Tourismus in Brandenburg - Deutlich weniger Hotel-Übernachtungen zwischen Januar und Mai

Eine Frau überprüft die Zauberkait in einem Hotelzimmer (Quelle: DPA/Patrick Pleul)
Bild: DPA/Patrick Pleul

Die Corona-Pandemie hat der Tourismuswirtschaft in Brandenburg auch in diesem Jahr starke Einbußen beschert. Bis Ende Mai sei die Zahl der Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um eine knappe Million auf 1,5 Millionen gesunken, sagte der Marketingleiter der Tourismus Marketing Brandenburg, Mathias Knospe, am Mittwoch.

Im Jahr 2019 hatte es in diesem Zeitraum sogar noch gut 4,6 Millionen Übernachtungen in Brandenburg gegeben. Allerdings stieg die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste in diesem Zeitraum von 2,6 Tagen im Jahr 2019 auf aktuell 4,4 Tage.

Den größten Einbruch bei den Übernachtungszahlen erlebte im vergangenen Jahr das Dahme Seenland mit einem Minus von 45,3 Prozent gegenüber 2019. Der Fläming, die Landeshauptstadt Potsdam und das Ruppiner Seenland verzeichneten ein Minus von etwa einem Drittel.

Im vergangenen November wurde der Toursmis bundesweit für mehrere Monate massiv eingeschränkt. Erst seit Anfang Juni sind touristische Übernachtungen in Brandenburg und Berlin wieder möglich.

Woidke glaubt an dauerhaft starken Inlandstourismus

Dennoch gebe es Anlass zur Hoffnung für die Branche, sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) während der traditionellen Sommertourismusfahrt. Denn die Corona-Pandemie führe zu einer stärkeren Nachfrage im Inlandstourismus. "Das wird in den kommenden Jahren so bleiben", sagte Woidke. Individual-Tourismus liege im Trend und Brandenburg biete dafür gute Angebote. "Dazu gehört der Wassertourismus im wasserreichsten Bundesland Brandenburg."

Nach Angaben der Staatskanzlei haben etwa zwei Drittel der touristischen Investitionen in Brandenburg einen Bezug zum Wasser. In den vergangenen zehn Jahren seien allein vom Wirtschaftsministerium 80 Millionen Euro in diesen Bereich investiert worden, berichtete der zuständige Referatsleiter Martin Linsen.

Hinzu seien weitere Fördermittel etwa vom Umweltministerium geflossen. "Mit gezielter Infrastrukturentwicklung ist ein großes Charterbootrevier entstanden, das erfolgreich mit internationalen Revieren konkurriert", erklärte Woidke.

Sendung: Antenne Brandenburg, 04.08.2021, 11.30 Uhr

7 Kommentare

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  1. 7.

    Danke "Mutti" In Dänemark wird vernünftig und mit Augenmaß regiert und dort ist fast alles wieder normal.

  2. 6.

    1.5 Millionen Geschäftsreisende/Handwerker in Brandenburg während des Lock-Downs? Da hatte ja jeder zweite Brandenburger Besuch. Was sollen die denn gemacht haben? Am Flughafen gewerkelt? Das waren wahrscheinlich die Buchungen insgesamt und man hat die Stornierungen nicht subtrahiert.

  3. 5.

    Ich kommentiere so, weil ich viele Berliner geschäftstreibende und kleine Betriebe kenne, die keine Hilfen bekommen und bei der Vorstellung, dass grosse Ketten von international agierenden Hotels oder auch Boutiquen wie z.B. Chanel, die eigentlich große Rücklagen besitzen unterstützt werden finde ich schon zwiespältig.
    Sonst regen sich doch hier immer viele über die Verschwendung von Steuergeldern auf - selbst wenn es um Peanutsbeträge geht

  4. 4.

    warum nicht. Wenn der Staat touristische Übernachtungen verbietet kann er auch dafür bezahlen. So ist das nun einmal. Würden Sie auch so kommentieren wenn Sie in einen der Hotels arbeiten oder Ihr Geld darin investiert haben

  5. 3.

    Wahnsinn, die Vorstellung dass die ganzen Hotelketten auch alle fette Corona Hilfen kassiert haben…

  6. 2.

    Geschäftsreisen waren erlaubt darunter zählen übrigens auch Handwerker die auf Montage sind.

  7. 1.

    Kaum zu glauben, dass 1,5 Millionen Menschen von Januar bis Mai in Berlin übernachtet haben. Was hatten die für einen Grund? Touristische Übernachtungen waren doch verboten. Oder waren das Obdachlose bzw. Menschen in Quarantäne oder Flüchtlinge?

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