100 neue Arbeitsplätze - Berliner Lebensmittelhersteller Veganz errichtet Produktionsstätte in Werder

Mitarbeiter der veganen Supermarktkette Veganz. (Quelle: dpa/Andreas Gebert)
Bild: dpa/Andreas Gebert

Die Firma Veganz, ein Hersteller veganer Lebensmittel, richtet eine Produktionsstätte in Werder (Potsdam-Mittelmark) ein. Unterstützt wird das Berliner Unternehmen dabei vom Land Brandenburg.

Brandenburg Kapital, eine Tochter der landeseigenen Förderbank ILB, investiert in das Unternehmen, wie Veganz-Gründer und Vorstandschef Jan Bredack am Donnerstag dem rbb sagte. "Es ist gut, dass wir das Land Brandenburg an unserer Seite haben", so Bredack.

Nach seinen Angaben wird der neue Standort im Magna Park in Werder Europas größte Produktionsstätte für rein pflanzliche Lebensmittel sein. Vor allem pflanzliche Alternativen für Käse, Fisch und Fleisch sollen dort hergestellt werden. Der Produktionsstart ist für das nächste Jahr geplant, rund 100 neue Arbeitsplätze sollen entstehen.

Berliner Unternehmen plant Börsengang

Zudem plant Veganz für die nächsten Monate den Gang an die Börse. "Wir sehen ein positives Momentum für rein pflanzliche Lebensmittel, das durch verschiedene Trends getrieben wird", teilte Unternehmensgründer Bredack am Mittwoch mit.

Seit 2011 verkauft die Marke vegane Produkte. Nun will sie Aktien für 50 Millionen Euro im Freihandel der Frankfurter Börse platzieren. Zum genauen Zeitpunkt des Börsengangs machte das Unternehmen zunächst keine Angaben.

Veganz war vor zehn Jahren als vegane Supermarktkette gegründet worden. Das Unternehmen hat in Berlin drei Filialen in Kreuzberg, Friedrichshain und Prenzlauer Berg. Inzwischen konzentriert sich das Unternehmen vor allem auf die Vermarktung seiner Produkte, darunter Süßwaren, Backprodukte, Fleisch- und Fischalternativen und Pizza. Veganz hat im vergangenen Jahr fast 27 Millionen Euro Umsatz und fast 5 Millionen Euro Verlust gemacht.

Sendung: Antenne Brandenburg, 14.10.2021, 16 Uhr

10 Kommentare

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  1. 9.

    Was gibt Ihnen das Recht mir als Veganerin vorschreiben zu wollen, was ich essen soll/kann und was nicht? Das werde ich nie verstehen. Haben Sie so ein schlechtes Gewissen wegen des Essens das Sie zu sich nehmen, dass Sie die bloße Existenz von veganem Käse nicht ertragen können? Lassen Sie mir bitte meinen veganen Käse, ich lasse Ihnen auch Ihren "echten" Käse für den Kühe und Kälber leiden und sterben müssen.

  2. 8.

    Zu Analogkäse kommt also noch Analogfisch und Analogfleisch. Früher wäre das ein Skandal gewesen, heute ist es hipp.

    Mit welchen Summe beteiligt sich das Land Brandenburg an der Firma? Was waren die Gründe, sich gegen Berlin als Standort zu entscheiden?

  3. 7.

    Nur weil man etwas in Frage stellt,fühlt man sich noch lange nicht angegriffen.

    Und ja pflanzlichen Käse darf man hoffentlich nicht einfach nur Käse nennen. Käseersatz wäre passender,denn es heißt ja auch Fleischersatz.
    Deine Beispiele (Fruchfleisch) passen nicht.

  4. 6.

    Es gibt sehr viel schlechtere Projekte, die sich nicht dort ansiedeln.

    Manchmal darf man den Leuten halt nur nicht sagen, dass da gar kein Fleisch drin ist. Was haben wir schon für Lob für unsere schmackhafte Bolognese bekommen und was wurden die Augen groß, als dann herauskam, dass die ja vegan war. :-)

  5. 5.

    Sind Sie dann auch gegen koffeinfreien Kaffee, laktosefreie Milch, alkoholfreies Bier/Sekt, glutenfreie Lebensmittel oder zuckerfreie Süßigkeiten? „Muss das denn sein? Dann isst man eben Produkt X nicht?“

    Ich bin immer wieder erstaunt, wie sehr Menschen sich durch vegane Produkte angegriffen fühlen und Ersatzprodukte kritisieren. Niemand zwingt Sie diese zu konsumieren, aber lassen Sie Menschen - die u.a. gegen die abartige Ausbeutung von Tieren sind - doch ihre Freude an Cashew-, Mandel- oder Kokoskäse.

    (Und ja, man darf es auch ohne tierische Bestandteile Käse nennen … oder kritisieren Sie „Fruchtfleisch“, „Teewurst“ oder „Scheuermilch“ auch?)

  6. 4.

    Find ich auch, neulich hatte ich "Buddha-Käse" in der Hand, aus Cashew-Nüssen hergestellt, teuer und ebenso verpackt wie andere überflüssige Sorten auch, aufwendige Vegan-Drinks in 100ml-Becherchen, die dieselbe Lieferkette nehmen, wie Nestlé und Dr.Oetker-Produkte. was daran dann nachhaltig sein soll, erschliesst sich mir nicht. wahrscheinlich das Image.

  7. 3.

    Ich werde dieses Zeug nie essen, soylent green....

  8. 2.

    Hihi,aus nem Salatblatt wird nun mal keen Schnitzel nisch wa? Und wenn ick mir die Zutatenliste ankiecke, wird mir schlecht.

  9. 1.

    Ja, die Zeiten ändern sich, die Ansichten auch. Nichts gegen pflanzliche Lebensmittel, aber künstlicher Käse? Muss das denn unbedingt sein? Es ist noch gar nicht so lange her, da haben sich etliche Menschen über Analogkäse aufgeregt. Jetzt kann offenbar gar nicht genug davon produziert werden. Dann isst man eben keinen Käse, gibt doch viele andere Lebensmittel.

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