Keine Störungen in der Region - Verkehr läuft nach GDL-Streik laut Bahn wieder "weitgehend normal"

Berliner S-Bahn während des GDL-Streiks am 23. August 21 (Bild: imago images/Stefan Zeitz)
Bild: imago images/Stefan Zeitz

Zum zweiten Mal binnen eines Monats hat ein Bahnstreik zu starken Einschränkungen in Berlin und Brandenburg geführt. Am Mittwoch kehren die Fahrpläne wieder zum Regelbetrieb zurück. Doch ein weiterer Streik ist nicht ausgeschlossen.

Die Lokführergewerkschaft GDL hat am frühen Mittwochmorgen ihren mehrtägigen Streik planmäßig beendet - seit 2 Uhr sollen die Beschäftigten zu ihren Arbeitsstellen zurückkehren. Laut Deutscher Bahn ist der Bahnverkehr am Mittwochmorgen weitgehend normal gestartet.

Man wolle im Fern- und im Regionalverkehr sowie bei den S-Bahnen wieder das komplette Fahrplanangebot fahren, teilte die Bahn mit. Hunderte Mitarbeitende in Leitstellen, Disposition, Werken und beim Bordservice hätten am Dienstag und in der Nacht auf Mittwoch daran gearbeitet, dass etwa 860 Züge im Fern- sowie rund 21.000 Züge im Regional- und S-Bahnverkehr wieder nach dem normalen Fahrplan verkehren können.

Es könne zwar auch am Mittwoch noch vereinzelt zu Beeinträchtigungen kommen, so auch bei der Berliner S-Bahn, wie sie auf Twitter mitteilte. Auf den Regionalverkehrslinien in Berlin und Brandenburg seien aber vorerst keine Probleme absehbar, heißt es auf der entsprechenden Internetseite der Bahn [bahn.de].

Tickets sind bis zum 4. September gültig

Reisende werden dennoch gebeten, sich vorab zu informieren, ob es Abweichungen geben könnte. Auch die kostenlose Streik-Hotline unter 08000 99 66 33 ist am Mittwoch noch zu erreichen. Alle vom 23. bis einschließlich 25. August bereits gebuchten Tickets des Fernverkehrs für Strecken, die vom GDL-Streik betroffen sind, behalten ihre Gültigkeit und können bis einschließlich 4. September flexibel genutzt werden, so die Bahn.

Bei entsprechenden Sparpreisen und Super-Sparpreisen ist die Zugbindung aufgehoben. Für die Weiterfahrt können auch andere Züge genutzt werden, das gilt auch für Züge des Nahverkehrs (RE, RB, IRE und S-Bahn).

Ringbahn und zahlreiche Regionalzüge fuhren nicht

Pendlerinnen und Pendler in Berlin und in Brandenburg mussten zuvor zwei Tage lang starke Einschränkungen im Schienenverkehr hinnehmen. Erneut fielen die Ringbahn-Züge vollständig aus, ebenso wie die S-Bahnen auf den Linien S26, S45, S47 und S75. Die S85/S9 zwischen dem neuen Flughafen-Terminal am BER in Schönefeld und Pankow fuhr ebenso wie alle anderen Linien nur im 20-Minuten-Takt.

Im Regionalverkehr fielen die Linien RB10/14, RB13, RB20, RB21, RB22, RB31, RB49, RB55 und RE/RB66 aus, genauso wie der Flughafenexpress FEX.

Die Busse, U- und Straßenbahnen der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) fuhren dafür ohne Einschränkungen und verzeichneten im morgendlichen Berufsverkehr ein leicht erhöhtes Fahrgastaufkommen aufgrund des Streiks. Nur auf einzelnen Buslinien kam es am Dienstag zu nennenswerten Verspätungen.

Weitere Streiks könnten noch folgen

In dem Tarifstreit gibt es Uneinigkeit darüber, wann die Beschäftigten Einkommenserhöhungen bekommen sollen. Gerungen wird auch um eine mögliche Corona-Prämie sowie die Betriebsrenten.

Der Streik hatte in der Nacht zu Montag im Personenverkehr begonnen, im Güterverkehr schon am Samstag. Eine Bilanz der GDL steht noch aus. Es war ihre zweite Arbeitskampfmaßnahme in diesem Monat. Weitere Streiks sind möglich.

Sendung: Inforadio, 25.08.2021, 6:00 Uhr

40 Kommentare

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  1. 40.

    Das viele Leute um ihren Arbeitsplatz bangen müssen ,Privatfirmen so Verluste machen ,das sie um ihre Existenz bangen müssen ,interessiert die gdl,er nicht
    Das habe ich auch schon geschrieben ,das es in der Privatwirtschaft so aussieht
    ANTWORT : ER SELBST WIRDE AUCH JEDEN TAG IN DIE WIRTSCHAFT GEHEN ,EINEN DRINKEN
    Die gdl,er interessiert nur eins
    Sich selbst ,das sie mehr bekommen ,andere sind denen völlig egal .Von Solidarität haben die noch nie was gehört

  2. 39.

    Die armen Lokführer... mal so nur so als Beispiel mein Leben während des Lockdowns:
    Jede zweite Woche Homeoffice NEBEN mit Homeschooling zweier Grundschulkinder, die andere Woche zur Arbeit. Und Überraschung: Ich fuhr mit der DB! Setzte mich auch potentieller Ansteckung auf dem Fahrtweg aus und auf der Arbeit. Vielleicht stand ich ja auf einer Fahrt neben einem Lokführer, der wie ich nicht mit Auto zur Arbeit fuhr?? Der jetzt natürlich dafür einen Zuschlag braucht...... Ich habe keinen bekommen und das ist in Anbetracht der vielen Menschen mit Kurzarbeit, Verlust des Arbeitsplatzes, Verlust des eigenen Geschäfts und höherem Risiko wie Pflegende und Ärzte, Polizisten und Rettungsdienste, aber auch Supermarktmitarbeiter auch in Ordnung. Wenn der Fahrtweg (den man nicht mal via Bahn antreten muss) und Pausen die einzigen Argumente von Lokführern für einen Coronazuschlag sind, echt peinlich. Da hatten eure Fahrgastbetreuer, so sie denn aus der Lokführerkabine kamen, mehr Risiko.

  3. 38.

    das ganze nur wegen der Corona Prämie. Mal eine Anfrage wenn der ÖPNV streikt erhalten dann die Bus sowie die Tram Fahrer auch die Corona Prämie? Erhalten demnächst auch die Lehrer und Polizisten, Richter, also alle Staatsbediensteten eine Corona Prämie, während er einfache Stahlarbeiter sowie Autobauer, die Mitarbeiter von anderen.... kurz gesagt die Privat Unternehmen gehen leer ausgehen. Wieso reden und diskutieren wir über die Corona Prämie wem steht sie zu und wer soll leer aus gehen?

  4. 37.

    Bei dieser Diskussion Frage ich mich warum ich eine Coronaprämie bekommen habe!!! Als Bürokraft ohne viel Kundenkontakt... Vielleicht als Anerkennung für die viele Mehrarbeit ohne Homeoffice u.s.w..
    Ich verstehe nicht warum hier eine Berufsgruppe auch duch Medien und Personen beschimpft wird die gar keine Ahnung haben um was es geht... hauptsache man gibt irgendwas von sich.
    Die Eisenbahner im Betriebsdienst waren immer im Dienst wo andere im Homeoffice den Garten gegossen haben.
    Sie sind an Wochenenden , Feiertagen und zu Unzeiten arbeiten.
    Also kann man hier auch um etwas mäßigung bei der Meinungsäußerung bitten!!!

  5. 36.

    Die DB hat angekündigt kein neues Angebot zu machen ,und das ist genau richtig
    Sie hat mehrere Angebote gemacht ,und irgendwann braucht man sich nicht mehr erpressen lassen ,holt endlich Weselsky von seinem hohen drohn runter
    Ah ,"Jens" ,kannst ja jetzt weiter streiken ,wenn ihnen soviel Spass macht

  6. 35.

    Übrigens ,hier hat jeder das Recht seine Meinung zu sagen ,nicht nur sie ,wenn sie damit nicht zurecht kommen ,lassen sie halt

  7. 34.

    Was hat das mit ungeimpften zu tun
    Es ist jedem seine eigene Entscheidung ,ob man sich impfen lässt oder nicht ,beides muss man akzeptieren
    Fakt ist ,die Zahlen gehen wieder hoch ,aber schuldig dafür suchen ,keine Ahnung bin kein Arzt oder Forscher, aber was auch immer

  8. 33.

    Liebe DB, bleiben Sie hart bis Weselsky aufgibt. Er kann es nicht, außer von Nebelkerzen schwadronieren. GDLer: es gibt die weitaus bessere und größere EVG!

  9. 32.

    GDL-Lokführer haben keine Coronaprämie verdient, weil ihr bei Streik zu viele Kunden in viel zu wenige und enge Züge zwängt und somit gesundheitsbedroht, es spielt keine Rolle, ob der übrige öffentliche Dienst die Coronaprämie kriegt. Irgendwann reicht es und wir bestreiken Euch, schließlich gibt es flixtrain und odeg. Dann wackelt die Heide richtig mit betriebsbedingten Kündigungen und Wirtschaftskrise ohne Ende.

  10. 30.

    Hallo,

    ob die Einmalzahlung jetzt Coronaprämie heißt oder Einmalzahlung, sie gab es auch 2012 und 2015 bei den Streiks. Jetzt heißt sie halt statt Einmalzahlung Coronaprämie. Geilt euch da nicht so dran auf. Selbst viele in HomeOffice haben eine Coronaprämie bekommen. Man würde auch auf eine Coronaprämie verzichten wenn nicht auf die Dispozeiten von 20 % auf 40 % erhöht werden sollen und das extrem. Heißt man weiß 5 Tage vorher in man Früh, Spät oder Nacht hat. Ein Unding.

  11. 28.

    Ist doch super, kann man am Ende sagen die Ungeimpften sind schuld.

    dann geht das mit der Treibjagt und der Apardheit noch weiter.

  12. 27.

    Woher eigentlich ihre Aggressive Schreibweise
    Weil sie merken ,dss sie nur relativ wenig Zustimmung von den Kunden bekommen??????.?

  13. 26.

    Übrigens ,ein Machtkampf ,wie es euer gewekschaftsboss abzieht ,trägt man nicht auf dem Rücken der Kunden aus ,
    Kann man ja mal zum gefühlten fünfstigsten mal wiederholen ,
    Auch eine Meinung ,die ich nicht alleine vertrete

  14. 25.

    An ihrer Antwort merkt man ,daß niemand von euch eine Antwort geben kann ,das was ich hier sage ,was coronaprämie angeht ,sagen 70 Prozent der Kommentatoren hier
    Ich habe Aber auch mehrmals schon darauf hingewiesen ,daß ich bei Gehaltserhöhung ,betriebsrente usw bei euch bin
    Sagt doch einfach mal plausible Gründe, warum coronaprämie für euch ,vielleicht wird es dan verständlicher ,für die Leute ,die Einbußen wegen kurzarbeit hatten ,und jetzt noch bei jedem streiktag von euch 40 Euro Mehrkosten hat
    Mir und vielen Anderen Arbeitnehmer geht's so ,und ich habe 2 Kinder und bin alleinerziehend ,aber das ist euch alles scheißegal, oder
    Hauptsache ihr ,trotz ihr immer euer volles Gehalt bekommen habt ,das gönne ich euch sogar ,
    Solch unsolidarisches Verhalten gibt es nur von euch

  15. 24.

    @Michael Grumbach. Sie haben echt Probleme mit Corona Prämie zum Glück können Sie nicht entscheiden wer Sie bekommt und wer nicht. Und glauben Sie mir es geht um mehr aber Sie haben schon bei Corona Prämie den Fernseher abgeschaltet. Bitte informieren Sie sich einfach über das gesamte Paket bevor Sie urteilen wer was und wie bekommen darf. Mit freundlichen Grüßen ein Lokführer dem die Corona Prämie egal ist.

  16. 23.

    Auch Sie bringen in beiden Texten keinerlei Begründungen ,das Lokführer eine Coronaprämie bekommen müssten ,das wäre
    Für viele andere, die hohe Einbußen haben ,wie ein Schlag ins Gesicht, kurzarbeit usw.
    Am Bahnhof hat man grundsätzlich soviel Platz, genug Abstand zu halten, in vollbesetzen ersatzzügen ,wegen eurer Streiks kann man kein Abstand halten
    Wen ihr coronaprämie bekommen würdet müssten alle Arbeitnehmer coronaprämie bekommen ,Auch die Leute die in kurzarbeit sind und teilweise auch die ,die im Homeoffice sind
    Bei allen andren Forderungen für euch ,bin ich bei euch ,
    Wen nur Weselsky seinen unsäglichen Machtkampf seinlassen würde
    Für mich ist er respektlos ,ohne einigungswillen ,ohne Kompromissbereitschaft

  17. 22.

    Die GDL hat was gemerkt: "Peinlich nur, dass eine gemeinsame wissenschaftliche Studie von DB und der Charité Research Organisation keinerlei erhöhtes Erkrankungsrisiko für Fahrgäste und Zugpersonal an COVID19 ergab."

  18. 21.

    Die S Bahn Berlin hat über 1100 Lokführer. Meinst du jeder hat seinen eigenen Pausenraum? Wir wurden verteilt auf verschiedene Pausenräume. Dennoch dafür zu sorgen das jeder seine eigene Pause allein hat ist einfach nicht möglich.

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