Tarifstreit des Groß- und Außenhandels - Warnstreiks bei Edeka und Rewe in Brandenburg

Ein Mitarbeiter fährt mit einem Gabelstapler zwischen den Regalen im Logistiklager Ost des Lebensmitteleinzelhändlers Rewe in Oranienburg hindurch. (Quelle: dpa/Gregor Fischer)
Bild: dpa/Gregor Fischer

Im Tarifstreit des Groß- und Außenhandels in Berlin und Brandenburg ist es am Montagmorgen zu Warnstreiks gekommen.

Daran beteiligten sich nach Angaben der Gewerkschaft Verdi Beschäftigte des Rewe-Lagers in Oranienburg (Oberhavel) und von Edeka Foodservice in Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark).

Die Arbeitgeber bieten laut Verdi an, die Gehälter im kommenden Jahr in zwei Stufen um 1,5 bzw. ein Prozent zu erhöhen. Die Gewerkschaft fordert unter anderem sechs Prozent mehr und einen Mindestlohn von 12,50 Euro pro Stunde. Sie begründet das unter anderem mit gestiegenen Umsätzen in der Corona-Pandemie.

Sendung: Antenne Brandenburg, 21.06.2021, 08 Uhr

16 Kommentare

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  1. 16.

    Ich kann es einfach nicht mehr nachvollziehen, dass nach über 30 Jahren nach der Wende eine Angleichung in Ost zu West nicht möglich war. Dabei ist nicht nur von Geld die Rede, sondern auch alle anderen Leistungen wie Arbeitszeit, Urlaub- & Weihnachtsgeld u.u. u.
    Die gilt fast allen Bereichen ob Verwaltung, Handel, Industrie in der medizinischen Versorgung.
    Die Ausreden von den jeweiligen Verantwortlichen kann ich nicht mehr hören. Also macht endlich Druck. Dann mus Postfritze oder der Bänker mal was abgeben von ihrem jährlichen Jahresgehalt & zusätzlichen Boni.

  2. 15.

    Eben, das wie ist entscheidend. In der Regel wird ein Warnstreik nicht über mehrere Tage erfolgen, sondern er ist zeitlich begrenzt auf wenige Stunden und wird auch noch vorher angekündigt. Ich stelle mal kühn die Behauptung auf, das hier der Egoismus vor das Grundrecht auf Streik gestellt wird, „denn ICH bin ja davon betroffen und MIR gefällt das nicht. Sie werden mir wohl Recht geben, dass ein Streik in der Betriebsruhe zwischen 02:00 und 04:00 nichts bringt. Wenn Sie sich mit den Forderungen der GDL beschäftigen, dann werden Sie feststellen, es geht eben nicht nur um eine Schippe Geld, sondern die Forderungen geht darüber hinaus und auch nicht nur für Lokführer.

  3. 14.

    Leider bleibt den Beschäftigten manchmal nur der Streik, um den Arbeitgeber zu bewegen ein Angebot vorzuschlagen, das als Kompromiss gelten könnte.
    Ich verstehe nicht, dass so viele Kommentatoren die Schuld am Streik bei den Beschäftigten suchen.

  4. 12.

    Sie machen sich das zu einfach, es gibt Menschen die kein Auto haben, aus irgendwelchen Gründen ablehnen etc.
    Carsharing gibt's interessanterweise meistens dort wo es einen gut ausgebauten ÖPNV gibt und sonst nirgends. Taxi ist zu teuer usw.
    Die Frage ist nicht ob man streikt, sondern wie man streikt. Wenn Berufspendler nicht zur Arbeit kommen, dann ist das schon ein gravierendes Problem. Wer nur mal shoppen will, dem ist das halbwegs egal.
    Wenn ich täglich von Berlin nach Leipzig pendel, dann erwarte ich die Erfüllung des Beförderungsauftrages. Fahrrad, Moped, Auto oder Taxi sind definitiv keine Alternative, ansonsten hätte ich mich nicht für die Bahn, sondern für eine Ihrer Alternativen entschieden.

  5. 11.

    Auch bei einem Bahnstreik gibt es Alternativen: Bus, U-Bahn, Tram, Fahrrad, Taxi, Mietauto, car-sharing, eigenes Auto. Die Ausrede zählt nicht. Es ist scheinheilig es den einen zu gönnen und den Anderen das Recht abzusprechen.

  6. 9.

    Kann ich durchaus nachvollziehen, meine Tochter arbeitet bei Edeka, ihr Einkommen liegt wenig über Mindestlohn.

  7. 8.

    Im Gegensatz zur Bahn gibt's im Handel Alternativen. Ob ich nun zu Edeka oder Rewe gehe oder einfach einen Abstecher zu Lidl, den beiden Nettos, Penny oder Aldi mache ist doch egal.
    Bei der Bahn habe ich diese Möglichkeit nicht, bei der Bahn wird der Kunde als "Opfer" in Kauf genommen, denn es fehlen meist Alternativen.
    Das der überwiegende Teil der Bahnkunden deshalb Plaque bekommt, sollte auch die DLG einsehen.
    Arbeitskampf ist richtig, doch nicht auf dem Rücken der Kunden.

  8. 6.

    ...heute morgen, sehr viel leere Regale am Wittenbergplatz und später auch am nollendorfplatz.

  9. 4.

    Vielleicht liegt das daran, dass Herr Weselsky den eigenen Mitarbeiter eine Nullrunde verordnet hat, für die Lokführer aber wie gewöhnlich einen kräftigen Schluck aus der Pulle verlangt. Schauen Sie sich zudem mal die Entgelttabellen bei Edeka und Co an.

  10. 3.

    Liegt vielleicht daran, dass es eine Weile dauert, bis man die Auswirkungen eines Streiks im Lager von Rewe bemerkt. Legitim ist jedweder Streik, solange die Beschäftigten nicht Beamte sind.

  11. 2.

    Weil die Leute erst mit etwas Verzögerung merken werden das bei Rewe oder edeka die Regale nicht aufgefüllt werden! Wir warten mal ab was dann passiert

  12. 1.

    Ui, dieser Warnstreik scheint keinen zu interessieren, oder wo sind die ganzen Kritiker der angedrohten Streiks der GDL. Ist schon seltsam, dem Handel gesteht man das zu, anderen aber nicht.

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