Ehemaliger Flughafen Tegel, Berlin-Reinickendorf (Quelle: dpa/Joko)
Bild: dpa/Joko

Bauschutzbereich um Ex-Flughafen aufgehoben - In Tegel hat die Luftfahrtbehörde kein Sagen mehr

Mit dem Ende des Flugbetriebs in Berlin-Tegel wird das Bauen im Umfeld des Areals einfacher: Sechs Monate ist Tegel nun bereits geschlossen und der BER in Schönefeld eröffnet. Damit gilt ab kommenden Mittwoch der sogenannte Bauschutzbereich rund um das dann ehemalige Flughafengelände nicht mehr, wie das Landesverwaltungsamt Berlin mitteilte.

Dieser Bauschutzbereich legte fest, dass im Umkreis von 1,5 Kilometern um den Flughafen sämtliche Baugenehmigungen von der Luftfahrtbehörde abgesegnet werden mussten. Im weiteren Umkreis bis zu 15 Kilometern war die Zustimmung der Behörde notwendig, wenn bestimmte Gebäudehöhen überschritten würden.

Ab 5. Mai null Uhr gilt für Tegel kein Flughafenschutz mehr

"Hindernisfreiheit ist eine wesentliche Grundlage für die Sicherheit im Luftverkehr", erklärte die Verkehrsverwaltung. Aus diesem Grund konnte man rund um den Flughafen Tegel aufgrund anderer Vorschriften auch nicht ohne Weiteres Masten, Kräne oder Hebebühnen
aufstellen. Beschränkungen gab es auch für Bäume.

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch erlischt die Betriebspflicht für den Flughafen Tegel. Auf dem Gelände soll ein Forschungs- und Gewerbepark entstehen. "Somit ist der Bauschutzbereich des Verkehrsflughafens Berlin-Tegel ab dem 5. Mai 2021 00:00 Uhr
aufgehoben", heißt es im aktuellen Amtsblatt.

Sendung: Inforadio, 01.05.2021, 11 Uhr

9 Kommentare

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  1. 9.

    "Hindernisfreiheit ist eine wesentliche Grundlage für die Sicherheit im Luftverkehr"
    Fangzäune für Hobbypiloten gehen aber trotzdem nicht, oder? ;-)

  2. 8.

    Berlin ist ja auch der Nabel der Welt für einige hier - als würde hier die Erdachse für Euch quietschen......

  3. 7.

    Wir haben massig Gewerbe im Sekundärsektor in Berlin.

    Der Sekundärsektor wird immer da sein und; er wird echtes Geld benötigen und erschaffen.

    Wir sind zu weit von den Weltbörsen entfernt, als dass sie uns ernähren könnten.

    Wir brauchen Raum für den Sekundärsektor und wir brauchen bezahlbares Leben für die Menschen im Sekundärsektor.

  4. 6.

    Lieber dichte Bebauung und bezahlbarer Wohnraum in der Stadt als ewig ausufernde Vorstädte. Das erzeugt nämlich letztlich mehr versiegelte Fläche und dazu auch noch mehr Verkehr.

  5. 5.

    Eine Großstadt ist und muss auch nicht so grün sein wie ein Dorf. Wer das nicht versteht oder es anders will soll aufs Dorf ziehen. Ich denke mal Berlin hat schon viele Grüne Anteile. Und wenn Berlin so schlecht wäre, warum wollen denn so viele nach Berlin ziehen. Industrie gibt es kaum noch und das Arbeiten der Zukunft ist meist im Homeoffice, also wegen Arbeit braucht niemand nach Berlin ziehen. Auch übrigens Berlin hat selber genug Politik, die brauchen also nicht aus der Provinz kommen.

  6. 4.

    Klar. Eine wachsende Stadt mit prognostiziert bald 4 Millionen Einwohnern braucht auch keine neue Wohnungen, Geschäfte, Büros, Arztpraxen etc. Das ist richtig. Stattdessen könnte man ja zb ein Freigehäge für bedrohte Wasserschweine bauen.

  7. 2.

    Schade - damit wird die Versiegelung weiter voranschreiten. Aus Vorfeld und Taxi/Runways könnten wichtige Grünflächen entstehen. Wenn man nur wollte.

  8. 1.

    Super. Endlich kann da was Vernünftiges entstehen: Arbeit, Wohnen und Erholung. Die sinnvollste Nutzung.

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