Berlin - Landeseigene Gesobau kauft 167 Wohnungen von Investor

Mi 14.07.21 | 14:23 Uhr
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Zentrale der Wohnungsbaugesellschaft GESOBAU im Bezirk Reinickendorf. (Quelle: dpa/Wolfgang Kumm)
Bild: dpa/Wolfgang Kumm

Das landeseigene Wohnungsunternehmen Gesobau kauft 167 Wohnungen von einem privaten Investor. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, liegen die Bestände im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf, in Tiergarten und in Karow. Verkäufer ist demnach die Groth-Immobiliengruppe. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, hieß es.

"Mit dem Ankauf sichern wir noch mehr Berlinerinnen und Berlinern ein Zuhause zu fairen Mietpreisen", erklärte Jörg Franzen, der Vorstandsvorsitzende der Gesobau. Nach Angaben des Unternehmens betrug die durchschnittliche Miete bei der Gesobau 2020 rund 6,23 Euro pro Quadratmeter.

Eines der erworbenen Häuser liegt in der Strömannstraße im Ortsteil Karow im Nordosten von Pankow. In Charlottenburg wechselt ein achtgeschossiges Eckgebäude in der Wielandstraße den Besitzer. In der Thomas-Dehler-Straße und der Stülerstraße in Tiergarten übernimmt die Gesobau zwei Gebäude mit insgesamt 87 Wohneinheiten.

Die kommunalen Gesellschaften in Berlin wie etwa die Gesobau, Degewo oder Gewobag bewirtschaften aktuell rund 340.000 Wohnungen und damit gut 70.000 mehr als noch 2011. Bis 2026 sollen es mindestens 400.000 werden, vor allem durch Neubau, aber auch den Ankauf von Wohnungsbeständen.

Sendung: Inforadio, 14.07.2021, 13:40 Uhr

7 Kommentare

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  1. 7.

    Hallo,

    überhohte Miete ist auch eine Firm der Enteignung... (der Arbeit). Da habe ich nich keinen der AFD ider FDP "Sozialismus"schreien hören..... . Betrifft ja nur die letzte Kaste ( um es mal indisch zu sagen)..

    Wohnungen gehören nicht in die Hand von Großkonzernen! Wir reden ja hier nicht von Konsumgütern.

  2. 6.

    Bestandswohnungen. Wow. Damit ist keine einzige neue Wohnung entstanden. Wäre auch spannend zu erfahren wie sanierungsbedürftig diese 167 Wohnungen sind, wenn man sich den Schrott anschaut der von Vonovia und Deutsche Wohnen angeboten wird.

  3. 5.

    Und gerade der Kaufpreis wäre interessant gewesen.
    Es ist aber zu vermuten, dass gerade die Typen von dieser komischen Enteignungsinitiative froh sind, dass kein Preis genannt wird.

    Sie wären sonst entlarvt über ihre Lüge des Preises, den sie für die Enteignung ansetzen.

  4. 3.

    Wäre das Objekt nicht gekauft worden, wäre denn davon auszugehen, dass die Mieten derart steigen, dass die jetzigen Bewohner hätten ausziehen müssen?

    Hier versucht man doch die Wähler für blöd zu verkaufen und dem Ziel der 'neuen' Wohnungen in staatlicher hand hinterherlaufen.

    Das ist doch Augenwischerei. Es entsteht kein zusätzlicher Wohnraum. Wenn die gegenwärtigen Mieter nicht schon alle ne Kündigung auf dem Tisch aufgrund einer Luxussanierung hatten, hat man durch den Kauf doch nichts verhindert/ nichts gewonnen?!

    Oder was verstehe ich da erwas falsch?

  5. 2.

    Das hilft vielleicht denen, die schon eine Wohnung haben, aber nicht denen die eine suchen.
    Die für den Kauf aufgewandten Mittel werden woanders fehlen.

  6. 1.

    Boh! 167 Wohnungen gekauft und den Miethaien entrissen!

    Ist die Mietenkrise in Berlin damit vorbei?
    Oder sind wir jetzt endgültig im Sommerloch angekommen?

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