Vonovia und Deutsche Wohnen - Immobilienriesen bieten Berlin rund 20.000 Wohnungen zum Kauf an

Wohnhäuser in der Siemensstadt (Quelle: Bildagentur-online/Schoening)
Video: Abendschau | 25.05.2021 | 19:30 Uhr | Bild: Bildagentur-online

Berlin will den Zusammenschluss der Immobilienriesen Vonovia und Deutsche Wohnen nutzen, um Tausende Wohnungen zu kaufen. Der Berliner Mieterverein befürchtet, dass der Druck auf die Mieten durch die Fusion noch steigen wird.

Die geplante Fusion der beiden Wohnungsunternehmen Vonovia und Deutsche Wohnen bietet Berlin die Möglichkeit, rund 20.000 Wohnungen zu kaufen. Ein entsprechendes Angebot bestätigte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Dienstag auf einer Pressekonferenz.

Mehr Wohnungen in kommunaler Hand würden mehr Einfluss auf den Wohnungsmarkt und sozialverträgliche Mieten bedeuten, begründete Müller das kommunale Interesse. "Das ist die Größenordnung einer eigenen Wohnungsgesellschaft."

Daher werde nun mit den Beteiligten im Detail besprochen, um welche Bestände es sich genau handele. "Mir liegen soziale Brennpunkte am Herzen, mir liegen Großsiedlungen am Herzen", sagte Müller. Als Beispiele nannte der die Thermometer-Siedlung in Lichterfelde und das Falkenhagener Feld in Spandau. Nach Angaben von Finanzsenator Matthias Kollatz (ebenfalls SPD) befinden sich die meisten der in der Debatte befindlichen Wohnungen außerhalb des S-Bahn-Rings, eine "vierstellige Zahl" aber auch in Friedrichshain-Kreuzberg und Mitte.

Kaufpreis bei mindestens 2,1 Milliarden Euro

Momentan verfügt Berlin über 340.000 kommunale Wohnungen. Müller zufolge strebt der rot-rot-grüne Senat einen kommunalen Wohnungsbestand von 400.000 Einheiten an. Mit beiden Unternehmen sei der Senat schon länger im Gespräch und habe vor allem von der Deutsche Wohnen bereits einige Tausend Einheiten erworben.

Wie Kollatz weiter erläuterte, will das Land die neuen Wohnungen "ungefähr zum Ertragswert" kaufen. Wenn die Prüfungen dazu zu einem positiven Resultat führten, "werden wir zwei, maximal drei Monate brauchen, um zu einem Ergebnis zu kommen". Gestemmt werden soll der Deal demnach von den sechs kommunalen Wohnungsgesellschaften - und zwar außerhalb des Landeshaushalts über Eigenmittel und Kredite.

Kaufsummen wurden nicht genannt. Es gehe aber für die kommunalen Wohnungsgesellschaften um "Belastungen, die die Unternehmen auch schultern können", sagte Kollatz. Die Kosten würden "hier eher noch etwas mehr" betragen als die 2,1 Milliarden Euro, die für den Rückkauf des Stromnetzes aufgewendet wurden, so Kollatz weiter.

In der rbb-Abendschau versicherte Müller, Berlin werde keinen überhöhten Preis bezahlen.
Mit dem Ankauf erhöhe das Land seinen Einfluss auf dem Wohnungsmarkt und damit auch auf die Entwicklung der Mietpreise.

Immobilienkonzerne wollen fünf Jahre Mieterhöhungen stark deckeln

Am Montagabend war bekanntgeworden, dass der größte deutsche Immobilienkonzern Vonovia SE dem Branchenzweiten Deutsche Wohnen SE ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot im Gesamtwert von rund 18 Milliarden Euro oder 53,03 Euro je Deutsche-Wohnen-Aktie macht. Die Spitze der Deutschen Wohnen unterstützt die Offerte.

Für Berlin, wo die Mieten seit Jahren stark steigen, hätte die Mega-Fusion erhebliche Auswirkungen: Vonovia besitzt hier momentan 40.000 Wohnungen, die Deutsche Wohnen 110.000. Zusammen macht das 150.000 - etwa neun Prozent aller 1,67 Millionen Mietwohnungen in der Stadt. Auch im Falle eines Verkaufs von 20.000 Einheiten wäre der Konzern mit Abstand größter privater Vermieter in der Stadt viel Marktmacht.

Die Vorsitzenden der beiden Konzerne kündigten allerdings einen "Zukunfts- und Sozialpakt Wohnen" an, nach einer Fusion sollten zum Beispiel starke Mieterhöhungen in Berlin vorübergehend ausgeschlossen werden. In den ersten drei Jahren dürften die Mieten höchstens um ein Prozent angehoben werden; in den beiden darauf folgenden Jahren dürften Erhöhungen nicht höher ausfallen als die Inflationsrate.

Mieterverein spricht von "heißer Luft"

Der Berliner Mieterverein befürchtet, dass durch die Refinanzierung des 18-Milliarden-Euro-Kaufpreises der Druck auf die Mieten wachsen wird. "Besonders leidtragend werden die Wohnungssuchenden sein. Denn bei Wiedervermietung machen beide Konzerne derzeit ein dickes Geschäft, weil sie die Ausnahmen von der Mietpreisbremse nutzen", sagte der Vorsitzende Reiner Wild. Den angekündigten "Zukunfts- und Sozialpakt Wohnen" wertete Wild als "heiße Luft". Denn es sei kein über das Mietrecht hinausgehendes Mieterschutzangebot erkennbar.

Die CDU sieht die Fusion dagegen als Chance für die Mieterstadt Berlin. Der "Zukunfts- und Sozialpakt" sei ein Lösungsansatz für Berlins Wohnungs- und Mietenproblem. "Es zeigt vor allen Dingen, dass die Immobilienwirtschaft bereit ist, an den Problemen mitzuarbeiten und dass man in Gesprächen mit der Immobilienwirtschaft ganz offenkundig viel erreichen kann", sagte der Berliner CDU-Chef Kai Wegner am Mittwoch im rbb-Inforadio.

Die Grünen-Spitzenkandidatin Bettina Jarasch mahnte verbindliche Vereinbarungen zu Themen wie Mieterhöhungsstopp, bezahlbarem Neubau und einem stärker gemeinwohlorientierten Wohnungsmarkt in Berlin an.

Der Bezirksbürgermeister von Neukölln, Martin Hikel (SPD), räumte ein, dass in den letzten Jahrzehnten mit dem Verkauf von Wohnsiedlungen viele Fehler in der Wohnungspolitik gemacht worden seien. Der Kauf von 20.000 Wohnungen sei eine "einmalige Chance, Fehlentscheidungen der letzten Jahre zumindest teilweise im Sinne der Mieterinnen und Mieter zu revidieren".

Enteignungsinitiative hält an Plänen fest

Die Berliner Initiative "Deutsche Wohnen und Co. enteignen" will auch nach der angekündigten Übernahme Vonovia an ihrem Volksbegehren festhalten. "Es ändert sich nichts", sagte Sprecherin Jenny Stupka am Dienstag. "Auch der fusionierte Wohnungskonzern wäre von einer Vergesellschaftung aller Wohnungsunternehmen mit mehr als 3.000 Wohnungen in Berlin betroffen, wie sie die Initiative Deutsche Wohnen Co. enteignen anstrebt", teilte die Initiative weiter mit.

Sendung: Abendschau, 25.05.2021, 19.30 Uhr

Die Kommentarfunktion wurde am 25.05.2021 um 20:36 Uhr geschlossen

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81 Kommentare

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  1. 81.

    Ich kann es nicht mehr lesen, wie alle von Mietsenkungen etc. faseln. Wenn man mehr bauen würde, hätte man das Problem nicht!

  2. 80.

    Zahlungsbereitschaft ! Ich schmeiß mich weg. Wollen Sie damit andeuten, dass viele Berliner nicht bereit sind, höhere Mieten zu zahlen? Liegt es nicht eher an der mangelnden Zahlungsbereitschaft von Arbeitgebern, dass gar keine höheren Mieten gezahlt werden können?

  3. 79.

    Als ich 1986 nach Westberlin zog, sahen die Mietshäuser in vielen Bezirken nicht wesentlich anders aus, als im Osten: Außenklo, Ofenheizung, zugige Fenster, dreckige Hinterhöfe. Nur die Mieten waren wesentlich teurer, allerdings damals auch durch Studenten noch bezahlbar.

  4. 78.

    Angebot und Nachfrage - eine goldene Regel des Kapitalusmus. Deshalb sanken zur Jahrtausendwende auch die Mieten bei Neuvermietungen.

  5. 77.

    Was wissen Sie davon, oder wollen darüber wissen, wie die Häuser im kapitalistischen Kreuzberg der 60er 80er Jahre aussahen? In welchen Bruchbuden Menschen im Ruhrgebiet wohnten? Was es heisst in einem West-Plattenbau in der Nordweststadt Frankfurt/M. in Ratingen West bei Düsseldorf VOR die Stadt verbannt zu wohnen?
    Befleißigen Sie sich erst mal eines sachlichen, historisch-kritisch redlichen Diskurses. Bevor Sie hier mit öden Kalte-Kriegs-Kamellen brillieren.
    Fakt ist: Kein "Sozialismus" hat die letzen 3 Jahrzehnte die Privatwirtschaft, "den Markt" daran gehindert Wohnraum, bezahlbar gemessen am mittleren Einkommen der Hälfte der Erwerbstätigen zu bauen. Stattdessen hinterlässt deren Börsen- und Rententätigleit öde Innenstädte und Plattenbau der nicht nur uniform hässlich ist, sondern - jetzt neu!! - dazu noch unbezahlbar. Beweisen Sie erst Mal mit Ihrer Ideologie wie Sie bezahlbaren Wohnraum erreichen - wie er zum Beispiel noch Heute für 10-Tausende (!) fussläufig am Alex möglich.

  6. 76.

    Und die Aussage bleibt falsch! Noch mal ganz langsam zum Nachvollziehen: Wenn ein Zuzügler in eine neu geschaffene Wohnung zieht, bezieht dieser keine Bestandswohnung, somit kommt es nachfragetechnisch zur Entlastung, weil Menschen mit höherer Zahlungsbereitschaft Neubau bevorzugen. Ebenso verhält es sich übrigens, wenn Menschen, die es sich leisten können aus einer bestehenden Wohnung in eine Neubauwohnung umziehen. Hoffentlich fällt auch im Steinwerk, wo noch gemeißelt wird, hier mal der Groschen! Vielleicht doch noch mal die Zusammenhänge bei Wikipedia als ihrer Stammquelle nachlesen?

  7. 75.

    Jetzt ja jeder Demonstrant eine Wohnung kaufen.

  8. 74.

    Hier von Marktmacht zu sprechen ist absoluter Unfug! Die beiden Firmen kommen zusammen gerade mal auf etwa 156.000 Wohnungen in Berlin. Die Deutsche Wohnen hat 113.000 Wohnungen im Großraum Berlin, bei Vonovia sind es nur etwa 43.000 Wohnungen. Bei insgesamt derzeit 1,63 Millionen Mietwohnungen in Berlin kann man hier nicht wirklich als seriöser Verein, der der Mieterverein doch eigentlich sein möchte, nicht wirklich sprechen. Das ist Irreführung und Angstmache!. Erschreckend finde ich eher, wie es einige wenige verstehen, sich vor den politischen Karren der Parteien im Wahlkampf und Mietervereinlobbyisten spannen zu lassen.

  9. 73.

    Und zum Mitmeißeln, Neubau senkt keine Bestandsmieten, im Gegenteil! Wie mit kleinen Kindern... man muß das immer wieder wiederholen...

  10. 72.

    Man sollte überschuldete Genossenschaften entweder Zwangsversteigern oder verkaufen müssen, damit es finanziell nicht am Steuerzahler hängen bleibt. Ich zahle meine Wohnkosten schließlich auch selbst und möchte nicht noch für andere bezahlen müssen - das wäre ja unsozial!

  11. 71.

    Es sind in Summe in Berlin nur ca. 150.000 Wohnungen, die die Deutsche Wohnen und Vonovia haben, nicht 550.000. Nur zur Klarstellung.

  12. 70.

    Was den Ausbau des ÖPNV ins Umland betrifft, gebe ich Ihnen vollkommen Recht. Nur was sollen die Deutschen in Spanien oder Frankreich ;)

  13. 68.

    Statt 20.000 alte Wohnungen zu kaufen, würde ich doch sinnvoller 20.000 neue bauen weil es dann 20.000 mehr Wohnungen für alle gibt.
    So schmeiße ich das Steuergeld raus, damit ein bestimmtes Klientel 20 oder 30 € im Monat spart. Es muss ja nicht nur das Geld zurückgezahlt sondern die Immobilien auch unterhalten werden und das mit Dumpingmieten?

  14. 67.

    Sie sollten Wohnungsgenossenschaft von Wohnungsgesellschaft unterscheiden können. Hier sind aber beide gesund. ;=)

  15. 66.

    Wohnungsgenossenschaften und kommunale Wohnungsgesellschaften - beide gehören zu den Guten, sind aber nicht dasselbe. Und das mit dem Bauland - da wurde schon unter der CDU jeder Menge regelrecht verhökert, und danach bis zu Wowereits und Sarrazins Zeiten. Bauen, wo es eine Lücke gibt, das gibt´s nur bei bei der FDP. Wie es um Verkehrs-, Wasser-, Abwasser- oder Energieanschlüsse steht, ist egal. Oder um Kitas, und Schule braucht seit Corona niemand, geht auch per Zoom.

  16. 65.

    Der Senat knickt lieber vor Lobbygruppen ein als neu zu bauen - s. z.B. gerade erst 115 Kleingartenparzellen statt 7.000 Wohnungen samt Schulen und Kitas etc.

  17. 64.

    Klar doch, immer mehr Flächen versiegeln und die Verkäuferin, die sich die Horrormieten in Berlin nicht mehr leisten kann lassen wir vor Arbeitsbeginn aus Frankreich einfliegen.

    Wir müssen wieder zurück zu bezahlbaren Mieten und deshalb gehören Vermiter, die aus Profitgier vermieten enteignet. Damit meine ich ausdrücklich auch die privaten Abzocker und Schmarotzer, die auf Betongold gesetzt haben.

    Ich weiß, gleich kommen wieder die dummes Aureden von Alterssicherung usw. Alterssicherung geht auch ohne Abzocke und von dem Geld anderer zu leben.

  18. 63.

    Hier in Berlin beginnen bei den Genossenschaft oft bei 14 bis 15 Euro bei einem Neubau Erstvermietung. Preistreiber ist neben den Bauvorschriften das Land Berlin selber beim Kaufpreis für das Grundstück. Es gab dazu in dieser Legislaturperiode mehre Brandbriefe von Genossenschaften. Manche hatten sich sogar ganz aus Projekten zurückgezogen.

  19. 62.

    Dan versuchen Sie sich mal nicht zu winden und führen den Artikel der Berliner Landesverfasung an, der eine Vergesellschaftung vorsieht. Darüber hatte es übrigens 1995 ein Volksabstimmung gegeben. Schauen Sie auch mal ins GG Art. 142.

  20. 61.

    Nein, habe ich nicht. Nur eigene Lebenserfahrung mitgeteilt

  21. 60.

    20.000 Wohnungen werden angeboten. Da passt es ja gut, das Müller diese möglichst in sozialen Brennpunkten erwerben möchte. Ich hoffe doch sehr das man vor dem Kauf entsprechende Wohnungsbesichtigungen macht und die Lage berücksichtigt, statt was leider wahrscheinlicher ist, desolate Wohnungen mit einem extra Berlinzuschlag zu kaufen.

  22. 59.

    "Als Genossenschaftler zahlt man keine Wuchermiete." Falls Sie die sechs städtischen Gesellschaften meinen, die haben 9,1 Mrd. Euro Schulden. Die schieben die stetig wachsend Schuldenwelle vor sicher her, bis der Steuerzahler einspringen muss.

  23. 58.

    "Mir liegen soziale Brennpunkte am Herzen"
    Mit dem Steuerzahler- bzw. Schulden-Kauf von Hochhäusern wird aber kein Problem gelöst.
    1. Falls die Leute Hartz4 beziehen, übernimmt das Amt die Miete.
    2. Bei Geringverdienern unterstützt das Wohngeldamt
    3. Die eigentliche Ursache (das Menschen in prekären Verhältnissen leben und zu wenig Lohn erhalten) wird mit Hochhauskäufen in keinster Weise gelöst.
    Es bleibt Symbol-Politik.
    Eigentlich müsste die Politik eine Riesen-Sofortbau-Programm mit der Baubranche und Investoren beschließen, das Bauland freigibt, Planungsverfahren vereinfacht und den Stadtrand massiv erschließt. Dann sinken auch bald wieder die Preise.

  24. 57.

    Lesen sie nochmals was "Holger" geschrieben hatte. Der erklärt es ihnen aber bestimmt.

  25. 56.

    Als Wohnungsunternehmen würde ich der Stadt Berlin die schlimmsten Bruchbuden in unbeliebtester Lage verkaufen.
    Man spart sich die hohen Renovierungskosten und nimmt noch Geld ein. Eine Win-Win-Situation!

  26. 55.

    Selbstverständlich unterschlagen Sie warum der Bestand verkauft werden mußte. Die alte Leier.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Bankenskandal

    So erklärt sich auch der Ramschpreis.

  27. 53.

    Schön, wie Sie eine der Hauptursachen hoher Mieten ausgearbeitet haben.

    Dieser "Wertsteigerung" steht keine vergleichbare Steigerung der Qualität der Wohnungen gegenüber, die Erklärungen hinsichtlich gestiegener Instandhaltungs- und Modernisierungskosten greifen für diese Steigerung wohl offensichtlich auch zu kurz.

    Bleibt: Spekulation.

  28. 52.

    1. ÖPNV ins Umland in Ordnung bringen und ausbauen. Verlassene Gegenden wieder besiedeln. 2. Bahnverbindung nach Frankreich und Spanien wesentlich ausbauen und wirtschaftlich eng zusammen arbeiten. Diese Länder haben riesige Flächen. Eine Frage der Organisation und Zusammenarbeit!!!

  29. 51.

    Danke, reicht aus. Also ist es wie es einige schon vermutet haben, anscheinend alles nur unfundiertes Nachplappern von BILD-Wissen.

  30. 50.

    Die Kartellbehörden werden zustimmen, weil insgesamt der Anteil in Deutschland nur bei 2% liegt. Auch in Berlin keine marktbeherrschende Stellung: Die Deutsche Wohnen hat gerade mal 113.000 im Großraum Berlin, die Vonovia sogar nur 43.000 Wohnungen. Nun bieten Sie sogar noch 20.000 Wohnungen dem Land Berlin an. In Berlin gibt es übrigens insgesamt aktuell nur 1,63 Millionen Mietwohnungen. Also mal wieder viel Lärm um nichts auf dem Berliner Wohnungsmarkt. Aber das kennen wir ja schon und ich wette Rot-Rot-Grün wird hier wieder einmal Symbolpolitik zum Stimmenfang betreiben!

  31. 49.

    Handelt es sich bei dendem Senat zum kauf angebotenen Wohnungen um jene, die ein früherer Senat für' Appel und ' n Ei verscherbelt hatte?
    Dann machen die Monopolisten ja reichlich Kasse. Und wir alle werden den großzügig angekündigten Verzicht auf Mieterhöhungen in den nächsten 3Jahren bezahlt haben.
    Welch eine Heuchelei!

  32. 48.

    Da wird mal wieder thementechnisch eine Sau durchs Dorf getrieben: Vonovia kommt in Deutschland wegen des fragmentierten Marktes nur auf einen Marktanteil von gerade einmal 1,5 Prozent. Der Anteil der fusionierten Konzerne Vonovia und Deutsche Wohnen mit 550.000 Wohnungen wird auf zwei Prozent geschätzt. Schade nur, dass Vonovia SE dann nicht auch nach Berlin kommt. Grund dafür, dass die Arbeitsplätze nicht nach Berlin kommen, dürfe diese total unsinnige, weil grundgesetzwidrige, Bestrebung der Enteignungsaktivisten sein. Sehr Schade für den Berliner Arbeitsmarkt und die Gewerbesteuereinnahmen.

  33. 47.

    Wenn derSenat schon 2,1 Mrd. Euro für den Wohnungsmarkt "übrig" hat, dann sollte er damit neue Wohnungen bauen, um die Mieten und damit auch die privaten Wohnungsgesellschaften im Zaum zu halten, und nicht für überteuerte Bestandswohnungen ausgeben und die Immobilienriesen auch noch finanziell zu stärken, ohne dass eine einzige dringen gebrauchte zusätzliche Wohnung entsteht..

  34. 46.

    Der Kauf von Schrottimmobilien auf sozialen Brennflächen für mehr als 2,1 Mrd. € wird für Berlin kein Problem sein. Berlin hat ja nur 60 Mrd. € Schulden. Und Kredite gibt‘s zurzeit für ´nen Appel und ´nen Ei.

    Mir tun nur die Berliner LWUs leid. Wovon können die noch Wohnungen modernisieren oder neue Wohnungen bauen?

    Berlin ohne modernisierte Wohnungen? Schlecht! Berlin ohne neue Wohnungen? Ärmlich!

    Kein Wunder, dass sich Wohnungsbauunternehmen aus Berlin zurückziehen. Es gibt ja noch andere Regionen in Deutschland, in denen Wohnungen gebraucht werden.


  35. 45.

    Es gibt in Berlin noch genug Stellen wo der Senat preiswerte Whg bauen könnte. Einfach mal die Karte aufschlagen und Berlin von oben betrachten. Das in der Mainzer Str. nix mehr gebaut werden kann ist ja wohl klar.

  36. 44.

    Hier hat die Örtliche Wohnungsgenossenschaft ein ziemlich gelungenes Eckgebäude errichtet; nennt sich auch "Schöne Ecke". An einnem Hang, Balkone oder Terrasse. Viele Wohnungen mit Fernsicht. Gut gestaltete Außenanlagen; Übergang zur Bushaltestelle vor der Tür. Aufzüge. Als Genossenschaftler zahlt man keine Wuchermiete.

  37. 43.

    "Der Senat sollte mit dem Geld neue, preiswerte Whg für die sozial schwächeren Bürger bauen. "

    Wenn Sie sich Bilder der heutigen Mainzer Str. angucken, dann dürfte Ihnen etwas auffallen: Es ist kein Platz.

  38. 42.

    "Sie meinen so richtig in "Volkseigentum" überführen ?"
    Ein Musterbeispiel vom sozialistischen Wohnungsbau konnte man ja nach der Wende an den maroden Altbauvierteln Ost-Berlins bestaunen! Da gibt es im Internet schicke Bilder der "prachtvollen" Bauten der Mainzer Str. und anderer Viertel zu sehen. Der Senat sollte mit dem Geld neue, preiswerte Whg für die sozial schwächeren Bürger bauen.

  39. 41.

    Das sehe ich auch so und das Wohnungsproblem ist ja nicht damit gelöst,dass der Berliner Bestandswohnungen in Brennpunkten aufkauft.
    1.Stellt sich die Frage in welchem Zustand diese Immobilien sind.
    2. Damit entsteht nicht eine neue Wohnung.
    3. Gehen die Mittel für den Kauf der Bestandswohnungen
    von den Mittel für Wohnungsneubau ab?
    Den Goldesel hat in Berlin noch keiner gefunden.

  40. 40.

    "Sie schulden hier uns Kommentatoren immer noch zwei Antworten, Bürger aus PM:"

    Ich habe Ihnen bereits geantwortet und nein, ich werde nicht über Ihr Stöckchen springen.

    "Basiert ihr Wissen, dass Sie hier immer so freimütig teilen, auf dem Erfahrungsschatz als Mieter oder Vermieter?"

    Wird die Realität dadurch anders? Ich schulde Ihnen genau NICHTS.

  41. 39.

    Verstehe ich nicht - 2004 verkauft Berlin 65.000 Wohnungen zu 405 Millionen Euro - in 2021 wird behauptet, es sei ein toller Deal für mehr als 2,1 Milliarden Euro 20.000 Wohnungen zurück zu kaufen - also für mehr als das 15fache!
    Für ein Drittel des verkauften Bestandes soll jetzt der fünffache damalige Erlös ausgegeben werden und noch mehr. Kann mir jemand eine andere Investition nennen, die fast 1200% Rendite bringt?

  42. 38.

    Ich hoffe auch noch auf die Kartellbehörde...aber vermutlich vergebens.

  43. 37.

    "Ich hoffen die Wähler werden den derzeit regierende Parteien einen ordentlichen Denkzettel verpassen."

    Warum nur "derzeit"? Wenn der Senat seit Jahrzehnten DER Miet-Treiber ist, muss man natürlich auch der CDU ein Denkzettel verpassen. Denn die war von 2011 bis 2016 sowie in den 90ern Teil des Senats.

    Und wie verpasst man denn bei Wahlen einen "Denkzettel"? Grundsätzlich und ohne mir als Mieter zu schaden?

  44. 36.

    Die Enteignung einer Gesellschaft verstößt nicht gegen das Grundgesetz.
    Die Hürden dafür sind jedoch juristisch sehr hoch angesetzt.

    Und ja, die Deutsche Wohnen hat seit Jahren in ihrem Bestand nichts gemacht und nur Geld rausgezogen.
    Egal was mit meiner Wohnung (Hohenschönhausen) war, um jedes bisschen musste man Monate-/Jahrelang kämpfen, obwohl die Deutsche Wohnen als Vermieter verpflichtet war/ist diese Mängel abzustellen. Das einzige was sofort funktioniert hat waren die regelmäßigen Mietanpassungen, sowie die Erhöhung der Nebenkosten (Verteuerung der Versicherungsverträge ohne Änderung am Bestand und der VSU, Unklare Abrechnungen in der Wassernutzung, etc. pp) und zu guter Letzt der Mietendeckel.

    Es ist dabei egal wohin sie schauen. Lesen sie sich doch einfach mal die Kommentare zur Deutschen Wohnen durch.
    Jeder der die Möglichkeit hat eine Wohnung von einem anderen Vermieter zu bekommen ist froh da weg zu sein.

    Und das sagt einiges über diesen Vermieter aus.

  45. 35.

    Es gibt also Alternativen, welche die Entwicklung der Mieten stärker begrenzen wollen als mit den bisherigen Werkzeugen?

  46. 34.

    105 000 € / Wohnung ist aber dnn nicht ok wenn man alsbald kostenintensive Instandhaltungen / Erneuerungen durchführen muss. Bin gespannt wie sich das entwickeln wird. Ob das alles ein Gewinn für die Mieter wird ?

  47. 33.

    Dramen ohne Ende in Berlin - Skandal im Mietwohnungsbau ohne Ende!

    Es ist jeder Kommentar überflüssig, es bahnt sich der nächste politische Skandal zu Lasten der Mieter an.
    Der Senat ist schon seit Jahrzehnten der größte Mieten-Treiber, ein weiteres Werkzeug ist auch der Mietspiegel,
    in 2 Jahren, 2017 und 2019 wurden in der Gropiusstadt ca. 50 % der Wohnungen von einer einfachen, in eine mittlere Wohnlage angehoben, mit 30 % Mietsteigerung bei Wohnungen von 60 bis 98 m².

    Ich hoffen die Wähler werden den derzeit regierende Parteien einen ordentlichen Denkzettel verpassen.

  48. 32.

    Das wird für Mieter eine Katastrophe.
    Da werden ein paar minderqualitative Wohnungen mit der üblichen Ghettobildung an das Land Berlin verkauft.
    Für die Mieter der sämtliche anderen Wohnungen, welche sich lukrativ ausschlachten lassen, bedeutet dies bereits jetzt Obdachlosigkeit oder Ghetto.
    Auch die versprochene Begrenzung von Mieterhöhungen sind eine leere Phrase. Die Mieten wurden von der DW ohnehin schon über Mietspiegel verfestigt. Da gibt es gar kein Spielraum mehr für Mieterhöhungen. Die Mieten werden durch Schattenmieten und Modernisierungsankündigungen erheblich ansteigen. Schätze mal, dass von der DW noch vor Fusion etliche Modernisierungsankündigungen ausgesprochen werden.
    Lasst euch nicht für dumm verkaufen.

  49. 31.

    Nanu? Haben Sie sonst nicht immer das Gespenst des Sozialismus aus dem Keller geholt und behauptet wir hätten wieder eine DDR 2.0, falls die kommunalen WBG Wohnungsbestände aufkaufen, jetzt ist es plötzlich genau andersherum?

    Wie man es gerade braucht. Bei dem Tempo wie Sie sich drehen und wenden kann einem ja schwindlig werden.

  50. 30.

    Sie meinen so richtig in "Volkseigentum" überführen ? Nicht Koste deckende Mieten einführen ? Wie werden die Wohnungen dann aber in 10 oder 20 Jahren aussehen ?

  51. 29.

    Nicht aufregen, Aktien von Vonovia kaufen und mit der Dividende die Mietsteigerungen bezahlen. Die Vonovia wird durch Blackrock und Co zu einem internationalen Player aufsteigen.
    Berlin ist langfristig nur eine Randerscheinung

  52. 28.

    Was werden die Vonovia denn für Wohnungen abgeben ? Mein Bruder ist HM und hat mir erklärt die nächsten Wohnungen von DW in Charlottenburg (Westend) seien in ein Katastrophalen Zustand wo man seit vielen Jahren nichts gemacht hat. Hr. Müller kauft wahrscheinlich viel ''Müll'' Wohnungen ein .
    Selbst die HOWOGE hat in Spandau nur Schrottimmobilien bekommen

  53. 27.

    Vergesellschaftung ist nur eine Form der Enteignung & Privatisierung ist auch eine Form der Enteignung.
    Der Unterschied beider Formen ist, daß bei der einen Alle und bei der anderen Einzelne enteignet werden.

  54. 26.

    Lieber Maik, super Idee: Enteignung ohne Entschädigung. Ich bin schon gespannt, wer Wohnungen dann noch energetisch saniert oder womöglich neu baut. Aber ist Ihnen egal, oder?Ich wette, sie sind selbst nicht auf Wohnungssuche, sondern haben es sich gemütlich eingerichtet und würden am liebsten maximal 4,04 € Miete zahlen, oder? Und Ihr Vermieter, der reiche Bonze, soll sich mal schön darum kümmern, dass alles prima Instandgehalten wird...

  55. 25.

    Sie schulden hier uns Kommentatoren immer noch zwei Antworten, Bürger aus PM: 1. Wer ist denn konkret die von Ihnen genannte "Immobilienmafia"? 2. Basiert ihr Wissen, dass Sie hier immer so freimütig teilen, auf dem Erfahrungsschatz als Mieter oder Vermieter? Mal sehen, ob Sie dieses Mal uns Interessierten antworten oder wiederum nur ausweichen bzw. die Antwort schuldig bleiben?

  56. 24.

    Und der Gewinn des Verkaufs ist dann wie hoch? ...

  57. 23.

    Das Ding ist sowieso von Anfang an zum Scheitern verurteilt, weswegen die keine Angst haben, weil es gegen das Grundgesetz läuft und sich sowieso keiner die Entschädigungen leisten kann. Nun kann man sich als Verkäufer hinstellen und sagen, wir haben euch doch Wohnungen angeboten.

  58. 22.

    "Die beiden Konzerne und der Senat verfolgten laut Müller ein gemeinsames Interesse mit Blick auf die Stabilität von Mieten."
    Das soll ja wohl ein Witz sein.

    Generell ist es gut,wenn Wohnungen zurück in kommunale Hand gelangen. Ob der Preis gerechtfertigt ist,kann ich nicht beurteilen. In Zeiten von Nullzinsen,ist es sicherlich nicht verkehrt darüber nachzudenken.

  59. 21.

    "Die beiden Konzerne und der Senat verfolgten laut Müller ein gemeinsames Interesse mit Blick auf die Stabilität von Mieten."

    Ob sich da Herr Müller irrt?

  60. 20.

    Schreiben Sie das beruflich als Unternehmensberater oder privat als Vermieter? Es ist schon interessant wie sich die Vertreter der Immobilienmafia winden und versuchen Gesetze für sich auszulegen. Wie man es gerade braucht.

  61. 19.

    Die Flucht nach vorn. Mit diesem Angebot soll die Politik Grüne SPD besänftigt und damit das auch so bleibt ein umfassender unUmkehrbarer Deal geschaffen werden. Die Mieten werden dann halt erst in 5 Jahren in von Vonovia Berolina und DW satttsam bekannter Manier steigen. Das Manöver ist zu offensichtlich. Es wird Kapital gebunden und Wohnungsbau verhindert. Wohnraum bleibt weiterhin knapp und Nebenkosten(zB. Schattenmieten oder Ähnliches)werden die Mietkosten in die Höhe treiben. Wollen wir das?

  62. 17.

    Hoffentlich bekommt die Bewegung `Deutsche Wohnen enteignen´ genügend Stimmen zusammen. Dieses Angebot ist nicht mehr als ein Schweigegeld.

  63. 16.

    Thermometersiedlung ich glaube es nicht, da traut sich doch kein normaler Mensch hin. In den 80er Jahren mal eine sehr schöne Wohngegend, mittlerweile Brennpunktecke..

  64. 15.

    Dieses Kaufangebot sollte genau von Fachleuten geprüft werden. Denn eigenartig ist doch, dass nach soviel Wirbel um Mietendeckel und enteignen diese beiden Immobilienriesen fusionieren wollen.
    Die tun doch nichts aus lauter Menschenliebe etwas für Mieter.

  65. 14.

    "Das aber sieht die Berliner Verfassung im Gegensatz zum GG nicht vor, so dass das Verlangen in der vorliegenden Form verfassungswidrig ist"

    dass Bundesrecht Landesrecht schlägt sollte spätestens seit dem Kippen des Mietendeckels bekannt sein. Aber man sucht sich eben immer nur das raus, was einem in den Kram passt :-(

    Im Übrigen sind Enteignungen jahrzehntelange & regelmäßig praktizierte Übung im politischen Geschäft. Aber da geht es dann meistens nicht um Großkonzerne, sondern eher um den "kleinen Mann"- nämlich dann, wenn sein Haus oder sein Kleingarten beispielsweise einer Autobahn im Wege steht. Aber damit gehen CDU, FDP und SPD ja lieber nicht so gerne hausieren.

  66. 13.

    Das Land Berlin hat Grundstücke. Warum geben sie diese nicht den Baugenossenschaften, damit sie neu bauen können?

    Für viel Geld Bestandsimmobilien zu kaufen schafft keinen neuen Wohnraum.

  67. 12.

    Das Volksbegehren geht doch überhaupt nicht in Richtung "Enteignung", sondern, so wie es ausgestaltet ist, in Richtung "Vergesellschaftung". Das aber sieht die Berliner Verfassung im Gegensatz zum GG nicht vor, so dass das Verlangen in der vorliegenden Form verfassungswidrig ist.

  68. 11.

    Der "Mietendeckel" wäre bekanntlich auch ohne die Oppositionsparteien gekippt worden, weil mehrere Gerichte ihn in Überzeugung von der Verfassungswidrigkeit in Karlsruhe vorgelegt hatten.

  69. 10.

    "hier eher noch etwas mehr [als 2,1 Milliarden]" für ca. 20.000 Wohnungen wären 105.000+ Euro pro Wohnung. Wenn es ganze Wohnblöcke sind (also ein Mix verschieden großer Wohnungen und nicht nur 1-Zimmer-Wohnungen mit 30-40 m²) wäre das nicht einmal das schlechteste Angebot.

  70. 9.

    der Kaufpreis ist wohl selbst für Vonovia zu teuer, sodass nun das Land den Kauf von Deutsche Wohnen finanzieren soll indem unrentable Objekte abgestoßen werden. Ein Schelm wer böses dabei denkt.

  71. 8.

    "#DWundVonoviaenteignen, aber ohne Entschädigung muss die neue Losung heißen!" In welcher Weltvorstellung leben Sie bitte? Am Besten, Sie bringen mir gleich mal Ihr bestes Paar Schuhe, Ihr vielleicht von Oma vererbtes Porzellan und wer weiß Ihr Auto vorbei. #MaikEnteignen - Wieso haben Sie denn ein Grundrecht auf Eigentum und andere nicht? Könnten wir vielleicht ernsthafte und glaubwürdig vertretbare Politik machen und keine unglaublich engstirnig und einseitig betrachtete Stimmungsmache?

  72. 7.

    "Hast du eine Ahnung was eine Enteignung kosten an Entschädigung?"

    Ja, das kostet im ersten Moment sehr viel Geld. Aber im Gegensatz zu vielen anderen Milliardengräbern wird das langfristig einen positiven Ertrag bringen- direkt und indirekt. Und zwar für alle Bürger dieser Stadt.

    Vonovia und DW wollen gerade fusionieren- schon mal nachgeschaut, was das die kostet? Und trotzdem darf man unterstellen, dass sich das für die rechnet. Weil es eben Investitionen in die Zukunft sind. Das wäre bei den Entschädigungen für die Enteignung für die Stadt auch nicht anders.

    Dazu kommen noch die gesparten Sozialausgaben- schließlich bezahlen wir alle heute schon über Hartz IV und KdU die höheren Mieten direkt mit. Nicht nur die der Mieter der DW und Co., sondern auch allen anderen, die aufgrund des steigenden Mietspiegels ihre Miete erhöht bekommen.

  73. 6.

    Das Problem ist, dass sie überhaupt entschädigt werden, nachdem sie sich über Jahre an den Bürger:innen bereichern konnten.

  74. 4.

    Hast du eine Ahnung was eine Enteignung kosten an Entschädigung?Mal überlegen.

  75. 3.

    Jetzt fressen sie Kreide und versuchen die wegschwimmenden Felle zu retten. Vielleicht hätten sie einfach nicht gegen den Mietendeckel klagen sollen. Jetzt allerdings muss jedem sozial gesinnten Menschen in Berlin die Enteignung von Deutsche Wohnen, Vonovia, Akelius und Co. aber ein Herzensanliegen sein. Die Auseinandersetzung haben die Konzerne und ihre Freunde bei SPD, CDU und FDP gesucht, jetzt kriegen sie die Quittung. Schade, dass sie dafür noch Entschädigungen erhalten.

  76. 2.

    SPD und Immobilienlobby scheinen ja richtig panisch zu sein angesichts des heranrauschenden Volksentscheids. Sie können die Wohnungen ja kostenfrei an die öffentliche Hand geben oder ihre Miete von alleine deutlich senken... vielleicht wirds ja dann was mit dem sogenannten Interessensausgleich in der Mieterstadt Berlin. #DWundVonoviaenteignen, aber ohne Entschädigung muss die neue Losung heißen!

  77. 1.

    Ja Herr Müller, nun haben Sie die Wahl, Wohnungen oder neue Radwege!

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