23.

    2,3% der Steuerpflichtigen zahlen 25% der Einkommensteuer, 10% zahlen 50% der Steuer "
    Wenn das denn so sein sollte, so zeigt es doch nur, wie ungleich die Einkommen verteilt sind.
    Und zudem: Die Einkommensteuer macht nun wirklich nicht den größten Teil der Steuereinnahmen aus. Wird nur immer gerne von interessierten Kreisen suggeriert.

  40. 22.

    "Höhere Steuern für Reiche" heißt in Deutschland meist eine Erhöhung ab Einkommen über 70k mit einem Schlupflöchern für große Vermögen.

  41. 21.

    Die Bundesrepublik versteuert hohe Einkommen wesentlich schärfer als die von Normalverdienern.
    Das zeigen die durchschnittlichen Steuersätze nach Einkommensgruppen. Somit gibt es eine Vermögenssteuer!
    Doch der Neid der Normalverdiener sollte nicht überschäumen:
    Die obersten 0,1 Prozent der Bevölkerung – das sind rund 82.500 Bürger – 8,9 Prozent der Gesamten.

  42. 20.

    Brandenburg hat die Einkommensmillionäre mit den höchsten Pro-Kopf-Einkommen im Osten?

    Das ist ja auch klar, wer in der nähe von Berlin sein "muss" checkt im Umland ein. Berlin selbst ist doch nicht mehr schön.
    Berlin hat keinen Charm mehr, nur noch zugezogener Neid auf Dinge die andere nichts angehen.

  43. 19.

    "Nach dieser Pandemie ist es nur fair und richtig..."

    Sollen sie sich das Geld von den Medien und Rundfunkanstalten holen die die Pandemie zu einer Pandemie gemacht haben haben, so dass Politiker wie die Lemminge Steuergelder verpulvert haben.
    Was soll denn dieser Artikel? Wohlhabende werden bereits versteuert.

  44. 18.

    Eigentum verpflichtet! Reiche besteuern! Ein Erbe hat Null (!) Eigenleistung erbracht. Ein Unternehmer hat von der Arbeitskraft seiner Angstellten gelebt. Die haben sein Vermögen wortwörtlich erwirtschaftet! Zeit, dass die Reichen zurückgeben, was sie von dieser Gesellschaft bekommen haben. Sie haben es nicht verdient!

  45. 17.

    Neid ist das nicht, auch wenn Sie es so nennen wollen. Es geht um soziale Gerechtigkeit, Reichensteuer und Entlastung der kleinen Leute, wie es in all den anderen europäischen Ländern funktioniert. Wir erleben gerade den sozialen Rückbau auf allen Ebenen, noch nicht gemerkt?

  46. 15.

    Da gehört sicher der Jauch auch dazu. Wenn die schaffen soviel Geld zu verdienen, dann sollte man sie lassen. Diese ewigen Neiddebatten der Leute die selbst nur das Nötigste tun, die bequem Zuhause sitzen und kein Risiko tragen und nicht mit iherem Vermögen haften und sich mit Widerstand und Behörden rumärgern (wie Tesla zB) und keine Arbeitsplätze schaffen und keine Selbst und Ständigen sind sondern zum Feierabend den Hammer fallen lassen und Bierchen in der Bar trinken gehen und bis Morgens um 4 feiern. Dieses ganze Sozigerede man könnte einfach daherkommen und sich einstecken was immer man will ohne selbst etwas dafür tun zu müssen ist nur noch widerlich.
    Wer es drauf hat und sich anstrengt, der soll auch gut verdienen. Schließlich füttert er im Sozialstaat viele andere mit durch. Allein durch ihren Konsum bezahlen Reiche schon imense Steuern mehr als ein Durchschnittsbürger. Gates und Jobs haben auch in der Garage angefangen und durch stetige Arbeit etwas erschaffen.

  47. 14.

    Mit einem mittleren fünfstelligen Einkommen zahlt man schon fast 50% an Steuern und Abgaben, frag mich wo da die Entlastung herkommen soll, wird nach Corona auch für die mittleren Einkommen brutal steigen.

  48. 13.

    Hier wird plakativ der Blick auf die Einkommenssteuern verengt ... wie sieht es denn bspw. mit Sozialabgaben aus ... hier ist das Leistungsprinzip außer Kraft gesetzt und zudem gab es Steigerungen in den letzten Jahren.

    Abgeltungssteuer mit einer Begrenzung auf 25%. Senkung des Spitzensteuersatzes. Keine Erhebung der Vermögensabgabe. Alles Wohltaten der letzten Jahre in eine Richtung.

    Ganz gut erklärt: https://steuermythen.de/mythen/mythos-7/

  49. 12.

    Nix da; ist schon geklärt worden. Bremen und Hamburg ? Was ist mit diesen "Freistädten" ? Berlin muss erst eine Vorzeigehauptstadt werden und nicht Müll-und Graffiticity und Autobrandweltmeister. Görli drogenfrei und keine Obdachlosen. Und Könner am Ruder der Stadt. Nix mit überrumpeln durch die kalte Küche. Getrennte Betten haben sich bewährt.

  50. 11.

    Kürzlich ist doch ein Hesse Lottomillionär geworden. Na und ? Gönne es diesem Glückspilz. Aber 700 Abgeordnete im Bundestag gab es früher nicht und es lief besser in D. Das mit den Überhangmandaten muss ja nicht so sein. Schuften die etwa für ihr Luxusgehalt ? Dann hörte ich mal, dass der Parlamentarische Staatssekretär der SPD über 20 000 € jeden Monat kassiert. Den sah ich mal in einer Talk.Show und ich war bedient. Fördert endlich die Jugend; niemand darf mehr ohne Abschluss die Schule verlassen sofern der Schüler nicht gesundheitlich benachteiligt ist. Faulpelze muss man unter Druck setzen. Minister kann nur sein wer etwas von seinem Fach versteht. Kanzler nur mit Abschlüssen und Erfahrung. Unser Land leidet nicht unter den Millionären; eher durch Schlamperei.

  51. 10.

    Hey, über was regt ihr euch auf? 700 Mio vor Steuer ... macht Daumen mal Pi rd. 13.000 Bucks pro Nase und Monat nach Steuer. Da muss man echt haushalten für den drölfzigsten SUV ;-). Es werden ja sogar die Bayern neidisch. Annersrum ... die ihre Kohle hier versteuern sind die "Guten" ... möchte nicht wissen, naja eigentlich schon, wer hier lebt, steuertechnisch im Ausland "wohnt" und seine Kohle im EU-Ausland oder Steueroasen kassiert.
    #datgibtmecker

  52. 9.

    Zumal die Wohlhabenden dann einfach ins Ausland umziehen werden. Das kann man gut am Beispiel Frankreichs sehen. Die haben die Vermögenssteuer dann wieder abgeschafft! Bitte einfach mal von der Erfahrung anderer lernen und nicht immer dieselben Fehler wiederholen. Der Prozess nennt sich übrigens LERNEN!

  53. 7.

    So ein Quatsch-Beitrag. Das ruft nach einer Länderfusion Metropolregion Berlin-Brandenburg, weil die wohlhabenden sich in den Speckgürtel von Berlin tummelten, aber schön weiterhin die Infrastruktur von Berlin nutzen. Das ist vorallem für Gewerbetreibende und Selbständige auch ein Steuersparmpdell bei der Gewerbesteuer. Wann ist endlich Shluss mit diesem Trittbrettfahrern.

  54. 6.

    Keine Frage des Neides sondern der Gerechtigkeit. Wem erheblich mehr zufließt als den meisten Anderen, sollte auch relativ mehr zum Erhalt des Staates beitragen. Letztlich im wohlverstandenen Eigeninteresse, denn der Staat ist ja schließlich Garant des Eigentums.

  55. 5.

    DAS gehört für mich zu den wirklichen Problemen der Menschen...

  56. 4.

    Man kann über jede Steuererhöhung reden, aber das wird alles nichts nützen, denn die massiv aufgeblähte Verwaltung wird immer mehr verschlingen. Allein 700 Bundestagsabgeordnete. Solange die Verwaltung und auch Bezüge auf Effizienz getrimmt werden, ist das sinnlos. Allein, das vermögenden Bewohnern von Pflegeheimen jetzt mit Steuergeldern subventioniert werden, macht mich sprachlos. Das vermögende Rentner kosten freie Masken für Millionen bekommen ist unfassbar. Das Unternehmen wie Amazon keine Steuern zahlen ist nicht ok. Da müssen wir doch mal ran. Und Fleisch- und Fischindustrie werden massiv subventioniert, obwohl sie die Umwelt massiv zerstören. Völlig falsche Perspektive.

  57. 3.

    Äh Moment mal,
    SPD seit 1998 mit Ausnahme von 4 Jahren immer an der Regierung beteiligt, aber jetzt Vermögenssteuer versprechen?
    Wer soll das glauben?
    Spitzensteuersatz auf 42% gesenkt.
    Und irgendwas wurde doch mit der Rentenformel noch gemacht.
    Überall wird erzählt, dass Armut sich verfestigt, Reichtum auch, Mittelschicht zerbröselt.
    Und in Brandenburg regiert doch die SPD auch seit 1990.
    Werden wir etwa verschaukelt?

  58. 2.

    Manch einer lernt‘s nie… in diesem Fall mal wieder die SPD. 2,3% der Steuerpflichtigen zahlen 25% der Einkommensteuer, 10% zahlen 50% der Steuer und 30% zahlen überhaupt keine Einkommensteuer. Besserverdienende werden also schon höher belastet und das entspricht auch dem Grundsatz „wer mehr verdient, soll auch mehr zahlen“. Man sollte die Spirale aber auch nicht überdrehen und nicht immer die gleiche Umverteilungsleier spielen. Dauerndes Wiederholen macht die Sache nicht besser.

  59. 1.

    Wie oft haben die linken Parteien schon versucht mit dieser Neiddiskussion in Wahlkämpfen zu punkten...mit welchen Erfolge? Die sollen sich um die wirklichen Probleme der Menschen kümmern und mit diesem Schwachsinn aufhören.

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