Steigende Energiepreise treffen Menschen mit geringem Einkommen - Wenn Strom zum Luxus-Gut wird

Archivbild: Eine Frau steht in einer Wohnung ohne Strom (Quelle: dpa/Roland Weihrauch)
Bild: dpa/Roland Weihrauch

Die Energiepreise ziehen an, die Inflationsrate steigt: Menschen mit geringem Einkommen haben zunehmend Probleme, ihre Stromrechnungen zu bezahlen. Auch die Pandemie hat den Effekt verstärkt. Immer öfter steht der Sperrklempner schon vor der Tür. Von Georg-Stefan Russew

Gestiegene Strompreise und die anziehende Inflation machen vielen Menschen in Berlin schwer zu schaffen. Vor allem Menschen mit geringem Einkommen wie Hartz-IV-Empfänger, Rentner oder Studenten haben große Nöte, ihre Stromrechnung zu bezahlen.

So werden in Deutschland aktuell für die Kilowattstunde im Schnitt 31,89 Cent aufgerufen. Das sind laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) 0,3 Prozent mehr als noch in 2020. Über 20 Jahre hinweg betrachtet sind die Strompreise aber nahezu explodiert. Seit dem Jahr 2000 haben sich diese mehr als verdoppelt. Damals wurden im Schnitt noch 13,94 Cent aufgerufen.

Gasversorgung

2020

Die GASAG hat als Grundversorgerin insgesamt 85.584 Mahnungen mit Sperrandrohungen versendet.

Bei insgesamt 1.264 Haushalten wurde der Gasanschluss gesperrt. Der durchschnittliche Zahlungsrückstand lag bei 715 Euro.

2019

Ein Jahr zuvor waren 92.913 Mahnungen mit Sperrandrohungen.

Ingesamt 1.670 Haushalten wurde die Versorgung mit Gas wegen Zahlungsrückständen unterbrochen wurde. Der durchschnittliche Zahlungsrückstand lag bei 670 Euro.

 

Zahlen sanken von 2019 zu 2020 - aber Corona-Moratorium zu beachten

So wurden im vergangenen Jahr von Vattenfall als Grundversorger, wie aus einer Antwort aus einer parlamentarischen Anfrage des Berliner Abgeordnetenhauses zu Stromsperren [pardok.parlament-berlin.de] hervorgeht, rund 71.600 Sperrankündigungen an zahlungssäumige Haushalte verschickt. Gesperrt wurden letztlich dann 12.500 Berliner Haushalte. Im Vergleich zu 2019 waren das zwar deutlich weniger. 2019 wurden rund 104.300 Sperrankündigungen versendet sowie knapp 18.000 Stromsperrungen vorgenommen [pardok.parlament-berlin.de].

"Dazu muss man aber sagen, dass Vattenfall von April bis Juni 2020 aufgrund der Corona-Pandemie nur in Einzelfällen Sperrankündigungen ausgesprochen und Sperraufträge an Netzbetreiber herausgegeben hat", ordnete Elisabeth Grauel von der Berliner Verbraucherzentrale ein. Sie ist Chefin der hauseigenen Energieschuldenberatung.

Der durchschnittliche Zahlungsrückstand von Vattenfall-Kund:innen, aufgrund dessen eine Unterbrechung der Stromversorgung erfolgte, lag den Angaben zufolge 2020 bei deutlich über 300 Euro.

"Energiearmut" werde laut VdK zu einem immer größeren Problem

Grauel fordert in diesem Zusammenhang, dass die Hartz IV-Regelsätze dringend an die gestiegenen Energiepreise angepasst werden müssten. "Das fordern wir als Verbraucherzentale bereits seit Jahren", betonte sie.

Unterstützung erhält sie von Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverband VdK. "Energiearmut" werde ein zunehmend großes Problem für Menschen mit wenig Geld. Die Stromkosten seien im Hartz IV-Regelsatz viel zu gering berechnet und entsprechen nicht den realen Preisen.

Neben den ohnehin steigenden Energiepreisen führten auch die Monate der Corona-Pandemie zu explodierenden Abschlussrechnungen, da die Menschen die meiste Zeit mit ihren Kindern zu Hause waren. "Dies wird zu massenweisen Stromschulden und noch mehr Stromsperren führen. Der VdK fordert daher die Regierung auf, endlich die Stromkosten in der Grundsicherung und bei Hartz IV den realen Energiepreisen anzupassen und zwar jährlich", sagte Bentele dem rbb. Auch bei der Berechnung des Wohngeldes müssten die Stromkosten endlich als Energiekosten mitberücksichtigt werden.

Berliner Bundesratsinitiative scheiterte

"Es ist nicht hinnehmbar, dass Menschen mit geringem Einkommen die Stromrechnung aus dem Kühlschrank bezahlen müssen", so auch Sozial-Staatssekretär Alexander Fischer aus der Senatsverwaltung. Berlin sei jedoch im Bundesrat mit einer Initiative gescheitert, die Hartz-IV Sätze um 100 Euro im Monat zu erhöhen, um die pandemiebedingt erhöhten Kosten und Preise ansatzweise auszugleichen.

Hilfe in der Not gibt es beispielsweise bei der Verbraucherzentrale oder Caritas

In Berlin gebe es aber viele Beratungsstellen für Menschen, die Probleme mit ihrer Strom- oder Gasrechnung hätten, betont Elisabeth Grauel von der Verbraucherzentrale. "Man muss nur rechtzeitig zur Beratung kommen und nicht dann, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist", sagt sie und meint damit die Sperrung der Energieanschlüsse. Denn da wieder herauszukommen sei schwer und noch teurer, weil zusätzliche Gebühren anfallen. Oftmals könne die Verbraucherzentrale die säumigen Zahler beispielsweise bei Vattenfall vertreten, Abschübe erwirken. Sie wies auch auf mögliche Darlehen für Energiezahlungen vom Jobcenter hin.

Aber viele Betroffene schämten sich oft, denn Armut ist ein Stigma, sagte Sven Schoss. Er ist beim Caritasverband für das Erzbistum Berlin Koordinator des Projekts Stromspar-Check [caritas-berlin.de]. Hierbei handelt es sich um ein kostenfreies Angebot für Bezieher sozialer Leistungen und niedriger Einkommen. Ausgebildete Stromsparhelfer besuchen die Haushalte, tauschen Energiefresser aus und senken so die Energiekosten durchschnittlich um 172 Euro pro Jahr.

"Energie sparen" könne eine Antwort auf hohe Stromrechnungen sein. Oftmals saugten alte Elektrogeräte zu viel Strom. So könnten Warmwasser-Boiler sparsamer eingestellt werden. Auch bieten Schoss und seine Kolleg:innen an, beim Kauf eines neuen Kühlschrank mit 150 Euro als einmaligen Zuschuss zu helfen. Das Geld stamme aus einem Bundesprogramm. Auch könnten Lampen ausgetauscht werden. Hier könnte das Projekt einmalig 70 Euro beisteuern. Final lösen könne zwar auch das Projekt Stromspar-Check die "Energiearmut" lösen. Es sei aber auf jeden Fall ein Anfang.

Sendung: Inforadio, 13.09.2021, 16:20 Uhr

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63 Kommentare

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  1. 62.

    Ein wichtiger und leider zeitlos relevanter Beitrag. Gerade die verfassungsrechtliche Lage hierzu ist haarsträubend. Elektrizität und der Zugang dazu sind Grundrechte, weil es eine öffentliche Ressource ist, auch dann wenn sie von privaten Konzernen angeboten wird. An den Schulden und den politisch zu verantwortenden Fehlentwicklungen in Energiepolitik ändert das zwar nichts, aber sehr wohl an der unmittelbaren Lebenssituation der Betroffenen.

    Dabei ist Strom für sich so günstig wie noch nie. Der Preis wird aber künstlich hochgehalten, zumeist von denen, die überhaupt keinen Anteil daran haben, dass der Preis niedriger wurde. Die Bundesnetzagentur funktioniert von vorn bis hinten nicht und die großen Stromkonzerne können sich wie in einer Bananenrepublik als Kartell den Strommarkt untereinander aufteilen. Wen wundert es, dass es in Infrastrukturfragen jeglicher Art keine Fortschritte gibt, wenn die Nutznießenden gleichbleibender Verhältnisse so viel Einfluss haben?

  2. 61.

    Helfen würde hier sofort, wenn ein Stromanbieter jeden Wechselwilligen nehmen müsste und sich nicht die Rosinen herauspicken könnte. Ist bei der Krankenkasse ja auch nicht anders.
    Auch wäre es fair dem Grundversorger gegenüber, der am Ende eben all jene ebenfalls versorgen muss, die anderswo keinen Vertrag bekommen. Ist kein Wunder, dass es genau dort dann die höchsten Preise gibt.
    Menschen mit wenig Geld sind also doppelt gelitten. Sie können sich nicht neue stromsparenden Geräte leisten und kommen für den hohen Strombedarf nur an den teuersten Strom.
    Unerträglich dann hier auch noch die Häme und Unterstellung zu lesen, dass jeder Betroffene selber schuld sei.

  3. 60.

    Die Strompreise werden doch schon seit Jahren künstlich hochgehalten. Nirgendwo ist Strom so teuer wie in Deutschland. Warum wohl? Da stecken sich viele die eigenen Taschen voll und da wird am falschen Ende investiert. Die Stromsteuer ist do hoch wie nie.

  4. 59.

    Neoliberalismus bis Deutschland ein drittes Welt Land ist. In Großbritannien erfrieren Menschen in ihren Wohnungen. Die sind uns zehn Jahre im Voraus. Typisch berlinerisch ist es keine Empathie zu besitzen und den Opfern noch in den Rücken zu treten. Hartz 4 wird 2022 um drei Euro erhöht. Waren es die Jahre zuvor nicht fünf Euro? Die Regierung will die krasse Armut. Hat Deutschland nicht die höchsten Strompreise in Europa? Wer wäre ich, wenn ich mich nicht am Leid anderer Menschen erfreuen würde. :> Ungefragte Besserwisserratschläge und Verachtung stehen mir gut.

  5. 58.

    Sehe ich genau so. Wir kaufen unsere "Weiße Ware" seit Längerem nur nach Effizienzklasse (Geräte für die Mediennutzung dann doch eher nach unserem Anspruch, den wir uns leisten wollen/können) und dass Qualitätsprodukte vorzeitig kaputt gehen, konnten wir noch nicht beobachten.
    Hier sollten Sozialschwache entsprechend bezuschusst werden, anstatt sie in Billiglösungen zu drängen. Das würde der Umwelt wohl am meisten helfen.

  6. 57.

    Ich zitiere mal die UNDRR, auch wenn es Ihnen nicht gefällt:
    ""Würden Inflation und wachsende Siedlungen berücksichtigt, verursachte Extremwetter mittlerweile weniger Schäden als früher – ein Effekt des Klimawandels auf die Summe der Schäden sei also nicht erkennbar.""

    Im letzten UN Klimabericht stand übrigens:
    ""Ein Einfluss des Klimawandels auf die globalen Schäden durch Wetterkatastrophen ist bislang nicht zu erkennen""

    Keine Ahnung wo Sie Ihre Daten herhaben und wie Sie diese interpretieren. Wie war das mit dem Schuss?

  7. 56.

    Der Co 2 Preis dürfte bei Öko Strom ja keine Rolle spielen.
    Die Erzeugung ist Klimaneutral, sprich Co 2 frei (wird jedenfalls so rübergebracht).
    Somit dürfte eine Erhöhung bei Öko Strom Tarifen wegen der Co 2 Abgabe gar nicht möglich sein.
    Da sollte doch der Verbraucherschutz der richtige Ansprechpartner sein.

  8. 55.

    .. es ist schon erstaunlich, wie Frau Merkel auf Kosten der Bürger und ungestraft ihre Energiewende völlig kopflos durchgeführt hat..

  9. 54.

    Der Rest des Parteiengefüges ist doch mit dabei oder täusche ich mich da.
    Was für eine Heuchelei jeder Bürger soll 75 Euro im Jahr als Ausgleich bekommen.
    Habe ich genug auf der Kante ist mir das doch wohl Schnuppe, wie viel ich an Energie- und Heizungskosten bezahle.
    Errinnere an Sarrazin, man kann sich ja im Winter auch einen Pullover anziehen. Was für einen Aufschrei gab es!
    Die Energiepreise/ CO2 Steuer schlagen sich auf jedes Produkt nieder.
    Damit die Schwellenländer weiter die gute Luft produzieren.
    Noch nie so laut gelacht!
    Deutschland verdummt mit seinen Politikern

  10. 53.

    Sehr geehrte Redaktion, zu vielen Themen diskutieren wir in der Gesellschaft derzeit, dass und wie Sprache unser Denken bestimmt. Ich fände es gut, wenn Sie sich mit dem Begriff "sozialschwach" kritisch auseinandersetzen und ihn nicht für einen solchen Beitrag verwenden würden. Was meinen wir denn, wenn wir "sozialschwach" sagen? Verbirgt sich dahinter die Haltung, so bezeichnete Menschen wären "asozial"? (Bei einigen Kommentaren hier könnte man diesen Eindruck gewinnen; ich glaube allerdings nicht, dass Sie als Redaktion diese Lesart hervorrufen wollen.) Oder meint "sozialschwach" nicht im Grunde: von Armut betroffen, in prekären Verhältnissen lebend u.ä.? Es ist bereits vielfach darauf hingewiesen worden, dass die Bezeichnung "sozialschwach" degradierend und stigmatisierend ist, sodass ich die Argumente hier nicht wiederholen, sondern stattdessen auf die Seite der Krautreporter verweisen möchte https://krautreporter.de/1602-wieso-sozial-schwach-die-kleine-schwester-von-scheisse-ist

  11. 52.

    Ihr Kommentar verstehe ich nicht ganz. Gerade die neue „Markengeräte“ im Haushalt helfen Strom zu sparen. Diese sind aber teuer und unterscheiden sich auch drastisch von den No Name Produkten. Und das meinte ich doch als ich davon schrieb, diese teuren Geräte kann sich eine Familie mit geringen Einkommen eben nicht leisten. Was die Haltbarkeit solcher No Name Produktion anbelangt, da gebe ich Ihnen sogar recht.

  12. 51.

    > Sie strahlen bis zu 100000 Jahre nach und wo soll es gelagert werden? Wer ist dann verantwortlich und ist das tragbar für unseren Planeten?

    Etwas, was 100.000 Jahre strahlt, strahlt halt nicht stark. Wenn man das Americium-241 abtrennt bzw. gar nicht erst entstehen laesst, wird die Radioaktivitaet massgeblich nur durch Cs-137 und Sr-90 erzeugt:

    > https://www.world-nuclear.org/information-library/nuclear-fuel-cycle/introduction/physics-of-nuclear-energy.aspx (Grafik 3)

    und diese sind nach 300 Jahren komplett zerfallen.

    Es ist naemlich wichtig zu verstehen, dass Aktivitaet und Halbwertszeit umgekehrt zueinander proportional sind. D.h., etwas was 100.000 Jahre oder laenger strahlt, ist ungefaehrlich, solange Sie es nicht inkorperieren, z.B. Tc-99.

    Ausserdem kann man Brennelemente wiederaufbereiten, erklaert hier:

    > https://www.orano.group/en/nuclear-expertise/from-exploration-to-recycling/world-leader-in-recycling-used-nuclear-fuels

  13. 50.

    Und als Zugabe für den ach so preiswerten atomaren Strom bekommt dann jeder Bundesbürger auf Generationen einen strahlenenden, aber nicht mehr brauchbaren, Brennstab auf den Nachtisch.
    Bis heute weiss man nicht wohin endgültig mit dem Atommuell und zwar so das er nicht nur gelagert, sondern weg ist. Er witd nur Zwischengelagert in mehr oder weniger sicheren Aufbewahrungen und hin und her transportiert, mit allen Gefahren.
    Das kann es nichz sein.

  14. 49.

    @ tuffel

    Ohne Kernenergie und Braunkohle kann der steigende Energiebedarf nicht gedeckt werden. Das ist nun mal Fakt. Ebenso ist die Speicherung von erneuerbaren Energien einfach viel zu teuer

  15. 48.

    "Aha. Sind wir also schon aus der Kohle ausgestiegen? Habe ich nicht mit bekommen. Tut mir leid. Da Sie ja wissen, wie der Strommarkt funktioniert, können Sie den ja mal mir erklären, oder?"

    Gern. Seit Ende 2018 fördert Deutschland keine Steinkohle mehr. Diese wird jetzt ausschließlich importiert; u.a. aus Russland, Kolumbien und Australien. Ca. 8% der Stromerzeugung erfolgt über Steinkohle.

  16. 47.

    Eigentlich sollte die Co2 Abgabe Kosten neutral sein. Seit Anfang des Jahres bezahlen wir alle die Abgabe. Und?
    wo wurde etwas gesenkt? Genau. Nirgends. Ich beziehe zum Beispiel "Grünen Strom". Auch der ist gerade angehoben um 6% worden. Im Januar kommt die nächste Erhöhung der Abgabe. Die ist den Grünen sogar noch zu niedrig. Wartet mal ab was nächstes Jahr mit den Preisen passiert. Die die Glauben das die Grün Linken Fantasien zum Nulltarif zu haben sind denen ist nicht mehr zu helfen. Ganz besonders gering und Normalverdiener werden darunter zu leiden haben. Viel Spass bei der Wahl.

  17. 46.

    Völliger Irrglaube den sie haben, haben sie mal über die Kosten für Lagerung der Brennelemente nachgedacht. Sie strahlen bis zu 100000 Jahre nach und wo soll es gelagert werden? Wer ist dann verantwortlich und ist das tragbar für unseren Planeten?

  18. 44.

    Nach den neuesten Informationen konnte die Energieversorgung nur mit Hilfe der Kohle- und Gaskraftwerke gesichert werden. Wind und Sonne waren zu instabil. Aber die Grünen und ihre Gefolgschaft bauen weiter auf alternative Lösungen. So gehen wir einer gesicherten Zukunft entgegen.

  19. 43.

    Das Märchen vom energiesparenden Haushaltsgerät hält sich standhaft. Wir kaufen seit Jahrzehnten, fast ausschließlich Markengeräte und auch nur dann wenn diese kaputt oder nicht mehr wirtschaftlich reparierbar sind. Während die alten Geräte zehn Jahre und länger gehalten haben, schaffen es die Neuen oft nur bis über die Garantiezeit und größere Geräte in etwa 4 Jahre. Wieso soll es dann günstiger sein ein altes Gerät mit etwas mehr Stromverbrauch zu ersetzen, wenn ich den Energiesparer schon nach relativ kurzer Zeit erneuern muss?

  20. 42.

    Gemach bitte!
    Ein Tipp oder freundlicher Hinweis ist keine Belehrung.
    Hmmmm... okay..
    Also DAS war jetzt eine.
    Aber was Ule geschrieben hat, nicht.
    Trotzdem danke für den Beistand.

  21. 41.

    "Günstiger Strom geht nur mit Kernenergie."

    Mit den bestehenden AKWs werden wir aber unseren Strombedarf nicht decken könnten. Und Neubau bedeutet deutlich teurer Strom (s. GB).

  22. 40.

    Ah ja....haben Sie sich schon mal damit beschäftigt, wie viel der Steuermichel an Subventionen, steuerlichen Vergünstigungen und vor allem der Entsorgungsproblematik so unbemerkt abdrückt? Wahrscheinlich nicht, sonst würden Sie so etwas nicht schreiben. Aber Sie könnten ja einen guten Anfang machen und Ihre Wohnung oder Ihr Haus mit als Endlager zur Verfügung stellen.

  23. 38.

    "Korrekt. Die Rohstoffe zur Produktion unseres Stroms - also Kohle, Gas, Uran - kommen ja jetzt bereits zu einem Großteil aus dem Ausland."
    Aha. Sind wir also schon aus der Kohle ausgestiegen? Habe ich nicht mit bekommen. Tut mir leid. Da Sie ja wissen, wie der Strommarkt funktioniert, können Sie den ja mal mir erklären, oder?

    "Warum wählen so viele Menschen Parteien mit einer neoliberalen Wirtschaftspolitik, selbst wenn sie persönlich dadurch Nachteile haben?"
    Weil viele Leute die Bild lesen und die eher dem neoliberalen Schreckgespenst anhängen, als dem "kommunistischen".

  24. 37.

    Statt zu den letzten BL beim Impfen zu gehören, sind wir Spitzenreiter bei den Energiekosten. Danke, Herr Woidke!

  25. 36.

    Günstiger Strom geht nur mit Kernenergie. Durch die Verbote und die Zwänge zum Bau von Solarstrom und Windenergie wird sich der Strompreis in den nächsten Jahren noch verdoppeln, wenn Grün in den Bundestag regieren sollte.

  26. 35.

    Wenn regenerierbare Stromquellen "die Zukunft" sind, warum müssen sie durch zusätzliche Abgaben vorfinanziert werden?"
    Das könnte zum einen daran liegen, das die Technik und die Infrastruktur nicht einfach mal so von alleine aus dem Nichts entsteht und das die Energiekonzerne den Deibel tun werden und in langfristige Strukturen investieren. Der Planungshorizont dieser Herrschaften ist eher der nächste Quartalsabschluß.

  27. 34.

    Ist das nicht egal ob Sie (wir) für "Ökoabgaben" oder die Folgen des Klimawandels zahlen? Ich meine nicht!
    Ahrtal......32 MILLLIARDEN !!! Und das ist erst der Anfang.
    USA 84 Milliarden Schaden dieses Jahr. Und das geht so weiter. Manch einer hat den Knall immer noch nicht gehört.

  28. 33.

    Ich möchte in diesem Zusammenhang auf eine Aussage der Linken verweisen. Der zwingende Austritt aus der Nato. Mit dieser, imaginären, und unsere sozialen Probleme in keinster Weise lösenden Forderung, verbauen sich die Genossen die Möglichkeit, die wirklichen Baustellen bundespolitisch anzugehen. Auf Landesebene Veränderungen zu fordern, mit dem Wissen, das es dafür Bundesgesetze braucht, ist sinnfreie Idiologie. Jetzt wäre die Chance, im Rahmen einer Koalition die Dinge zu verändern. Aber scheinbar ist der Basis das Feindbild wichtiger als sozialer Wandel.

  29. 32.

    "indem die entsprechenden Energieabgaben und -steuern reduziert würden?"
    Wie soll das gehen? Sehen Sie sich z. B.die Steuerentlastung der AfD an, die Partei die sich für den "kleinen " Mann einsetzt.
    Einkommen ca. 40000 Euro...Entlastung 21 Euro
    Einkommen 300000 Euro.... Entlastung ca. 30000 Euro
    Unabhängig davon das diese Partei aus anderen Gründen unwählbar ist, zeigt es doch das sich kaum einer wirklich mit Parteiprogrammen auseinandersetzt.
    Eine Entlastung gibt es nur wenn der CO2 Preis nur dafür eingesetzt wird die EEG Abgabe abzuschaffen und die Steuern zu senken. Davon profitieren vor allem Geringverdiener.
    Den Willen dazu sehe ich nur bei einer Partei, nämlich der die angeblich nur Verbote im Programm hat.

  30. 31.

    Blöd, das Sie nicht einmal bemerkt haben, dass sich das auf Internet bezieht und nicht unbedingt auf den Haushalt. Aber andere belehren wollen.

  31. 30.

    Ich habe mir tatsächlich schon vor Jahren privat eines gekauft, aber bislang nicht benutzt.
    Denn ganz ehrlich:
    Mein Luxus ist mir wichtiger als eine niedrige Stromrechnung.
    Ich habe mir einen günstigen Tarif ausgesucht; das muss genügen.

  32. 29.

    Machen wir uns nichts vor, Strom-Gas und Ölpreiserhöhungen werden demnächst auch noch ganz normale Haushalte treffen. Politiker interessieren sich aber nicht dafür. Hauptsache wir retten das Klima. Am Ende des Jahres wenn die Abrechnungen in den Haushalten ankommen wird bei vielen Ratlosigkeit einkehren. Das ist dann die Kehrseite der Medaille.

  33. 28.

    Eigentlich sehe ich das Problem eher in einer klimapanikgespeisten Regulierungswut.
    Altgeräte sind "naturgemäß" eine aussterbende Spezies.
    Mit ein wenig gutem Willen kann man zweifellos schon so einiges machen.
    Aber pauschal lässt sich da vieles nicht festlegen, dazu sind die Lebensmodelle und Hobbies zu unterschiedlich (manch einer verwendet einen High-End-PC oder hat ein Großraumaquarium, manch einer liest am liebsten bei Kerzenschein Prosa).
    Und eine Grundversorgung sollte IMMER gewährleistet und ggfs. an die Lebenssituation angepasst werden.

  34. 27.

    Werde jetzt Rentner.
    Bei den Preisen kann ich nicht viel mit dem Auto oder ÖPNV unterwegs sein.
    Wenn ich zu Hause bleibe ist der Strom so teuer das ich im Dunkel sitzen muss.

  35. 26.

    genau und wenn sie kein Brot haben dann sollen sie eben Kuchen essen.

  36. 25.

    ..und sobald (fast) alle auf E-Autos/E-Motorräder umgestiegen sind werden die Stromerzeugenden Unternehmen richtig zuschlagen - dann werden die hohen Preise von heute einem spotbillig vorkommen.

  37. 24.

    1.Warum gibt es Inflation? Wer hat sie beschlossen?
    2.Immer neue Geräte, die oft nur fake-sparsam sind, schaden der Umwelt mehr als alles andere!

  38. 23.

    Hab ich.
    Und das Ergebnis hat meine Wahlentscheidung zementiert.
    Oder vielleicht sollte ich besser sagen:
    In Beton gegossen.
    Denn ich möchte auch in ein paar Jahren noch Strom haben.
    Und das nicht nur VIELLEICHT (also wenn der Wind weht und die Sonne scheint).

  39. 22.

    Weniger drinnen, mehr draußen sein. Am meisten Strom im Haushalt verbrauchen TV, Audio und Bürogeräte, gefolgt von Kühlgeräten, Trockner, Waschmaschine und Beleuchtung.
    https://www.stromauskunft.de/stromanbieter-wechsel/stromanbieter-wechsel-faq/was-verbraucht-am-meisten-strom/

  40. 21.

    Holen Sie sich mal ein Strommessgerät vom Energieversorger. Dann sehen Sie wieviel Strom hier sinnlos verpufft...
    Hier mal einige Tipps zum Energiesparen:
    https://www.eon.de/de/pk/strom/strom-sparen/stromverbrauch-internet.html

  41. 20.

    Das Problem dabei sind auch immernoch die veralteten Haushaltsgeräte. Ob nun Kühlschränke, Herde und gar Waschmaschinen. Und ja, es gibt auch noch Flachbildfernseher die reichlich Strom fressen. Plasma Geräte z.B. Ich besitze noch so einen. Die sind unverwüstlich. Deshalb nutze ich ihn kaum noch. Die Industrie zieht da auch nicht konsequent mit. Die Energie sparenden Haushaltsgeräte werden zwar angeboten, sind aber für sozialschwache Personen einfach finanziell unerschwinglich. So schließt sich der Kreislauf wieder. Ich habe mal gelesen, in Japan dürfen nur noch Energiesparmodelle gekauft werden, wenn neue Gerätschaften im Haus anstehen.

  42. 19.

    Unsere Energiepreise sind politisch gemacht. Mehr muß ich nicht mehr schreiben.

  43. 18.

    >"Wo bleibt die Einlösung des großkotzigen Versprechens der Bundesregierung,dass im Zuge des CO2- Ablasshandels der Strompreis sinken soll?"
    Der Strompreis ist doch gesunken - an der nationalen Energiebörse! Aber da kaufen die großen Energiekonzerne den Strom billig ein, den sie uns dann wieder teuer verkaufen. Haben die damals echt geglaubt, dass die Endverbraucher was vom Preisnachlass an den Strombörsen abbekommen?
    Man sollte Staatsbürgerkunde für Politiker wieder einführen. Uns hat man damals in diesem Fach erklärt, wie Kapitalismus und Profit funktioniert. Nämlich genau so! Und wir singen alle ABBA... money... money... money...

  44. 17.

    Bei mir ist noch nichts angekommen und so würde es auch mit dem versprochenem Klimageld von 75,00 € (was nie für einen 100 %igenm Ausgleich reicht) sein.
    Zukünftig werden wir Steuern und zusätzlich Ökoabgaben auf hohem Niveau zahlen.
    Tolle Zukunft, denn durch die Einschränkung der materillen Möglichkeiten der Menschen geht auch ein Stück Freiheit.

  45. 16.

    Haben Sie schonmal versucht das herauszufinden? Schwierig ist es nicht, es ist den Versuch auf jeden Fall wert.

  46. 15.

    Ein Laptop und ein Router verbrauchen zusammen weniger Strom als eine altmodische Glühbirne. Man so etwa bei 1-2 cent pro Stunde raus. Die großen Stromverbraucher sind Kühlschrank, ggf. Herd, und ggf. Durchlauferhitzer. Vielleicht eine Klimaanlage.

  47. 14.

    Das Gefühl für ehrliche Arbeit in diesem Land bestraft zu werden habe ich schon sehr lange. Ständig stiegen die Preise, sie Sozialabgaben und die Steuern.
    Aber noch ein Wort zu Fernsehen: Bei uns hat der Fernseher den ganzen Sommer Pause, wir sind entweder im Garten oder in der Natur. Die nötigen Informationen beziehen wir aus dem Radio.

  48. 13.

    Komisch, dass die Linke irgendwo um die 5% rumgurkt. Haben wir nur 5% Menschen, die entweder selber ein geringes Einkommen haben, oder mit solchen Menschen solidarisch sind? Warum wählen so viele Menschen Parteien mit einer neoliberalen Wirtschaftspolitik, selbst wenn sie persönlich dadurch Nachteile haben?

  49. 12.

    @Ule
    So stelle ich mir die Zukunft vor. Einmal in der Woche Gemeinschaftsempfang und der Blockwart hakt ab, ob auch alle da gewesen sind...

  50. 11.

    "Dieses Rumgejammer immer geht echt langsam auf die Nerven."

    Wenn man Ihren Beitrag bis zum Ende liest, tun auch Sie allerdings exakt genau das. Geholfen ist damit niemandem.

  51. 10.

    "Vermutlich aus dem Ausland. "

    Korrekt. Die Rohstoffe zur Produktion unseres Stroms - also Kohle, Gas, Uran - kommen ja jetzt bereits zu einem Großteil aus dem Ausland. Dann eben das fertige Produkt.

  52. 9.

    Mit den Grünen, SPD oder der CDU wird es nur schlimmer! Es ist Zeit dieser Nutznießerpolitik, bei der sich einige wenige bereichern und die weder klimafreundlich noch sozial ist, endlich die rote Karte zu zeigen!

  53. 8.

    Bedaure: Gerade der Energieverbrauch von Fernsehern hat sich gegenüber den alten Röhrengeräten deutlich reduziert.
    Und wie schnell man sich mit Tipps zur Energieeinsparung unpopulär macht, weiß ein ehemaliger SPD-Politiker zur Genüge.
    Letztenendes muss Strom bezahlbar sein und bleiben.
    Er darf nicht zum Luxusartikel verkommen, sondern sollte so selbstverständlich und zuhause jederzeit verfügbar sein wie fließendes Wasser.

  54. 7.

    Der deutsche Staat ist der Preistreibender Nr. 1 (Steuern!!) alles andere ist zu vernachlässigen!

  55. 6.

    Unglaublich. Die ganze Zeit saßen die Menschen mit ihren Kindern zuhause. Na klar.
    Dann würde ich mal rausgehen, das wäre eine Lösung. Es gab auch während des Lokdowns Möglichkeiten sich draußen zu bewegen, besonders dann, wenn man genug Zeit hat...
    Also wir haben mit zwei Kindern und homeoffice gute 1,5 KWh mehr am Tag verbraucht und haben 1800kwH Verbrauch pro Jahr.
    Wir gehen allerdings auch Vollzeit arbeiten und anstatt die gesamte Zeit den Fernseher laufen zu lassen, lesen wir mit unseren Kindern und gehen viel in die umliegenden Parks u. ä.
    Dieses Rumgejammer immer geht echt langsam auf die Nerven. Wir zahlen unsere Miete, Krankenversicherung usw. selbst und haben bei keiner Veranstaltung einen Sozialrabatt...
    Dafür zahlen wir über unsre Steuern die Miete und die Stromkosten von sozial schwachen Personen. Man hat das Gefühl als arbeitender Mensch mittlerweile dafür bestraft zu werden. Ach so, und ich habe meine Stromrechnung immer bezahlt, da ich nur das verbraucht habe, was ich mir leisten kann. So einfach ist das.

  56. 5.

    Wo bleibt die Einlösung des großkotzigen Versprechens der Bundesregierung,dass im Zuge des CO2- Ablasshandels der Strompreis sinken soll? Bei uns kennt der Strompreis nur einen Weg, nämlich den nach oben!

  57. 4.

    Der Fernseher und die Internetnutzung verbrauchen viel Energie. Also einfach mal Fernseher und Internet häufiger aus lassen und draussen an der frischen Luft spazieren gehen. Man gewinnt dann doppelt: Weniger Stromverbrauch und eine bessere Gesundheit. Das spart den Geldbeutel doppelt.

  58. 3.

    Wann immer die Preise anziehen, sozial Schwache sind immer als erste besonders betroffen!
    Wie wäre es, wenn die Regierung, statt die Hartz IV-Sätze anzuheben, die künstlich gestiegenen und überhöhten Preise für Energie in Form von Strom und Benzin senkt, indem die entsprechenden Energieabgaben und -steuern reduziert würden?

    Tankstellen sind seit Jahrzehnten - dank der massiven Mineralölsteuer - weniger Verkaufsstellen für Kraftstoffe als eher Kassenhäuschen für das Finanzministerium!
    Wenn regenerierbare Stromquellen "die Zukunft" sind, warum müssen sie durch zusätzliche Abgaben vorfinanziert werden?

  59. 2.

    Wetten, dass sich das Problem in den nächsten Jahren nicht VERRINGERN wird?
    Wo ohne Kohle und Atomkraft künftig der Strom herkommen soll, hab ich nämlich noch nicht herausgefunden.
    Vermutlich aus dem Ausland.

  60. 1.

    Stromsperrungen macht ein Klempner? Ich glaube nicht. In Berlin ist das ein elektrotechnisch ausgebildeter Beauftragter des Netzbetreibers Stromnetz Berlin.

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