ÖPNV in Homeoffice-Zeiten - VBB kündigt flexible Tarife für Berlin und Frankfurt (Oder) an

Do 30.12.21 | 11:37 Uhr
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Archivbild: Strassenbahn vor den Lenne-Passagen in Frankfurt Oder. (Quelle: imago images/S. Steinach)
Bild: imago images/S. Steinach

Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg will im kommenden Jahr flexible Tickets in Berlin und Frankfurt (Oder) einführen. Das Angebot richtet sich vor allem Menschen, die zwar regelmäßig mit Bussen und Bahnen unterwegs sind, für die sich wegen Home-Office aber keine Monatskarte mehr lohnt. Die neuen Tickets gelten zunächst für den Tarifbereich AB, wie der VBB am Donnerstag mitteilte.

Berlin: Acht Tagestickets für 44 Euro

In Berlin wird zum 1. Januar 2022 das VBB-Flex-Ticket angeboten. Die 8er-Tageskarte (24 Stunden) kostet 44 Euro, also 5,50 Euro für einen Tag. Es ist damit einen Euro günstiger als 15 Fahrten im Tarifbereich AB. Eine Monatskarte für diesen Bereich kostet 86 Euro.

Allerdings müssen die acht 24-Stunden-Karten innerhalb von 30 Tagen eingelöst werden. Das VBB-Flex-Ticket für Berlin wird ab 1. Januar 2022 digital als Handyticket angeboten sowie an ausgewählten Verkaufsstellen.

Frankfurt: Abo nach Bahncard-Prinzip

ÖPNV-Nutzer in Frankfurt (Oder) können ab 1. März 2022 das VBB-Abo-Flex erwerben, das wie eine Bahncard funktioniert: Man zahlt einen monatlichen Grundbetrag von 4,90 Euro und bekommt dann 25 Prozent Rabatt pro Fahrausweis. Das Abo soll per Lastschrift eingezogen werden und monatlich kündbar sein.

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14 Kommentare

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  1. 14.

    Jahreskarten können jeden Monat gekauft werden und gelten ab dann 12 Monate. Das war schon immer so. Wer keine Jahreskarte will, nimmt eine Monatskarte und zahlt halt etwas mehr, kann dafüt jeden Monat neu entscheiden.

    Ich glaube, das größere Problem ist, diese Rabattkarte an allen Verkaufsstellen zu hinterlegen: Es muss also möglich werden, jedes Ticket mit 25% Rabatt zu kaufen. Das ist deutlich mehr Aufwand als einfach nur an einzelnen Verkaufsstellen in Berlin ein neues Ticket einzuführen (das Berliner Ticket wird es nach dem Artikel zu urteilen nicht überall zu kaufen geben; das Update für die Rabattkarte muss an allen Verkaufsstellen durchgeführt werden).

  2. 13.

    Also ich wohne in Berlin und arbeite in Berlin und hab 10 km zwischen Wohn- & Arbeitsort, viele Kolleg/innen sogar noch längere Wege – innerhalb Berlins. Ich glaube nicht, dass die Pendler alle in C wohnen …

  3. 12.

    Welche neuen Bedingungen beim Jobticket denn? Mein Jobticket läuft weiter wie bisher, es gab da keine Änderung. Es ist einfach ein verbilligtes Abo-Monatsticket, weil Arbeitgeber und Verkehrsunternehmen einen Zuschuss zahlen.


    Ich versteh auch nicht, warum hier in der Kommentarsektion so oft von der BVG die Rede ist. Die fährt in Frankfurt/O gar nicht, die Tickets kommen beide vom VBB – so steht es auch oben im Artikel.

  4. 11.

    Rechenfehern nimmt mn ein 4er ticket 9.60 4x4=16
    38.40€
    Brauche die Umweltkarte wenn für die Arbeit, also 2 x am Tag und nicht 24 Stunden. Also ist die neue Flexkarte immer noch unrentabel und nur 30 Tage gültig. Bvg fahren ist nicht selbstzweck und auch nicht sightseeing. sondern Mittel zum Zweck.

  5. 10.

    Wo bleibt der "große Wurf", der endlich die Leute wieder in den ÖPNV oder massenhaft Umsteiger vom Auto bringt? Was soll dieses ewige Rumdocktern an einem völlig undurchschaubaren, unsozialem, unpraktischen, teuren Tarifsystem? Unsere ÖPNV Verantwortlichen und -politiker sind zu faul sich mal in der weiten Welt umzusehen, wie man es besser machen kann, total unflexibel, beratungsresistent, kundenfeindlich, arrogant gegenüber ihren Wählern und folglich sehr unbeliebt bei Beschäftigten + Rentnern

  6. 9.

    ich kann mich den Vorkommentierern nur anschließen: wer braucht denn an Arbeitstagen wirklich eine Tageskarte? Und sich dann auch noch zu 8 Stück verpflichten? Das macht keinen Sinn. Überlegen die nicht bei der BVG? Oder ist es, dass man politisch sagen will: Wir machen jetzt flexible Angebote (die aber keinen Nutzen haben)... Seltsame Geschichte. Und dass dann noch als Verbesserung gepriesen wird. Ich gebe mein JobTicket im neuen Jahr zurück. Mein Freund hat es schon getan. Die neuen Bedingungen sind mir zu kompliziert. Wenn die BVG mit 30% weniger Fahrgästen (im Vgl. zu 2019) zurecht kommt - bitteschön. Das scheint ja dann die neue Verkehrswende der Grünen zu sein...

  7. 8.

    Ja, genau so. Da kaufe ich doch lieber weiterhin die 4-Fahrten Karte für 9,40€. Das sind 4,70€ hin und zurück - und zwar ohne Einschränkungen, wann ich die "abgefahren" haben muss.

    BVG, bitte nachbessern.

  8. 7.

    Ja wer denkt sich das aus... Jene die genau schauen das sie bei solchen Angeboten keine Verluste erleiden. Wenn der C-Bereich mit im Angebot drin wäre gäbe es Nutzer die von der Monatskarte umschwenken würden. Das Hauptproblem ist das im ÖPNV massiv Geld fehlt und genau da ist keine Lösung zu sehen. Außer steigende Ticketpreise bei weniger Angebot. Still und leise werden Verbindungen einfach abbestellt und geschwiegen wird auch über das geschrumpfte Angebot durch Personalmangel.

  9. 6.

    Ich finde es handelt sich um kein gutes Angebot der BVG.
    Eine 4 Fahrten-Karte AB kostet 9,40, 2 Fahrten somit 4,70 Euro. Gedacht ist es wohl wer 2 Tage die Woche im Büro arbeitet, den Rest im Homeoffice. Wenn ich aber einen Arbeitsweg von 1 Stunde von Friedrichshain nach Charlottenburg habe, ist es unwahrscheinlich, dass ich genau an den Tagen noch Abends quer durch Berlin fahre.
    Die Rechnung der BVG berücksichtigt nicht die 4-Fahrten-Karte, diese sollte eher im Preis gesenkt werden. Sie kostete letztes Jahr 9,00 Euro.
    Außerdem würde helfen, wenn das Ticket AB wieder wie lange nach dem Mauerfall 2 Stunden in alle Richtungen gültig wäre, z.B. für kurze Fahrten zum Einkauf, Arzt etc.. Derzeit sind keine Umwege/Rundfahrten gestattet, man kann schnell ungewollt zum Schwarzfahrer werden. Ich schaue daher oft vorher in die VBB-App nach dem Preis.

  10. 5.

    Wenn man bei der 8-Fahrten-Karte insgesamt nur einen Euro einspart, dafür aber nicht genutzte Fahrten verfallen, wird das ein Rohrkrepierer, weil es sich dann nicht wirklich lohnt.

  11. 4.

    In Berlin ab 1. Januar,
    in Frankfurt ab 1. März.
    In Frankfurt fängt Home-Office 2 Monate
    später an als in Berlin ?
    Geht die Sonne nicht mehr im Osten auf ?
    Wird in Berlin auch schon im Januar
    gearbeitet ? Ahh, in Frankfurt sollen erst
    die Jahreskarten verkauft werden !
    Welchen Nutzen bringt dann der Vergleich
    noch ? Vergleich wird es nicht
    geben. Nur Statistiken mit vielen
    Winkel-Funktions-Zügen.

  12. 3.

    Und damit mal wieder genau für die Nutzlos, die es bräuchten. Denn die Pendler wohnen im C Bereich oder weiter.
    Wer denkt sich immer nur diesen halbgaren Mist aus?

  13. 2.

    Wer rechnen kann, wird wahrscheinlich nicht zugreifen. Das Vierer-Ticket AB kostet aktuell 9,40 EUR. Für 2 Fahrten also 4,70 EUR. Damit kommt man als Gelegenheitspendler gut über den Tag.

  14. 1.

    Gute Idee, aber warum nur AB? Ich als KWer benötige ABC…

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