Berlin-Deal mit Deutsche Wohnen und Vonovia - Immobilienexperten warnen vor Rückkauf kommunaler Wohnungen

Ein Teil von Spandau ist das Falkenhagener Feld, hier gibt es viele Wohnungen von Vonovia und der Deutsche Wohnen. (Quelle: imago images/Sabine Gudath)
Video: Abendschau | 23.06.2021 | Ute Barthel | Bild: imago images/Sabine Gudath

Um bezahlbaren Wohnraum zu sichern, will das Land Berlin 20.000 Wohnungen der Konzerne Deutsche Wohnen und Vonovia zurückkaufen. Ein teurer Spaß. In Neubau wäre das Geld besser investiert, meinen Immobilienexperten. Von Ute Barthel

Petra Storch wohnt im 13. Stock eines Hochhauses in der Siedlung Falkenhagener Feld. Vermieterin ist hier die Deutsche Wohnen. Für ihre 43-Quadratmeter-Wohnung bezahlt Petra Storch 270 Euro Netto-Kaltmiete. Allerdings kämpft sie seit ihrem Einzug mit Schimmel und undichten Fenstern. "Im Winter muss ich die Heizung voll aufdrehen und sitze hier dennoch mit Schal auf der Couch und friere", erzählt die Mieterin. Nach vielen Beschwerden wurde zwar der Schimmel beseitigt, aber die Fenster schließen immer noch nicht richtig. "Eigentlich müsste ich neue Fenster bekommen", meint Petra Storch. Aber bisher hat die Deutsche Wohnen die Fenster nicht ausgetauscht.

In der Siedlung liege vieles im Argen, berichtet Heinz Troschitz vom Spandauer Mieterverein: "Es gibt einen massiven Instandhaltungsstau. Es ist seit Jahren nichts mehr gemacht worden." Er regt sich darüber auf, dass Berlin die Siedlung zurückkaufen will: "Jetzt zahlt der Steuerzahler, um diese Wohnungen wieder zu sanieren." Immerhin hat die Deutsche Wohnen nun einen Großteil der Fahrstühle repariert. Doch die 50 Jahre alten Häuser sehen dennoch heruntergekommen aus. Der Sanierungsbedarf erscheint hoch.

Der Rückkauf kostet Milliarden

Für Berlin ergibt sich jetzt die Gelegenheit, die Siedlung im Falkenhagener Feld zurückzukaufen. Nach der Fusion haben Deutsche Wohnen und Vonovia ein Verkaufsinteresse signalisiert. Damit käme die Koalition ihrem Ziel, den kommunalen Bestand bis 2025 auf 400.000 Wohnungen zu erhöhen, einen großen Schritt näher.

Auf der Einkaufsliste des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller und von Finanzsenator Matthias Kollatz (beide SPD) stehen 20.000 Wohnungen der Wohnungsunternehmen Deutsche Wohnen und Vonovia, neben dem Falkenhagener Feld etwa auch die Thermometer-Siedlung in Lichterfelde.

Beide Siedlungen gehörten einst der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GSW, die 2004 privatisiert wurde. "Wir können dann kaufen, wenn wir ungefähr zum Ertragswert kaufen", sagte Finanzsenator Matthias Kollatz auf einer Pressekonferenz Ende Mai. Eine Kaufsumme nannte er nicht. Nur so viel: Es werde teurer werden als die 2,1 Milliarden Euro für den Rückkauf des Stromnetzes.

Experten fordern mehr Neubau

Damit setzt der Berliner Senat die falschen Prioritäten, findet Reiner Braun vom Wirtschaftsforschungsinstitut Empirica. Das Geld wäre seiner Ansicht nach besser in den Bau zusätzlicher neuer Wohnungen investiert. "Ich würde im Sinne des gesamten Mietwohnungsmarktes jedem Politiker empfehlen, primär das Angebot zu vergrößern und allenfalls sekundär eine Rekommunalisierung zu betreiben", sagt der 53jährige Volkswirt. "Wenn der Staat das Geld ausgibt, sollte er mehr Neubau tätigen, statt Bestände zu kaufen. Dann hab‘ ich ja auch mehr kommunale Wohnungen."

Der Kauf von 20.000 Bestandswohnungen helfe den Wohnungssuchenden in Berlin wenig, findet auch Claus Michelsen vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung. "Es ist an der Stelle die Frage, was man erreichen möchte. Möchte man eine Entspannung auf dem Wohnungsmarkt erreichen im Sinne einer größeren Versorgung mit Wohnraum? Dann wäre es sinnvoller, entsprechend in neue Bauten zu investieren, um insgesamt das Angebot zu stärken", so Michelsen.

Kritik: Rückkauf-Preise sind zu hoch

Der Preis für den Rückkauf der einst kommunalen Wohnungen wird recht happig werden und ein Vielfaches über dem liegen, was Berlin durch die Privatisierung der Bestände eingenommen hat.

Der Empirica-Geschäftsführer Reiner Braun errechnet den Ertragswert für drei Siedlungen, die auf der Einkaufliste stehen. Beim Ertragswertverfahren wird die Jahresnettokaltmiete mit einem sogenannten Kaufpreisvervielfältiger multipliziert. Für die Bestände der Deutschen Wohnen im Falkenhagener Feld errechnet Braun einen Ertragswert von 380 Millionen Euro bei 2.100 Euro pro Quadratmeter. In der Thermometersiedlung in Lichterfelde sind es 190 Millionen Euro und 2.200 Euro pro Quadratmeter. Für die 1.900 Wohnungen der Vonovia in der High-Deck-Siedlung in Neukölln ergibt sich ein Ertragswert von rund 308 Millionen und 2.400 Euro pro Quadratmeter.

ARD-Mediathek

Allerdings sei das nicht der Kaufpreis, erklärt Braun. Abgezogen werden müsse der Instandhaltungsrückstau und eventuelle Restschulden, die auf der Immobilie lasten. Doch selbst dann würde Berlin jetzt das Sechs -bis Zehnfache für den Rückkauf der Wohnungen zahlen, verglichen mit dem Erlös der Privatisierung der kommunalen Bestände Anfang der 2000er Jahre, schätzt der Wirtschaftswissenschaftler. "Damals war zusätzlich auch eine gewisse Notlage. Es gab Verkaufsdruck, was von den damaligen Käufern auch ausgenutzt wurde. Die Immobilienpreise in Berlin haben sich inzwischen vervierfacht. Es ist natürlich ein schlechtes Geschäft." Dem stimmt auch Claus Michelsen vom DIW zu: "Man hat in den 2000er Jahren das Tafelsilber verscherbeln müssen und hat jetzt natürlich einen Zeitpunkt am Markt erwischt, wo die Preise enorm gestiegen sind. Das alles ist eine Politik, um zu reparieren, was man in der Vergangenheit falsch gemacht hat. Und das ist jetzt eine sehr, sehr teure Politik."

Schuldenpolitik als Lösung der Wohnungskrise

Den Kauf der 20.000 Wohnungen sollen die Wohnungsbaugesellschaften durch Kredite finanzieren. Das werde die Spielräume für Investitionen in andere Bereiche reduzieren, befürchtet Claus Michelsen: "Denn dafür müssen Schulden aufgenommen werden und das belastet natürlich die Eigenkapital-Quote dieser Unternehmen. Und dementsprechend schwieriger wird es, Sanierungen vorzunehmen oder an anderer Stelle neu zu bauen."

Bei einem Ertragswert von 2.000 bis 2.500 Euro pro Quadratmeter würde der gesamte Ankauf 2,5 bis 3 Milliarden Euro kosten. Zum Vergleich: Bei aktuellen Baukosten von dreitausend Euro – sofern das Land das Grundstück bereitstellt – bis viertausend Euro (inklusive Grundstück) pro Quadratmeter, könnten die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften für dieselbe Summe 10.000 bis 15.000 Wohnungen neu bauen, hat Reiner Braun errechnet. "Das heißt dann eben auch, dass 10.000 bis 15.000 Haushalte weniger ins Umland abwandern müssen, wenn sie eine Wohnung suchen."

Die Wohnungsbaugesellschaften wollten sich auf die Anfrage von rbb24 Recherche nicht zu den Ankaufsplänen äußern. Auch von den Senatsverwaltungen für Stadtentwicklung und Finanzen gab es keine Stellungnahme. Begründung: Die laufenden Prüfungen der Bestände müssten erst abgeschlossen werden.

Petra Storch in der Siedlung im Falkenhagener Feld hofft zwar, dass eine städtische Wohnungsbaugesellschaft als neue Vermieterin ihre Wohnung endlich saniert. Aber noch ist sie skeptisch: "Ich glaube es erst, wenn es wirklich passiert."

Sendung: Abendschau, 23.06.2021, 19:30 Uhr

Beitrag von Ute Barthel

70 Kommentare

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  1. 70.

    "Kauft die Wohnungen selbst. Dann seid ihr endlich raus aus dem Mieterhamsterrad!"

    Genau, dann zahlt ihr nicht mehr an den Vermieter, sondern an die Bank.

    "S'ils n'ont pas de pain, qu'ils mangent de la brioche."

  2. 69.

    Kauft die Wohnungen selbst. Dann seid ihr endlich raus aus dem Mieterhamsterrad!

  3. 68.

    Diese schießt sich nicht ein, die wird gefragt und antwortet.
    Das mit dem Ar.... auf Grudeis, das ist Wunschdenken.
    Abwarten und Tee trinken, das ist die Devise.

  4. 67.

    " Diese Initiative interessiert doch schon längst nur noch die Unterschriftensammler. Niemand nimmt das noch Ernst. Sorry."

    So? Und deswegen schießt sich die Entourage der Immobilenmafia hier dermaßen auf diese Iniative und alles was zu gerechten Mieten und gegen Abzocke einsetzt dermaßen ein? Das Pfeiefn im Walde.

    Da geht einigen der Ar... auf Grundeis.

  5. 66.

    Klar, die Ausübung des Vorkaufsrechts und stinknormale Rückkäufe mit Zustimmung des Eigentümers setzen den Maßstab für Vergesellschaftungs-Entschädigungen nach Art. 15 GG - wen wollen Sie hier eigentlich veräppeln? Aber Hauptsache immer so tun, als hätten Sie allein den Durchblick und wer nicht mindestens 20 Jahre Berufserfahrung in der Immobilien-Branche hat, der darf sich zum Thema nicht äußern.

    Wer sich ein genaueres Bild machen will, findet u.a. hier ein Gutachten zum Thema: https://www.parlament-berlin.de/C1257B55002B290D/vwContentByKey/W2BFNGZZ691WEBSDE/$File/20190821-Forderungen_Initiative_Deutsche_Wohnen.pdf


  6. 65.

    Eine Stadt verkauft aus Geldnot vermietete Wohnhäuser. Jetzt kauft sie vermietete Wohnhäuser mit Sanierungebedarf teuer zurück. Die Mieten sollen niedrig bleiben. Woher kommt das Geld für die Sanierung / Instandhaltung? An welcher Stelle wird der dringend benötigte Wohnraum geschaffen, wenn doch schon Leute drin wohnen? Wo ist der Nutzen dieser Aktion? Eine so agierende Firma wäre längst pleite., aber Berlin hats ja.

  7. 64.

    Um das zu erkennen muss man kein Experte sein. Ich gehe sogar davon aus. dass auch die selbe Anzahl neu gebaut werden könnte die angekauft wird. Bei der RRG Methode ist das Geld weg und es gibt keine einzige neue Wohnung. Die nicht Grüne Methode schafft mit dem Geld 20.000 zusätzliche Wohnungen und entlastet den Markt für alle.
    Und mit 270 € kalt bei den Miethaien und Abzockern wie oben geschrieben... was will die Frau da noch sparen/ der Senat da noch Miete senken?
    Witzig wär nur, wenn in paar Jahren eine Berlinflucht einsetzt und es wie einst zuviele Buden gibt. Meine erste kostete 109 DM warm. Also 55 € Damit kann man ein Haus nicht unterhalten und genau so sahen die Häuser damals auch aus.

  8. 63.

    Das Ertragswertverfahren ist ein übliches und gängiges Verfahren. Die beschriebene Methodik wird auch bei Gutachten verwendet. Das die Bodenpreise in den letzten Jahren deutlich gestiegen sind ist nicht neu. Also schauen wir mal wieviele Wohnungen Berlin sich leisten will und leisten kann...

  9. 62.

    Unbemerkt von den Koalitionspartner stellte Müller das Angebot der Wohnungsfimen der Öffentlichkeit vor. Frechheit!
    Wer Ironie findet, darf sie behalten.

  10. 61.

    ""Immobilienexperten warnen vor Rückkauf " Es hätte mich auch gewundert, wenn von diesem RRG Senat auf dem Gebiet der Wohnungswirtschaft mal wirklich Durchdachtes produziert worden wäre."

    Ich lach mich schlapp. Das wäre so als würde man Einbrecher als Experten für Eigentumsrecht befragen.

  11. 60.
    Antwort auf [Mattheis] vom 24.06.2021 um 16:23

    Welche Wohnungen zum Verkauf gestellt werden, legt deren Eigentümer fest, welche Wohnungen gekauft werden der Läufer. Die zwei verhandeln miteinander. Haben Sie den Artikel "Vonovia und Deutsche Wohnen
    Immobilienriesen bieten Berlin rund 20.000 Wohnungen zum Kauf an" und die anderen hier rund um diesen Bericht verlinkte gelesen?

  12. 59.

    Unter dem rot-schwarzen Senat hatte der Wohnungsbau deutlich an Fahrt aufgenommen. Beachten Sie bitte, dass man große Mehrfamilienhäuser nicht so einfach im Kaufhaus bekommt. Kurz nach dem Regierungswechsel mahnten aber die LWU wie auch die Genossenschaften an, dass die Schlagzahl beibehalten werden müsse. Grund war die Wohnungsbauverhinderungssenatorin, die vieles in Frage gestellt hatte, was ihr Vorgänger eingeleitet hatte.

    Zudem hatte Müller die Zukäufe schon länger zur Chefsache erklärt, da die Stadtabwicklungssenatorin auch damit nicht zu Potte gekommen ist. Schließlich wäre das hier nicht dabei der erste größere Zukauf, den er eingefädelt hat, um den Koalitionsvertrag zu dem Thema mit leben zu erfüllen. Die Gewobag hat knapp 6000 Wohnungen in Spandau und Reinickendorf von der ADO gekauft. Wenn Sie die Berichterstattung verfolgt hätten, geschah da auch wenig hinter dem Rücken der Koalitionäre.

  13. 58.

    Vielleicht gibt es unter den Bewohnern ja auch ein paar handwerklich geschickte Menschen, die dann bei der Instandsetzung des Gemeinwohls tatkräftig unterstützen. Sonst muss man halt Geld Beiseite legen und Stück für Stück den Laden wieder in Schuss bringen. Anders geht es Eigentümern oder Hausbesitzern ja auch nicht.

  14. 57.
    Antwort auf [Mattheis] vom 24.06.2021 um 16:23

    "wieso will man eigentlich nur 20 000 WE kaufen?" Weil das Bundesland nicht zuletzt durch Corona absolut Pleite ist. Aufgrund der bewiesenen Misswirtschaft des Rot-Rot-Günen Senats sollte hier eine Zwangsfusion mit Brandenburg automatisch eintreten.

  15. 56.

    Wie lustig ist das denn? "... der Volksinitiative zur Kommunalisierung der großen Immobilienkonzerne den Wind aus den Segeln zu nehmen..."? Höchstens ein laues Lüftchen und bei dem Kurs erleidet diese NUmmer von ganz allein Schiffbruch. Diese Initiative interessiert doch schon längst nur noch die Unterschriftensammler. Niemand nimmt das noch Ernst. Sorry.

  16. 55.

    Dieser Immobiliendeal hinter dem Rücken der Koalitionspartner ist nichts weiter als ein mieser PR-Trick im Wahlkampf. Zum Einen, um der Volksinitiative zur Kommunalisierung der großen Immobilienkonzerne den Wind aus den Segeln zu nehmen. Zum Anderen, um eine wohnungspolitische Aktivität vorzugaukeln, die die SPD seit Jahrzehnten nicht mehr gezeigt hat. Für dieses noble Ziel kann man schon mal den städtischen Wohnungsbaugesellschaften eine schwere Kreditbelastung aufhalsen!

  17. 54.

    Ich finde es gut wie Linda denkt, es sollte mehr so mutige Menschen in der Stadt geben, die eigenverantwortlich leben wollen und sich aus dem Mieter-Hamsterrad heraus bewegen.

  18. 53.

    Das war mal so, vielleicht lieber mal ins neue WEG-Gesetz schauen, bevor man hier so belehrend auftritt. In Berlin heisst es leider sehr oft "100 % Selbstsicherheit, bei völliger Ahnungslosigkeit"

  19. 52.

    Nein, daß ist keine Dummheit, sondern erfolgreiche SPD-Politik zu Gunsten der Immobilienkonzerne: die Mieter erleben Notsituation (verursacht durch die Vermieter), und um sie daraus zu "erretten", nimmt der SPD-Finanzsenator mit dem Einverständnis des SPD-Bürgermeisters doch gern mal besonders viel Staatsknete in die Hand und gibt es den Konzernen.
    Man muss doch den armen notleidender Mietern helfen, stimmt's? (Sarkasmus aus)

    Der Artikel legt den Finger auf den richtigen Punkt: überteuerter Rückkauf schafft keinen neuen Wohnraum, sondern bedient Konzerninteressen und VERHINDERT Neubau - wegen Geldmangel. Das ist SPD-Wohnungspolitik.

  20. 51.

    Also die Mehrheit der Berliner ist nicht für den Mietendeckel und diesen Quatsch. Es sind nur diejenigen, die die Zeit haben, hier andauernd auf den Straßen herumzulungern, Verzeihung, "Demonstrieren". Alle anderen Menschen gehen für sich selbst und für diese Menschen mit Arbeiten und haben keine Zeit für so etwas.

  21. 50.

    Es wäre und ist bereits total unverständlich, dass heruntergekommene Wohnsilos vom Senat/Bezirksamt für wertvolles Steuergeld zurück gekauft werden.
    Bekannt wurde zB, dass in Berlin-Staaken vor ca 2 Jahren das durch eine Stadteigene Gesellschaft getan wurde. Ein großer Block nicht Instand ggehalten, stark verwahrlosten Treppenhäusern, am Tag der Säuberung bereits wieder mit Flüssigkeiten, Verpackungen und Süßigkeiten verschmutzt. Und das leider seit Jahren in allen Aufgängen. Immer wieder kaputte Fahrstühle. Spielende Kinder in Fahrstühlen stundenlang rauf und runter. Schmutz, Urin von Mensch und Tier kurz nach der Reinigung im Fahrstuhl.

    Ständig Mobiliar der Mieter -und auch von außen kommenden Fahrzeugen- wird an den Müllhäusern "abgelegt".
    Eine private Immobiliengesellschaft trennt sich gern davon.
    Zu einem unverschämten Preis für das heruntergekommene Projekt!
    Trotzdem, STADT UND BEZIRK VERHANDELN.

    Wann haftet endlich der Unterzeichnende für seine Dummheiten...?

  22. 49.

    Das stimmt, dem kann ich aus eigener Erfahrung nur zustimmen... Wir wohnen hier seit über 20 Jahren und finden das Umfeld auch nicht toll, aber uns hat keiner eine Modernisierung angeboten - wir würden sogar mehr bezahlen wollen, wenn der Standard angehoben wird, vielleicht bekommen wir bald von der Stadt Berlin hier ein Angebot nach dem Kauf!

  23. 48.

    Eins ist klar. Berlin wird kaufen! Es ist Vor-Wahl-Zeit und man versucht sich hier Wählerstimmen zu erkaufen. Schade nur, dass es klappen wird, weil eine kleine Gruppe Berliner hier mit sinnbefreiten Volksbegehren wieder einmal die altbekannte Sau durchs Dorf treibt.

  24. 47.

    Leider gibt es die eierlegende Wollmilchsau nicht, bei so einer Miete kann kein Vermieter auch nur einen Cent investieren. Also entweder billig Wohnen, dann aber nicht nur bei Miete, sondern auch beim Wohnstandard!

  25. 46.

    Wie das technisch geht, ist doch so was von egal... Auch ich finde, dass man die Wohnungen den Mietern zum Mietkauf anbieten sollte. Dann natürlich über die IBB, damit auch "einkommensschwächere" Menschen hier endlich dem Mietmarkt die kalte Schulter zeigen können. Mehr Selbstbestimmung und Eigenverantwortung ist besser als sich hier nur auf den Staat zu verlassen. Besser als die weitere Verschuldung Berlins ist das allemal.

  26. 45.

    Das schlimme ist wohl eher, dass der Mietendeckel die Gentrifizierung nicht stoppt. Das ist schon ironisch. Ja.
    Schuld sind aber da die Vermieter, die dann bestimmte Klientel bevorzugen und da sind die städtischen Vermieter auch nicht voll neutral.
    Spannend werden bei so etwas dann die Folgeeffekte, weil die reicheren Leute in den teureren Mietobjekten fehlen. Die Vermieter solcher Objekte stehen dann vor der Wahl zwischen Leerstand oder Preisanpassung für Klientel mit dünnerer Brieftasche. Auf jeden Fall werden sie vom Land Berlin oder vom Bund Geld fordern.
    Berlin funktioniert übrigens geplant so, dass es egal ist wer wie reich ist und trotzdem günstige Miete zahlt. So durchmischt sich die Stadt besser und bleibt dynamischer. Vorurteile sinken wenn arm und reich nebeneinander wohnen auf beiden Seiten.

  27. 44.

    Günstige Mieten werden jetzt klamme Künstler in die Thermometersiedlung locken, andere "Hippe" ziehen nach, Schlussendlich kommt es zu einer Gentrifizierung. Ist das ihr Ernst oder soll das Ironie sein?

  28. 43.

    Im Gegenteil! Dank der linken Regulierung der Mieten der LWU dürfen die im Mietspiegel nicht mehr berücksichtigt werden. Die dämpfende Wirkung entfällt zur "Freude" der großen Mehrheit der nicht-kommunalen Mieter.

  29. 41.

    Über den Mietspiegel mit den ermittelten Vergleichsmieten wird dieser Effekt erreicht. Für neue Mietverhältnisse mit dem dazu geltenden Rahmen der Mietpreisbremse.

  30. 40.

    Auf dem Wege haben sich diverse Bezirke gewndelt. Nicht durch den Mietendeckel, aber durch billige Mieten. Die haben zumeist Künstler angelockt, da die grundsätzlich recht wenig Einkommen haben wenn sie anfangen. Die wandeln die Gegend direkt und indirekt, die wird dadurch "hip". Das zieht die "Hippen" an, die sich dann unbedingt dort eine Wohnung zulegen wollen, weil es nicht so City ist und eine ganz eigene Ecke von Berlin. Und so haben sich ohne Mietendeckel in Brennpunkten die Mieten so stark erhöht, dass es zur Gentrifizierung kam. Kreuzberg, Friedrichshain und Neukölln sind drei Bezirke wo es genau so lief.

  31. 39.

    Die Strahlkraft wird sich vor allem auf den Mietspiegel auswirken - aus der Sicht der Mieter negativ. Während die Mieten der LWU politisch reguliert sind und deshalb nicht mehr im MS berücksichtigt werden dürfen, schlagen die privaten Wohnungen umso stärker durch. Der Dank dafür ist an der Kleinen Alexanderstraße abzugeben.

  32. 38.

    Billig verkaufen und teuer kaufen. Ein guter Kaufmann macht das andersrum. Somit reiht sich der Berliner Senat in die Reihe der viel gescholtenen Immobilienspekulanten ein. Nur leider ist er der Dümmste von allen.

  33. 37.

    Materialkosten für Baumaterialen sind zum Teil um 500% im Preis gestiegen. Es gibt gerade am Bau und Handwerk Fachkräftemangel, was den Preis nach oben treibt. Grundfläche zum Bauen muss man haben und ich bin dagegen weitere Flächen zu versiegeln so lange wir so viel ungenutzt versiegelte Fläche haben. Ganz nebenbei: wer für Versiegelung ist darf gerne mal bei 40° in einer betonierten Gegend mit wenig Pflanzen den ganzen Tag verbringen, denn da gehen selbst Menschen aus Ländern in denen man Hitze gewohnt ist in die Knie. Berliner Grund ist ja ein weiteres Spekulationsobjekt.

    Nach aktueller Marktlage glaube ich eher nicht, dass Neubau günstiger ist. Der Kauf ist allerdings auch nicht vorteilhaft, da das erwartete quasi eintritt: billig kaufen, minimal in Stand halten (oder weniger), teuer verkaufen. Aber das war ja eigentlich schon bei dieser großzügigen Verkaufsankündigung klar.

    Thema Wohnraumverknappung: Wird in Berlin eigentlich Scheinvermietung verfolgt und ist das illegal?

  34. 36.

    Vielleicht öffnet dieser Artikel den Ewiggestrigen, die von postkommunistischen Enteignungen träumen (wie das endete wurde eindrücklich nach dem Ende des SED-Staats 1989 gezeigt)die Augen öffnet. Allein mit fehlt der Glaube.
    Das eben die Seilschaften und Enkel der SED Nachfolge-Organisation, Die LINKE, am lautesten von Enteignung fabulieren, liegt denen seit 1947 in den Genen. Mitläufer, Chlaqure, Geschichtsvergessene in deren Schlepptau.
    Das Enteignung die Mietsituation nicht ändern wird, muss Allen klar sein. Da hilft nur Neubau.

  35. 35.

    Die Stadt Berlin wird doch nicht gezwungen die Wohnungen zurückzukaufen.

    Dies ist ein Entschluss von RRG welcher wirtschaftlich nicht sinnvoll ist. Die Mieten kann man in den Wohnungen nicht noch weiter senken und auf dem Instandhaltungsstau bleibt man sitzen.

    Das Geld lieber in neue Sozialwohnungen investieren, damit mehr Berliner im bezahlbaren Wohnraum leben können. Besser als die Landesverschuldung stark zu erhöhen, den Wohnungsmarkt nicht zu entlasten und die Wohnhäuser mit viel Aufwand sanieren zu müssen.

  36. 34.

    Diese Schrottimmobilien sollte man nur zum Grundstückspreis zurückkaufen. Deutsche Wohnen und Vonovia wollen die Wohnungen doch bloß loswerden weil eine Sanierung sehr teuer ist.
    Die denken doch das der Senat über den Tisch gezogen werden kann. Wenn der Zusammenschluss klappt sind sie doch ganz schön mächtig.

  37. 33.

    der teure und nachteilbehaftete rückkauf schafft keine einzige neue wohnung

  38. 32.

    @Marie: Zitat "Die Miethöhe soll dann auf den freien Markt ausstrahlen und auch die Miete niedrig halten". Genau mein Humor. Gedeckelte und/oder niedrige Mieten in sozialen Brennpunkten wie z.B. der Thermometersiedlung werden gaaaanz bestimmt die Mieten auf dem freien Markt in die Knie zwingen.

  39. 31.

    Genau so ist es, ein Haus besteht nicht nur aus X Wohnungen, da zu kommt die Hülle drum herum , das Dach der Keller, der Aufzug und die Außenanlage. Das Ganze muss unterhalten werden, und nach 25 -30 Jahren saniert werden.
    Für 6,20 Euro Miete pro Quadratmeter ist es nicht zu wuppen, dann sieht es halt so aus, wie von Frau Storch beschrieben. Der Ankauf vom Land Berlin ändert zunächst nichts, aber wenn saniert wird, muss es jemand bezahlen.In diesem Fall ist es so, wenn die Miete nicht erhöht wird, dann bezahlt es der Steuerzahler. Ja, aber die Steuereinnahmen in Berlin reichen jetzt schon nicht aus, und das Land ist auf den Bund -Länder - Ausgleich angewiesen.
    Da darf man gespannt sein, wie es weitergeht.
    Hin zu kommt, dass sich da durch der Wohnungsmarkt kein bischen entspannt.

  40. 30.

    @Marie: Na klar war die Mehrheit dafür. So spannend wie die Antworten auf die Suggestivfragen "Zahlen sie gerne Steuern" oder "Gewinnen sie gerne im Lotto". Am Ende soll das günstige Wohnen von mir als Steuerzahler mitbezahlt werden - nein Danke.

  41. 29.

    In den CDU- und vor allem CSU-geführten Ländern wird in der Regel im Eigenheim gelebt. Deswegen verstehen die meisten Menschen außerhalb Berlins diese ewige Mietendiskussion ja auch nicht.

  42. 28.

    Die Landesgesellschaften bekommen schon jetzt nicht viel auf die Rheihe um die technischen Mängel zu beheben.

  43. 27.

    Zum einen haben die Berliner in einer Volksabstimmung die Vergesellschaftung aus der Verfassung gestrichen, zum anderen ist das Finanzierungsmodel der "Billigen-Schampus-für alle"-Genossen surreal und der letzte Kater der knapp vierzig-jährigen sozialistischen Experimentes noch nicht verklungen. Politische Enteignungen gab es in zwei Diktaturen genügend. Für Enteignungen ist deshalb der Verkehrswert in der Bundesrepublik maßgebend. Den hat Baustadtrat Schmidt in FHXB mit seinen Vorkäufen anerkannt wie auch der Senat mit diesem und einem älteren Zukauf für Großsiedlumgen einen Maßstab bestimmt hat.

  44. 26.

    Der Privateigentümer konnte jahrelang Gewinne einstreichen, ohne in die notwendige Instandsetzung zu investieren. Den Reparatur-Stau wälzt man jetzt auf die Allgemeinheit ab, in Form der Stadt Berlin. Tolle Wurst. Gewinne privatisieren und Kosten sozialisieren. Die Immobilien-Investoren lachen sich kaputt. Die haben ihren guten Schnitt gemacht - auf Kosten der Mieter und der Steuerzahler. Das kommt beim Privatisierungswahn solcher Mietwohnungen heraus. Es geht nur ums Geld - nicht um die Menschen.

  45. 25.

    Hey Linda,
    wenn man Eigentümer einer Wohnung ist, entscheidet die Eigentümerversammluung was an der Immobilie gemacht werden soll (Mehrheitsentscheidung, also 51 Prozent). Diese Kosten trägt jeder Eigentümer anteilsmäßig mit z. B. neues Dach usw.. Daran sind schon einige Eigentümer gescheitert, weil sie ein Kredit auf ihrer Wohnung haben und dann müssen sie anteilig Kosten für die Immobilie berappen.

  46. 24.

    Ich brauche nicht zu recherchieren, um zu wissen, dass auch in andern Bundesländern die Sozialisten Privateigentum ebenfalls für pöse halten. Schließlich ist das deren Doktrin.

  47. 23.

    Mich hätte interessiert, was die DW zu den Verhältnissen vor Ort sagt. Ich finde die "andere Seite" zu hören gehört zu einer ausgewogenen Berichterstattung.

  48. 22.

    Richtig. Und damals gab es auch schon ein Quartiersmanagement, um die Großsiedlungen sozial zu befrieden.

  49. 21.

    Voraussetzung für den Rückkauf sollte zwingend sein, dass der Kaufpreis extrem unter dem Marktwert liegt und der unstrittig vorhandene Instandhaltungsrückstau sowie die Asbestbelastung kaufpreismindernd ihre Berücksichtigung finden.

  50. 20.

    Stimmt, Rückkauf ist teuer. Enteignung und anschließende Vergesellschaftung wären deutlich billiger. Einfach noch ein paar Monate Geduld und der Senat kann - wenn er denn will - die angebotenen Wohnungen für einen Bruchteil des aktuell veranschlagten Preises erhalten.

  51. 19.

    Es gibt nur ein Frage zu beantworten.
    Wie kann es gelingen, dass Wohnraummieten für den Preis angeboten werden der als bezahlbar gilt ohne dass ständig und fortwährend Subversionen Transferleistungen durch den Staat zu leisten sind.Vereinzelte Förderungen ausdrücklich ausgenommen. Dafür hat bislang keiner der Beteiligten eine Lösung. In den Schrottimmobilien die dabei herauskommen würden, will aber auch keiner einziehen. Wenn es aber einen Lohnkampf für Gerechtere Entlohnung gibt dann alle drei auf auf die die da Gerechtigkeit fordern. Ein Teufelskreis.

  52. 18.

    "Da jedoch Privateigentum für Sozialisten per se pöse ist, verfolgt der Wohnungsbauverhinderungssenat dieses Staatsziel nicht."

    ach- und in CDU geführten Ländern ist das anders? Ich erspare ihnen die Recherche- nein, ist es nicht.

  53. 17.

    Ankauf, Enteignung und Mietendeckel zielen bzw. zielten auf den gleichen Wirkmechanismus. Das Land Berlin gewinnt direkt oder indirekt Einfluss auf die Miethöhe. Diese (relativ niedrige) Miethöhe soll dann auf den freien Markt ausstrahlen und auch den die Miete niedrig halten.
    Auch Enteignung und Mietendeckel schaffen bzw. schafften keine einzige neue Wohnung, dennoch ist bzw. war die Mehrheit der Berliner dafür.

  54. 16.

    "Immobilienexperten warnen vor Rückkauf " Es hätte mich auch gewundert, wenn von diesem RRG Senat auf dem Gebiet der Wohnungswirtschaft mal wirklich Durchdachtes produziert worden wäre.

  55. 15.

    Äh, es geht sehr wohl auch um den Kauf einer vierstelligen Zahl "schicker Altbau-Paläste für Lehrer in Kreuberg".
    https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2021/05/vonovia-deutsche-wohnen-berlin-mietwohnungen-fusion.html

    Die sozialen Brennpunkte, egal ob im Westen oder Osten, waren die Wohnungen, die Rot-Rot in großer Zahl abgestoßen hatte, weil damals gerade dort die größten Verluste durch den immensen Leerstand aufgelaufen sind. Insofern ist es logisch, dass die jetzt erneut das Gros der zum Rückkauf angebotenen Wohnungen ausmachen. Den hier geschilderten Sanierungsrückstand gab es dabei Großteils damals schon.

  56. 14.

    "... die Siedlungen um die es hier geht, sind am Stadtrand."
    Ja eben! Ist das denn überhaupt ein Berliner Problem, wenn die Siedlung doch in Spandau liegt? ;-))))
    * Satire Ende *

  57. 13.

    Man würde ja nicht nur seine eigene Wohnung auf Mietkauf kaufen, sondern auch das umliegende Objekt.
    Die eigene Wohnung mag ja noch gut in Schuss sein aber wass ist mit Treppen. Keller, Dach, Rohren, etc.. Gerade bei den alten ehmaligen Stadtwohnungen??

  58. 11.

    Die Wohnungen im Falkenhagener Feld, sind ja bereits im sogenannten "bezahlbaren" Bereich. Mit anderen Worten, sie sind billig. Das Vonovia, oder die DW diese Wohnungen gerne abstoßen würde, läßt aufhorchen. Die Mieten billig, der Investitionsrückstau ist groß und um bei dem Beispiel Falkenhagener Feld zu bleiben, zudem ein Brennpunkt. Hier geht es nicht darum, schicke Altbau-Paläste für Lehrer in Kreuberg zu kaufen, sondern heruntergewohnte Einheiten, in sozial schwieriger Umgebung. Würde man es ernst meinen, würde man noch das X-Fache an Geld benötigen, um das ganze Umfeld, plus Wohnungen wieder auf ein gesundes Fundament zu stellen. Das allerdings würde Quartiersmanagement bedeuten. Das kann Berlin nicht .....

  59. 10.

    Mietkauf: Zuerst müssten die Mietwohnungen in Eigentumswohnungen umgewandelt werden. Erst danach wäre Mietkauf möglich. Im Grundbuchblatt der Eigentumswohnung muss ja das Optionsrecht des Mieters eingetragen werden.
    Berlin will aber keine Umwandlung von Miet- in ein Eigentumswohnungen.

  60. 9.

    Zum einen wurden damals viele Wohnungen den Mietern zum Kauf angeboten, woran die sich aber z.B. auch an der Frankfurter Allee erst erinnerten, als die Mieten stiegen. Zum anderen sieht zwar die Verfassung die Förderung der Eigentumsbildung vor. Da jedoch Privateigentum für Sozialisten per se pöse ist, verfolgt der Wohnungsbauverhinderungssenat dieses Staatsziel nicht.

  61. 8.

    Also ich wohne in einem anderen Objekt der DW. Die Idee mit dem Mietkauf über 30 Jahre finde ich gut. Ich würde meine Wohnung auch gerne kaufen, dann kann ich selbst über mein Leben entscheiden.

  62. 7.

    Ziemlich einseitige Betrachtungsweise. Bei den "Experten" aber auch kein Wunder. Es werden nur wirtschaftliche Aspekte berücksichtigt; soziale und städtische hingegen nicht.

    Was ist mit den Wohungshabenden aka Mieter (tendenziell wohl ehern aus dem sozialen schwachen Millieu)? Was ist mit den Schulden, die die Wohnungsbaugenossenschaften für den Neubau aufnehmen müssen, die Spielräume für Investitionen in andere Bereiche reduzieren? Was ist mit den aktuell sehr günstigen Zinsen bei Krediten? Was ist mit den langen Bauzeiten (Personal- / Fachkräfte- / Materialmangel), die eine mögliche Entspannung am Wohnungsmarkt in weite Ferne rückt? Was ist mit den Folgekosten durch Neubauten; also Infrastruktur wie Kitas, Schulen, ÖPNV?

    Stellt sich die Frage, was daran "Recherche" sein soll...

  63. 6.

    "In Neubau wäre das Geld besser investiert"
    Das rechne ich auch mal so als Rechnungswesenmensch. Vorteil von gekauften Wohnungen wäre nur, dass die schon da sind und mitten in der Stadt. Neubauten gehen ja meist nur noch in Randlagen oder eben auf frei gewordenen Arealen wie Tegel oder Tempelhof. Aber ich schätze mal, dass das mit dem Rückkauf mal wieder eher politisch motiviert ist als wirklich rechnerisch überlegt. Und das kostet dann wieder mehr... denn diese Wohnungen von Vonovia und Co. sind ja meist nicht in bestem Zustand.

  64. 5.

    Das ist doch eine Milch Mädchen Rechnung die Herr Braun aufstellt. Wenn die Siedlungen nicht zurück gekauft werden, verkommen die Wohnungen immer mehr und es wird immer teurer sie zu sanieren. Und Neubauwohnungen sind jetzt schon unbezahlbar. Am besten alle großen Immobilien Konzerne Vergesellschaften.

  65. 4.

    Bei den einfachen und leicht nachvollziehbaren Berechnungen der Wirtschaftsexperten, müssten auch die Zuständigen in der Regierung selbst erkennen, dass hier Steuergelder an Wohnungsbaugesellschaften quasi zur Fusion on top verschenkt werden.
    Damit ist keine Wohnung zusätzlich auf dem Berliner Wohnungsmarkt und der Staat zahlt dass, was die Wohnungsbaugesellschaften die letzten Jahrzehnte an Instandhaltung versäumt haben.
    Ich sehe nur einen Grund, warum die Regierung da so begierig auf Rückkauf ist.
    Es sind Wahlen und man hat schnell ein Ergebnis vorzuweisen.
    Der Bau von 15000 neuen Wohnungen würde langwieriger sein. Und oft trifft man auf Unverständnis oder Widerstand (Enteignung, fehlende notwendige Infrastruktur etc)
    Für Berlin wäre es zudem besser, wenn mehr im Umland gebaut würde und in eine funktionierende leistungsstarke Infrastruktur gesetzt würde.
    Berlin und Brandenburg müssen mehr miteinander zusammen arbeiten.

  66. 3.

    Warum bietet man uns Mietern unsere Wohnung den nicht zm Metkaf übe 30 Jahren. Die IBB könnte das mal anbieten. Ich wohne auch dort und würde sofort kaufen. Berlins Finanzen würden geschont und Frau Storch müßte nicht länger waren, weil sie die Fenster dann selbständig erneuern kann. Ich möchte keine neuen Vermieter und en Belinen noch finanziell aufdr Tasche liegen.

  67. 2.

    Ein kleiner EInblick in das Geschäftsgebahren eines großen privaten Vermieters, welche die derzeitige "Feel-Good-Kampagne" in Berlin Lügen straft.

  68. 1.

    Liebes rbb24 Team,

    gibt es eine aktuelle Liste, wo man nachlesen kann, welche Gebiete/Anlagen man zurück kaufen möchte?

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