Streit beim Lebensmittelretter - Mitarbeitende werfen Sirplus-CEO chaotische Geschäftsführung vor

Di 28.12.21 | 06:21 Uhr | Von Vanessa Klüber
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Archivbild: Raphael Fellmer, Gründer und Geschäftsführer von "SirPlus", läuft durch eine Filiale des Supermarktes "SirPlus" für abgelaufene und übriggebliebene Lebensmittel in Berlin-Steglitz. (Quelle: dpa/C. Soeder)
Bild: Audio: Inforadio | 28.12.2021 | Johannes Frewel

Raphael Fellmer lebte jahrelang ohne Geld und baute ehrenamtlich eine Foodsharing-Plattform auf. Dann gründete er ein Startup mit, das Lebensmittel vor dem Müll retten soll – dabei geht es um Millionen. Mitarbeiter:innen machen ihm nun schwere Vorwürfe. Von Vanessa Klüber

Die Geschäftsführung des Einzelhändlers Sirplus hatte sich die Reaktionen auf ihre Stellenanzeige im Oktober fürs Online-Geschäft wahrscheinlich anders vorgestellt. Nutzer:innen warnen auf Instagram eindringlich vor dem Unternehmen. "Janz miese Zustände hinter den […] Kulissen", schrieb jemand.

Für die gute Sache angeheuert

Zuvor hat Geschäftsführer und Gründer Raphael Fellmer alle Filialen geschlossen und 43 Leute entlassen – wegen Umsatzeinbrüchen durch Corona ist die Begründung, nur online soll es weitergehen. "Das war die schwierigste Entscheidung, die ich überhaupt je treffen musste", sagt er. Das fast fünf Jahre alte Startup wankt, und damit ein Traum von Fellmer, die Welt ein Stück weit besser zu machen. Sollen doch über Sirplus Lebensmittel an Kund:innen gebracht werden, die kurz vor dem Verfall stehen und sonst im Müll gelandet wären.

Doch neben der Corona-Umsatzeinbruch-Erzählung gibt es noch eine andere - von mehreren Noch- und Ex-Mitarbeiter:innen, die ihren Aussagen zufolge motiviert für die gute Sache bei Sirplus angeheuert hatten. rbb|24 erzählen sie von Müll, der im Sommer in den Filialen gelagert werden musste, weil das Startup die Rechnung für die Müllabfuhr nicht bezahlte, chaotischer Geschäftsführung, und dass sie sich einem Klima der Herabsetzung und Ausbeutung ausgesetzt fühlten.

Mittendrin habe ich schon so ein bisschen gemerkt, dass ich kurz davor bin, nervlich zusammenzubrechen. Das ist dann auch passiert

Julia Singer*, war Filialleiterin bei Sirplus

"Habe gemerkt, dass ich kurz davor bin, nervlich zusammenzubrechen"

Bereits Anfang März 2020 verfassten Mitarbeiter:innen einen elfseitigen Brief an das Unternehmen, der rbb|24 vorliegt, einen Hilferuf gerichtet an den Chef und auch an den Co-Gründer, der mittlerweile ausgestiegen ist. Sie schrieben von Fehlsteuerung, unfairen Löhnen und von Überbelastung.

Julia Singer* geriet damals komplett in die Krise. Nachdem sie sich im Januar in psychotherapeutische Behandlung begab, hörte sie bei Sirplus im April auf. Als Filialleitung mit einer 40-Stunden-Woche plus unbezahlter Überstunden habe sie 2.200 Euro brutto bekommen. Sie sei dann auf 32 Stunden runtergegangen, "weil ich dann mittendrin schon so ein bisschen gemerkt habe, dass ich kurz davor bin, nervlich zusammenzubrechen. Das ist dann auch passiert", sagt sie, "da war's anscheinend schon zu spät."

"Locker zehn Überstunden"

Elise Schubert* arbeitete im Verkauf und als Filialleitung und erzählt, sie wurde im Urlaub, am Wochenende oder in der Freizeit angerufen, ob sie arbeiten kommen könne. Sie sei während ihrer Krankschreibung kontaktiert worden. "Ich habe extrem viele Überstunden gemacht", sagt sie, "locker zehn in der Woche" seien es gewesen. Abbummeln sei nicht drin gewesen, "wir waren so extrem unterbesetzt, dass es teilweise nicht mal für Urlaub gereicht hat", sagt Schubert. Sie berichtet von einer hohen Fluktuation: Viele, die motiviert anfingen, hätten schnell desillusioniert wieder aufgehört. In einer Filiale habe teils nur eine Person gestanden.

Fellmer sagt dazu auf rbb-Anfrage, man habe immer versucht, zu vermeiden, dass jemand allein im Laden stehe - aber durch Krankheit sei das in Einzelfällen vorgekommen. Zu den anderen Vorwürfen von Schubert könne er nichts Genaues sagen, weil die Verantwortlichen nicht mehr im Unternehmen arbeiteten und Fellmer dies zum ersten Mal lese. "Bestimmt ist es aber vorgekommen, dass gesunde Mitarbeiter:innen aufgrund von Personalmangel durch Krankheit von Teamkolleg:innen auch mal am Wochenende kontaktiert worden sind, ob sie einspringen können, weil wir ja auch immer Samstag geöffnet hatten“, teilt Fellmer mit. Dass Filialleiter:innen wie Julia Singer nur 2.200 Euro brutto erhielten, streitet er ab.

Anne Betram* arbeitet aktuell noch bei Sirplus – im Onlinegeschäft: "Ich bin ausgebrannt, würde ich sagen", sagt sie. Es sei so, dass "meine Kolleginnen und ich hoffen, dass wir in die Insolvenz gehen, damit es irgendwie vorbei ist", lacht sie bitter. "Gerade führe ich nur noch aus."

Meine Kolleginnen und ich hoffen, dass wir in die Insolvenz gehen, damit es irgendwie vorbei ist.

Anne Bertram*, arbeitet bei Sirplus im Onlinegeschäft

Fellmer entschuldigt sich für Fehler

Ein Protokoll aus einer Sitzung Ende März, in der Fellmer bereits vor einem kleinen Teil der Belegschaft auf vielfältige Probleme hinwies, belegt, dass im laufenden Jahr 800.000 Euro Personalkosten gespart werden sollten. In dem Protokoll nannte er Probleme, die weit über Corona als Umsatzvernichter hinausgingen. Darin schreibt Fellmer: "Ich habe als CEO und als Gründer sowie Teil des Managements Fehler gemacht und dafür möchte ich mich entschuldigen […]."

Man habe zu schnell zu viele Menschen eigestellt und den Verlust, den das Unternehmen Monat für Monat macht, nicht sauber überwacht. Das Unternehmen befinde sich "inmitten der gr. Krise von Sirplus auf verschiedenen Ebenen", schreibt er. Er nennt Kommunikation und Umgang miteinander, Fehler- und Feedback-Kultur, die er nicht ausreichend vorgelebt habe.

Fünf Jahre ohne Geld gelebt

Zahlreiche Medien haben schon über Fellmer berichtet. Fellmer als Klimaaktivist, als jemand, der fünf Jahre ohne Geld gelebt hat, sich vegan ernährt, der eine Plattform namens Foodsharing aufgebaut hat, für die er und andere ehrenamtlich arbeiten. Bei Sirplus dagegen muss er Millionen Investorengelder einspielen. Als jemand, der vom Betriebswirtschaftlichen gar keine Ahnung habe und Geld durch nicht durchdachte Aktionen verschleudere, wie die Mitarbeiter:innen meinen, die mit rbb|24 gesprochen haben.

In dem Protokoll von der Sitzung im März schreibt er weiter: Ihm sei immer klar gewesen, "dass wir Hunderte Millionen an Investitionen brauchen, um die angestrebten 5 Millionen Tonnen bis 2030 zu retten, aber ich habe es nicht deutlich genug kundgetan." Somit sei bei einigen "vielleicht ein falsches Bild von Sirplus‘ Zukunft gezeichnet" worden. Und: "Realisierung, dass der Fisch vom Kopf stinkt und ich der Kopf bin". Die Konsequenzen trugen Mitarbeitende: Bei Sirplus stand noch im Frühling eine Kündigungswelle an.

Mitarbeitende beklagen Herabsetzungen und Müllproblem

Für Mitarbeiter:innen, die blieben, kam ein gefühlter Druck und Unbehagen auch durch den Umgang der in der Hierarchie weiter oben stehenden Mitarbeiter:innen zustande: Sprüche wie 'meine Zeit im Unternehmen ist wichtiger als deine' sollen gefallen sein oder dass Mitarbeiter:innen als 'ehrenlos' bezeichnet worden seien. Auch Chaos habe geherrscht, zum Beispiel wenn im Sommer Müllsäcke in den Filialen gelagert werden mussten, weil die Müllrechnung nicht bezahlt worden war.

Zu den Sprüchen teilt der Geschäftsführer Fellmer schriftlich mit: "Das ist nicht gut und entspricht in keiner Weise der von mir vorgelebten Kultur, falls mir solche Aussagen zu Ohren kommen würde, akzeptiere ich ein derartartiges Verhalten auch nicht." Zu unbezahlten Rechnungen steht in seiner Mitteilung: "Die Finanzierung eines ökologisch und sozial ausgerichteten Startups ist meist von Herausforderungen und zeitlichen Verzögerungen geprägt, weil es eben nicht nur um den Profit geht. […]“ So könnten auch mal finanzielle Engpässe entstehen. Das sei aber nie bewusst oder geplant geschehen, sondern "der frühen Phase des Unternehmens geschuldet, und wenn nur Einzelfälle", schreibt er.

Ich hab' natürlich auch Menschen angezogen, die sehr idealistisch an der Sache interessiert sind

Raphael Felllmer, CEO von Sirplus

"Vielleicht ein bisschen lockerer, ein bisschen entspannter

Fellmer ist sich sicher, dass "die meisten Menschen wirklich sehr gerne bei Sirplus arbeiten und gearbeitet haben". Ob man Überstunden abrechne oder nicht, "konnte jeder Gehaltsempfänger frei entscheiden", sagt er, "die Mitarbeitenden, die auf Basis von Stundenlohn arbeiteten, haben ihre Arbeitszeit nach meiner Kenntnis auch entsprechend entlohnt bekommen." Wie hoch die Gehälter waren, habe er nicht im Kopf. "Naturgemäß kann man als sehr junges Unternehmen aber nicht die höchsten Gehälter am Markt bezahlen." Man arbeite allerdings daran, diese zu erhöhen.

Fellmer sieht sich als Magnet für bestimmte Leute: "Ich hab' natürlich auch Menschen angezogen, die sehr idealistisch an der Sache interessiert sind", sagt er. Die dann teilweise enttäuscht gewesen seien, dass es nicht ganz so war, wie sie es sich vorgestellt hätten. "Vielleicht ein bisschen lockerer, ein bisschen entspannter, quasi nicht so, wie der etablierte Einzelhandel halt ist."

Dass Leute bei dir im Unternehmen sich nicht wohlfühlen, das fühlt sich für einen selbst auch nicht gut an.

Raphael Fellmer, CEO von Sirplus

Keine Kontrolle über den Laden?

Den Mitarbeiter:innen zufolge hat Fellmer aber selbst gar nicht die Kontrolle über den Laden. Schubert wirft ihm vor, die Entscheidungsgewalt im Unternehmen habe er an "irgendwelche Kumpels" abgegeben.

Fellmer sieht das mit der Kontrolle über den Laden so: Man sei in den letzten vier Jahren von zwei Gründern auf über 120 Mitarbeitende gewachsen, "und da kann ich nicht in jedem Arbeitsschritt und jeder Teamkonstellation drinstecken, man muss sich auf die Teams und deren Fähigkeit zur Selbstorganisation auch verlassen können."

Über ein halbes Jahr nach seinen Entschuldigungen aus dem Protokoll sagt der Sirplus-Geschäftsführer: "Dass Leute bei dir im Unternehmen sich nicht wohlfühlen, das fühlt sich für einen selbst auch nicht gut an." Er zeigt sich aber überzeugt, dass man jetzt schon ein gutes Klima habe.

Der Bewerbungsaufruf auf Instagram mit den kritischen Kommentaren wurde gelöscht. Daraufhin wurde eine neue Stellenanzeige aufgesetzt, "werde Teil unserer Mission gegen Lebensmittelverschwendung", heißt es darin. Bisher stehen noch keine kritischen Kommentare darunter.

*Namen geändert

Beitrag von Vanessa Klüber

35 Kommentare

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  1. 35.

    Wie immer der Unterschied, die einen packen an und stellen etwas auf die Beine, tragen das Risiko und die anderen denken es fallen die gebratenen Hühnchen vom Himmel direkt in den Mund. Immer die gleiche Leier. Bei Mieten, Jobs… überall Rundumversorgung. Aber selber etwas anpacken = Fehlanzeige.
    China is billiger auf dem Weltmarkt? Egal, erstmal ne Demo anleiern für den Erhalt nicht konkurrenzfähiger Produkte. Die Firma zahlt. Baumaterialien sind 30% teurer geworden, mir doch egal, zahlen ja andere. Tesla im strukturschwachen Gebiet? Weg da. Google = mit.
    Was meint ihr, wie weit unsere Gesellschaft mit so einer Einstellung kommen wird?

  2. 33.

    Diese Idee gibt es schon - und gab es auch schon sehr lange vor SirPlus: Sie nennt sich "Tafel". Die Berliner Tafel hat in Kooperation mit "Laib und Seele" 46 Ausgabestellen in Berlin und rettet monatlich weit mehr als 100 Tonnen Lebensmittel und unterstützt damit über 100.000 Berliner und Berlinerinnen.

  3. 32.

    Hä? Wo findet ihr die ganzen Doppelpunkte? Ich habe mich auf den INHALT des Artikels konzentriert.
    Nach eienr Stidue der Essex Uinverstiaet ist es eagl, in wlehcer Reiehnfogle die Bchustbaen in Woeretrn vokrmomen. Es ist nur withcig, dsas der ertse und lettze Bchusatbe an der ricthgien Stlele ist. Der Rset knan total falcsh sein und man knan es onhe Porbelme leesn. Das ist, wiel das mneschilche Geihrn nciht jeden Bchustbaen liset, sodnern das Wrot als Gaznes. Krsas oedr??? D1353 M1TT31LUNG Z31GT D1R, ZU W3LCH3N GRO554RT1G3N L315TUNG3N UN53R G3H1RN F43H1G 15T! 4M 4NF4NG W4R 35 51CH3R NOCH 5CHW3R, D45 ZU L353N, 483R M1TTL3W31L3 K4NN5T DU D45 W4HR5CH31NL1ICH 5CHON G4NZ GUT L353N, OHN3 D455 35 D1CH W1RKL1CH 4N5TR3NGT.

  4. 31.

    Seit Binnen-I-be-gone in meinen Browsern aktiv ist, habe ich außerdem auch kein Problem mehr mit den willkürlich und oftmals sinnentstellend verwendeten Partizipformen.
    Alles wieder lesebar, verständlich und grammatikalisch korrekt.

  5. 30.

    Man braucht für so was kein Studium, eine solide kaufmännische Ausbildung, in der man nicht pennt, tut es auch.

  6. 29.

    Ja, mich nerven diese Doppelpunkte auch. Da bis auf extrem seltene Ausnahmen in der weiblichen Form die maskuline enthalten ist können wir uns dieses Satzzeichen mitten im Wort schenken.
    Leser die sich im Wort Leserinnen nicht wiederfinden können gern an ihrem Leseverständnis arbeiten.
    Bei den seltenen Ausnahmen wie Hebamme/Entbindungspfleger kann man sicherlich beide Formen benennen ohne das Verständnis für "einfaches Deutsch" zu erschweren.
    All die Herren die jetzt an Schnappatmung leiden möchte ich darauf hinweisen dass Frauen den größten Anteil innerhalb der Bevölkerung haben und es doch wohl gerecht ist wenn Sprache dies ausdrückt.

  7. 28.

    Vielen Dank, das verbessert die Lesbarkeit des Artikels und der Kommentare ungemein.

  8. 27.

    Versuchen Sie sich doch mal in Menschen hineinzuversetzen, die auf leichte Sprache angewiesen sind oder kognitive Einschränkungen haben. Auch diejenigen, die Deutsch nicht als Muttersprache haben, werden benachteiligt. Ich gehe stark davon aus, dass Sie sich darüber noch nie Gedanken gemacht haben. Ich als Frau fühle mich von dieser Gendersprache übrigens ausgegrenzt (Stichwort: Anhängsel). Denken Sie mal in einer ruhigen Stunde nach, ob Sie besser nicht für Frauen sprechen, mit denen Sie nie ein Wort zum Thema gewechselt haben. Gern geschehen.

  9. 26.

    Ich würde schon per se in keiner Firma, wo man sich mit Vorgesetzten duzen muss, anfangen. Da kommt man dann auch nicht auf so eine eklig-persönlich abwertende Gesprächsebene wie oben dargestellt. 2200 EUR brutto für 40h+ggf. ÜS sind aber ok, da verdienen andere ähnlich oder gar weitaus weniger. Über die Firma hab ich auch Schlechtes gehört, und zwar von einem Handelskonzern, nach dessen Restehandhabung ich mich erkundigt habe. Die sagten, es ginge dem GF von Sirplus hauptsächlich um Selbstdarstellung, und dass die Mengen, die abgenommen werden könnten, nicht mal ansatzweise im Verhältnis zum real anfallenden Überschuss stehen. Das ganze Sirplus-Ding ist Augenwischerei und vorgebliches Gutmenschentum.

  10. 25.

    was noch fehlt..."er war stets bemüht"...
    tja wenn grüne traumtänzerei auf realität trifft.
    aber überlagerte lebensmittel abgeben?gibts doch schon,nennt sich "tafel"...weil es väterchen staat nicht schafft für ein ausreichendes existenzminimum zu sorgen!

  11. 24.

    Was ist daran genau die "unsolidarische Lebensweise"? Im Artikel steht nirgends, dass der Geschäftsführer sich die Hosen mit Geld vollschlägt. Man spricht übrigens nur von "Ausbeutung", wenn man im Gegenzug Profit macht, was hier ja nicht zutrifft. Und "Geldverbrennen" trifft hier auch nicht. Vielleicht das nächste Mal die Buzzwörter/Schlagwörter überprüfen.

  12. 22.

    Gut, es gab ja genug warnende Kommentare, in vergangenen (unverschämt vielen?) Berichten, zu dieser unsolidarischen Lebensweise hinter einer scheinbaren guten Idee. Sätze wie: „und den Verlust, den das Unternehmen Monat für Monat macht, nicht sauber überwacht“ oder „es geht ja nicht immer um Profit“ usw. sind eindeutige Formulierungen für „Geldverbrennen“ und auch Ausbeutung mit moralischer Rechtfertigung statt solides Arbeiten, um Einzahler in die Sozialkassen zu sein. Solche Leute hinterlassen in der Regel „verbrannte Erde“ und sind im Alter ein Beleg dafür, warum eine Grundrente letztlich ungerecht sein kann.

  13. 21.

    mein Tipp:
    Binnen-I-be-gone nutzen. Ein kleines Add-on, welches es für fast jeden Browser gibt.

  14. 18.

    Vom Prinzip her war und ist die Idee, Lebensmittel vor der Entsorgung zu retten und an Bedürftige bzw. Geringverdienende weiterzugeben, eine gute Sache. Daraus jedoch ein Geschäftmodell mit Filialen u. versicherungspflichtigem Personal zu machen, erfordert mehr als nur den guten Willen. Das kann nicht lange gut gehen. Wer keine ausreichenden Kenntnisse in Betriebswirtschaft, Personalwesen u. Steuerrecht sowie kein wirkliches Konzept hat, Idealismus als Teil der Vergütung ansieht, sollte nicht Chef einer Firma mit 120 sozialverpflichtigten Mitarbeitern werden. Diese Idee ist zwar löblich, jedoch zum Scheitern verurteilt und ein Kandidat für die Insolvenz. Vielleicht hätte Hr. Fellmer sich kompetente Leute ins Boot holen oder etwas ehrenamtliches daraus machen sollen. Ich hoffe dennoch, dass diese Idee von erfahrenen Menschen aufgrgriffen und weitergeführt wird, jedoch ohne den Gedanken, daran viel zu verdienen.

  15. 17.

    Ich war mal in so einem Laden drin. Die wollten für einen überlagerten Müsliriegel (3 Monate übers MHD) immer noch 1 € haben.
    Brauche ich nicht.

  16. 16.

    Eine sinnvolle Alternative für den Verkauf solcher Lebensmittel, die bei besserer Planung durchaus eine Chance hätte.

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