Nach langen Streiks - Verdi-Mitglieder stimmen Tarifeinigung bei Charité und Vivantes zu

Mi 08.12.21 | 12:45 Uhr
Teilnehmer eines Warnstreiks von Beschäftigten der Berliner Charite stehen auf dem Campus Charite Mitte mit Verdi-Fahnen für ein Foto zusammen. (Quelle: dpa/Christoph Soeder)
Bild: dpa/Christoph Soeder

Nach mehreren Streiks im Herbst und einer Einigung im November haben die Verdi-Mitglieder nun für den neuen Tarifvertrag mit Charite und Vivantes gestimmt. Dieser kann somit zum Jahreswechsel in Kraft treten.

Die Mitglieder der Gewerkschaft Verdi haben den Ergebnissen der Tarifverhandlungen bei Vivantes und an der Charité zugestimmt. Wie Verdi mitteilte, gab es an der Charité 96,3 Prozent und bei Vivantes 96,7 Prozent Zustimmung für die Tarifverträge zur Entlastung.

Künftig ist festgeschrieben, wie viel Personal auf den Stationen eingesetzt werden muss. Wenn Beschäftigte dennoch mehrfach in unterbesetzten Schichten arbeiten, erhalten sie dafür freie Tage als Ausgleich. "Das ist für die Betroffenen eine unmittelbar wirkende Entlastung", sagte die stellvertretende Leiterin des Verdi-Landesbezirks Berlin-Brandenburg Susanne Feldkötter. Die Kliniken würden zugleich Zeit bekommen, zusätzliches Personal zu gewinnen, um die vereinbarten Sollbesetzungen sicherzustellen.

Hohe Zustimmung auch bei den Vivantes-Tochterunternehmen

Bei den Vivantes-Tochterunternehmen stimmten 95,7 Prozent für den Tarifvertrag, der Gehaltsverbesserungen und eine Annäherung an den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) vorsieht. Verdi-Verhandlungsführer Ivo Garbe sprach von einem "großen und wichtigen Schritt zur Gleichbehandlung aller Beschäftigten an den Berliner Krankenhäusern."

Die Tarifverträge können Verdi zufolge wie geplant zum Jahreswechsel in Kraft treten. Zu einer Einigung kam es im November nach zuvor langen Streiks an den Kliniken.

Sendung: Abendschau, 7.12.21, 19:30 Uhr

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