Ifo-Institut - Einzelhandel erwartet Lieferprobleme bis Sommer 2022

Di 09.11.21 | 15:56 Uhr
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Eine Frau mit einer Einkaufstasche geht über den Kurfürstendamm (Bild: dpa/Monika Skolimowska)
Bild: dpa/Monika Skolimowska

Der Einzelhandel wird wohl noch länger mit Lieferengpässe zu kämpfen haben.

Wie das ifo Institut am Dienstag mitteilte, rechnen Firmen der Branche damit, dass sich die Lieferengpässe bis weit in den Sommer 2022 hinziehen werden. Das habe eine Konjunkturumfrage des Instituts für den Monat Oktober ergeben.

Die Produktauswahl werde zu Weihnachten und lange danach eingeschränkt sein, sagte der Leiter der ifo Umfragen, Klaus Wohlrabe. Demnach sind Fahrradhändler am pessimistischsten, sie erwarten 18 Monate Lieferprobleme, Möbelhändler 12,5 Monate, Spielzeugeinzelhändler gehen von rund 11 Monaten aus und Baumärkte von 10,3 Monaten.

Weltweite Logistik aus dem Takt

Insgesamt sei die Zahl der Firmen mit Nachschubproblemen aber etwas zurückgegangen, von 74 Prozent im September auf 60 Prozent im Oktober. Bei den Fahrradhändlern sank die Zahl von 100 auf 89,6 Prozent, bei den Baumärkten von 98,9 auf 83,5 Prozent. Das seien immer noch enorm hohe Zahlen, so Wohlrabe.

Die weltweite Logistik sei aus dem Takt. Viele Lieferungen kämen mit deutlichen Verspätungen in Deutschland an. Die Probleme werden sich demnach auch in den Preisen im Weihnachtsgeschäft niederschlagen. Ein Großteil der Unternehmen habe bereits Preiserhöhungen angekündigt.

Auch Handelsverband erwartet Engpässe vor Weihnachten

Der Handelsverband Berlin-Brandenburg (HBB) hatte erst am Montag vor möglichen Lieferengpässen im Einzelhandel, insbesondere vor Weihnachten gewarnt.

Die Händler hätten dem Verband bereits eine entsprechende Rückmeldung gegeben, so Christine Minkley vom HBB gegenüber dem rbb. "Warme Pullover, in den entsprechenden Farben dieser Saison, das kann schon schwierig werden", so Minkley.

Sendung: Antenne Brandenburg, 09.11.2021, 15 Uhr

8 Kommentare

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  1. 8.

    Du hast die Ironie nicht verstanden....ich liebe es bei diesen Onlineriesen zu kaufen. Mein Kommentar bezog sich auf die vielen Schreiber hier, die immer gegen Amazon und Freunde wettern.:-)

  2. 7.

    Welch Glück, dass ich mehrere warme Pullover habe und mir die Farbe der Saison dabei egal ist.

    An alle fff‘s freut euch, gut fürs Klima, wenn ihr nicht den Pullover in der Saisonfarbe kaufen müsst.

  3. 6.

    Das ist halt VWL - der Peitschen-Effekt schlägt voll zu. Einfaches Beispiel: Klopapier. Zu Pandemiebeginn Mangelware, alle Einzelhändler ordern, alle Käufer horten. Wow - Was für eine Absatzsteigerung! Der Hersteller produziert mehr und mehr. Stellt Leute ein. Die Käufer kaufen, der Händler ordert... und dann ist die Abstellkammer voll! Der Käufer kackt immer nur noch einmal am Tag, der Händler hat die Regale und Lager voll. Der Hersteller kackt ab. Schliesst das Werk. Arbeitslose.

    Und dann kommt wieder ein Lockdown :-))))

    Hinzu kommen Lockdowns auch anderswo - die Container fertigt keiner ab, keiner leert sie, keiner verschifft etwas aus dem Lockdown. Oder fährt Leercontainer in geschlossene Häfen. Es gibt da, wo KEIN Lockdown ist und Ware lagert, keine Leercontainer, logisch, auch keine Frachtschiffe. Die liegen gerne in China VOR einem Hafen. Es klemmt. Überall.

    Ich rechne mit 2023. Nicht eher. Echt.

  4. 5.

    Wieso verhasst, dann bestell doch dort nicht!
    Ich finde ihn toll ….

  5. 4.

    Und ich bekomme alles was ich brauche bei unseren so verhassten Onlineriesen.....:-)selbst frische Lebensmittel....

  6. 3.

    Und ich bekomme alles was ich brauche bei unseren so verhassten Onlineriesen.....:-)selbst frische Lebensmittel....

  7. 2.

    Für jemanden, der oder die in der ehemaligen DDR aufgewachsen ist nichts Neues, wir können damit umgehen.

  8. 1.

    Dann kauf ich halt nichts, wo ist das Problem? =)

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