Arbeitsmarktbericht - Trend hält an - Arbeitslosigkeit in der Region sinkt weiter

Di 30.11.21 | 10:01 Uhr
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ARCHIV - Ein Passant geht an dem Logo der Agentur für Arbeit vorbei. (Quelle: dpa/Sebastian Kahnert)
Audio: Antenne Brandenburg | 30.11.2021 | Marianne Blaschke | Bild: dpa/Sebastian Kahnert

Der positive Trend auf dem Arbeitsmarkt setzt sich fort. Sowohl in Berlin als auch in Brandenburg ist die Zahl der Arbeitslosen weiter gesunken. Auch die Kurzarbeit ist weiter zurückgegangen. Nur bei den Langzeitarbeitslosen ist die Lage anders.

Die Arbeitslosigkeit in Berlin und Brandenburg ist erneut gesunken. Das teilte die Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit (BA) am Dienstagvormittag mit. Der positive Trend halte damit an, hieß es im Arbeitsmarktbericht.

In Berlin waren demnach im November 180.292 Menschen arbeitslos. Das waren 5.754 weniger als im Oktober und 22.021 weniger als ein Jahr zuvor. Die Arbeitslosenquote liegt nun bei 8,9 Prozent und damit 0,3 Prozentpunkte unter der Oktoberquote. Im Vergleich zum November des Vorjahres ging der Wert sogar um 1,2 Prozentpunkte zurück.

Infolge der Corona-Situation habe sich insbesondere in Berlin die Zahl der Menschen erhöht, die bereits ein Jahr oder länger ohne Arbeit sind, heißt es im Arbeitsmarktbericht. Aktuell sind demnach 73.748 Menschen langzeitarbeitslos, rund 16.600 mehr als vor einem Jahr.

In Brandenburg waren im November 70.160 Personen als arbeitslos registriert. Das ist ein Rückgang um 1.104 zum Oktober und um 9.939 im Vergleich zum November 2020. Die Arbeitslosenquote beträgt 5,2 Prozent. Im November 2020 waren es noch 6,0 Prozent gewesen.

"Brandenburg hat nach dem zwischenzeitlichen Anstieg bereits das Vor-Corona-Niveau wieder erreicht", sagte Ramona Schröder, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der BA, anlässlich der Veröffentlichung des monatlichen Arbeitsmarktberichtes.

Es gebe innerhalb des Landes Bandenburg starke regionale Unterschiede, konkretisierte die Sprecherin der Arbeitsagentur Berlin-Brandenburg, Manja Kraatz, im Gespräch mit Antenne Brandenburg vom rbb. In der Uckermark sei die Arbeitslosenquote mit 9,5 Prozent am höchsten, die geringsten Quoten verzeichneten die Kreise Dahme-Spreewald mit 3,4 und Potsdam-Mittelmark mit 3,6 Prozent.

Weiterhin hohe Nachfrage nach Arbeitskräften

In beiden Ländern bestehe weiter eine hohe Nachfrage nach Arbeitskräften, teilte die BA weiter mit. In Berlin sind 22.898 freie Stellen von Unternehmen gemeldet. Das sind 4.300 mehr als im Vorjahr. Brandenburger Unternehmen haben den Arbeitsagenturen und Jobcentern 25.783 unbesetzte Stellen gemeldet - ein Zuwachs um 4.683 im Vergleich zum Vorjahr.

Neue Anzeigen zur Kurzarbeit gaben im November laut Bericht in Berlin 88 Betriebe für 647 Beschäftigte ab, in Brandenburg 192 Unternehmen für 2.905 Beschäftigte. Die tatsächlich geleistete Kurzarbeit könne derzeit für den Monat August ausgewiesen werden, hieß es weiter. Demnach haben in Berlin 40.481 Beschäftigte kurzgearbeitet. In Brandenburg waren 15.643 Personen in Kurzarbeit. Die Kurzarbeiterquote - der Anteil der Kurzarbeitenden an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten - betrug in Berlin 2,5 Prozent, in Brandenburg 1,8 Prozent.

Sendung: Brandenburg aktuell, 30.11.2021, 19:30 Uhr

5 Kommentare

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  1. 5.

    https://www.sovd-sh.de/aktuelles/meldung/zwangsverrentung-durch-arbeitsamt-oder-jobcenter-duerfen-die-das

    Es ist nicht immer alles nur Panikmache.

  2. 4.

    Wir sind zur ehrlich und eine andere Generation.
    Die Jugend ruht sich aus oder studiert , ohne Computer will keiner arbeiten.
    Generation blöd und nach 5 Jahren Hartz IV sind die eh nicht mehr vermittelbar.
    Manche bekommen seit 10 Jahre Hartz IV und sind gerade 28 Jahre alt.

  3. 3.

    Dafür haben Sie sicherlich Belege?

    In allen Gewerken und Berufen, mit denen ich zu tun habe, ist es schwierig, Mitarbeiter zu finden. Auch im Helferbereich. Auch die Zahl der Hartz IV Bezieher ist nicht gestiegen. Und die der Frührentner auch nicht. Eher kann man sagen, dass sich Menschen beruflich verbessern, s. Umsteiger aus der Gastronomie oder nochmal eine Ausbildung beginnen, z. B. im öffentlichen Dienst.
    Was bringt IHnne diese Stimmungsmache?

  4. 2.

    Ich würde mich sehr freuen wenn mich mein Arbeitgeber in Rente zwingen würde. Aber nach 45 Jahren und nach 43 Jahren Schichtdienst muss ich immer noch weiter arbeiten. Was habe ich nur falsch gemacht.

  5. 1.

    Arbeitslosigkeit sinkt? Ganz logisch, wenn man bedenkt dass viele in Rente gezwungen werden und ebenso andere in Hartz IV rutschen. Also sind die Zahlen totaler Blödsinn.

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