US-Investor - Mehrheit an Studio Babelsberg AG soll verkauft werden

Das Studio Babelsberg (Bild: dpa/Joko)
Video: Abendschau | 17.09.2021 | Charlotte Gerling | Bild: dpa/Joko

Die Zukunft von Deutschlands berühmtestem Filmstudio war lange ungewiss. Nach Verhandlungen mit ausländischen Investoren steht nun fest, wer Mehrheitseignerin wird.

Die Filmproduktionsstätte Studio Babelsberg in Potsdam soll mehrheitlich verkauft werden. Mit der US-amerikanischen Firma TPG Real Estate Partners (TREP) sei eine entsprechende Vereinbarung getroffen worden, bestätigte die Studio Babelsberg AG in der Nacht zu Freitag. In der kommenden Woche solle es ein öffentliches Angebot für alle Aktionäre der Gesellschaft geben. Vorstand und Aufsichtsrat von Studio Babelsberg wollen den Kauf unterstützen.

Vergangene Woche hatten Zeitungen über Verkaufsabsichten berichtet.

Studio Babelsberg das älteste Großatelier-Filmstudio der Welt

Der Vorstandsvorsitzende Carl Woebcken teilte mit: "Stellvertretend für das gesamte Management-Team begrüßen und unterstützen wir das Investment von TREP in die Studio Babelsberg AG. Das Netzwerk und die Finanzierungsmöglichkeiten von TREP sowie die solide Geschäftsgrundlage von Studio Babelsberg werden unsere Position als führender Produktionsstandort in Europa weltweit stärken."

Das Studio Babelsberg wurde 1912 gegründet, es ist nach eigenen Angaben das älteste Großatelier-Filmstudio der Welt und die Wiege des deutschen Films.

Sendung: Brandenburg aktuell, 17.09.2021, 19:30 Uhr

12 Kommentare

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  1. 12.

    Die USA? Wo bitte steht, dass die USA sich einkaufen? Viele können hier offenbar nicht trennen zwischen privaten Unternehmen und staatlichem Handeln. Und bitte einfach mal schauen, wer bis 2004 Eigentümer war.

  2. 11.

    Nun hört doch mal auf zu jammern. Der Ausverkauf der deutschen Wirtschaft an die USA und China geht doch schon einige Jahre. Warum soll es jetzt anders sein?

  3. 10.

    Bravo Politik, immer weg mit den einheimischen Unternehmen. Und Babelsberg ist eine deutsche Kulturstätte, die unter Denkmalschutz gehört und nicht in die Hände der USA. Wieder mal ein großes Versagen der Politik!

  4. 9.

    Echt jetzt, einige kommen hier noch mit Staat und Treuhand an? Das ist Schnee von Vorvorgestern. Wer zwischendurch alles Eigentümer war wissen doch die wenigsten und haben bis heute nichts dazu gesagt. Und wo ist bitte das Problem?

  5. 8.

    Nein, so ist es nicht gemeint...Bei der Privatisierung durch die Treuhand hat es keinen Einfluss durch Politiker gegeben? Die Investitionen danach hat wer bezahlt und/oder sich beteiligt? Die Abgeordneten haben in Potsdam eine lange Geschichte und dessen Haltung zu sozialistischem Gedankengut nicht überwunden. Die Studiogeschichte wird es zeigen: das es anders kommt als gedacht - wetten das? Aber wenn man den Zusammenhang zwischen der Einstellung im Kopf und tatsächlichem Leben hier nicht erkennt, ist es auch nicht so schlimm...

  6. 7.

    Ähm.... Der Vorstand und die Aktionäre der "Filmstudio Babelsberg AG" sind Potsdamer Abgeordnete?
    Habe ich Ihren Kommentar so richtig verstanden?
    Oder macht es einfach nur Spaß, in Politikern immer und überall die Schuldigen zu sehen?

  7. 6.

    Was haben denn nun Politiker mit dem Artikel zu tun?
    Oder ist das ein Reflex, weil Politiker natüüüürlich immer an allem Schuld sind?

  8. 5.

    Reicht das Geld nicht für die Pensionen? Der Ausverkauf geht weiter, bald gibt es Deutschland nur noch auf alten Landkarten und nicht mehr als technologisches Spitzenland, wie es uns von den Politikern vor der Bundestagwahl immer wieder erzählt wird. Wer soll noch wem etwas glauben???

  9. 4.

    Defizitäre Studios sind wertlos. TREP hat eine Immobilie in Top-Lage erworben. Wetten das es ganz anders kommt, als was sich die Potsdamer Abgeordneten vorstellen? Die werden wohl wieder "vorgeführt".

  10. 2.

    Es wäre schön wenn AMC entertainment Babelsberg übernehmen würde.

  11. 1.

    Alles verkaufen und dann wieder teuer zurück kaufen. Der Staat braucht Geld für die Bediensteten und für andere Länder. Die eigene Bevölkerung muß ackern und spät in Rente gehen.

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