Rund 15.000 Wohnungen - Landeseigene Howoge und Degewo stimmen Vonovia-Deal zu

Mehrere Wohnhäuser stehen im Falkenhager Feld, in Berlin-Spandau (Bild: imago images/Sabine Gudath)
Video: Abendschau | 13.09.2021 | T. Schmutzler/A. Sundermeyer | Bild: imago images/Sabine Gudath

Die SPD treibt einen umstrittenen Immobilien-Deal voran: Drei landeseigene Wohnungsunternehmen sollen rund 15.000 Wohnungen von Vonovia und Deutsche Wohnen kaufen, für 2,4 Milliarden Euro. Nun wurde eine weitere Hürde genommen.

Die Aufsichtsräte der landeseigenen Berliner Wohnungsbaugesellschaften Howoge und Degewo haben dem Ankauf von Wohnungen aus dem Bestand von Deutsche Wohnen und Vonovia nach rbb-Informationen zugestimmt. Damit hat der Wohnungsdeal zwischen dem Land Berlin und den Unternehmen Deutsche Wohnen und Vonovia die entscheidende Hürde genommen. Am Freitag hatte bereits der Aufsichtsrat der landeseigenen Berlinovo grünes Licht für den Ankauf gegeben.

Opposition, Grüne und Linke üben Kritik

Insgesamt ist geplant, dass die drei landeseigenen Gesellschaften gut 14.750 Wohnungen und etwa 450 Gewerbeeinheiten für einen Preis von rund 2,4 Milliarden Euro kaufen. Nach rbb-Informationen soll die Berlinovo gut 4.000 Wohnungen erhalten, auf die Howoge entfallen über 8.000 Wohnungen und auf die Degewo rund 2.500. Die meisten Wohnungen im Verkaufspaket liegen in Spandau, Steglitz-Zehlendorf, Neukölln, Reinickendorf und Friedrichshain-Kreuzberg.

Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) bezeichnete den Deal als einen guten Vertrag, vor allem für die betroffenen Mieterinnen und Mieter. Kollatz verwies darauf, dass es selten eine Chance gebe, derart große Bestände in kommunale Hand zu bekommen. Dagegen hatten im Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses am vergangenen Mittwoch nicht nur die Opposition, sondern auch die Koalitionsparteien Grüne und Linke harsche Kritik an dem Vorhaben geübt.

Grüne kritisieren mangelnde Transparenz

Die Fraktionschefin der Grünen im Abgeordnetenhaus, Antje Kapek, sagte am Dienstag im Inforadio vom rbb, das Geschäft sei nicht transparent genug. Man habe bereits vor der Sommerpause Fragenkataloge zum Zustand, der Lage und dem Sanierungsbedarf der Wohnungen eingereicht. All diese Fragen sollen noch nicht beantwortet sein, so Kapek. "Und ich glaube, sie wurden vor allem deshalb nicht beantwortet, weil hier auch nicht ordentlich geprüft wurde. Und das ist natürlich schwierig."

Kapek betonte, es gehe gar nicht so sehr um den Wohnungskauf an sich, sondern um das Wie. Vor 20 Jahren seien diese Wohnungen an private Investoren quasi verschenkt worden - in der Hoffnung, dass sie saniert werden. "Und genau das ist ausgeblieben. Man hatte damals schon sanierungsbedürftige Wohnungsbestände. Und durch den Verkauf wurde da einfach nur Rendite abgezogen. Die sind aber zum großen Teil bis heute sanierungsbedürftig. Und dafür braucht man Geld."

Der Kaufpreis sei vermutlich zu hoch, sagte die Fraktionschefin der Grünen. Außerdem habe es keine ordentliche gutachterliche Überprüfung der Wohnungen gegeben. "Ich hab vor Monaten gesagt, wir dürfen nicht die Katze im Sack kaufen. Leider ist es für uns immer noch eine Katze. Und das ist schon hochärgerlich."

Finanzierung über Kredite

Ihr Unmut bezog sich vor allem darauf, dass der Deal am Abgeordnetenhaus vorbei geschieht, indem die Wohnungsbaugesellschaften die Ankäufe über Kredite finanzieren. Die Grünen zweifelten daran, dass vor allem die Wohnungsbaugesellschaft Degewo den Kauf finanziell schultern kann.

Auch die Linken äußerten Bedenken, dass nötige Investitionen für den Neubau in Zukunft unter der Finanzlast der Ankäufe leiden könnten. Zudem kritisierten sie, dass dem Parlament nur sehr wenige Informationen über die Qualität der Wohnungen und den möglichen Sanierungs- und Instandsetzungsbedarf vorlägen. Die Grünen haben deshalb schon die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses nach der Wahl ins Gespräch gebracht.

Sorge um Kosten für landeseigene Unternehmen

Die oppositionelle FDP argumentiert, dass die Ankäufe am Ende doch indirekt durch den Landeshaushalt finanziert werden könnten, falls das Parlament im Nachhinein Geld für die Wohnungsbaugesellschaften nachschießen müsste, um Neubaupläne zu finanzieren. Dagegen verteidigte die SPD die Wohnungsankäufe als sinnvoll. Sie sehe außerdem keine Indizien, dass die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften sich dabei übernehmen würden.

Sendung: Abendschau, 19:30 Uhr, 13.09.2021

49 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 49.

    Na das ist doch die Lösung. Ich packe meine Job, der mir Spass macht, zusammen mit dem zugehörenden Arbeitgeber, meiner Familie und dem Freundeskreis in den Umzugswagen und ziehe in eine brandenburgische Kleinstadt.

  2. 48.

    Das beantwortet wieder einmal nicht die Frage nach einem soliden Untersuchungsfundament für die These, dass es "Bauen, bauen, bauen" richten wird.

  3. 47.

    Tja, da hatte jemand mal versprochen, 30.000 Wohnungen pro Jahr zu bauen. Im Übrigen gibt es das 2014 eingeführte Berliner Modell der kooperativen Baulandentwicklung. Ok, wenn man natürlich von 4 Euro Nettokalt träumt, wird das aber auch nix.

  4. 46.

    Zunächst wird das Abgeordnetenhaus, nach erfolgreichen Volksentscheid, aufgefordert sein über ein Vergesellschaftungsgesetz abzustimmen und dann werden wir sehen für wen oder was sich die Gewählten entscheiden werden, entweder für die Mieter und bezahlbare Mieten auch in 100 Jahren oder für die Vermieter. die bis dahin den Mietern auch das letzte Hemd abpressen könnten.

  5. 45.

    Bauen, bauen, bauen...heißt aber auch viel CO2 produzieren. Aufstocken oder ausbauen wäre vernünftiger. Es stehen anderseits so viele teure Wohnungen leer. Eine kluge Wohnungspolitik gibt es nicht weil der zu Reiche lieber noch reicher werden muss. Lieber in einer kleinen Stadt in BB oder MV wohnen. Auch dort finden kluge Leute Arbeit. Berlin wird immer unerträglicher aber auch gefährlicher.

  6. 44.

    Die Berliner SPD kann es wohl nicht lassen, sie füttert wieder und wieder den Immobilienklüngel, erst mit 10tausende Wohnungen für n Appel und n Ei, nun Jahre später werden knapp die hälfte dieser Wohnungen mit mehr Geld zurückgekauft als damals dafür eingenommen wurde. SPD fusioniert doch mit der FDP, dann weiss jeder gleich für wen ihr seid.

  7. 43.

    @rbb Wer sitzt da eigentlich in den Aufsichträten bei Howoge und Degewo? Werden die von Genossen mit SPD Parteibuch dominiert?"
    Aber sischer. Wenn nix mehr hilft, eine subtile Unterstellung hilft immer.

  8. 42.

    Welches Vergesellschaftungsgesetz? Es wird weder dem Volk ein solches Gesetz vorgelegt noch zeichnet sich bei den Wahlversprechen eine Mehrheit dafür ab. Selbst dem Clubsenator sind Bedenken gekommen, da er nach der Volksabstimmung darüber, dass die Politiker reden sollen, sich Gedanken über die rechtliche Zulässigkeit machen will.

  9. 41.

    Bei einigen ist "Bauen, bauen, bauen" der einzige Ansatz ... ob es überhaupt nennenswert Einfluss hat, wieviele Wohnungen in welchen Segmenten entstehen müssten, unter welchem Finanzaufwand und Zugeständnissen der öffentlichen Hand sich Investoren dazu bewegen lassen, nicht nur hochwertig zu bauen ... bleibt unbeantwortet.

  10. 40.

    Jetzt muss es aber GANZ schnell gehen, die Wahl steht vor der Tür und es muss über den Volksentscheid abgestimmt werden! Wenn der eine Mehrheit findet, könnte der Deal nämlich aufgeschoben werden, und wenn es zum Vergesellschaftungsgesetz kommt, würde man die Häuser womöglich zu einem Viertel des jetzigen Preises für die Stadt bekommen!
    Da MUSS die SPD jetzt richtig Druck machen, denn das würde ja dem Ziel, ihren Kumpels in der Immobilienwirtschaft möglichst viel Mieter- und Steuergeld zukommen zu lassen, einen Riegel vorschieben! Das darf doch nicht passieren!

    Fürchtet sich noch jemand vor einer Bürgermeisterin Giffey? Was sie so ankündigt, lässt Schlimmes ahnen für die Mieter.

  11. 39.

    Ja, zumal sich alle Parteien einig sind, dass nur bauen, bauen und noch einmal bauen. Also eine Ausweitung des Angebots helfen, bezahlbaren Wohnraum zu haben.

  12. 38.

    Aber genau das wollten die Grünen und die Linken doch! Jetzt bekommen Sie es, zu einem Schnäppchenpreis für Berlin mal sehen, was die Mieter über Ihren neuen Vermieter in 1-2 Jahren sagen. Bin gespannt.

  13. 37.

    Brandenburg besteht nicht nur aus Dörfern. Es gibt auch Städte! Ja ich weiß... das ist für ne Boulette schwer zu kauen, dass Berlin nicht der Nabel der Welt und aller Probleme ist. Die meisten Zivilisationsprobleme, die in Berlin sind, gibt es aufs ganze Land Brandenburg gesehen hier auch. Sie verteilen sich nur auf eine größere Fläche und werden durch andere Umstände wieder abgemildert.

  14. 36.

    Und bei welchen Wohnungsgesellschaften sitzt der Herr Kollatz mit in den Aufsichtsräten?
    Schaut mal nach, das kann man alles nicht mehr glauben oder verstehen.

  15. 35.

    Soso, den Grünen sind die Wohnungen zu teuer. Dabei hat doch deren Baustadtrat mit seinen Vorkäufen vorgelebt, dass man für die eigene Klientel auch Wohnungen kaufen kann, die nur mit direkter Unterstützung des Steuerzahlers bei gleichzeitiger Planung explodierender Mieten, die einer Deutschen Wohnen die Schamesröte ins Gesicht treiben würde, rechnet.

    Dass die Linke Bedenken hat, verwundert nicht., werden die doch erneut vorgeführt. Auch die hatten das Credo "Kaufen und Bauen" vertreten, beides aber nicht auf die Kette bekommen. Stattdessen wurde mit dem Mietendeckel nicht nur die SPD gelinkt (taz), sondern auch die Mieter verarscht. Auch bei der Enteignung wecken die Hoffnungen, die selbst der Clubsenator bremsen und erst später prüfen will, ob eine Vergesellschaftung überhaupt rechtlich zulässig ist. Die Linke übt sich schon lange in der Oppositionsrolle anstatt zu regieren.

  16. 34.

    Zur Entwicklungsgeschichte gehören wohl auch Verkäufe von knapp 90000 öffentlichen Wohnungen unter Diepgen im Verbund mit der SPD bis 2001. Und die zur dieser Zeit durch In-Sich-Verkäufe und Gewinnabführungen aus diesen finanziell belasteten Wohnungsunternehmen.

    Das man bei SPD, Grünen und der Linkspartei trotz dieser Hypothek ab 2001 nicht die Weitsicht besaß, das ganze zu beenden, ist allerdings auch Fakt.

  17. 33.

    Hört! Hört! „ Auch die Linken äußerten Bedenken, dass nötige Investitionen für den Neubau in Zukunft unter der Finanzlast der Ankäufe leiden könnten.“ Aber in den letzten 5 Jahren kaum den Neubau vorangetrieben und dann auch noch enteignen wollen. Diese Partei sollte in Zukunft keine Regierungsverantwortung mehr tragen.

  18. 32.

    Die Howoge spart doch seit Jahren ihre Altbestände systematisch kaputt, es wird dafür jede Menge Geld in Neubauten mit hohen Mieten gesteckt. Wahrscheinlich wiederholt sich jetzt die Phase, als man die maroden Platten in Buch gekauft hat, da hat man angefangen massiv die Mittel für Bestandsbauten runterzufahren. Aber für die engetische Sanierung, da man sich wie irre drauf gestürzt weil es da Fördergelder gab.

  19. 31.

    Relativ

    Wenn die Wohnungen im Schnitt 50 qm groß sind, in Außenbezirken liegen und es sich um teils grenzwertige Sozialbauten handelt, dann ist es teuer.

  20. 30.

    Ich verweise auf meinen ersten Beitrag hier, die Sache ist politisch einfach zu erklären.

    Rote und rot lackierte Grüne unterstützen natürlich bekanntlich die Initiative DW enteignen, insbesondere damit verbunden ist eine Entschädigung weit unter Verkehrswert bis hin einem symbolischen Euro.

    Die SPD bezahlt aber nun wahrscheinlich Marktpreise.

    Das möchten die beiden unterstützenden Parteien ideologisch nachvollziehbar aber nicht.

    Sie möchten am besten zum symbolischen Preis von 1 Euro vergesellschaften, also Fakten schaffen und erst dann s. Mietendeckel ein Gerichtsurteil abwarten.

    Durch den Ankauf der Wohnungen erhöht sich jetzt der Gesamtbestand an öffentlichen Wohnungen, wieder ein Nachteil für die Initiative in Bezug auf ein juristisches Argument (hier: Fehlende Einwirkmöglichkeit auf Bestandsmieten gem. Mietspiegel.

    Daher ist das Verhalten der Linken und Grünen nun durchaus nachvollziehbar, ebenfalls nachvollziehbar sind aber auch ihre übrigen Argumente.

  21. 29.

    Neuberliner? Die Wohnungsbestände wurden von Wowereit und Gysi Anfang der 2000er verkauft, weil die LWU sich die Leerstandsquoten nicht mehr leisten konnten. Nach der Webde herrschte in Berlin eine so grosse Aufbruchstimmung, dass der Bestand an Wohnungen durch Neubau deutlich gesteigert wurde.

  22. 28.

    Würden nicht z. B. 10.000 neue Wohnungen für die 2,4 Mrd. € mit günstigen Mieten den Mietern insgesamt und den gesamten Wohnungsmarkt mehr helfen ?

  23. 27.

    Genau so ist es.
    Das beschreibt die Gründe sehr gut.
    Darauf wollte ich hinaus mit meinem Kommentar.
    Vielen Dank dafür.... :-)

  24. 26.

    @rbb Wer sitzt da eigentlich in den Aufsichträten bei Howoge und Degewo? Werden die von Genossen mit SPD Parteibuch dominiert?

  25. 25.

    EIn Glück, dass sich Berlin und Brandenburg nicht "vereint" haben!
    Die Dörfler vom flachen Land werden nie verstehen, dass es in einer Millionenstadt andere Probleme gibt als "aufm Dorf".

    Wo Berlin mit "Migrationsproblemen" und Ghettos zu kämpfen hat, haben viele Dörfer in Brandenburg das Problem, dass die alten Bewohner wegsterben, "die jungen" nicht bleiben wollen und die Dörfer dadurch veröden.
    Bei der geringen Nachfrage ist es leicht, nur niedrige Mieten anbieten zu können.

    Und das Märchen von den "heilbringenden" Linken träumen nur übriggebliebene Sozialismusgläubige, die nicht verstehen wollen, dass die SED den Wohnungsbestand in der DDR nicht erhalten oder ausreichend erweitern konnte und letztendlich den "Untergang" der DDR selbst verursacht hat...

  26. 24.

    Absoluter Wahnsinn. Da werden Wohnsiedlungen wie die Thermometersiedlung zurückgekauft? Auf Kosten der Steuerzahler! Unglaublich.

  27. 22.

    Blödsinn! Die meisten sind SCHROTT müssen aufwendig saniert werden und belasten die Bilanz, wenn sie nicht "gut" vermietet werden. Also entweder Queer/Subventioniert oder etwas später zur Entlastung der Bilanz mit Verlust veräussert. Dass die Darlehen/Kredite nun aufgenommen werden können liegt an der Überbewertung der vorhandenen Sicherheiten und an der in Aussicht stehenden Geldentwertung/Inflation.

  28. 21.

    Sind doch nur 160000 € pro Einheit im Schnitt. Das ist ein Schnäppchen!

  29. 20.

    Sie fragen wo der Fehler liegt, nun fast überall wo gebaut werden sollte gab es Probleme. Da waren der Nachbarschaft die Neubauten auf der grünen Wiese zu nahe, dann sollte eine Straßenbahn mitten durch eine geplante Schule eines Neubauviertels führen, dann gab es eine schützenswerte Pflanze etc. Also alles was einer der jetzigen regierenden Parteien wichtiger ist als ausreichende Sozialwohnungen und Wohnungen für Normalverdiener. Da kauft man doch lieber und die Zahl der Wohnungen nimmt nicht Nennwert zu um für eine Entspannung auf dem Wohnungsmarkt zu sorgen!

  30. 19.

    So ein Blödsinn. Auch die landeseigenen Gesellschaften müssen wirtschaften, instandhalten und Darlehen bedienen und haben nichts zu verschenken. Außerdem orientieren diese sich ebenfalls bei der Vermietung am geltenden Mietspiegel, sofern die Wohnungen keiner Sozialvundung unterliegen. Und werden auch Mieterhöhungen, die gem. Gesetz möglich sind, auch vornehmen. Träumen Sie weiter.

  31. 18.

    Die Mieten werden durch Modernisierungen trotzdem massiv steigen. Dem Mietenmarkt nutzt der Kauf nichts, denn die Wohnungen gehören ja zum untersten Drittel und liegen fast immer in Problemlagen

    Die Zeiten billiger Mieten sind vorbei. Jeder möchte ne gut ausgestattete und gedämmte Wohnung haben. aber keine angemessene Miete zahlen.

    Bedingt durch den ganzen Dämmungswahn sind die Kosten für Neubau und Modernisierung extrem gestiegen

  32. 17.

    Das Land Berlin (zumindest die Regierenden darin) muss/will weitere Geflüchtete aufnehmen, Gemäss Internationaler Abkommen zu gunsten solcher Personengruppen muss diesen Wohnraum zur Verfühgung gestellt werden. Da, der Zeit, grössere Bestände aus der Soz. Bindung fallen, also als frei finanziert gelten. Gestaltet sich die Versorung dieser Gruppe schwierig. Kaum ein Geflüchteter würde bei einer Bonitätsprüfung bei einem Privaten eine Wohnung erhalten. Von anderen Ressantemants ........ Das ist also keine Wohltat sondern pure Verzweiflung.

  33. 16.

    Ihr Fehler liegt darin, nicht zu erkennen, dass diese Wohnungen künftig dem freien Wohnungsmarkt mit seinen extremen Mietsteigerungen entzogen sind, zum Wohle der Mieter.

  34. 15.

    "guter Deal" sicher für Deutsche Wohnen und Vonovia. Aber typisch SPD Profite privatisieren und zu erwartende Kosten sozialisieren. Was solls, zahlen doch dann die Mieter - oder der Steuerzahler. Hauptsache die gestiegenen Mieten sinken jetzt nicht wieder.
    Und die Preise für Schrottimmobilien werden nochmal hochgetrieben vor der möglichen Vergesellschaftung:
    Im Schnitt 160.000 EUR für z.B. eine Wohnung in der Thermometer-Siedlung bestimmt ein Schnäppchen ;)
    Wie lange sollen diese Häuser da noch stehen?!
    Hat mich jemand in den Sumpf nach West-Berlin zurückgebeamt?
    Erinnert mich irgendwie an die Schulden für Berlin, die damals schon mit "Immobiliendeals" eingetütet wurden.

  35. 14.

    Wieviele neue Wohnungen sind für die ausgegebenen 2,4 Mrd. € entstanden ?



    Genau, keine einzige.
    Wo liegt da der Fehler ??.......

  36. 13.

    @ JustABerline | rBerlin | Montag, 13.09.2021 | 18:43 Uhr
    @ Werner | Berlin | Montag, 13.09.2021
    Tja lieber Berliner.. als Diepekens CDU seinerzeit alle Berlin eigenen Wohnungen verscherbelt hatte im Nachzug des Bankenskandals, hatten die Linken (damals PDS) noch keinen politischen Einfluss, um dies zu verhindern. Nun ist die Ka..ähm.. der Kot am Dampfen und kostet tierisch Kohle. Und wer meckert wieder... alle CDU Leute, die dem Verkauf damals zugestimmt haben.
    Da schauen wir Brandenburger doch verwundert. Es gab hier auch Bestrebungen, kommunale Wohnungen meistbietend zu verkaufen. Die Städte, die das nicht gemacht haben durch Einfluss der Linken, stehen heute gut dar. Unsere kommunale Wohnungsgesellschaft verschenkt auch keine Wohnungsmieten. Aber: Die Mieten sind sozial verträglich, es darf nur ein sozialer Gewinn erwirtschaftet werden, der der Stadt zugute kommt. Zudem hat eine Stadt mit eigenen Wohnungen auch Einfluss auf die Bevölkerungsstruktur. "Ghettos" gibts hier nicht.

  37. 12.

    Wundersam, dass in ganz spezifischen Bereichen etwas ggf. auf der Kippe Stehendes plötzlich ganz schnell geht.

  38. 11.

    Wer trägt die Kosten für den Instandhaltungsrückstau und die drigenden Renovierungsarbeiten? Sicher der Steuerzahler. Hat man aus der Vergangenheit nichts gelernt?

  39. 10.

    Dumm nur, dass die gewinnorientiert arbeitenden landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften bei einer Vergesellschaftung aufgrund des Gleichheitsgrundsatzes der Verfassung auch betroffen wären.

    Es lebe das Rechtsstaatsprinzip des Art. 20 GG.

    Übrigens sind nur Art. 1 und 20 GG als einzige Artikel des GG mit einer grundgesetzlichen Ewigkeitsgarantie ausgestattet.

  40. 9.

    Jeden klar Denkenden würde es jetzt stutzig machen, wenn man so einfach eine so große Menge an Wohnungen angeboten bekommt.

    Kleiner Tipp, ein Großteil der Wohnungen wird unwirtschaftlich sein, da Sanierungsmaßnahmen und schwierige Mieter beherbergen. Aber das ist nur die Vermutung eines arbeitenden Steuerzahlers ohne akademischen oder politischen Hintergrund.

  41. 8.

    Wurden bei dem vereinbarten Kaufpreis auch der Instandhaltungsrückstau und die nötigen Renovierungsarbeiten berücksichtigt? Werden hier nicht diegleichen Fehler wie bei dem damaligen Verkauf der städtischen Wohnungsbaugesellschaft, zu Lasten der Steuerzahler, begangen ?

  42. 7.

    Wurde bei dem Kaufpreis auch der Instandhaltungsrückstau und die Renovierungsbedürftigkeit der Gebäude berücksichtigt? Offensichtlich werden hier die Fehler wie beim damaligen Verkauf der landeseigenen Wohnungen wiederholt. Wer bezahlt? Darüber kann sich ja jeder seine Gedanken machen.

  43. 6.

    Absolut irre. In den 90ern aus reiner Profitgier an Immohaie verscherbelt, kaufen die Kommunen die inzwischen maroden, und runtergewirtschafteten Blöcke für Mondpreise wieder zurück!

  44. 5.

    Ich bin über 30 Jahre SPD Mitglied und werde es auch bleiben. Nach dieser Aktion werde ich aber entweder CDU oder FDP wählen.

  45. 4.

    Na Herr Felgenhauer übernehmen sie sich auch nicht?

  46. 3.

    "Auch die Linken äußerten Bedenken, dass nötige Investitionen für den Neubau in Zukunft unter der Finanzlast der Ankäufe leiden könnten."
    Sind das die selben "Linken", die Milliarden für Entschädigungen ausgeben wollen, wenn "Deutsche Wohnen & Co" mit ihrer Zustimmung enteignet werden sollen??
    Unter diesen Entschädigungszahlungen leiden "nötige Investitionen für den Neubau in Zukunft" nicht??

    Politiker, wie sie im Buche stehen: Meinung und Schlussfolgerungen, je nach Tagesnotwendigkeit...
    Genauso unglaubwürdig wie die anderen Parteien!

  47. 2.

    Noch eine Frage zu "(...) die Linken äußerten Bedenken, dass nötige Investitionen für den Neubau in Zukunft unter der Finanzlast der Ankäufe leiden könnten(...)"
    Sind das die Linken, die sich hinstellen und Deutsche Wohnen und CO. mit enteignen wollen?
    Na, was denn nun? Kostet halt Geld, wenn man bestehende Wohnungen übernehmen möchte...
    Oder ist es nur reine linke Wahlkampf-Rethorik, um hier nicht in Berlin unter die 5%-Hürde zu fallen, weil man seit 2016 mit dem Linken Bausenat die Leute im Regen hat stehen lassen?

  48. 1.

    Man wollte doch von den LINKEN und Grünen eine "Vergesellschaftung" von Wohnraum in Berlin. Nun kaufen die drei landeseigenen Gesellschaften gut 14.750 Wohnungen, bin mal gespannt, was die MieterInnen so in 3-5 Jahren über ihren neuen Vermieter sagen werden ;-)

Nächster Artikel