Verwaltungsgericht Cottbus  - Leag muss Tagebau Jänschwalde am 15. Mai anhalten

Fr 18.03.22 | 16:13 Uhr
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Blick über den Rand des ehemaligen Braunkohletagebaus Cottbus-Nord auf das Braunkohlekraftwerk Jänschwalde, wo Wasserdampf aus den Kühltürmen steigt. (Quelle: dpa/Patrick Pleul)
Video: Brandenburg Aktuell | 18.03.2022 | Aline Lepsch | Bild: dpa/Patrick Pleul

Umweltverbände haben mit einem Eilantrag vor dem Cottbuser Verwaltungsgericht Erfolg: Die Leag muss am 15. Mai den Tagebau Jänschwalde in der Lausitz anhalten. Der Tagebaubetreiber pumpt seit Jahren deutlich mehr Grundwasser ab als erlaubt.

Der Energiekonzern Leag muss den Tagebau Jänschwalde am 15. Mai anhalten. Das hat das Verwaltungsgericht Cottbus entschieden, teilte die Leag am Donnerstag mit. Hintergrund ist ein Rechtsstreit zwischen der Deutschen Umwelthilfe und dem Landesbergamt um die Wasserentnahme am Tagebau Jänschwalde.

Infolge des Streits befürchtet der Tagebaubetreiber Leag gravierende Folgen für die Energieversorgung in der Region.

Sechsfaches Volumen des Müggelsees abgepumpt

Laut einer Recherche der Umweltverbände Grüne Liga und Deutsche Umwelthilfe, pumpt der Tagebaubetreiber Leag für den Betrieb der Grube seit Jahren deutlich mehr Grundwasser ab, als erlaubt. Das Verwaltungsgericht gab der Umwelthilfe recht.

Ein Hauptbetriebsplan dürfe nur zugelassen und umgesetzt werden, wenn er über alle Erlaubnisse verfüge. Die Erlaubnis für die Entnahme von so viel Wasser gebe es aber nicht, sagte Dirk Teßmer, der die Umweltverbände rechtlich vertritt.

Demnach hätten im Jahr 2020 42 Millionen Kubikmeter Wasser entnommen werden dürfen. Tatsächlich habe die Leag jedoch 114,06 Millionen Kubikmeter abgepumpt, heißt es. Insgesamt seien in Jänschwalde seit dem Jahr 2017 etwa 240 Millionen Kubikmeter mehr Grundwasser entnommen worden als wasserrechtlich erlaubt. Das entspreche dem sechsfachen Volumen des Müggelsees in Berlin. Das sei im wasserarmen Brandenburg ein Skandal.

Versorgungssicherheit mit Strom in Gefahr?

"Wir bedauern diese Gerichtsentscheidung zum Tagebau Jänschwalde, die aus unserer Sicht weitreichende Folgen sowohl für die aktuell bereits vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs in Frage gestellte Versorgungssicherheit mit Strom und Wärme hat als auch gravierende Auswirkungen für die Natur und die Strukturentwicklung in der Region um den Tagebau mit sich bringt", teilte Leag-Bergbauvorstand Phillipp Nellessen mit. Angesichts der aktuell angespannten Situation auf den Energiemärkten mit weiterhin steigenden Energiepreisen sei es sehr kritisch, die Kohleförderung in Jänschwalde zu stoppen.

Die Leag prüft nun eine Beschwerde und sieht gravierende Folgen für die Versorgungssicherheit mit Strom und Wärme. Ein Teil der Belegschaft soll den Sicherungsbetrieb im Tagebau aufrechterhalten, der Rest auf andere Tagebaue verteilt werden.

Leag-Betriebsrat reagiert mit Unverständnis

Die Vertretung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Energieunternehmens Leag hat mit "großem Unverständnis" auf den Gerichtsbeschluss zum Stopp des Tagebaus
Jänschwalde reagiert. Mit dem Ukraine-Krieg bekomme das Thema Energieversorgung in Deutschland eine andere Dimension, hieß es vom Konzernbetriebsrat am Freitag in einer Mitteilung. Das gelte ganz besonders mit Blick auf den kommenden Winter. "Wer jetzt die
Kohleförderung in Jänschwalde zum Erliegen bringt, der reduziert die gesichert verfügbare Menge an heimischer Braunkohle und damit auch an gesicherter Stromerzeugung."

"Den Fehler müssen wir an dieser Stelle zugeben"

Dass der Tagebaubetrieb in Jänschwalde ab Mitte Mai gestoppt werden muss, ist aus Sicht des Brundenburger Wirtschaftsministers kein Verschulden des Energiekonzerns. Jörg Steinbach (SPD) sagte am Freitag dem rbb, das Kohle- und Energieunternehmen habe nichts verkehrt gemacht. Vielmehr wurde der Zeitraum, in dem das Gebiet ausgebaut werden soll von 2017 bis 2024 verlängert und das sei für die wasserrechtliche Genehmigung nicht in gleichem Maße geschehen. "Den Fehler müssen wir an dieser Stelle zugeben", so Steinbach wörtlich.

Bei dem Tagebau handele es sich allerdings nicht um eine Fabrik, die Wasser verbraucht. Hier werde Grundwasser entnommen und dem Oberflächenwasser wieder zugeführt. Es gebe deshalb in dem Sinne keinen Verbrauch, erklärte Steinbach weiter. Das sei oftmals eine Diktion, die nicht ganz richtig sei.

Die Entscheidung des Verwaltungsgerichtes werde jetzt vom Landesbergamt als Genehmigungsbehörde geprüft. Das kündigte dessen Präsident Sebastian Fritze an.

"Deutsche Umwelthilfe hat der Umwelt mehr Schaden zugefügt als alles andere"

Nach dem Urteil des Verwaltungsgerichtes sei sie entsetzt gewesen, sagte Ute Liebsch, Bezirksleiterin der IGBCE im Gespräch mit dem rbb. Liebsch wörtlich: "Die Deutsche Umwelthilfe hat der Umwelt damit mehr Schaden zugefügt als alles andere. Und nicht nur der Umwelt sondern auch den Beschäftigten im Tagebau Jänschwalde."

Für sie werden nun Lösungen gefunden werden müssen, kündigte Liebsch an. Sie würden demnächst in den Tagebauen Welzow-Süd bzw. Nochten-Reichwalde arbeiten. Bei den gegenwärtigen Benzinpreisen sei das eine Herausforderung durch die längeren Arbeitswege.

Sendung: Antenne Brandenburg, 17.03.2022, 19:20 Uhr

79 Kommentare

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  1. 79.

    Hallo "John",
    was für ein Fremdwort ist denn nun "Votalität"? Ich hab's bei Wikipedia nicht gefunden...

  2. 77.

    Industriereife Speichertechnologie ist der Durchbruch der Energiewende, sagt die Wissenschaft!
    (nur der Ulf siehts anders)
    Aktuell haben wir ca 125GW PV und WKA installiert...reicht trotzdem nicht für die 80GW Verbrauch.
    Aber Votalität ist Ihnen ein Fremdwort...
    Kohle ist aktuell (20:00 Uhr) wichtigster Energieträger, trotz 125GW installierter Erneuerbarer.

  3. 76.

    Die Kinetik gehört zur Physik.
    Wie die einzig sinnvoll nutzbaren Großspeicher Pumpspeicherwerke.

  4. 75.

    In den langen Berichten steht allerdings auch, dass Habeck so auch den Weg für H2 ebnen möchte.

    In der Tat erscheint es dämlich, dass wir so stark fossil (nicht nur beim Gas) von Russland abhängig sind. Noch dämlicher sind aber die, die heute immer noch von einem Frieden ohne Waffen träumen. Die Friedendivende ist schon lange aufgebraucht. Heute steht die BW ziemlich nackt da, es mangelt selbst an Unterwäsche.

    Dabei hatten Sie ja neulich zudem gefragt, wo das Gas herkommen könne. Hier mal einiges mit N in bewusster Reihenfolge: Norddeutschland, Nordsee, Norwegen, Niederlande, Nordafrika, Naher Osten, Nordamerika ...

  5. 74.

    Wenn man Energie doch nur Speichern könnte... Physik eben -- oder Chemie?

  6. 73.

    Das ist genau der Fehler in Ihrem Gedanken. Großspeicher werden noch lange nicht gebraucht.
    Die EE bis zu diesem Punkt auszubauen hätte schon mal den Vorteil ein Großteil der Kohlebuden nicht mehr gebraucht werden. Wenn am Tag nur 4 Stunden keine Wolke am Himmel ist ist mein Haus Stromautark. Jetzt wird der Speicher noch vergrößert damit im Jahresdurchschnitt nicht mehr als 10% Strom aus dem Netz gebraucht wird. Das hätte die BR für alle,auch Mieter, fördern sollen anstatt den Kohlekonzernen Milliarden hinterher zu schmeissen.

  7. 72.

    Hier ist gerade wieder der gesamte Tagebau in der Stadt unterwegs.
    Wann hört es endlich auf mit diesem Dreck im Garten und auf Terasse?

  8. 71.

    Sorry; hatte ja nachgelesen und es auch gemerkt. Habe eben den Satz in Erinnerung gehabt, dass jemand diesen Bahnhof später nie betreten wird; er meinte Einsturzgefahr etc. Aber MEG hat in Bayern einen Großstützpunkt. ( Märkische Eisenbahn Gesellschaft ) im Auftrag der DB. Bayern liefert dafür "Käse". ;=)

  9. 70.

    Was ich nie für möglich gehalten habe: Ein grüner Wirtschaftsminister fliegt in den arabischen Raum um für Deutschland Flüssiggas zu ergattern. Jahrzehnte Gasimport über NS-1; auch für andere EU-Länder und jahrelanger Milliardenbau NS-2. Abhängig von uns war Russland auch; eben wechselseitig. Mit Krieg gegen die Ukraine hat niemand gerechnet obwohl es schon lange nicht spannungsfrei war. So viel Tote; so viel Zerstörung; so viel Flucht und Ungewissheit. Mindestens 10 Jahre wird noch Gas benötigt; wenn nicht gar mehr. Belgien betreibt anfällige AKW und Frankreichs sind "grün" zertifiziert. die heutigen Kinder werden später sagen: Was habt ihr da nur für Fehler gemacht; nicht an uns gedacht ? Das sagen auch Kinder in anderen Ländern. Frieden erhalten ist leichter als wieder Frieden zu machen.

  10. 69.

    Nein, Braunkohle ist nicht die Zukunft. Aber wo kommt ihr Strom her? Aus der Steckdose? Ich habe übrigens Wärmesolar und PV auf dem Dach und benötige mit 4 Personen weniger als 1500 kWh aus dem deutschen Strommix pro Jahr.

  11. 68.

    Stuttgart liegt in Baden-Württemberg. Ansonsten war mein Thema, dass mit dem Stop des Jänschwalder Kohle-Bergbaus der Umwelt / dem Wasserhaushalt nicht das kleinste bisschen geholfen ist. (das also blanke Symbolpolitik der so genannten Umweltverbände ist). Der Rüdersdorfer Kalkabbau ist in den Dimensionen sicher viel kleiner. Jeder Eingriff des Menschen ist zu hinterfragen. Appopos S21: Millionen für Umsiedlung von Zauneidechsen (10.000€ / Stück). Wieder nur Symbolpolitik auf unsere Kosten.

  12. 67.

    Energiewende - auch da kann ich mitreden. PV-hat der deutsche Stromkunde mit hohen Subventionen preisgünstig gemacht und dadurch zum weltweiten Durchbruch geholfen. Wind Land - ist mittlerweile wirtschaftlich aber hat Grenzen (siehe Uckermark). Wind Offshore ist aufwendig und die deutschen Firmen haben bei Null angefangen anstatt von Ländern mit langjähriger Erfahrung zu lernen. Das kostete Milliarden. Alles super, aber die fehlenden großtechnischen Speichermöglichkeiten setzen Grenzen.

  13. 66.

    Der Kalksteintagebau in Rüdersdorf geht noch einige Jahrzehnte weiter. Was da an Grundwasser zur Trockenhaltung abgepumpt wird hat hier kürzlich ein Schöneicher Bürger genannt. Eines der Endprodukte von CEMEX ( Mexiko ) ist ja der hochwertige Zement, der durch die MEG auch nach Bayern geschafft wird - auch für so "beliebte" Projekte wie "Stuttgart-21". Man könnte das Grundwasser in den Straussee pumpen- ist wohl zuviel Aufwand. So plämpert es Richtung Spree und Müggelsee. Eggersdorf ist nicht weit weg. Ein Trockenkegel neben den anderen. Grundwassermanagement sieht so aus ?

  14. 65.

    Für solch unsinnige Stromerzeugung holte man aber auch Protestierer aus den Bäumen damit für den Kohleabbau weiter gebaggert werden kann. Ist eben "Stand der Technik" in Deutschland. Gefällt Ihnen das so ?

  15. 64.

    @„was haben wir bisher davon…?“
    Äh… Strom! bezahlbare Energie, zuverlässige Verfügbarkeit, regional erzeugt.

  16. 63.

    Sie können den Ausbau der EEs vervielfachen, trotzdem sind diese nicht grundlastfähig so dass es noch immer konventionelle Kraftwerke geben muss. Physik eben...

  17. 62.

    Ich habe nachgedacht, über den Unsinn den Sie hier von sich geben und komme zu einem völlig anderen Ergebnis.
    Was genau haben wir von dem bisher produzierten Kohlestrom außer Umweltschäden und Ewigkeitslasten?

  18. 61.

    Mit dem nachdenken ist das so eine Sache...Was Sie in Ihrer Äußerung vergessen haben ist die jahrzehntelange Verschlampung einer echten Energiewende. Merkel, Altmeier und Gabriel haben uns die jetzige Situation eingebrockt. Hätten die sich nicht von der Kohlelobby die Politik diktieren lassen wäre Putin heute zumindest wirtschaftlich kein Problem. Die tatsächlichen Kosten von Kohlestrom erwarten uns noch, die Umwelt zerstört und der Strom ist weg.

  19. 60.

    Meine Familie ist bergbauvertrieben (Klingmühl). Mein Opa hatte auf einem Absetzer gearbeitet. Ich maße mir daher eine qualifizierte Meinung an. Was Sie in Ihrer Äußerung vergessen haben ist die jahrzehntelange sichere, von Importen unabhängige Stromversorgung von Millionen Menschen. Wenn jetzt das Erdgas nicht mehr durch Rohre zu uns kommt, sondern als LNG (+ 26% mehr CO2) dann ist der CO2 Fußabdruck identisch mit der Braunkohle. Nur die Wertschöpfung wandert aus. Kein Fortschritt!

  20. 59.

    Der Kohleausstieg 2038 ist beschlossen, wenn möglich sogar noch eher. Die betroffene Grube hatte eine auch bereits geplante Lebenszeit bis 2024. Die Pumpen müssen eh weiter laufen. Im Wasserhaushalt ändert sich: NICHTS. Das Urteil nützt niemandem, auch nicht der Umwelt. Es richtet aber großen wirtschaftlichen Schaden an. Dieses Geld fehlt am Ende überall: in der Leag Bilanz, somit auch bei den Steuerzahlungen, für die Sicherung, Renaturierung, Ewigkeitskosten. Gut gemacht DUH, NABU & Co!

  21. 58.

    Die Leag ist nicht schuld....Herr Steinbach, wie verlogen kann man noch sein?
    Die wussten genau was sie tun , da muss erst die DHU kommen um der Leag auf die Pfoten zu hauen?
    Und....der unterbezahlte Kohlenmunk der nun vielleicht ein paar Kilometer weiter fahren muss tut mir wirklich leid Frau Liebsch.....

  22. 57.

    Klar, Menschen beeinflussen die Umwelt egal was sie tun. Aber die Umweltschäden durch regenerative Energien mit den Umweltschäden durch fossile Energien praktisch gleichzusetzen ist nichts anderes als billige Polemik.

  23. 56.

    Tja, wenn man die Erneuerbaren nicht ausbaut sondern weiter auf Braunkohle setzt wird sich an dieser Zahl auch nicht viel ändern.

  24. 55.

    Na ist doch was...
    Belgien hat sich - mit Meldung von heute - entschieden: Atomausstieg für seine Deutschland-grenznahen Meiler um 10 - In Worten: ZEHN! Jahren verschoben.

    Wie das Höchstspannungsnetz funktioniert wissen hier - so man alle Kommentare liest - anscheinend eh die Wenigsten.
    Na denn - Die hier als geflissentlich "übersichtliche Handvoll" bezeichneten Arbeitsplätze, sind bei einem großen Knall an der Westgrenze eh obsolet.
    Wenn das auspumpen aufhört, wird vielleicht der "Ostsee" natürlich ausgetrocknet...
    Egal was passiert - Jeder hat gewonnen.

  25. 54.

    Ist dann der Helenesee und der Ostsee gerettet und der Spreewald? Ist zwar bisschen weg aber sowas zieht sich ja.

  26. 53.

    Die Leag ist nicht schuld....Herr Steinbach, wie verlogen kann man noch sein?
    Die wussten genau was sie tun , da muss erst die DHU kommen um der Leag auf die Pfoten zu hauen?
    Und....der unterbezahlte Kohlenmunk der nun vielleicht ein paar Kilometer weiter fahren muss tut mir wirklich leid Frau Liebsch.....

  27. 52.

    Da entscheidet ein Gericht nach Recht und Gesetz und sofort fließen die Krokodilstränen. Wer hat denn die Handhabe zu dem Prozeß gegeben? Die LEAG als Akteur oder die Landes-Bergbaubehörde mit einem fehlerhaften Genehmigungsverfahren? Das sollten dann die Adressaten sein für das Gejammer um die teuren Fahrten der Beschäftigten zu anderen Standorten! Der ganze Beitrag verkehrt (mal wieder) Ursache und Wirkung.

  28. 51.

    Freilich macht Bergbau und Energieerzeugung auch Nebenwirkungen.

    Auch die regenerative Technologie kommt nicht ohne Nebenwirkungen aus. Wir können auch alles gleichzeitig abschalten und auswandern. :-)

    Nö - geht nicht - aber was dann? Ein Leben, ohne Eingriff in die Umwelt wird nicht möglich sein. Es kommt drauf an, einen Kompromiss zu finden, der dann auch nicht regelmäßig wieder neu hinterfragt wird.

  29. 50.

    Den Strom braucht natürlich niemand, alles nur Beschäftigungstherapie.
    Aktuell deutlich unter 20% EE-Einspeisung, aber ich bezweifle dass Sie diese Zusammenhänge erkennen.

  30. 49.

    Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen....80000 haben nach der Wende ihren Job in der Kohle verloren. Für nur 10000 wird seit 30 Jahren eine ganze Region zerstört mit Milliarden Umweltschäden.

  31. 48.

    @Keineahnung...

    Ich versuche mich in verbaler Disziplinierung.
    Wie wäre es denn, wenn Ihnen der Strom und die Heizung nicht
    nur abgedreht wird, sondern die Luft zum Atmen verdreckt,die Böden unserer Agraranbauflächen weiterhin chemisch überlastet werden, und so auch unser Trinkwasser dauerhaft gefährdet wird.
    Ich vergaß zu Verdeutlichung :auch Ihre Luft,ihre Lebensmittel,ihr Trinkwasser.

    herzlichst

  32. 47.

    Auf die Frage ob der Wasserverlust an dem Helenesee in Frankfurt mit der Brandkohle zusammenhängt meinte damals Sebastian Fritze sinngemäß " es wäre unwahrscheinlich, es sei denn man fördert deutlich mehr Wasser". Die Frage sollte man sich nach der Bewertung nochmals stellen. Dann können beim Kredit von 5 Milliarden weitere Milliarden Schadensersatzforderung oben drauf packen. Die Helene ist nicht der einzige See der einen Wundersamen Wasserschwund zu verzeichnen hat. Hat natürlich alles damit nichts zu tun, ja klar wissen wir. Diese Drecksschleudern sind abzuschalten und die nächste steht in Eisenhüttenstand. Da kann die Politik dann ebenfalls hinreisen um den Mitarbeitern zu erklären das Erdgas wohl ausfällt als Übergangstechnologie. Nicht das einzige Problem, es einer der größten Wasserverbraucher der Region. Die Erkenntnis kommt 20 Jahre zu spät!

  33. 46.

    Wie wäre es wenn der deutschen Umwelthilfe und der grünen Liga der Strom und Heizung abgedreht werde. Wie würden die dann darauf reagieren?

  34. 45.

    Huch !
    Da ist was passiert,was keiner wahr haben wollte.
    Stromerzeugung verursacht Umweltprobleme.
    Die sind mittlerweile so offensichtlich,dass sich die Frage stellt,wer hat denn da sein Portmonee weit aufgehalten?
    Müssen denn erst immer Gesetze diskutiert werden,die dann im Parlament,auf Grundlage von Lobbyverbänden,so aufgeweicht werden,das sie ihr Ziel verfehlen? Umweltschutz ist Schutz des Lebens. Meins,meiner Kinder,meiner Enkel und auch ihres! Wer in erster Linie an die Dividende seines Portfolio denkt,hat immer noch nicht verstanden: "kannste Geld fressen?,du Mülleimer du"

  35. 44.

    @erge58: Das ist das richtige Argument. Die Leag wird wohl soviel pumpen, um "trocken" zu arbeiten. Und nicht, weil die Pumpenit eigenem Strom laufen. Das vorher berechnen und bestimmen zu wollen, halte ich nicht realistisch. Oder mal privat gedacht. Ich darf nur 100 Kubikmeter Wasser ( fiktiv) im Jahr verbrauchen. Im Oktober bin ich durch. Was dann?

  36. 43.

    Haltet den Dieb.....so hat die Kohlelobby schon immer argumentiert!

  37. 42.

    Ich glaube nicht, sonder lese die Pläne der Betrieber wonach Ende 2023 der Tagebau ausgekohlt ist.
    Und wenn Sie glauben, dass ab 15.Mai keine Pumpe mehr das Grundwasser senkt, sind Sie total auf dem Holzweg und haben keine Schimmer wie die Technologie dort funktioniert.
    Alle Stops jetzt bewirken de facto eine größere Menge gehobenen Grundwassers. Umwelthilfe eben....

  38. 41.

    „ Kann der Bergbau dafür?“
    Wer sonst? Wer hat denn die Grube da ausgebaggert? Ja wir brauchten den Strom, steht außer Frage, aber die gesamten Konsequenzen, Risiken und Kosten wurden eben nie erfasst und aufs Produkt umgelegt. Bei der Verschmutzung der Luft und des Klimas klappt es langsam, nur beim Wasser trägt weiterhin die Allgemeinheit den Großteil der Risiken und Kosten.

  39. 40.

    Sie glauben doch nicht wirklich, dass der Tagebau Ende 2023 stillgelegt wird? Eine Argumentation auf Wahrscheinlichkeiten beruhend zu führen erinnert an die SPD. Am 15.5.2022 wäre ein guter Tag das Ding für immer abzuschalten. Und keiner muss sich sorgen, dass man nicht mehr seine Waschmaschine anschmeißen kann.

  40. 39.

    Ihre PV anlage bzw. der Speicher würde mich mal Interessieren, also ich kann mich im Winter nicht mit meiner Anlage Versorgen.

  41. 38.

    Wer denkt denn ernsthaft darüber nach? Die Betreiber der Kraftwerke sicher nicht. Die haben ihre Kraftwerke jetzt jahrelang auf Verschleiß gefahren, der Ausstieg war ja schon lange beschlossen. Eine Wiederintebtriebnahme ist ohne teure und langwierige Wartungsarbeiten überhaupt nicht möglich. Ebensowenig die kurzfristige Beschaffung von Brennelementen. Ein Atomkraftwerk ist kein Dieselgenerator wo man einfach einen Knopf drückt und da kommt dann Strom raus.

  42. 37.

    Während es ernsthafte Überlegungen zum Weiterbetrieb der Atomkraftwerke gibt weil die Energieversorgung auf wackeligen Füßen steht, freut sich der Deutsche Michel über die DHU. Der Tag, an dem Teile unserer Energieversorgung zusammenbrechen wird kommen, nahe dran waren wir in den letzten Monaten oft genug. Die Energiepreise sind hoch, jeder jammert, offenbar sind sie noch nicht hoch genug, denn sonst könnten sich nicht so viele über diese fragwürdige Entscheidung freuen. Ich bin gespannt!!

  43. 35.

    Naja, wenn klar wird, dass der Tagebau nicht im Rahmen der erlaubten Grundwasserentnahme betrieben werden kann kommt die Stilllegung ja vielleicht sofort, nicht erst nächstes Jahr. Und Entschädigungszahlungen gibt es vielleicht auch.

  44. 34.

    Eigentlich doch eine einfache Prioritätsfrage, Strom brauchen wir seit 150 Jahren, der Verbrauch kann reduziert werden, es gibt Alternativen bei der Erzeugung. Wasser brauchen wir schon immer, ist offenbar endlich und muss geschützt werden!

  45. 33.

    Die werden aber weiter pumpen müssen, Sonst läuft die Grube voll. War vor einiger Zeit schon mal das gleiche Spiel.

    Wenn da mehr Wasser raus muss, als vorher berechnet, dann hat's wohl in letzter Zeit doch mehr Niederschläge gegeben, als seinerzeit vorhergesehen.

    Kann der Bergbau dafür?

    Keine Ahnung, was diese Nadelstichtaktik soll. Offenbar müssen manche Umweltschützer immer wieder in die Presse.

    Jänschwalde läuft doch eh bald aus.... und bis dahin wird man den Grundwasserstand halten so halten müssen, daß das Loch nicht vollläuft. Egal, ob Kohle gefördert wird, oder nicht.

  46. 32.

    Sie werfen mir Arroganz vor und hausieren mit den Daten Ihrr Anlage?
    Autarkes Leben ist also arrogant? Uiui, ich finde es eher nachhaltig. Finde den Fehler.

  47. 31.

    Da haben sie aber eine Riesenbatterie in ihrem Haus. Unsere kann 13 kw/h speichern. Toll. Für einen ganzen Tag habe ich dann Strom. Es darf dann aber nicht zu kalt sein denn die Wärmepumpe nimmt ratzfatz alles raus. Soviel zu ihrer arroganten Denkweise.
    .

  48. 30.

    De facto bedeutet das erneute Anhalten des Tagebaus eine größere Fördermenge des Grundwassers, da mit den Instanzkämpfen, Rechtswegen und Umplanungen die unabdingbare Grundwassersenkung deutlich länger beibehalten werden muss und damit das Ende dieses Tagebaus (12/2023) aktuell unabsehbar in die Länge gezogen wird.
    Die (klagegeile) Umwelthilfe hat damit der Umwelt das Gegenteil von geholfen.

  49. 29.

    Hi Peter.

    Ich vermute das hier jedes Jahr für sich betrachtet wird. Der Tagebau darf also auch in 2022 die erlaubte Menge abpumpen. Bei den genannten Zahlen kommt man da in etwa im Mai raus.

  50. 28.

    Sind dann die 5,5 Milliarden Kredit futsch von denen ich vor paar Tagen hier gelesen habe? Wer renaturiert denn dann mit welchem Geld die Tagebaue?
    Aber 6x Müggelsee ist schon krass, davon kann Tesla nur träumen.

  51. 27.

    Der 15.5.2022 könnte ein Feiertag in der Lausitz werden. Ein Tag ohne giftige Dämpfe. 6x Müggelsee zuviel entnommen plus 2x Müggelsee erlauubt in 5 Jahren. Nicht schlecht. Das funktioniert nur mit Mauschelei. Behörden arbeiten mit der Politik und Lobbyvertreter regeln den Rest. MP Woitke wird sicherlich erst mal wieder abtauchen.

  52. 26.

    "Weshalb erst ab 15 Mai?" Damit die Politik noch etwas Zeit hat, dieses katastrophale Urteil durch Gesetz außer Kraft zu setzen.

  53. 25.

    "den Bürgern, den eine intakte Umwelt wichtig ist. ."
    Schon lange nicht mehr.
    Den Bürgern, denen eine intakte Umwelt wichtig ist, und die ernsthaft sich damit auseinandersetzen, sind verkrustete Strukturen schon lange ein Dorn im Auge.
    Großspenden werden nur noch politicalCorrectnis oder medienwirksam gegeben.
    Das Schicksal der DUH folgt Greenpeace.
    Letztere war erst grad in der mediathek nachzusehen. Sehenswert.

  54. 24.

    Die Deutsche Umwelthilfe sind einige alte Männer, die glauben die Welt verbessern zu müssen.

  55. 23.

    "Infolge des Streits befürchtet der Tagebaubetreiber Leag gravierende Folgen für die Energieversorgung in der Region."

    Ist doch noch nicht lange her, dass der Tagebau schon mal "angehalten" wurde. Und die Pläne, den Tagebau nächstes Jahr komplett stillzulegen, sind doch auch noch aktuelle, oder? Klingt also nach Panikmache.

  56. 21.

    Déjà-vu ?! Kommt mir irgendwie bekannt vor aus den 1980ern. Kaum zu glauben, wie die Zeit vergeht und nix ändert sich an der mutwilligen Umweltzerstörung.
    "Ich bin jetzt raus, jetzt steh ich hier
    Das Wasser riecht nach Gift
    Und 'n toter Vogel kommt vorbei und stirbt -
    Der Kellner spielt Klavier
    Wir sind die letzten von hundertzehn -
    Wir warten bis die Zeit vergeht ..."
    Spliff 1982

  57. 20.

    Macht die deutsche Kohleförderung endlich ganz kaputt. Wir importieren die dann fehlenden Energieträger lieber von Putin. Weiter so!

  58. 19.

    Richtig erwachsen und vollumfänglich bis zur eigenen Haustür gedacht...und in Ihrem restlichen Leben haben Sie keinen Kontakt zur Industrie, Wirtschaft und gar keinen externen Konsum, wo andere Primärenergien gebraucht werden.

  59. 18.

    Die Finanzierung würde offen gelegt. Subventionen vom Staat und Einnahmen von Abmahnungen

  60. 17.

    „Immer wenn ich Deutsche Umwelthilfe lese frage ich mich, wer die überhaupt finanziert.“

    Warum haben Sie sich dann nie danach erkundigt, wenn Sie sich das immer fragen?

    Ansonsten sollten Sie sich vielleicht auch mal fragen, warum im Umweltbereich so viele Rechtsbrüche begangen werden, dass die Umwelthilfe überhaupt etwas zu tun hat - vom Dieselskandal bis zum wiederrechtlichen Abpumpen von Grundwasser. Die Umwelthilfe hat schließlich weder gegen Autos noch gegen Kraftwerke geklagt, sondern gegen vorsätzliche Rechtsbrüche. Aber die stören Sie offenbar nicht, solange es bei Ihnen schön warm ist. Wie warm es dann bei Ihren Urenkeln wird, kann Ihnen ja egal sein.

  61. 15.

    Mal kurz auf energy-charts.info
    Heute 16:00 ca. 38% des erzeugten Stroms in Deutschland aus EE-Quellen. Pumpspeicher ausgeklammert weil schwierig zu ergründen welcher Strom gespeichert wurde. Meist Solarstrom aus der Mittagsspitze.
    Importstrom vorrangig aus Schweden, Norwegen und Dänemark.
    Und nun?
    Ich sehe nur das noch sehr viel Platz für EE ist und wir verdammt nochmal endlich weniger reden sondern handeln müssen.

  62. 14.

    Die Bundesnetzagentur wird die Zwangsabschaltung im Zweifelsfall verbieten, sie wird die Gefährdung der Versorgungssicherheit nicht zu lassen.

    Die Bundesnetzagentur hat bereits in München die Abschaltung eines Kohlekraftwerkes gestoppt:

    siehe: https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-kohleausstieg-heizkraftwerk-nord-verbot-1.4663664

  63. 13.

    Sie wollen doch nicht ernsthaft erzählen das ein standsicheres abstellen der Großgeräte 8 Wochen dauert.
    Na gut, wenn erst ein geeigneter Verschrottungsplatz gefunden werden muß kannst hinkommen.

  64. 12.

    Wer die Umwelthilfe finanziert findet man im Netz, u.a. auch ich mit Spende.
    Der Rest Ihres Kommentars...Polemik...mehr nicht.

  65. 11.

    Da haben Sie schon recht, wir sägen an dem Ast auf dem wir sitzen....mit jeder Tonne verbrannter Kohle.
    Und schon schürt die LEAG Panik. Ohne JW müssen die das Zeug eben von Welzow rankarren.
    Auch nicht schön aber dann ist da vielleicht auch etwas schneller Schluß.

  66. 10.

    Die Umwelthilfe hilft halt den Bürgern, den eine intakte Umwelt wichtig ist. ..

  67. 9.

    Und wo ist das ganze Wasser geblieben ? +++ Und warum wurde oder wird dieses (zu viele) Wasser nicht dahin geführt und versickert, wo es angeblich so sehr fehlt ? +++ Oder wären die Flüsse und Seen in der Umgebung schon trocken gefallen ohne dieses zu viele Wasser +++ Und wer hat es bei der LEAG verpennt, die Genehmigungen anzupassen ? +++ Und wer meint in der jetzigen Situation eigentlich darauf bestehen zu können, am 15. Mai eine Kraftwerk-Versorgung zu unterbrechen ?! +++ Ernste Fragen, keine Ironie.

  68. 8.

    Als ob Jänschwalde die gesamte Republik mit Strom versorgen würde. Sofort stoppen den Irrsinn, mein Strom kommt von der Sonne, wird gespeichert und bei Bedarf abgerufen. Nänänänänäääänä, grabt mal weiter Euer Wasser ab.

  69. 6.

    Immer wenn ich Deutsche Umwelthilfe lese frage ich mich, wer die überhaupt finanziert. Ob deren Mitarbeiter nur Laufen/Rad fahren und keinen Strom verbrauchen. Da sie ja alles & jeden verklagen der Auto fährt oder anderweitig Fossile Brennstoffe benutzt, müssen sie theoretisch noch in der Steinzeit leben. Frage mich wie die ihre Computer betreiben/ihre Smartphones und Tablets aufladen und die Büros heizen. Dort kommt der Strom bestimmt aus der Steckdose und das Warmwasser aus der Wand.

  70. 5.

    Mal kurz auf Smart. De schauen, Heute 16.00 Uhr 0% erneuerbare Energie Einspeisung.

  71. 4.

    Meine Güte. Grundwasserprobleme kommen meist 10 Jahre später erst zum tragen. D.h. die Verantwortlichen haben unter der Decke, massive Schäden für die Generation ab 2027+ erzeugt. Gratulation...und echt krass was da auf uns noch an Schäden zukommt.

  72. 3.

    Wer lügt, betrügt und mit dem Landesbergamt mauschelt kriegt vom Gericht halt einen auf den Deckel....und weshalb erst ab 15 Mai?

  73. 2.

    Wann kommt die ähnliche Beschwerde über Tesla und sein Wasserverbrauch. Dieser Mangel an Wasser besteht schon seit 4 Jahren im Land Brandenburg und noch viel länger weiß man daß Brandenburg eine Dürreregion wird. Alles weiß man aber niemand will es gehört haben. Werden Zahlen etwa schön geschrieben.

  74. 1.

    Ohne das ich alle genauen Hintergründe weiß oder das ich anzweifele würde, dass die Gründe der Umweltverbände unberechtigt seien, ist das in der momentan Energielage ein herber Schlag. Ich bin ja mal gespannt was passiert wenn den Menschen und der Industrie der Strom abgedreht wird, immerhin ist es das drittgrößte KKW Deutschlands. Aber von welcher Seite man es auch betrachtet, wir sägen an dem Ast auf dem wir sitzen… schau‘n wir mal….

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