Geplante Legalisierung - Wird es bald Cannabis von Brandenburger Feldern geben?

So 13.02.22 | 11:22 Uhr | Von Holger Brandenbusch
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Hanferntemaschine Bioranch Zempow. (Quelle: Wilhelm Schäkel)
Video: rbb|24 | 13.02.2022 | Material: Brandenburg aktuell | Bild: Wilhelm Schäkel

Die neue Bundesregierung will Cannabis für den Genuss legalisieren. Die Hanf-Bauern stünden schon in den Startlöchern, sagt Landwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne). Kommt der legale Joint für Berlin bald aus Brandenburg? Von Holger Brandenbusch

Hanftee, Hanföl, Hanfmehl - auf der Bio-Ranch Zempow bei Wittstock gibt es jede Menge Hanfprodukte. Sie sind bekömmlich und gesund, aber high machen sie nicht. Denn bisher dürfen Cannabis-Extrakte nur an den Endverbraucher abgegeben werden, wenn sie aus Hanfsorten gewonnen werden, die weniger als 0,2 Prozent des psychoaktiven Wirkstoffs THC enthalten.

Die neue Bundesregierung will nun Cannabis mit höherem THC-Anteil als Genussmittel legalisieren – so steht es zumindest im Koalitionsvertrag der Ampelkoalition. Die Abgabe soll kontrolliert stattfinden, in lizenzierten Geschäften, und nur an Erwachsene erfolgen. Erklärtes Ziel ist es, den Schwarzmarkt auszutrocknen und der organisierten Kriminalität die Geschäftsgrundlage zu entziehen [ndr.de]. Gegner der Legalisierung warnen vor Gesundheitsgefahren der Droge.

Wilhelm Schäkel auf der <<Bio-Ranch Zempow>>. Hanfsamen nach der Ernte. (Quelle: Holger Brandenbusch)
Wilhelm Schäkel von der Bio-Ranch Zampow mit Hanfsamen | Bild: Holger Brandenbusch

Strenge Regularien

Den Anbau von Cannabis zu Genusszwecken kann sich Wilhelm Schäkel, Landwirt der Bio-Ranch Zempow, sehr gut vorstellen. "Wir würden gern mal neue Sorten auf dem Acker sehen", sagt er. Damit meint er Sorten, die einen höheren THC-Anteil haben - maximal bis zu zehn Prozent, betont Schäkel, je nachdem wie hoch der Anteil von CBD ist; dieser ebenfalls aus der Hanfpflanze gewonnene Wirkstoff schaffe einen gesundheitsregulierenden Ausgleich. Im Gegensatz zu THC ist CBD nicht psychoaktiv und erzeugt keinen Rausch.

Hanf-Bauern haben es nicht leicht. Anbau und Verarbeitung sind schon jetzt stark reguliert. Auf dem Acker werden Proben gezogen. Für die fertigen Produkte gelten strenge Grenzwerte, überwacht durch die Gesundheitsbehörden. Letztes Jahr ermittelte die Staatsanwaltschaft gegen Schäkel wegen eines Hanftees. Das Verfahren wurde zwar eingestellt. Doch wegen dem ganzen Rummel seien alle Hanftee-Kunden abgesprungen, sagt Schäkel.

Legales Cannabis bislang nur auf Rezept

Schon jetzt ist es möglich, medizinisches Cannabis mit höherem THC-Wert legal auf Rezept zu bekommen. Verschrieben bekommen es zum Beispiel Patienten mit chronischen Schmerzen. Drei Berliner Jung-Unternehmer aus Kreuzberg haben in Sachsen eine Aufzucht-Anlage für medizinisches Cannabis bauen lassen - für über 20 Millionen Euro. Das Hightech-Gewächshaus wird mit über 100 Kameras bewacht und kontrolliert von der Bundesopiumstelle, die für den legalen Betäubungsmittelverkehr zuständig ist. Jede einzelne Pflanze ist registriert und wird getrackt.

An den Anbau werden hohe Anforderungen gestellt. "Man darf keinerlei Pestizide einsetzen", sagt Gründer Adrian Fischer. Zudem müssten alle Produkte auf Schwermetalle und Mikroorganismen überprüft werden. "Das Produkt muss wirklich sauber sein."

Diese Standards könnten auch für legales Gras gelten. Eine "Weitergabe verunreinigter Substanzen" will die Ampelkoalition verhindern. Das Start-up von Adrian Fischer jedenfalls kann sich eine Lieferung vorstellen: "Wir sind gerne bereit, unter diesen Qualitätskriterien Cannabis für den Genussmittelmarkt zu produzieren", sagt er.

Hanfsamen. Wilhelm Schäkel auf der <<Bio-Ranch Zempow>>. (Quelle: rbb/H. Brandenbusch)
Bild: rbb/H. Brandenbusch

Joints für Berlin nicht aus Brandenburg

Brandenburger Böden dagegen sind nur begrenzt für den Anbau geeignet. "Cannabis, was richtig knallt, wo die Leute drei Stunden auf dem Sofa liegen und nicht wieder aufstehen wollen, das kann man nicht sinnvoll auf dem Acker anbauen", sagt Landwirt Schäkel. Auf dem regulären Acker wachsen die Pflanzen nicht so gut wie bei 25 Grad Raumtemperatur und 18 Stunden Licht im Gewächshaus.

Das ließe sich auch besser bewachen als ein Feld in Brandenburg, sagt Fabian Blöchl vom Landesbauernverband. "Der Berliner Joint wird jetzt nicht auf Äckern zwischen der Uckermark und Elbe-Elster angebaut werden." Auch wenn die Brandenburger Bauern grundsätzlich innovativ seien. Aber die hohen Investitionskosten könnten die Bauern schwerlich stemmen – ganz anders, als branchenfremde Unternehmen.

Legalisierung dauert noch

Es wird sowieso noch etwas dauern, bis auch nicht-medizinisches Gras legal in Deutschland angebaut und verkauft wird. "Aussagen zur konkreten Umsetzung können derzeit noch nicht getroffen werden", so das zuständige Bundesgesundheitsministerium auf rbb-Anfrage. Hanf-Bauer Wilhelm Schäkel findet die Legalisierungs-Initiative trotzdem gut. Aus seiner Sicht könne so der Schwarzmarkt eingedämmt und die Kriminalisierung gestoppt werden. Das große Geld mit dem Gras machen aber vermutlich andere.

Sendung: Brandenburg aktuell, 13.02.2022, 19:30 Uhr

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Beitrag von Holger Brandenbusch

79 Kommentare

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  1. 79.

    Hierzu gerne wenn ich darf meine Buchempfehlung: Das Wolfgang Neuss Buch. Herausgegeben von Satire Verlag Köln 1981. Wolfgang Neuss über sich selbst, Zitat: Ich war doch mal‘ n berühmter Mann. Ich war sogar berüchtigt. Die Betonung liegt auf“war“. Er versank schnell in Vergessenheit und er hielt sich die letzten Lebensjahre vorwiegend auf dem UFA Gelände auf und umgab sich nur noch mit seinen engsten Freunden. Wie Volker Kühn. Im übrigen beschreiben Sie hier nur sein äußeres Aussehen. Sein geistiger Zustand war bis zum Schluß einfach brillant. Trotz seiner Vorliebe zum Kiffen.

  2. 78.

    @Jörg Riedel Dä haben Sie ein schlechtes Beispiel gewählt.
    Ich habe W. Neuss in 60ern oft auf der Bühne mit W.Müller erlebt.
    Mitte der 80er musste ich ihn beruflich in seiner Wohnung in Charlottenburg besuchen. Ich war erschüttert, was aus ihm geworden war. Es war ein menschliches Wrack.Das wollen Sie ernsthaft unserer Jugend als Vorbild empfehlen? Es gibt sicher noch Bilder von ihm aus dieser Zeit. Was dazu geführt hat können Sie bei Google nachlesen.

  3. 77.

    „Modellprojekte können Beweise liefern … Von anderen Maßnahmen Bsp. Herbstufung als Ordnungswidrigkeit für geringe Mengen und Einnahme von Bußgeldern noch zu schweigen.“

    Wir haben jetzt seit gut 50 Jahren das Modellprojekt mit harter Verfolgung von Konsumenten. Hat nichts gebracht, das Verbot ist komplett gescheitert. Jahr für Jahr konsumieren mehr Menschen Cannabis.

    Beweise, dass es anders und auch besser geht, liefern mittlerweile genügend andere Länder. Von z.B. den Niederlanden (dort nur toleriert) über Portugal (Entkriminalisierung aller Drogen) bis hin zu Nordamerika oder Uruguay (legaler Markt in Apotheken oder Fachgeschäften). Abgesehen davon wird die Legalisierung ja evaluiert und ggf angepasst werden.

    Geringe Mengen sind bereits jetzt erlaubt und verursachen nur einen riesigen Arbeitsaufwand für die Polizei (200.000+ Fälle im Jahr). Und für was ein Bußgeld? Vor allem: Der Einkauf findet ja dann noch immer zu 100 % auf dem Schwarzmarkt statt. Wer will das denn!?

  4. 76.

    Wirklich erstaunlich, wie viele ueber ein Thema reden, das sie offensichtlich nicht verstehen oder verstehen wollen.

    Erstaunlich, wie viele wollen, dass alles so bleibt, obwohl die Cannabis-Politik in Deutschland komplett gescheitert ist. Eine Folge: Immer mehr Jugendliche konsumieren – und dazu noch Cannabis mit Substanzen, die gestreckt sind oder sogar synthetische Stoffe enthalten.

    Erstaunlich, wie viele wollen, dass der Schwarzmarkt weiter Milliarden durch eine Droge kassiert, deren Verbot von Anfang an falsch war.

    Erstaunlich wie viele Cannabis verteufeln, obwohl weitaus weniger schaedlich als Alkohol.

    Ich bin beruflich seit Jahren immer wieder in Kanada und kann nur bestaetigen, dass die Legalisierung sehr positive Auswirkungen hatte. Zum Beispiel, dass der Konsum bei Jugendlichen seitdem sank. Oder dass der Schwarzmarkt stark schrumpfte und der Staat nun Milliarden einnimmt. Oder dass viele Arbeitsplaetze geschaffen wurden. Niemand will hier zurueck zum Verbot.

  5. 75.

    Vergessen Sie nicht dem "Schwarzmarkt" zu sagen, dass er nach der Legalisierung "wegfallen" soll.
    Haben die Cannabis-Konsumenten hier etwa kein Rezept und besorgen es sich "schwarz"?

  6. 74.

    Eine Anmerkung zu Ihren Kommentar fällt mir dazu ein. Gerade erst wieder einmal gezeigt auf ARTE: Christiane F. Wir Kinder vom Bahnhof Zoo. Diese bedeutsame Buch Autobiografie v. Ch. F wurde oder wird immer noch in den Schulen durchgenommen als Lehrmittel. Der Film sollte insbesondere Jugendliche vor Harten Drogen warnen. Aufzeigen welch Folgen dies haben kann. Der Film wurde gar in den USA gezeigt. Damals hat der Berliner Senat Geld mitreingesteckt, weil in Westberlin es soviel Junkies gab. Zuerst sollte der radikale Film Regisseur Roland Klick diesen sehr abschreckenden Film drehen. Und R. Klick wollte es der Gesellschaft mal so richtig zeigen. Aber das war denen da oben dann doch eine Spur zu heftig. Also mußte ein völlig unerfahrener Regisseur als Ersatz ran. Uli Edel. Woher ich das alles weiß? Ich hatte in dem Film eine kleine aber bedeutende Rolle zu spielen. Naja, man sieht ja was aus dem Film geworden ist. Ging somit glatt am Thema vorbei.

  7. 73.

    @San
    a) "Halbwissen ... unterstellen, sie würden falsche Behauptungen aufstellen" - Bitte wo?
    Ich schrieb "unbelegte Spekulationen" - nix mit "Unterstellungen". (Das was Sie mir vorwerfen, machen Sie selbst.)
    b)Jetzt haben Sie Ihre Spekulationen belegt - also nun belegte Spekulationen bzgl. der möglichen Steuereinnahmen.
    c) Damit beweisen Sie aber immer noch nix bzgl. Risiken, da auch JETZT schon "der Staat kontrolliert und reguliert".
    Modellprojekte können Beweise liefern und keine willkürlichen Übertragungen.
    Von anderen Maßnahmen Bsp. Herbstufung als Ordnungswidrigkeit für geringe Mengen und Einnahme von Bußgeldern noch zu schweigen.

    @Lothi
    Ich schrieb: "(nicht erkrankte) Menschen" - Hausapotheke?

  8. 72.

    Viel leichter als jetzt kann die Beschaffung von Cannabis für Jugendliche gar nicht mehr werden. Wenn der Schwarmarkt reduziert wird oder gar irgendwann nahezu gänzlich wegfällt, dürfte es eher schwieriger werden, einhergehehend mit einer steigenden Produktsicherheit und einer sinkenden Hemmschwelle für das in Anspruch nehmen von Hilfs- und Beratungsangeboten. Und Ihr Problem mit der künstlerischen Freiheit ist hier leicht deplatziert.

  9. 71.

    >"Beim Cannabis, das halte ich für wichtig, wird das anders sein. Nicht für Jugendliche, nicht überall, keine Werbung."
    ha ha.. in welcher glückseligen Blase leben Sie denn? Wenn eine Droge erstmal auf dem Markt leicht zu haben ist, kommen Jugendliche da immer ran.
    App Werbung für Drogen... in jedem 2. Film, der mit Jugendlichen spielt oder über Jugendliche handelt, ist wie selbstverständlich immer so ganz nebenbei die Flasche in der Hand oder einJoint macht die Runde. Weil ist ja alles so easy und gehört zum Tag dazu... Das ist quasi Schleichwerbung für Drogen.

  10. 70.

    Sind Sie wirklich nicht in der Lage, sich selbst zu informieren, bevor Sie hier Ihr Halbwissen verbreiten oder anderen zu unterstellen, sie würden falsche Behauptungen aufstellen? Diskutieren Sie immer so?

    Ich helfe Ihnnen trotzdem. Ein Beispiel für den Einsatz der Steuergelder:

    Colorado: „ 90 % der staatlichen Verbrauchssteuer auf Cannabis aus dem Einzelhandel geht an einen Fonds, der beim Bau öffentlicher Schulen hilft … Der Rest des Geldes geht an einen Fonds, der zur Deckung von Regulierungsmaßnahmen und zur Finanzierung von Initiativen im Bereich Gesundheit verwendet wird, auch zur Prävention des Cannabiskonsums bei Jugendlichen.“

    https://www.fool.de/2019/07/02/cannabis-1-milliarde-gruende-warum-weitere-us-staaten-den-handel-legalisieren-werden/

    Mir ist übrigens nicht der Konsum wichtig, sondern dass die Risken minimiert werden. Das geht am besten, wenn der Staat kontrolliert und reguliert. Oder kaufen Sie Ihren Alkohol auf der Straße bei irgendwelchen Unbekannten?

  11. 69.

    Nur eine Frage noch an Sie. Besitzen Sie zuhause eine Notfall Apotheke? Dazu gehören auch Schmerztabletten und zumindest ein Breitbandantibiotikum. Und je nach Gesundheitszustand innerhalb der Familie häufen sich dementsprechend noch andere Mittelchen aus der Apotheke zur Besänftigung des Körpers und des allgem. Wohlbefindens.

  12. 68.

    Die Bedingungen für den Anbau in Brandenburg ist von Politikern so zu gestalten, dass der Hauptertrag bei dem Erzeuger ankommt. Eigentlich "die große Stunde" für Schreibtischgestalter...hätte man nicht gedacht, so einen Satz ;-)...mal zu bringen.

  13. 67.

    Verquer? Mir sind die möglichen Risiken und die bereits jetzt vorhandenen Probleme wichtiger, als der Drogen-Konsum?
    Ja wirklich verquer - wie können (nicht erkrankte) Menschen nur ohne Drogen leben? Unglaublich!

  14. 66.

    "Sie wollen also lieber..."
    Das behauptete habe ich erkennbar nicht gesagt:
    "war von Modellprojekten zur vorherigen Evalution und Risikoabwägung die Rede.
    ...
    Warum soll man einen "Schwarzmarkt" tolerieren? Hier hinkt wohl die staatliche Rechtsdurchsetzung.
    ...
    Legalisierung = mehr Stoff im Umlauf #abstrakte Gefährdungslage
    ...
    Zumal Kranke bereits jetzt Cannabis bekommen können."

    1. Ihre Meinung
    3. Kommentare gelesen - geändert hat sich nix - unbelegte Spekulationen - so überzeugen Sie Niemanden.
    4. Was weiß ich genau? - nun noch absurde Unterstellungen - Chapeau - Reminder: BVerfGE 90, 145

    Das Ihnen Cannabis-Konsum wichtiger ist (als die Risiken) habe ich schon mitbekommen, mir aber eben nicht.

  15. 65.

    „ Wunderbar, also das eine Suchtmittel gegen ein anderes ersetzen, in der Hoffnung dass das andere weniger Schäden anrichtet“

    Das ist nicht mal eine Hoffnung, sondern eine Tatsache. Über 70.000 Alkoholtote und die schweren Erkrankungen lassen da keinen anderen Schluss zu.

    Konsumiert wird Cannabis schon jetzt von vielen Millionen konsumiert, es ist Teil der Gesellschaft.
    Schon mal was von „harm reduction“ gehört? Wenn dann durch einen legalen Markt noch der THC-Wert angegeben, Cannabis kontrolliert wird und die Streckmittel und synthetischen Zusätze von Markt verschwinden, ist das ganz sicher besser. Viele Probleme gibt es ja erst durch den Schwarzmarkt.

  16. 63.

    Wow, Sie kommen mit einem Beispiel daher um mir mitzuteilen, Ihre Tochter fühlt sich einer Minderheit zugehörig weil sie nicht raucht. Umgekehrt wird ein Schuh draus und da ich selber Raucher bin begrüße ich trotzdem all die Nichtraucherverbote. Bedauerlicherweise sind es zu meiner Verwunderung immer erwachsene Personen, die es nicht lassen können z.B. auf U+S-Bahnsteigen unbedingt ne Kippe zu rauchen. Oder vor Kindern Alkohol aus der Bierflasche zu trinken. Ist ja bloß ein Feierabendbierchen. Jugendliche sehe ich meistens mit ihren Smartphones i.d.Händen und zeigen sich sogar oftmals recht angewiedert übers Verhalten anderer Erwachsenen. Übrigens gehe ich fast täglich an zwei Schulen vorbei und sehe so gut wie kaum in den Pausen junge Schüler oder gar Lehrer*innen abseits stehen die rauchen.

  17. 62.

    Outdoor-Hanf mit professionell gegrowtem Indoor-Hanf gleichsetzen zu wollen, zeugt von größtmöglicher Unkenntnis - eine Folge der bisherigen Desinformation und Prohibition. Aber vielleicht nutzt man den "Feldhanf" ja verstärkt für die Papierherstellung. Wäre zu wünschen.

  18. 61.

    „ Im übrigen gibt es Belege darüber, das unter Jugendliche das Rauchen von Tabak perse mittlerweile als verpönt angesehen wird. “
    Achso interessant. Hat sich gestern im Gespräch mit unserer Tochter anders angehört. Sie fühlt sich als Nichtraucherin in der Minderheit. Schüler und Lehrer quarzen was das Zeug hält und reden auch so offen darüber, wie ich mich im vergleichbaren Alter nicht dran erinnern kann.

  19. 60.

    Nutzhanf und die anderen THC-haltigen Sorten sind zu unterscheiden. Na und wenn die Grünen Cannabis legalisieren wollen, haben sie bestimmt schon ein Finanzierungskonzept für die vielen, durch Gras, an der Psyche erkrankenden zukünftigen Patienten/- innen. Ich weiß nicht, warum das immer so gerne ausgeblendet wird - sind allein die Kosten durch Alkohol und Nikotin immens - da wird was rangezogen, was nicht überschaubar ist.

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