Einbußen im Einzelhandel - Weihnachtsgeschäft im Vergleich zu 2019 abermals schlecht

Mo 27.12.21 | 22:25 Uhr
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Einzelhandel in Berlin (Quelle: dpa/Christophe Gateau)
Audio: Inforadio | 27.12.2021 | Interview mit Busch-Petersen | Bild: dpa/Christophe Gateau

Der Einzelhandel in Berlin und Brandenburg verzeichnet in diesem Jahr abermals massive Einbußen im Weihnachtsgeschäft.

Der Umsatz habe um 25 bis teilweise 50 Prozent niedriger gelegen als 2019 vor der Corona-Pandemie, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Berlin-Brandenburg, Nils Busch-Petersen, am Montag im Inforadio vom rbb. Ein Vergleich zu 2020 sei wegen der schon im vergangenen Jahr geltenden Einschränkungen schwierig.

Ist die 2G-Regel für den Handel angemessen?

Busch-Petersen führte den Einbruch unter anderem auf die 2G-Regel zurück, also die Tatsache, dass nur Geimpfte und Genesene Geschäfte betreten dürfen. Klagen von Handelsunternehmern dagegen halte er für gerechtfertigt. Das Berliner Verwaltungsgericht hatte den Eilantrag des Konzerns Galeria Karstadt Kaufhof noch vor Weihnachten abgewiesen und damit die 2G-Regel bestätigt. In Brandenburg steht eine Entscheidung über eine Klage noch aus.

Am Montagabend ergänzte Busch-Petersen im TV-Nachrichtenmagazin "rbb24", Ladenbetreiber hätten - anders als im ersten Corona-Winter - inzwischen oft keine Rücklagen mehr. Viele seien in ihrer Existenz bedroht. Im Kontrast zu den strengen 2G-Regeln sei das Infektionsgeschehen im Handel aber extrem niedrig, fügte Busch-Petersen hinzu. Das müsse die Politik zur Kenntnis nehmen.

Sendung: rbb24, 27.12.2021, 21:45 Uhr

36 Kommentare

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  1. 36.

    Verstehe ich jetzt nicht, die Geimpften sind doch alle so gut geschützt. Wovor haben die denn Angst?

  2. 34.

    "........aber Sie fahren mit dem Auto ins Umland zum Shoppen?"
    Ja, nicht nur zum Shoppen. Kino, Theater, Essen gehen, usw. klappt super im Umland!
    Parkplatz vor der Tür. Berlin soll seinen Weg gehen......
    Mit der BVG in den Friedrichstadtpalast usw. - Nein Danke!
    Aber entscheiden darf das ja noch jeder selber.

  3. 33.

    Das ist falsches Denken
    Polizisten,pfleger usw. Wissen das sie Nachtschichten haben ,das muss mann bei der Berufswahl schon wissen
    Das sieht im Einzelhandel anders aus,der muss nachts nicht auf haben

  4. 32.

    Was hat der Einzelhandel mit den Ganzen Berufsfelder zu tun
    Natürlich weiß ich das auch ,aber ich sehe hier keinerlei Vergleiche zwischen diesen Berufsfelder

  5. 31.

    Das Konsumverhalten hat sich in den letzten 2 Jahren meiner Meinung nach ohnehin verändert. Sei es aus Pandemiegründen, weil die Menschen vorsichtiger geworden sind und lieber online kaufen oder auch aus Umweltgründen und dadurch generell weniger kaufen, was auch nicht verkehrt ist. Shoppen auf Teufel komm raus ist out. Daran sollte sich auch der Einzelhandel gewöhnen und sich entsprechend anpassen. Wer das nicht kann, hat verloren. Aktuell tut der Einzelhandel so, als wäre 3G das Zünglein an der Waage. Falsch, wenn man bedenkt, dass inzwischen 3/4 der Bürgerinnen/Bürger geimpft sind. Es handelt sich eher um Missmanagement, wenn man in den fetten Jahren keine entsprechenden Rücklagen für, sagen wir mal, schlechte Zeiten gebildet hat. Aber der Deutsche jammert ja gern auf hohem Niveau. Anpassung, Flexibilität heißt m.E. das Zauberwort.

  6. 29.

    Doch es sind zum Teil genau die Jugend,die für Umwelt Schutz auf die Straße geht und trotzdem Online einkauft,habe einige in meiner Familie und auch im Kollegenkreis! Einkaufen fahre ich meistens mit den Öffentlichen oder kann sogar zu Fuss,in den Einzelhandel, belastet also nicht die Umwelt! Beim Online Einkauf werden Unmengen von Pakete ,also Pappe , verbraucht.Schon alleine diese Tatsache zeigt ja schon,dass das alles andere als Umwelt freundlich ist!

  7. 28.

    Was ist das denn für eine Logik? Wenn in Berlin die Läden zu machen, können sich alle ohne KFZ-Verkehr wohlfühlen, aber Sie fahren mit dem Auto ins Umland zum Shoppen? Mal überlegt, dass noch mehr Autos unterwegs sind, wenn alle ins Umland düsen?

  8. 27.

    Es gibt etliche Berufsfelder, die rund um die Uhr besetzt sein müssen, wie z.B. in Pflegeheimen, Krankenhäusern, bei Feuerwehr, Polizei, Wachschutz etc. Sind diese Leute etwa keine Menschen? Deswegen befürworte ich zwar keine Rund-um-die-Uhr Öffnungszeiten für Geschäfte, aber Ihre Ansicht ist schon merkwürdig.

  9. 26.

    Was ich aber nicht verstehe,dass die Jugend Online einkauft und auf der anderen Seite laufend auf die Straße geht, für den Umwelt Schutz."
    Nun lassen wir mal dahingestellt, ob es alleine "die Jugend" ist, die Online einkauft. Wenn ich mir so die diversen Fernsehverkaufskanäle ansehe, so ist da nur relativ selten was von jugendspezifischem Sortiment zu erkennen.
    Und zudem: Es müssen ja nicht die selben sein, die jedem neuen Glitzdingens hinterherhecheln und die sich für Umwelt etc einsetzen. Es soll da, ebenso wie in jeder Altersgruppe, durchaus Unterschiede geben.
    Hört man so.

  10. 25.

    Wann verstehen Menschen wie Sie eigentlich, dass es "DIE Jugend" nicht gibt?
    Haben Sie eventuell daran gedacht, dass die, die online einkaufen, und die, die wegen Umweltschutz auf die Straße gehen, nicht unbedingt identisch sein müssen?

    Und woher wissen Sie, dass Onlineshoppen und Umweltschutz nicht miteinander verträglich sind?
    Wer online einkauft, muss auf der Suche nach dem passenden Artikel nicht mehrfach verschiedene Geschäfte oder Einkaufszentren anfahren, sondern kann "von zuhause" aus einem breiten Angebot von Artikeln auswählen...

  11. 24.

    Krokodilstränen....
    Ich gehe zum Arzt - Praxis
    Ich lasse mir eine Brille anpassen - Optiker
    Ich benötige Lebensmittel - Händler in meiner Umgebung
    Die Gewinnmargen beim Einzelhandel sind barbarisch.
    Der Einzelhandel ist raus. Er kann mit den Einkaufskapazitäten von Onlinehändlern oder dem Direktvertrieb diverser Hersteller nicht mithalten und wird sich, ähnlich der Dampflokomotive, in Luft auflösen, ein Artefakt unserer Geschichte sein.
    Centerkultur ist tot - Hurra!

    Und jetzt rumheulen, weil man den Point of no return verschlafen hat...ist müßig.

    ...sich dann aber über Coronamaßnahmen beschweren und auf das gute Recht zu berufen...typische Verlierermentalität!

  12. 23.

    Ohne 2G wären doch noch weniger ins Geschäft gegangen. Wer ist denn so unvernünftig und tummelt sich mit Ungeimpften in Innenräumen? Die große Mehrheit der Erwachsenen ist doch schon geimpft, für die ist 2G überhaupt kein Hinderungsgrund.

  13. 22.

    Von mir aus kann jedes Geschäft in Berlin zu machen!!!
    Discounter reichen.
    Dann können alle ohne jeden KFZ Verkehr sich Wohlfühlen. Alles so gewollt.
    Ich fahre mit dem PKW dorthin, wo es noch normale Parkplätze gibt - meist Brandenburg.
    Den Rest online! - Wie in Berlin jahrelang gefordert - so geliefert!
    Viel Spaß weiterhin.

  14. 21.

    Eins weiss ich,ich gehe weiterhin in den Einzelhandel einkaufen trotz Maske usw. Um den Einzelhandel zu unterstützen
    Ich halte von Amazon und Co. Nichts
    Ich sehe lieber die Ware an der ich interessiert bin ,live vor mei rn Augen
    Wenn wir alle so denken, alles nur noch online ,sterben fie Innenstädte aus uns wir haben nur noch leerstehenden Läden in den Städten
    Auch nicht schön,oder ???

  15. 20.

    1. Habe bestimmt nicht gemeint das eine Verkäuferin 24 Stundenschichten schieben muss
    Sie müssen andere nicht für dumm erklären aber sie hätten ja nach ihren Aussagen wohl gerne 24 Stunden Öffnungszeiten
    2. Würden Sie wirklich von einer Verkäuferin verlangen bis tief in die Nacht zu arbeiten ,nur das Herr/ Sie Nachdenker nach ihrer schnauze einkaufen können
    3. Wenn sie es nicht schaffen zu den normalen Öffnungszeiten einkaufen zu gehen ,ist das ihr Problem, nicht das des Einzelhandel und deren Angestellten

  16. 19.

    Wer sich nicht wehrt, ist selbst schuld. Wer die Diskriminierung von Menschengruppen mitträgt, der hat es nicht anders verdient.

  17. 18.

    Als ob die Verkäuferinnen bei einer einer Öffnungszeit von 0 bis 24 Uhr auch 24 Stunden im Laden stehen würden. :)))
    Was denken Sie denn bei einer normalen Öffnungszeit von 10 bis 20 Uhr? Das eine Verkäuferin von Mo bis Sa 10 Stunden im Laden steht? Vielleicht noch eine zweite? Oh man, ich möchte ihnen das bitte nicht erklären müssen.

  18. 17.

    Wie wollen Sie die Öffnungszeiten?? Von 0 Uhr bis 24 Uhr rund um die Uhr,am besten 7 Tage in der Woche
    Schon mal an die Angestellten gedacht, das sind Menschen und keine Maschinen

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