Mega-Deal zwischen Immobilienriesen - Kartellamt genehmigt Fusion von Vonovia und Deutsche Wohnen

Die Fassade der Zentrale der börsennotierten Wohnungsgesellschaft Deutsche Wohnen SE in Berlin spiegelt sich in einer nassen Tischtennisplatte. (Quelle: dpa/Christoph Soeder)
Bild: dpa/Christoph Soeder

"Keine wettbewerbsrechtliche Untersagung gerechtfertigt": Das Bundeskartellamt hat keine Einwände gegen den geplanten Zusammenschluss der beiden größten deutschen Wohnimmobilienkonzerne. Vonovia will den Deal bis Ende August abschließen.

Die Wohnungskonzerne Vonovia und Deutsche Wohnen haben vom Kartellamt grünes Licht für ihre Fusion bekommen. "Die gemeinsamen Marktanteile der Unternehmen rechtfertigen keine wettbewerbsrechtliche Untersagung", erklärte der Präsident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt, am Montag.

Die Anbieterstruktur für Mietwohnungen sei trotz der großen Wohnungsbaugesellschaften weiterhin sehr zersplittert. Auf lokaler oder regionaler Ebene sei in Folge des Zusammenschlusses keine erhebliche Beeinträchtigung des Wettbewerbs zu erwarten.

Vonovia rechnet Ende August mit Abschluss des Deals

Vonovia teilte mit, Ende August mit dem Abschluss des Übernahmeangebots zu rechnen. Der Bochumer Konzern bietet für seinen Berliner Konkurrenten 18 Milliarden Euro, die Aktionäre von Deutsche Wohnen sollen 52 Euro je Aktie erhalten.

Die Offerte läuft noch bis zum 21. Juli. Bis dahin muss Vonovia auf mehr als 50 Prozent der Anteile kommen, fast 22 Prozent hat sich Vonovia bereits im Vorfeld gesichert.

Sendung: Abendschau, 28.06.2021, 19:30 Uhr

48 Kommentare

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  1. 48.

    Sozialromantische Traumtänzer mit feinen Behauptungen unterlegt - naja. Voll daneben eben.

    Ich warte auf den Zeitpunkt, wo der neue Großkonzern (im übrigen nicht Marktbeherrschend) sich einen Firmensitz in Irland sucht. Vielleicht lässt sich dann noch etwas an der Steuer machen, die künftig für Berlin auch wegfallen wird.

    Weiterhin schöne sozialromantisches träumen und bleiben Sie einfach bei der Wahrheit. Dann würde ich mich glatt zu Respekt hinleiten lassen.

  2. 47.

    Ganz richtig. Man kann nur mitreden wenn das auch noch mitgemacht hatte. Die Mieten waren extrem niedrig,aber die baulichen Zustand waren katastrophal

  3. 46.

    Drei Unterstellungen. Bislang immer noch nicht belegt. Ich weiß ehrlich nicht, weshalb solche Falschaussagen hier öffentlich stehen bleiben.

  4. 45.

    Und? Belegt nichts. Sie unterstellen Personen etwas. Die anderen Unterstellungen haben Sie auch nicht belegt. Sie bewegen sich im strafrechtlichen Graubereich. Also, entweder Sie können es beweisen oder Sie sollten lieber schweigen.

  5. 44.

    " Elias " schon erstaunlich, wie Sie alles so schön verdrehen können und mit Ihrem Intellekt , versuchen andere hier für dumm zu verkaufen. Die " DDR " ist unter anderem " abgewickelt worden, weil den Menschen , die Freiheit genommen wurde, sich selbst zu verwirklichen.
    Ferner die Gleichmacherei aller Arbeiter , nur die Genossen und Vorteilsnehmer, dieser DIktatur , konnten sich Privilegien nehmen und haben sie auch bekommen.
    Möge uns das Grundgesetz dafür schützen, dass Enteignungen und das lauter Geschrei einiger Wenige, zum Erfolg führen. Der Mensch muss gefordert werden und wer was leisten, kann sich auch was leisten. Nur eine Leistungsgesellschaft, kann auch Soziales leisten.

  6. 43.

    Nur gut, dass Sie nicht zu jedem Thema die Rechtextremismuskeule schwingen. Meinungsfreiheit gilt nur für Ihre Meinung...hatten wir alles schonmal

  7. 42.

    "Da die Kosten dieser Sozialleistungen die Einnahmen bei weitem überschritten. Also ist die Aussage „ diese kommunistischen Ideen haben schon die DDR zu Fall gebracht“ nicht so falsch."

    Diese Aussage ist falsch. Es waren die Militärausgaben und nicht zuletzt die Ausgaben für den "antifaschistischen Schutzwall", sprich Mauer.

    Aber wer schon den "real existierenden Sozialismus" der DDR Diktatur mit Kommunismus verwechselt...

  8. 41.

    Mathe ist offensichtlich ebensowenig Ihr Ding wie die Rechtslage.

  9. 40.

    Welche Bedeutung hat allerdings das Parteibuch für die Entscheidung des Kartellamtes? Richtig! Keine! Aber damit passt die Realität mal wieder nicht zu Ihrer Traumwelt.

  10. 39.

    "Wenn der Zusammenschluß von DW und Vonovia nicht marktbeherrschend ist, was dann?"
    Nicht marktbeherrschend eben.
    "Zusammen macht das 150.000 - etwa neun Prozent aller 1,67 Millionen Mietwohnungen in der Stadt. "
    https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2021/05/vonovia-deutsche-wohnen-berlin-mietwohnungen-fusion.html

  11. 38.

    Ach so, die SED-PDS-PDS/Die Linke-DIE LINKE zu verdächtigen, postkommunistische Zustände durch Enteignungen anzuprangern, ist "rechtsextreme Hetze"?
    Ich finde, dass ist Diffamierung, Verunglimpfung (wie den kausalen Zusammenhang zu konstruieren, dass die Genehmigung zur Fusion natürlich dadurch zustande kam, dass der Präsident des Bundeskartellamt FDP-Mitglied ist) wie es die SED mit ihren Stasi-Schergen praktizierten.

  12. 37.

    Ignorant geht immer? Einfach mal nachlesen, wie die Finanzierung bei der Vergesellschaftung aussieht. Nebenbei vielleicht noch ein Wirtschaftsbuch für Dummys konsumieren und schon dürfte auch Ihnen klar sein, dass das was für das Berliner Stromnetz funktioniert, auch für den Rücktransfer der Wohnraumbestände von Deutsche Wohnen & Co funktioniert. Diese langfristige Investition in einen breiten landeseigenen Wohnraumbestand plus der intensive Neubau sollten geeignet sein, die Bestands- und die Neubaumieten einigermaßen in Zaum zu halten...

  13. 36.

    Der Mietmarkt kann sich nicht mal eben von selbst regulieren, weil der Bau von Wohnraum eben nicht unendlich skalierbar ist. Schon gar nicht in einem einigermaßen überschaubarem Zeitraum. Gleichzeitig handelt es sich hier nicht um ein ausschließlich regionales Gefüge, sondern ein extremes Zusammenspiel gewaltiger internationaler Akteure. Das immense nahezu unendliche Kapital sucht weltweit nach Renditeprojekten - und Immobilien und Grund und Boden sind einigermaßen stabile Renditegaranten.


    Aber erzählen Sie doch mal, wieviele Wohnungen müssten denn ihrer Meinung gebaut werden, damit die Mietkosten für Ottonormalverdiener in der Stadt wieder tragbar sind?

    Es ist und bleibt eine schöne Erzählung, die Sie hier vortragen. Aber ich bin neugierig: wieviel bezahlbarer Wohnraum soll denn Ihrer Meinung nach gebaut werden und in welchem Zeitraum, um die Situation zügig zu entspannen?

  14. 35.

    Ich wurde nach Fakten gefragt, die habe ich geliefert. Alles andere wurde nicht gefragt.

    Das Bundeskartellamt untersteht dem BMWi. "Traditionell werden Beamte aus dem Ministerium an die Spitze des Amtes berufen.[...] Die Hauptaufgaben des Bundeskartellamtes bestehen in der Durchsetzung des Kartellverbots, der Durchführung der Zusammenschlusskontrolle sowie in der Ausübung der Missbrauchsaufsicht über marktbeherrschende Unternehmen."

    Wenn der Zusammenschluß von DW und Vonovia nicht marktbeherrschend ist, was dann?

  15. 34.

    Also ich habe nun die Artikel gelesen und habe ihnen entnommen, dass unter anderem die hohen Sozialleistungen der DDR den Staat massiv unter Druck gesetzt haben und auf lange Sicht zu einem bankrott geführt hätten. Da die Kosten dieser Sozialleistungen die Einnahmen bei weitem überschritten. Also ist die Aussage „ diese kommunistischen Ideen haben schon die DDR zu Fall gebracht“ nicht so falsch. Auch hier werden die versprochener Mieten von unter vier Euro nicht reichen, um die Wohnungen bei den heutigen Preisen instand zu halten. Auf Dauer müssen Sie also gründlich mit Steuern subventioniert werden oder die Bausubstanz wird verfallen. Berlin kann sich Mieten von unter vier Euro für die komplette Bevölkerung nicht leisten. Wer das behauptet, mach den Berlinern etwas vor. Und wer das glaubt, ist einfach dumm.

  16. 33.

    Und jetzt bitte der Beleg, dass das Kartellamt die Fusion hätte untersagen müssen. Die sind anders als Sie in Ihren Kommentaren an Recht und Gesetz gebunden (hier das GWB).

  17. 32.

    Jetzt ist es amtlich, trotz Zusammenschluß wird es keine Nachteile für die restliche Anbieterstruktur geben.
    Ja, für das Kartellamt zählen nur Fakten, und nicht gefühlte oder herbeigeredeten Befindlichkeiten.

  18. 31.

    Meine Aktiendividende ist mir wichtiger als ein Dach über meinem Kopf. Oh wie das Geld in meinem Aktiendepot sprudeln wird. Jedes Jahr eine weitere Gewinnsteigerung!
    Oder mit Adam Smith' Worten: "Es ist der Egoismus ..."

  19. 30.

    Gerne, bittesehr: "Andreas Mundt ist verheiratet und hat drei Kinder. Er ist FDP-Mitglied."

    https://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_Mundt

  20. 29.

    Mit Recht und Gesetz haben Sie es offensichtlich immer wieder nicht so, wohl aber das Kartellamt, hier z.B. §18 GWB
    (4) Es wird vermutet, dass ein Unternehmen marktbeherrschend ist, wenn es einen Marktanteil von mindestens 40 Prozent hat.
    (5) Zwei oder mehr Unternehmen sind marktbeherrschend, soweit
    1. zwischen ihnen für eine bestimmte Art von Waren oder gewerblichen Leistungen ein wesentlicher Wettbewerb nicht besteht und
    2. sie in ihrer Gesamtheit die Voraussetzungen des Absatzes 1 erfüllen.
    (6) Eine Gesamtheit von Unternehmen gilt als marktbeherrschend, wenn sie
    1. aus drei oder weniger Unternehmen besteht, die zusammen einen Marktanteil von 50 Prozent erreichen, oder
    2. aus fünf oder weniger Unternehmen besteht, die zusammen einen Marktanteil von zwei Dritteln erreichen.

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