Deutsche Bahn - Echtzeit-Fahrplan von Fernzügen wird jetzt in Google Maps angezeigt

Ein Mann mit Mundschutz steht am 17.04.2020 am Ostbahnhof in Berlin und sieht auf sein Smartphone. (Quelle: dpa/Zacharie Scheurer)
Bild: dpa/Zacharie Scheurer

Wer den Routenplaner bei Google Maps nutzt, bekommt jetzt die Fahrpläne von Zugverbindungen in Echtzeit angezeigt. Damit werden bei IC- und ICE-Verbindungen auch eventuelle Verspätungen und Gleiswechsel sichtbar.

Die Deutsche Bahn bringt einen Echtzeit-Fahrplan ihrer Fernverkehrszüge in die Karten-App von Google. Damit können sich Nutzer und Nutzerinnen im Routenplaner von Google Maps auch IC- und ICE-Verbindungen samt eventueller Verspätungen und Gleiswechsel anzeigen lassen. Ein Link zu Bahn-Portalen soll es einfacher machen, dort Fahrkarten für die ausgewählte Route zu kaufen. Der Dienst sei ab sofort verfügbar, sagte ein Bahnsprecher rbb|24 am Dienstag.

"Riesenschritt Richtung Mobilitätswende"

"Wir erreichen über Google Maps sehr viele Menschen in Deutschland, die heute noch nicht Bahn fahren", sagte Bahn-Fernverkehrschef Michael Peterson am Dienstag in Berlin. Man wolle zeigen, dass der Zug im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln schnell und komfortabel sei. Auch Daten zu Zügen, die in umliegende Länder fahren, werden integriert. Peterson bezeichnete die Kooperation als "Riesenschritt Richtung Mobilitätswende".

"Echtzeitinformationen in Google Maps unterstützen Nutzerinnen und Nutzer dabei abzuschätzen, welche Route und Verkehrsart für sie die passende ist", erklärte Marianne Stroehmann von Google Deutschland. Der Ticketlink vereinfache zudem die Buchung auf den Partnerportalen. Deutsche Bahn und Google kündigten außerdem an, weitere Google Maps-Funktionen für die Routenplanung mit der Bahn zu entwickeln.

Kooperation nicht exklusiv

Die Kooperation ist nicht exklusiv, wie die Unternehmen betonten. Denkbar seien ähnliche
Vereinbarungen mit anderen Kartendiensten.

Im vergangenen Jahr waren nach Angaben des Konzerns 82 Prozent aller Fernzüge pünktlich, knapp sechs Prozentpunkte mehr als im Jahr zuvor. Die Bahn führt das auch auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie zurück: Der Rückgang an Fahrgästen habe auch kürzere Haltezeiten an Bahnhöfen ermöglicht.

Die Bahn wertet einen Zug als pünktlich, wenn er weniger als sechs Minuten nach der planmäßigen Zeit eintrifft.

Sendung: Fritz, 13.07.2021, 08:00 Uhr

7 Kommentare

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  1. 7.

    Die Zahl der ausgefallenen Züge sagt erst einmal gar nichts aus ohne die Gesamtzahl der geplanten Züge. Bei Flix fielen absolut wegen Corona nur wenige Züge aus, es waren aber 100 %.

    die Ausfälle sollten zumindest ebenso offen dargestellt werden wie die Zahl der verspäteten Züge. Es gibt dabei dann sogar eine Grauzone, wenn z.B. der Zug auf halber Strecke herausgenommen wird.

    Der nächste Zug kann ggf. auch nicht der geeignete Maßstab sein. Aus eigener Erfahrung z.B. ein IC von Frankfurt/M. nach B mit Schaden in Kassel. Der nächste Zug war ein knallvoller ICE, der sogar planmäßig früher hier angekommen wäre. Als Ersatz dann mit ICE nach Hannover und Umstieg auf anderen IC nach Berlin.

    Wenn nur einmal wöchentlich ein Zug eine bestimmte Verbindung bedient, heißt das nicht, dass man den Zielbahnhof nicht anderweitig mit der Eisenbahn erreichen kann - dann aber als Umsteigeverbindung.

  2. 6.

    Wo ein ehrlicher Wille, da auch ein Weg….

    Ich finde, man sollte als Unpünktlichkeit die verstrichene Zeit bis zum nächsten Zug mit dem gleichem Ziel ansetzen.
    Das wäre auch die Zeit, die der Fahrgast warten muss, eben weil sein Zug ausgefallen ist.

    Und bei wöchentlichen Verbindungen sollte die Bahn sich dann einfach überlegen, ob sie den Zug tatsächlich ersatzlos streicht….

    Ich möchte Sie umgekehrt auch einmal fragen, sollte man sich für seine Pünktlichkeit feiern dürfen, wenn bspw. im Jahr 2020 über 4000 Fernzüge (Quelle: Welt.de) ersatzlos gestrichen wurden ???

    Angesichts aller Verbindungen ist dies nur ein kleiner Teil und auch die Pandemie spielte sicher eine Rolle.

    Aber die Zugausfälle gehören meiner Meinung nach einfach in diese statistische Berechnung….

  3. 5.

    Mit wieviel Verspätung sollte Ihrer Meinung nach ein ausgefallener Zug in die Statistik einfließen? Mit fünf Minuten, weil dann die nächste Ringbahn kommt oder 10.080 Minuten, weil das ein Verbindung ist, die nur 1x wöchentlich gefahren wird?

  4. 4.

    Es gibt garantiert datenschutzrechtliche Bedenken, wenn das in Google Maps angezeigt werden würde. Ansonsten reichen meist ein paar schritte zur Seite aus, damit die Bahnsteigraucher nicht mehr als Ausrede herhalten können, dass man als überzeugter MIVer nicht IC und ICE fährt.

  5. 3.

    Tolle Statistik, in der die ausgefallenen Züge nicht berücksichtigt werden….

    Ein ausgefallener Zug kann ja nicht unpünktlich sein….

  6. 2.

    Und nun sollte man sich auch mal um den Nichtraucherschutz auf den Bahnsteigen kümmern, damit das Bahnfahren interessanter wird.

  7. 1.

    Werden da auch die pünktlichen Verspätungen angezeigt?

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