Machbarkeitsstudie geplant - Berlin lässt Gütertransport per S-Bahn prüfen

Mo 01.11.21 | 15:26 Uhr
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Archivbild: Güterzüge stehen am 22.02.2016 in Berlin nahe dem S-Bahnhof Greifswalder Straße. (Quelle: dpa/Soeren Stache)
Audio: Inforadio | 01.11.2021 | Kirsten Buchmann | Bild: dpa/Soeren Stache

Die Berliner Verkehrsverwaltung will den Gütertransport per S-Bahn prüfen lassen. Dazu ist eine Machbarkeitsstudie ausgeschrieben. Ziel ist es, "Potenzial und Umsetzbarkeit des Gütertransports im Nahverkehr detailliert zu analysieren, mit allen Chancen und Herausforderungen, die das mit sich bringen würde", teilte die zuständige Senatsverwaltung rbb|24 am Montag auf Nachfrage mit.

So soll beispielsweise untersucht werden, ob die vorhandene Infrastruktur und die vorhandenen Fahrzeuge genutzt werden könnten und welchen Bedarf Logistikdienstleiter zur Nutzung des S-Bahn-Systems hätten, so die Verwaltung.

Studie auf 12 Monate angelegt

Allerdings habe der Personenverkehr immer oberste Priorität, heißt es weiter. Die Machbarkeitsstudie wird zu fast 70 Prozent vom Bundesverkehrsministerium gefördert und ist auf 12 Monate angelegt.

Insgesamt ist ein Budget von rund 100.000 Euro vorgesehen. Bisher wurde die Gütermitnahme in der S-Bahn laut der Verkehrsverwaltung in Deutschland noch nicht untersucht. Die Studie diene dazu, alle relevanten Aspekte der Thematik am Beispiel der S-Bahn Berlin ergebnisoffen zu durchdenken.

Sendung: Abendschau, 01.11.2021, 19:30 Uhr

28 Kommentare

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  1. 28.

    Hallo hier, das hatten wir schon mal, S-Bahn oder Strassenbahn, nur mal die Zeitschiene etwas zurück drehen .........
    Wir erfinden alles wieder mal Neu ....

  2. 27.

    Ich könnte mir das theoretisch nur so vorstellen:
    Ein Amazon bzw DHL-Hub an der A10/Eisenbahn-Außenring wird an das S-Bahnnetz angeschlossen.Dort wird dann vollautomatisiert eine "Cargo-S-Bahn" mit Paketen beladen,welche ja aus Containern kommen, die zB nach Großbeeren oder Wustermark oder Westhafen mit der Eisenbahn gekommen sind.Diese "Cargo-S-Bahn" steuert dann nachts in der Betriebsruhe einige zentrale S-Bahnhöfe an, wo auch wieder vollautomatisiert entladen wird und gleichzeitig die dort vorhandene DHL/Amazon Paketstation beladen bzw. entladen wird.

  3. 26.

    Als ÖPNV Nutzer freue ich mich aufrichtig, wenn ich ohne Schienenersatzverkehr von Pankow nach Charlottenburg komme. Der Berliner Senat, der das selbst organisierte Chaos (parallele Bauarbeiten auf mehreren Tram-Linien uns Unterbrechung der Ringbahn) wohl als berlintypisch betrachtet, scheitert an der Koordination der Sanierung des ÖPNV und denkt aber dann darüber nach, Güterverkehr auf der S-Bahn stattfinden zu lassen. Das ist unsinnig und die Verschwendung von Ressourcen. Auch für einen gebürtigen Berliner ist das schwer zu ertragen.

  4. 25.

    Leider hatder Rote Senat in Berlin als auch in HH sämtliche Güterbahnhöfe abgerissen.
    Ein wohl auf die Verkehrswende..... weiter so..... mehr LKW bitte !!!!!!! Prima Klima

  5. 24.

    Das gab es schon vor der Wende in Brandenburg an der Havel, da hat man nachts die Geschäfte in der Innenstadt mit der Straßenbahn beliefert. Ist aber wieder eingestellt worden.

  6. 23.

    Die Güterbahnhöfe wurde allerdings i.d.R. über Fernbahngleise bedient. Der Stückgutverkehr wurde abgeschafft, da der im Vergleich zum Strassentransport zu teuer und langsam ist. Es geht einfacher und schneller, von einem zentralen Sammellager viele Kleintransporter fahren zu lassen. Man schaue sich nur mal an, wie die Schnäppchenjäger von Amazon beliefert werden oder die Paketpost arbeitet Wenn die einen Tag länger warten und nur einen Euro mehr bezahlen müssten als bei einem Wettbewerber, wären die sofort weg.

  7. 22.

    Da haben Sie leider vollkommen Recht. An der Ringbahn und den Vorortstrecken gab es früher zahlreiche innerstädtische Ortsgüteranlagen, die ab den 90er Jahren rücksichtslos geschlossen, verkauft und eisenbahnrechtlich entwidmet wurden. Nicht anders das Vorgehen in Hamburg, wo der Bahnhof Altona. geschlossen und durch einen unzureichenden Ersatzbau an der Peripherie ersetzt wird. Das Gerede über eine "Verkehrswende" kann daher nicht ernst genommen werden.

  8. 21.

    Na z.b. die BSR hat in Spindlersfeld neben dem S-Bahnhof ein Recyglinghof die Container können alle mit einer ELokmit Batterienund ein paar Hänger abgefahren werden bis zur Müllverbrennungsanlage oder weiteren AufbereitungsSortieranlagen. Der Wechsel von Fernbahn zur SBahn ist so wieso vorhanden. Bahnsteige sind Tabu.

  9. 20.

    Der Senat von Berlin, kann sofort Alle Berliner Güter- und Industrie- Bahnhöfe und Häfen Rück-Entwickeln. Eigentums- und Miet- Immobilien enteignen und abtragen, Gleisanschlüsse wiederherstellen. Dauert ein paar Jahre, kostet ein Bißchen, aber bis dahin sinkt die Bevölkerungszahl eh wieder.

  10. 19.

    Finde ich sehr gut doch welcher Bahnhof ist schon ebenerdig und was für Güter sollen transportiert werden. Da werden bestimmt noch Jahre ins Land gehen.

  11. 18.

    Na klar und jeder bekommt einen Gleisanschluss und eine Dresine. Die Reichen eine mit Motor. Unterschiede muß es ja geben.

  12. 17.

    Man kann auch mir die 100k Euro geben. Schon nach dem Lesen der Headline war mir klar dass das nicht funktionieren kann. Wäre Platz auf den Schienen und Personal da, dann würde ich mich nicht täglich in eine S-Bahn quetschen müssen. Vielleicht sollte man sich erstmal auf Menschen fokussieren und dafür sorgen dass das gut läuft. Danach gerne die Experimente.

  13. 16.

    Klingt spannend, bissel weiterspinnen.
    Zentraler Umschlagplatz irgendwo draußen wo S-Bahn, Güterbahnhof und Autobahn sich treffen und dann in der Stadt Weiterverbreitung via Kurier, Kleintransporter, Lastenrad, Drohne etc. Mal abwarten was da rauskommt.

  14. 15.

    Bevor man Güterzüge über die S-Bahn-Gleise schickt, sollte man etwaige Kapazitäten lieber nutzen, um mehr Züge im Personenverkehr fahren zu lassen.

  15. 14.

    Die Verkehrswende ist aber auch das der Tofu Klimaneutral zum Späti kommt. Strassen aus Stahl könnten hilfreich sein, zumindest in Grösseren Teilstrecken. Aber....

  16. 12.

    Die SBahn kann doch noch nicht mal den Personenverkehr gewährleisten . Das erlebt man jeden Tag. Hoffentlich können die Güter auch „umsteigen oder ggf. ein anderes Verkehrsmittel nutzen…“ So wie es tagtäglich ständig jeden Bahnkunden trifft.

  17. 11.

    Genau so ist es! Güterbahnhof Schöneweide: weg. Insbrucker Platz: weg. Pankow: weg. Moabit: stark verkleinert. Neukölln: dito. Stattdessen baut man dort nun Häuser oder auch nichts, wie in Pankow. Daran verdeutlicht sich die Schizophrenie der Öko-Krieger und der sog. Stadtplaner: der Lebensqualität wegen will niemand an einem innerstädtischen Güterbahnhof wohnen, aber LKW will man auch keine haben (die die Güter aus dem Umland in die Stadt karren, da es ja kaum noch Umschlagplätze gibt). So wird das leider nichts mit der ökologischen Wende.

  18. 10.

    Man sollte sich im Senat lieber darum kümmern, dass mehr S Bahn Züge aufs Gleis kommen, gut es würden einige bestellt, diese Anzahl ist aber viel zu gering um eine Verkehrswende schaffen zu wollen, die Züge sind auf den Hauptstrecken jetzt schon völlig überfüllt und dann sollen zwischendurch noch Güterzüge Rollen, dieser Senat ist an Inkompetenz nicht zu überbieten.

  19. 9.

    Wenn der Güterverkehr über die S-Bahngleisanlagen abgewickelt werden soll, dann gute Nacht. Dann sind durch die verstärkte Abnutzung der Gleise noch mehr Reperaturbauarbeiten angesagt.

  20. 8.

    Ja man hateinfach Güterbahnhöfe geschliffen entwidmet verscherbelt, mit Wohnbebauungen für viele Jahrzehnte blockiert. Doch wie das Tofu zum Späti kommt ist nicht mitgedacht. 30km Anfahrt auf den 10 wichtigsten Straßen in 100ten Schwerlastern sind nicht wirklich gut. Im übrigen gab es bis zu Wende u.a. eine GüterStrassenbahn für den Transport von SERO zum Hafen an der Grünauerstr. in Köpenick. der BSR Hof in Spindlersfeld neben dem S Bahnhof hatte bis vor kurzem Gleisanschlüsse mit Batterielok und Stromschiene. Nun werden die vollen Container per LKW abgefahren. Aber es geht um Fördermittel für die braucht es mehrere Studien. Aber auch einen Politischen Willen.

  21. 7.

    Gütertransport mit der S-Bahn ist nicht wirklich neu, wurde nur kaum noch genutzt. Immerhin werden die Müllbehälter einschließlich Gerätschaft von Bahnhof zu Bahnhof von den Servicekräften transportiert. Da der Transport in normalen S- Bahnwagen realisiert wird, ist der Müllgeruch für die Fahrgäste eine echte Zumutung. Die Bahn verfügte in früheren Jahren über sogenannte Dienstabteile, allerdings hauptsächlich für Mitarbeiter der Bahn gedacht.
    Zumindest könnte ich mir einen Transport von Gütern in den Nachtstunden durchaus vorstellen, in dem dann einige Wagons nur für Güter reserviert bleiben.

  22. 6.

    Erster Gedanke - gute Idee. Zweiter Gedanke - Infrastruktur. Die gibt es doch gar nicht mehr. Auch neben den S-Bahngleisen ist doch fast alles abgebaut worden, was einem, egal wie gedachten, Ortsgüterverkehr dienen könnte. Auch im Lande sieht es nicht anders aus. Es wurde doch alles zu Gunsten des LKW-Verkehrs abgebaut. Somit wird der Aufwand zu hoch sein.

  23. 5.

    Vielleicht fährt die Sbahn dann zuverlässiger :-)
    Für welche Sachen hier alles so Geld ausgegeben wird, aber in Schulen, Sozialen Einrichtungen, Kitas usw. wird gespart ...

  24. 4.

    Wie ein Sprecher des Berliner Senats mitteilt ,hat die zuständige Behörde den Vorgang (Prüfung ) noch nicht abgeschlossen.
    Berlin im Mai 2028

  25. 3.

    Mancherorts wie z.B. auf der Streitstr. in Spandau kann man sogar noch den Abzweig von der alten Tramtrasse erahnen. VW hatte bis Ende 2020 Cargo-Trams in Dresden eingesetzt. Nur gebe ich zu bedenken, dass die Bahnen, egal, ob Straßen- U- oder S-Bahn in sehr dichtem Takt unterwegs sind. Changing City kam deshalb vor einiger Zeit auf die glorreiche Idee, in den nächtlichen Wartungspausen mittels U-Bahn die Geschäfte in der Friedrichstraße zu beliefern.

  26. 2.

    Gütertransport mit der Straßenbahn gab es bei der BVG-Ost bis 1990, Z.B. für Altpapier (wer das noch kennt). Die S-Bahn scheint mir gänzlich ungeeignet dafür. Was ist eigentlich aus den ganzen Eisenbahnflächen und Hafenflächen geworden, die umgewidmet wurden und die wir demnächst vielleicht wieder händeringend brauchen werden? Eine Studie hilft da nicht, sondern ein Plan! Aber Berlin hat ja keine Pläne. Mit der alten und der neuen Koalition auch nicht...

  27. 1.

    Ich meine gehört zu habe, daß nach dem 2. Weltkrieg Gütertransport mit der Straßenbahn erfolgte, aber muß so etwas jetzt auch sein?

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