Weniger Erwerbslose im Juni - Arbeitslosenzahlen in der Region sinken auf niedrigsten Stand seit April 2020

Symbolbild: Ein Kellner deckt die Tische des Außenbereichs eines Hotels ein. Nach langer Zwangspause mit Insolvenzsorgen können Lokale, Hotels und Touristikbetriebe endlich in die Sommersaison starten. (Quelle: dpa/M. Bein)
Audio: Inforadio | 30.06.2021 | Thomas Weber | Bild: dpa/M. Bein

Positive Signale vom Arbeitsmarkt: Sowohl in Berlin als auch in Brandenburg sind die Arbeitslosenzahlen im Juni weiter gesunken. Bedeutend dazu beigetragen haben nach Einschätzung der Arbeitsagentur die sinkenden Corona-Infektionszahlen.

Die Situation auf dem Arbeitsmarkt in Berlin und Brandenburg hat sich im Juni weiter verbessert. Das geht aus den aktuellen Arbeitslosenzahlen hervor, die am Mittwoch von der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit vorgelegt worden sind.

In Berlin liegt die Arbeitslosenzahl im Juni wieder knapp unter der Marke von 200.000. Sie ist damit so niedrig wie seit April 2020 nicht mehr. Konkret waren im Juni 199.345 Menschen in Berlin arbeitslos gemeldet und damit 5.033 weniger als im Mai. Im Jahresvergleich waren es gut 10.000 weniger. Die Arbeitslosenquote lag in Berlin bei 9,8 Prozent.

In Brandenburg waren im Juni 77.585 Menschen erwerbslos, das sind 2.395 weniger als im Mai und 8.641 weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote liegt mit 5,8 Prozent erstmals seit April 2020 unter sechs Prozent. Sowohl in Berlin als auch in Brandenburg ist im Juni die Nachfrage nach Arbeitskräften gestiegen, vor allem im Bau, Handwerk und in den Dienstleistungsbereichen.

Auch bundesweit hat sich die Lage am Arbeitsmarkt im Juni entspannt. Laut Bundesagentur für Arbeit sank die Zahl der Arbeitslosen auf rund 2,6 Millionen, das waren 73.000 Menschen weniger als im Mai. Die Arbeitslosenquote fiel um 0,2 Punkte auf 5,7 Prozent.

Erneut weniger Kurzarbeit

Gleichzeitig sank die Zahl neuer Anzeigen zur Kurzarbeit auch im Juni weiter. In Berlin meldeten im ablaufenden Monat 204 Betriebe für 1.539 Beschäftigte Kurzarbeit an, in Brandenburg waren es 160 Unternehmen für 2.511 Beschäftigte. Das ist in beiden Ländern deutlich weniger als zu Jahresbeginn.

Die Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg, Ramona Schröder, begründete die bessere Lage auf dem Arbeitsmarkt mit den sinkenden Infektionszahlen und der konjunkturellen Belebung. "Es zeigen sich jetzt Signale für eine weitere Arbeitsmarkterholung", so Schröder.

Noch viele Ausbildungsplätze verfügbar

An junge Menschen appellierte Schröder, die Sommerzeit für die Suche nach Ausbildungsplätzen zu nutzen: "Ich möchte hier den Optimismus der jungen Menschen stärken: Es gibt noch zahlreiche Ausbildungsplätze in den verschiedensten Berufen. Die Ferienzeit ist für alle, die noch auf der Suche sind, eine gute Gelegenheit sich an die Berufsberatung in den Arbeitsagenturen und Jugendberufsagenturen zu wenden."

Sendung: Inforadio, 30. Juni 2021, 10 Uhr

4 Kommentare

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  1. 4.

    Die Erhöhung von Hartz4 (so sie denn in Koalitionsverhandlungen durchkommt) ist wieder eine Lösung von Problemen mit dem Geldknopf.
    Sie wird den Empfängern nicht gerecht, weil hier eher die Zuverdienstmöglichkeiten erhöht werden sollten, damit die Leute animiert werden, sich Arbeit zu suchen.
    Ebenso ungerecht für Niedrigverdiener, die Vollzug arbeiten und alles selbst bezahlen müssen.
    Eher müsste der Mindestlohn erhöht werden.
    Und von den Rentenversprechungen glaube ich gar nichts mehr.
    Rentennievau ging doch immer weiter runter.
    Für Politiker ist dies natürlich nicht schlimm, weil nicht betroffen.
    Wer Jahrzehnte im Niedriglohnsektor Vollzeit arbeitet, wird weiter leiden und verschaukelt. Wer reich ist, kann sich über diverse Anlagen seine Rente versüßen und lebt auch noch länger.
    Und wer nie arbeitet, bekommt Hartz4.
    Sorry, das ist einfach ungerecht.

  2. 3.

    Dann denken die Grünen wohl, es ist toll für arme Kinder, höhere Sozialbezüge zu bekommen? Den Kindern würde es helfen wenn die Eltern sie vom Lohn ernähren könnten und sie nicht 5 Jobs annehmen müssten und trotzdem aufstocken müssen. Grüne sind weit der Arbeit entfernt, leider, nicht wählbar für Arme.

  3. 2.

    Weil die marode DDR-Wirtschaft pleite gegangen ist und die Menschen das System in einer friedlichen Revolution abgeschafft haben. Wenn Sie die Nachrichten verfolgen würden wüssten Sie auch, dass selbst die CDU Rentenkürzungen klar und deutlich ablehnt. Die Grünen sind übrigens für eine moderate Anhebung von Sozialleistungen, um Kinder in Hartz IV-Familien besser zu stellen... Fakten statt Parolen wären angebracht lieber Prenzlauer.

  4. 1.

    Warum machen wir es denn nicht so wie in der DDR???
    Allen Menschen eine Arbeit geben anstatt Sozialleistungen.
    Dann haben wir gar keine Arbeitslosigkeit mehr.
    Was passiert eigentlich nach dem 26. Sep.???
    Wo man doch erst mal "in die Kasse schauen möchte"?
    Kommt dann die schwarz-grüne Agenda 2030 mit neuen Sozialkürzungen oder Senkung des Rentenniveaus???
    Von welchem Geld sanieren wir dann noch Schulen?
    Wieviel Krankenhäuser werden dann dem Rotstift zum Opfer fallen?
    Ich habe den Eindruck, dass hier vor den Wahlen massiv Geld in den Arbeitsmarkt gepumpt wird.

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