Zweiter und vierter Advent - Zwei verkaufsoffene Sonntage im Dezember in Berlin geplant

Fr 01.10.21 | 17:38 Uhr
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Symbolbild: Übergang Mall of Berlin, Einkaufszentrum am Potsdamer Platz. (Quelle: imago images/Y. Fischer)
Bild: imago images/Y. Fischer

Berlin hat den zweiten und den vierten Advent zu verkaufsoffenen Sonntagen erklärt. Die Öffnung am 5. und am 19. Dezember ist nach Angaben der Senatsverwaltung für Arbeit und Soziales vom Freitag allerdings nur dann zulässig, wenn mindestens drei der fünf größten Weihnachtsmärkte an den betreffenden Tagen als Präsenzveranstaltungen stattfinden.

Sollten der Bund oder das Land Berlin infektionsschutzrechtliche Maßnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie ergreifen, gehen diese demnach den Bestimmungen zur Sonntagsöffnung vor. Die Kirchen sehen eine zunehmende Aushöhlung des Sonntagsschutzes kritisch und setzen sich auch mit Blick auf die Beschäftigten für möglichst maßvolle Regelungen ein.

Jeder Fünfte in Berlin arbeitet an Sonn- und Feiertagen

Wie aus einer Antwort des Statistischen Bundesamts auf eine Anfrage der Linken im Bundestag aus dem letzten Jahr hervorgeht, arbeitet mehr als jeder fünfte Arbeitnehmer in Berlin an mindestens einem Sonn- oder Feiertag im Monat. Von den knapp 1,6 Millionen abhängig Beschäftigten in Berlin betrifft das rund 337.000 Arbeitnehmer. Nur im Saarland (21,3 Prozent) und in Mecklenburg-Vorpommern (24,1 Prozent) lag er höher.

Sendung: Abendschau, 01.10.2021, 19:30 Uhr

7 Kommentare

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  1. 7.

    Ich kenne keine Verkäuferin, und wir haben mehrere in der weiteren Familien, die sich über Wochenendarbeit beschwert. Wird gut bezahlt, meistens gibt es noch anteilig frei, alles super! Ich arbeite übrigens auch seit Jahrzehnten am Wochenende und Feiertags. Kann man alles so planen und einrichten, auch wenn es einige Schreihälse, die es ganz sicher nicht verstehen, anders und damit falsch sehen. Immer der Aufschrei beim Verkaufspersonal, bei allen anderen Berufsgruppen herrscht generell Stille

  2. 6.

    Dann bekommen die fleißigen Verkäufer/innen eben einen Wichtig frei wenn sie Sonntags arbeiten müssen. Wie bei allen Schichtarbeitern auch. Einen Wochentag frei zu haben ist bei vielen Verkäufer/innen sehr beliebt, gerade vor Weihnachten. Niemand muß durcharbeiten. Dafür gibt es das Arbeitszeitschutzgesetz.

  3. 5.

    Kriegen doch eh keine Mitarbeiter, wenn das Arbeitsumfeld, der Lohn, aber auch der Chef nicht stimmt und das wurde auch Zeit vor allem für gelernte Kraefte mit Ausbildung. Gilt natürlich für alle Branchen nicht nur für den Handel und dauss sich noch einiges tun
    Dann können wir vielleicht auch die erhöhten Mieten dieser Stadt bezahlen, was nicht zuletzt auch an schlechten Arbeitsbedingungen in Berlin liegt.

  4. 4.

    Interessiert euch auch natürlich eine Sch..., dass die Verkäufer*innen auch ein Recht auf Sonntag haben. Hauptsache euer Wochenende steht.

  5. 3.

    Was hat den jetzt die Adventsöffnung der Geschäfte mit dem öffnen der Weihnachtsmärkte zu tun. Gekauft wird so oder so, völlig unabhängig voneinander. Zur Entzerrung wäre eine Öffnung an allen 4 Adventssonntagen sinnvoller.

  6. 2.

    Aber Weihnachten schön frei haben wollen obwohl es christliche Feiertage sind den Sie den Kirchen zu verdanken haben wie auch Ostern , Himmelfahrt , Pfingsten. Würden sie auch so einen blöden Kommentar ablassen wenn sie an all diesen Tagen arbeiten müssten. Fakt ist wenn der Ladeninhaber allein entscheiden darf wann er aufmachen will haben wir bald amerikanische Verhältnisse. Das wollen wir bestimmt nicht

  7. 1.

    Immer wieder dieses Theater. Läden auf, wenn der Inhaber das möchte, und fertig. Die Kirchen sollen sich da grundsätzlich raus halten, die haben rein gar kein Mitspracherecht

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