Brandenburg/Havel, Teupitz und Lübben - Verdi-Mitglieder stimmen für unbefristeten Streik an drei Brandenburger Kliniken

Archivbild: Zwei Beschäftigte halten bei der Kundgebung zum Beginn des viertägigen Warnstreiks bei den Asklepios-Kliniken in Brandenburg an der Havel, Teupitz und Lübben ein Schild mit der Aufschrift <<26 Patienten - 1 Pflegekraft - No Go!>>. (Quelle: dpa/M. Skolimowska)
Video: Brandenburg Aktuell | 05.10.2021 | I. Alboga | Bild: dpa/M. Skolimowska

Den drei Brandenburger Kliniken des Hamburger Asklepios-Konzerns in Brandenburg an der Havel, Teupitz und Lübben steht voraussichtlich ein unbefristeter Streik bevor.

Wie die Gewerkschaft Verdi am Dienstag mitteilte, haben mehr als 90 Prozent der Mitglieder in einer Urabstimmung für den Arbeitskampf gestimmt. Die Verdi-Tarifkommission werde nun "zeitnah" entscheiden, wann der Streik beginnt.

Bezahlung erheblich schlechter als in Hamburg

Der Arbeitgeber habe es in der Hand, den unbefristeten Streik durch ein "verhandlungsfähiges Angebot zu verhindern", sagte Verdi-Verhandlungsführer Ralf Franke laut einer Mitteilung. Hintergrund ist die Forderung nach einem Tarifabschluss.

Die Gewerkschaft will für die rund 1.450 Beschäftigten in den drei Brandenburger Asklepios-Kliniken eine Angleichung der Haus-Tarife an die Tarifverträge des öffentlichen Dienstes (TVöD) erreichen. Verdi kritisiert, dass die Brandenburger Beschäftigten für die gleiche Arbeit teilweise mehr als 10.000 Euro im Jahr weniger verdienten als Kollegen in den Hamburger Kliniken des Konzerns, wo der TVöD bereits gezahlt werde.

Sendung: Antenne Brandenburg, 05.10.2021, 11:00 Uhr

Nächster Artikel