Wasser für Obstbauern - 85 Jahre altes Pumpwerk in Glindow wird saniert

Ein Mitarbeiter kontrolliert im Brauchwasserpumpwerk Glindow die Pumpanlage. Das von 1936 bis 1938 erbaute Werk wird jetzt vollständig saniert. Es versorgt die umliegenden Obst- und Gemüseanbaubetriebe. (Quelle: dpa/B. Settnik)
Audio: JOURNAL | 02.08.2021 | R. Grünewald | Bild: dpa/B. Settnik

Das Pumpwerk im Werderaner Ortsteil Glindow (Potsdam-Mittelmark) wird 85 Jahre nach seiner Erbauung saniert. Es versorgt Obstbauern in der Region mit Wasser aus dem Glindowsee. Das Brandenburger Agrarministerium stellt nach eigenen Angaben von Montag rund 1,7 Millionen Euro bereit, um das Brauchwasserwerk zu modernisieren.

Das Geld stamme aus dem Zukunftsinvestitionsfonds, teilte das Ministerium mit. Damit solle ein Projekt zur wassersparenden und klimaangepassten Bewässerung im Produktionsgartenbau umgesetzt werden. Unter anderem werde das veraltete Leitungssystem modernisiert und an die Umweltanforderungen angepasst.

Pumpwerk galt 1936 als modernstes seiner Art

Die Kosten von zwei Millionen Euro trage größtenteils das Land, 300.000 Euro steuere die Stadt Werder bei, hieß es. Aus dem Brandenburger Zukunftsinvestitionsfonds werden Projekte zur Regionalentwicklung, zum Klimaschutz, zur modernen Infrastruktur oder zur Digitalisierung gefördert.

In Werder wird seit Mitte des 19. Jahrhunderts Obstbau betrieben. Daneben ist die Region auch für ihre Obstweine bekannt. Das Pumpwerk stammt aus dem Jahr 1936 und galt damals als modernstes seiner Art in Deutschland. Mit der Sanierung soll im kommenden Jahr begonnen werden.

Sendung: Brandenburg Aktuell, 02.08.2021, 19:30 Uhr

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