Im deutschlandweiten Vergleich - Brandenburg nimmt 2021 die meisten Windräder in Betrieb

Di 02.11.21 | 19:33 Uhr
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Mehrere Windräder stehen auf einem Gelände in der Uckermark (Brandenburg) (Quelle: imago images/serienlicht)
Audio: Inforadio | 02.11.2021 | Annike Krempel | Bild: imago images/serienlicht

Im deutschlandweiten Vergleich liegt Brandenburg vorne, was die Inbetriebnahme von Windkraftanlagen an Land betrifft. Die Branche verzeichnet insgesamt einen Zuwachs und wünscht sich von der neuen Bundesregierung mehr Tempo.

Der Ausbau von Windenergieanlagen an Land ist in Deutschland in den ersten neun Monaten dieses Jahres schneller voran gegangen als im Vorjahreszeitraum. Ans Netz kamen von Januar bis September 345 Anlagen mit einer Leistung von insgesamt rund 1,4 Gigawatt - das ist bei der Leistung ein Zuwachs von mehr als 50 Prozent. Das geht aus einer Übersicht der Fachagentur Wind an Land hervor.

Die ans Netz genommenen Windkraftanlagen verteilen sich dabei regional unterschiedlich: So liegt Brandenburg mit 76 Windenergieanlagen vorne, dahinter folgen Niedersachsen (71), Nordrhein-Westfalen (50) und Schleswig-Holstein (48). Im flächenmäßig größten Bundesland Bayern waren es dagegen nur acht.

Windanlagen mit Gesamtleistung von 1,4 Gigawatt errichtet

Hermann Albers, Präsident des Bundesverbands Windenergie, sagte der Deutschen Presse-Agentur, noch könne es mit einem starken vierten Quartal gelingen, im Gesamtjahr die Marke von zwei Gigawatt beim Zubau zu überspringen. Dies wäre ein gutes Signal, auch wenn die Energiewende eigentlich jährlich mehr als fünf Gigawatt neue Windenergieleistung an Land erfordere. Im Gesamtjahr 2020 wurden neue Windanlagen mit einer Gesamtleistung von 1,4 Gigawatt errichtet.

Weil nach Angaben der Branche auch 165 Windenergieanlagen mit einer Leistung von 172 Megawatt stillgelegt wurden, liegt der sogenannte Nettozubau bei 1.200 Megawatt. Die Zahl der neu genehmigten Windenergieanlagen, die noch nicht in Betrieb sind, stieg in den ersten neun Monaten im Vergleich zum Vorjahr deutlich.

Verband fordert: Zwei Prozent der Landesfläche für Windkraftausbau

Die Zahlen kommen mitten in den Koalitionsverhandlungen von SPD, Grünen und FDP. In ihrem Sondierungspapier hatten die drei Parteien als Ziel genannt, den Ausbau der Erneuerbaren Energien drastisch zu beschleunigen und alle Hürden und Hemmnisse aus dem Weg zu räumen.

Albers sagte, der Schlüssel zu mehr Genehmigungen liege in den Flächen. "Deshalb ist es unerlässlich, dass die neue Bundesregierung hier eine klare Prämisse setzt. Zwei Prozent in jedem Bundesland muss zur Pflicht werden." Das ist auch das Ziel von SPD, Grünen und FDP. Im Sondierungspapier heißt es, dass für die Windkraft an Land zwei Prozent der Landesflächen ausgewiesen werden sollen. Bisher wird diese mögliche Vorgabe bei weitem nicht erreicht.

Sendung: inforadio, 02.11.2021, 13:35 Uhr

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46 Kommentare

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  1. 46.

    Einspeisevorrang heißt das auch der Strom bezahlt wird der wegen Kohlestrom im Netz gerade nicht abgenommen werden kann. Ursache mangelnde Regelbarkeit und damit sind nicht die WKA gemeint......sollten Sie wissen.
    So zahlt der Stromkunde doppelt und mit einer Hälfte davon vernichtet er auch noch die Zukunft seiner Nachkommen.

  2. 45.

    Einfach einmal schnell gegoogelt und schon 2 Links. Beide belegen wieder erneut, dass die nicht verstehen was schreiben.

    Der erste Link will c02-Speicherung. Sie wissen leider nicht, dass dies von den Grünen abgelehnt wird.

    zum 2. Link schrieben sie:
    "Die haben bestimmt alle keine Ahnung (10 wissenschaftliche Insitute, 70 Unternehmen, 45 Experten im Beirat)....richtig Ahnung haben nur die Experten der LEAG oder Verbrennungsmotorenprofessoren...."

    Wie falsch sie da doch liegen. Hinter der Studie stecken RWE, Eon, Thysengas und Daimler. Wie gut die grünen Utopien aufgehen hat und das erste Halbjahr gezeigt. Die Hälfte des Stroms war eben keine Bio-Strom.

  3. 44.

    Wir haben die höchsten Stromkosten dank den Grünen, bei einem lächerlichen Effekt bei den Co2-Einsparrungen. Wenn Deutschland sich um jeden Preis Co2 neutral machen will, wird das Arbeitsplätze kosten, die in anderen Ländern entstehen werden.

  4. 43.

    Können Sie ihre Thesen etwa nicht belegen? Wenn Sie was behaupten, dann sollten Sie auch belegen.

  5. 42.

    Aus dem Kontext hätten Sie erkennen können, dass kWh-Strom gefragt war. Welche Einheit soll zudem kWh-Stunde sein?
    Die Gasspeicher reichen nicht, dass sollte doch jedem mit etwas technischen Verständnis klar sein. Warum arbeiten sie mit falschen Fakten?

  6. 41.

    Ich wohne in keiner Großstadt, sondern in einem Nest was keiner kennt vor Dresden. Und ich hatte jahrelang 500m entfernt WKA. Ich scheine wohl schwerhörig zu sein, ich habe die nie gehört. Jetzt die Landstraße finde ich viel schlimmer (weil mich vorher die WKA nicht gestört haben).

    Gut Ok vielleicht gibt es auch unterschiedlich laute Anlagen. Aber grundsätzlich könnten Sie auch Lärmmessungen durchführen insbesondere nachts und entsprechend Lärmbelästigungen nachts anzeigen. Wenn Sie ein reines Wohngebiet sind, dann kennen Sie bestimmt den entsprechenden Grenzwert, ansonsten ruhig nachfragen, ich teile Ihnen den gerne mit. Ich könnte sogar zu Ihnen kommen, da ich Zugriff auf entsprechende Messtechnik habe.

  7. 40.

    Wildauer Braunkohlearbeitsplätze ersetzt...da muss sich der Lausitzer doch freuen.

  8. 39.

    Die EEs haben rechtlich definierten Einspeisevorrang, dann können Sie ihre grünen Unwahrheiten von "verstopften" Netzen noch so behaupten. Dies ist und bleibt falsch!
    Sollte ein (selbsternannter) Akademiker wie Sie eigentlich wissen.

  9. 38.

    https://www.fz-juelich.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/UK/DE/2021/2021-11-02-loesungswege-zur-treibhausgasneutralitaet.html

    bitteschön. ich hoffe es wird mal veröffentlich, RBB hast scheinbar links. Ist extra keine PDF....

    Vielleicht noch was von der DENA?
    https://www.solarserver.de/2021/10/07/dena-leitstudie-aufbruch-klimaneutralitaet/

    Die haben bestimmt alle keine Ahnung (10 wissenschaftliche Insitute, 70 Unternehmen, 45 Experten im Beirat)....richtig Ahnung haben nur die Experten der LEAG oder Verbrennungsmotorenprofessoren....

  10. 37.

    Sie sind leider falsch informiert bzw. streuen ggf. bewußt falsches Wissen. Es gibt KEINE rechtsverbindliche Abstandsreglung über 500 m hinaus in Brandenburg bzw. durch den Bund geregelt.

    Bei uns sind es übrigens konkret 700 m bei 150 m Anlagenhöhe mit feinstem Bestandschutz. Der Sound kann in mancher Nacht mit einer Straße mithalten, ist allerdings penetrant dauerhaft, was Sie als kluger Großstädter natürlich auch klassisch besser wissen. Aber vielleicht ist diese Art des “Respekts” gegenüber den anderen bei den politischen Verhältnissen in Ihrem Bundesland auch nicht anders zu erwarten.

    Ich habe mich übrigens bei der Wohnortwahl bewußt gegen eine auch nur ansatzweise stark befahrene Straße entschieden. Selbst schuld, was?

  11. 36.

    Mit Fakten haben es die Kohlefreunde nicht so......
    Die ersten Milliarden zum Strukturwandel sind geflossen und genörgelt wird immer noch.

  12. 35.

    Man kann sich auch als einfacher Bürger Beteiligungen bei Windparks kaufen, als Investment. Nicht das sicherste Investment der Welt, aber auch nicht so riskant, dass man als Privatperson die Finger davon lassen muss.

  13. 34.

    Sie könnten sich einfach die Preisbestandteile der Stromkosten anschauen. Dann vielleicht noch wie die EEG Umlage zustande kommt. Dann noch warum jetzt Jahrelang die Börsenpreise für Strom sehr niedrig waren und welchen Einfluss das auf die EEG Umlage hatte. Dann noch wie extrem die Industrie bei den Stromkosten getrickst hat und sich von allen Umlagen hat befreien lassen....

    Die Preisgarantie für Atomstrom vom neuen EPR in GB ist Ihnen bekannt? Auch der Preis einer KWh Braunkohlestrom, wenn die gesellschaftlichen Folgen nicht auf die Allgemeinheit abgewälzt werden? und da meine ich noch nicht einmal die Klimawandelfolgen, sondern nur die direkten gesundheitlichen Folgen für die Volkswirtschaft.

  14. 33.

    Warum versuchen Sie Ihre Fragen nicht auch mal selbst zu beantworten_ Die RBB Kommentarspalte ist nicht Ihre persönliche Rechercheagentur. Sie implizieren immer nichts ginge, weil unmöglich oder zu teuer, legen da aber selbst null Nachweise vor. Im Gegenzug verlangen Sie stets wissenschaftliche Abhandlungen mit Zitaten in den Antworten auf Ihre Behauptungen.

  15. 32.

    Der Mindestabstand ist doch schon viel höher als 500m. Noch nicht mitbekommen? 1000m ist meines Wissens aktuell in Brandenburg, bei besonders vielen auch 1500m.

    Das für Windenergieanlagen nebenbei die gleichen Regeln zb der TA Lärm gelten ist Ihnen bekannt? insofern gibt es klare Grenzwerte für die Belastung mit Lärm (und auch für alle anderen möglichen Belastungen). Auf 1000 m können Sie da nichts mehr hören und Infraschall ist da auch kein Problem. Das BGR hatte dieses Jahr zugegeben sich um mehrere Zehnerpotenzen verrechnet zu haben. Wenn Infraschall ein so großes Problem für Sie ist, sollten Sie sich niemals in ein Auto setzen....

    Ich gehe mal davon aus, dass Sie keine große Straße vor der Tür haben? Sonst wären die WKA das geringste Problem.

  16. 31.

    Ach echt jetzt? Sie können MWh nicht in KWh umrechnen? puh das muss ich sacken lassen eine echte Expertin haben wir da vor uns.

    als Speicher für H2 eignet sich die schon bestehende Speicherinfrastruktur für Erdgas. Kosten überschaubar, wie aktuell bei Erdgas schon.
    Verluste schmälern zwar die Effizienz, sind dann aber nicht klimawirksam im Gegensatz zu den Verlusten an Erdgas.

  17. 30.

    Bis nach Berlin ist offensichtlich noch nicht durchgedrungen, dass wir in der BRD die höchsten Stromkosten haben. Wie wird die weitere Tendenz seien?

  18. 29.

    Wenig verwunderlich, dass die Grünen kein Konzept für die Planwirtschaft vorgelegt haben. Sie wollen ja gar keine Planwirtschaft einführen.

  19. 28.

    Warum antworten Sie nicht auf die ganze Frage? Den Kontext haben Sie auch nicht beachtet, da Sie nichts schreiben was ein kWh-Stunde kosten wird inklusive der Speicherkosten.

  20. 27.

    Fakt ist, dass die Grünen kein durch kalkuliertes Konzept für ihre Planwirtschaft vorgelegt haben. Dies ist allerdings ein guter Beweis, dass die Grünen und Adrian keinen Plan haben von dem was sie ständig fordern.

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