Arbeitsmarkt im Oktober - Arbeitslosigkeit in Berlin und Brandenburg weiter rückläufig

Do 28.10.21 | 10:01 Uhr
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Die Agnetur für Arbeit in der Charlottenstraße in Kreuzberg (Bild: dpa/Jens Kalaene)
Audio: Inforadio | 28.10.2021 | Matthias Bartsch | Bild: dpa/Jens Kalaene

Der Arbeitsmarkt in der Region entwickelt sich weiter positiv. In Berlin und Brandenburg gingen die Arbeitslosenzahlen im Oktober zurück, laut Regionaldirektion sind die Auswirkungen der Corona-Krise in vielen Branchen nicht mehr zu spüren.

Die Arbeitslosenzahlen sind in Berlin und Brandenburg im Oktober weiter gesunken.

In Berlin sind im Oktober 186.046 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet, wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilte. Das sind 4.389 weniger als im September und 18.746 weniger als im Vorjahr.

In Brandenburg liegt die Zahl der Arbeitslosen bei 71.264. Das ist ein Rückgang um 1.830 Personen im Vergleich zum September und um 9.957 zum Oktober vergangenen Jahres.

Deutlich mehr freie Stellen als im Vorjahr

Die Arbeitskräftenachfrage in Brandenburg bleibt auf einem hohen Niveau, insbesondere im Handwerk und der Industrie, in der Zeitarbeit und den freiberuflichen Dienstleistungen. Den Arbeitsagenturen und Jobcenter sind 25.963 freie Stellen im Bestand gemeldet, das sind 22 Prozent mehr als im Vorjahresvergleich.

Auch in Berlin zeigt die Arbeitskräftenachfrage einen positiven Trend. Die Arbeitsagenturen und Jobcentern haben 22.377 freie Stellen im Bestand, das sind fast 23 Prozent mehr als im Vorjahresvergleich.

Brandenburg wieder auf Vor-Corona-Niveau

"Die Arbeitslosigkeit ist rückläufig, der Trend in der Beschäftigung zeigt nach oben. Die Auswirkungen der Corona-Krise sind in den meisten Branchen inzwischen nicht mehr zu spüren - mit Ausnahme der stärker betroffenen Bereiche wie dem Gastgewerbe, Veranstaltungs- und Messewesen und Teilen des Handels", erklärte Ramona Schröder, Chefin der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit.

In Brandenburg sei das Vor-Corona-Niveau in der Arbeitslosigkeit bereits wieder erreicht worden. In Berlin werde dieser Prozess noch etwas länger dauern.

Sendung: Brandenburg aktuell, 28.10.2021, 19:30 Uhr

6 Kommentare

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  1. 6.

    Bemerkenswert finde ich, daß es überhaupt noch Arbeitslose in dieser Menge gibt, sind doch während der Corona Einschränkungen die Beschäftigten vieler betroffener Branchen in andere Berufe abgewandert. Die Folge ist, daß, z.B. in Cottbus, manche Geschäfte, Cafes, Dienstleister, ..., wegen Personalmangel schließen oder die Geschäftszeiten kürzen mußten. Und nicht gerade wenige Unternehmer, gerade die Kleinen, berichten, daß "Bewerber" häufig nach 1-2 Tagen wieder weg sind, mal nicht geeignet, mal keine Lust, ... Wie man so hört, ist davon aber nicht nur Cottbus betroffen.

  2. 5.

    Ist doch logo, wenn immer mehr der geburtenreichen Jahren in Rente gehen, ist das mall so!

  3. 4.

    Das ist alles nur Augenwischerei. Da wurden Menschen wieder in Billigjobs abgeschoben und diese Menschen müssen dann wieder zum Amt aufstocken gehen. Billiglohnland Deutschland macht's möglich. Und die Politik ist auch noch stolz drauf. Es gibt inzwischen so massig Billigjobs, die Menschen werden später alle keine Rente bekommen. Es ist eine Schande, wenn dann noch so rausposaunt wird, dass die Arbeitslosenzahlen gesunken sind.

  4. 3.

    In diesem Zusammenhang würde mich interessieren, sind die Hartz Empfänger Zahlen auch gesunken?
    Oder sind die etwa gestiegen ?

  5. 2.

    Hallo Teddybär! Ganz genau. Wenn immer gesagt wird, dass die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigen gestiegen ist, dann will man das Volk immer mächtig beeindrucken. Viele glauben dann leider, dass es sich um Jobs handelt von denen man leben kann. Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung fängt aber über dem Minijob an. Also auch für 600 Euro. Den Rest zahlen dann die Steuerzahler über die Jobcenter an den Arbeitgeber. Und morgen steht dann wieder etwas über einige ALG2 Empfänger als Sozialschmarotzer in der Bild-Zeitung. Wer sind denn die eigentlichen, relevanten Sozialschmarotzer für den Steuerzahler in unserer Gesellschaft? Ich freue mich schon über die Feilschrei um das neue Bürgergeld. Unter dem Strich wird alles beim Alten bleiben. Reine Augenwischerei.

  6. 1.

    Eigentlich eine gute Nachricht, die Frage ist nur: Können die Leute von ihnen neuen Jobs auch leben?

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