"Ost-West-Route" in Berlin - Radschnellstrecke von Hönow bis Spandau soll bis 2030 fertig werden

Do 07.04.22 | 17:04 Uhr
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Visualisierung Radschnellverbindung entlang Straße des 17. Juni (Quelle: infraVelo / xoio GmbH)
Video: rbb|24 | 10.04.2022 | Material: rbb24 Abendschau | Bild: infraVelo / xoio GmbH

Von Ost nach West in 2,5 Stunden - und das auf dem Sattel: Die Radschnellverbindung "Ost-West-Route" soll den Umstieg aufs Fahrrad in Berlin erleichtern. Sie könnte eine der längsten Verbindungen Deutschlands werden. Doch es gibt bürokratische Hürden.

Mit dem Fahrrad so schnell durch die Stadt wie mit dem Auto: Das ist das Ziel der geplanten Radschnellstrecken in Berlin. Die gute Nachricht: Die Pläne für die längste Radschnellstrecke Deutschlands nehmen weiter Form an. Die schlechte: Es dauert noch lange. Woran liegt das?

Tatsächlich ist das Vorhaben nicht gerade klein: Geplant ist eine rund 38 Kilometer lange Strecke, die sich "Ost-West-Route" nennt. Zwar könnten einzelne Abschnitte schon vorher eröffnet werden, komplett fertig sein soll die Route aber erst 2030.

Laut der landeseigene Radplanungsgesellschaft Infravelo ist der Baubeginn für die Strecke, die von Hönow nach Spandau durch das Berliner Stadtzentrum führt, erst für 2026 geplant. Im Einzelnen besteht sie aus der "Ost-Route" mit 23 Kilometern und ihrer Verlängerung, der "West-Route" mit rund 15 Kilometern.

Straßennutzung wird umverteilt - zugunsten von Radfahrern

Infravelo versteht unter Radschnellverbindungen (RSV) "attraktive Wege für Radfahrende im Alltagsverkehr, die durch besondere Qualitätsstandards gekennzeichnet sind". Sie seien mit bis zu vier Metern breiter als andere Radwege. Und: "Sie sind vom Fußverkehr getrennt, gut beleuchtet und in der Regel asphaltiert." Außerdem habe der Radverkehr bei gemeinsamer Wegenutzung "zumeist Vorrang gegenüber dem PKW-Verkehr". Konkret werden also meist bereits vorhandene Verkehrswege zugunsten von Radfahrern umverteilt.

"Wir befinden uns derzeit in Phase 2"

Dass die Strecke erst in knapp acht Jahren komplett fertig sein soll, liege an den "komplexen Arbeits- und Abstimmungsprozessen", so Infravelo-Sprecherin Alexandra Hensel auf Nachfrage von rbb|24. Das Unternehmen hat als Richtschnur zur Umsetzung des Vorhabens sechs Schritte ausgearbeitet. Demnach wird zunächst in einer Machbarkeitsuntersuchung geprüft, ob das Projekt überhaupt umsetzbar ist und geplante Routen den Umbau hergeben. Erst dann beginnt Phase 2, also die Vorplanung. Dabei werden die ersten Trassen festgelegt und neue ermittelt. In dieser befinde sich das Projekt aktuell, betont Hensel.

Bisher sieht der grobe Verlauf der "West-Route" vor, dass sie in Spandau an der Landesgrenze zu Dallgow in Brandenburg beginnt und am S-Bahnhof Tiergarten (Charlottenburg-Wilmersdorf) endet. Die Trasse führt entlang der Heerstraße und den U-Bahnhöfen Theodor-Heuss-Platz, Kaiserdamm, Bismarckstraße und Ernst-Reuter-Platz sowie der Straße des 17. Juni bis zum S-Bahnhof Tiergarten. Für die Umsetzung soll die Zahl der Autofahrspuren zwischen S-Bahnhof Tiergarten und Brandenburger Tor von sechs auf vier reduziert werden. Die Parkplätze dort sollen in Radwege umgebaut werden. Auch auf der Heerstraße soll die Fahrspurenzahl streckenweise verringert werden.

Doch keine Schnellfahrstrecke am Spandauer Damm

Im Zuge von Phase 1 wurde zudem entschieden: Die zunächst am Spandauer Damm vorgesehene Schnellfahrstrecke wird nicht weiter geplant, da sie nur in Teilen machbar sei (siehe gestrichelete Route in der Grafik).

Die "Ost-Route" hingegen soll die äußeren Bezirke Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg mit Mitte verbinden. Der favorisierte Korridor verläuft somit von Marzahn-Hellersdorf über die Karl-Marx-Allee und den Alexanderplatz bis zum S-Bahnhof Tiergarten, wie Infravelo am Mittwoch mitteilte. Und: Die "Ost-Route" wird nicht durch das Brandenburger Tor führen - Fußgänger hatten sich zuletzt mit ihrer Kritik durchgesetzt.

geplante Radschnellwege (Quelle: InfraVelo)

"Klimaautobahn" soll 58 Millionen Euro kosten

Ein klimapolitisches Verkauftsargument hat die Verwaltung für Mobilität unter der Grünen-Senatorin Bettina Jarasch bereits gefunden: Die Radschnellwege sollen rund 6.700 Autofahrer täglich zum Umstieg aufs Rad bewegen und knapp 1.000 Tonnen Kohlenstoffdioxid pro Jahr einsparen. Die Landesvorsitzenden der Grünen, Susanne Mertens und Philmon Ghirmai, sprechen bereits von einer "echten Klimaautobahn Berlins".

Bei einer durchscnittlichen Geschwindigkeit von etwa 15 Kilometern pro Stunde auf dem Rad soll die Fahrzeit von einem Ende zum anderen etwa 2,5 Stunden betragen. Die Gesamtkosten für beide Routen-Teile werden mit rund 58 Millionen Euro veranschlagt.

ADFC Berlin fordert mehr "agiles" Vorgehen

Berlin sei jedoch eine dicht bebaute Stadt und die Herausforderung somit groß, sagt Hensel. Die Sprecherin verweist mit Blick auf das geplante Fertigstellungsjahr 2030 auf die vier weiteren noch ausstehenden Schritte.

Phase 3 sieht einen Entwurfsplan vor. Welche Kreuzungen und Brücken müssen beachtet werden? Welche Kosten entstehen? Wie wirtschaftlich ist das Projekt? Diese Fragen sollen dabei detaillierter ausgearbeitet werden. In Phase 4 werden schließlich alle Interessen abgewogen und sämtliche Dokumente für ein Genehmigungsverfahren eingereicht.

Klappt dies, wird in Phase 5 ein sogenannter Ausführungsplan ausgearbeitet. Wichtig wird dann sein, welche Vorgaben die Behörden dem Projekt auflegen. Erst in Phase 6 beginnt schließlich der aktive Umbau - nach derzeitigem Stand: 2026.

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) in Berlin spricht von einem "wegweisenden, wichtigen Projekt" - drängt aber auch auf eine schnellere Eröffnung der Strecken. Es sei bei diesem Vorhaben sinnvoll, so "agil" wie zuletzt bei den Pop-up-Radwegen zu agieren, so Sprecherin Lisa Feitsch. Erste Teilstrecken müssten bereits an Start gehen, "bevor alles erst auf dem Papier geplant wird", fordert sie. Vor allem Beläge und Lichtverhältnisse auf einigen Straßen könnten schon jetzt verbessert werden, so Feitsch.

So soll die "Ost-West-Route" durch Berlin verlaufen

Sendung: Abendschau, 06.03.2022, 19:30 Uhr

71 Kommentare

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  1. 71.

    „Im GegenSATZ“ muss es natürlich heißen, pardon …

  2. 70.

    „Und wenn Sie jetzt mal ganz kurz nachdenken, kommen Sie bestimmt darauf, dass wir gerade auf elektromobilität umrüsten und Wasserstoff. Schonmal gehört?“

    Da muss ich gar nicht groß nachdenken; das ist mir wohl bewusst. Und Ihnen bestimmt auch, dass wir damit bislang noch nicht allzu weit gekommen sind. Eigentlich wollte ich Oma55 aber auch nur darauf hinweisen, dass in erster Linie die Autos selbst für die Abgase verantwortlich sind. Wenn es zu viele Ressourcen verschwendende PKW in der Stadt gibt, erscheint es mir nur logisch, deren Zahl zu begrenzen – anstatt ihnen NOCH MEHR des knappen Platzes einzuräumen.

    „Ich wohne im Friedrichshain und um in den Westteil zu gelangen muss ich im Stop-and-Go, kreuz und quer durch die rote Wellen …“

    Im Gegenteil zu vielen anderen Bewohnern dieser Stadt, die ausschließlich den ÖPNV für ihre Wege nutzen, haben Sie die freie Wahl, ob Sie sich das antun möchten. Wenn Sie sich dafür entscheiden, MÜSSEN Sie also gar nichts – Sie WOLLEN das so.

  3. 69.

    Autos behindern sich zumeist selbst weil die Radwege und Busspuren leer sind und völlig unnütz den Platz stehlen. Der Schaden, den Radwege anrichten, steht in keinem Verhältnis zu deren Nutzen. Autos stehen im Stau und produzieren Abgase und Feinstaub (beim laufenden bremsen und anfahren), ohne, dass sie auch nur 1m vorwärts kommen. Beim Abbiegen blockieren dann zudem 3 trödelnde Radfahrer die komplette Grünphase. Klingt paradox aber wer das Klima schützen will, muss radfahren verbieten, Fahrräder sind mobile Unfallschwerpunkte zumeist ohne die geringste Kenntnis der Verkehrsregeln und ohne Verkehrshaftpflicht. Daher sollten sie am Verkehr auch nicht Teil nehmen.
    Und wer sich halbwegs auskennt, schon seit den 50er Jahren wird die Stadtautobahn bis nach Pankow frei gehalten. Es gibt auch Bauabschnitt 18 und 19... bis zum Anschluss Pankow.

  4. 68.

    Und wenn Sie jetzt mal ganz kurz nachdenken, kommen Sie bestimmt darauf, dass wir gerade auf elektromobilität umrüsten und Wasserstoff. Schonmal gehört? Außerdem möchte ich nicht bei Regen oder Frost Fahrrad fahren und das wollen die meisten Radfahrer auch nicht.
    Ich wohne im Friedrichshain und um in den Westteil zu gelangen muss ich im Stop-and-Go, kreuz und quer durch die rote Wellen Stadt über kastrierte Straßen, deren Busspuren die meiste Zeit bis zum nächsten Bus brach liegen und die Vorrangschaltungen das letzte bisschen Verkehrsfluss zerstören.
    Dagegen brauchen wir die A100 und die TVO. Der Senat zerstört systematisch die Verkehrskapazität der Stadt für Happyness Radfahrer.

  5. 67.

    „Auf den Radwegen sind kaum Fahrer unterwegs, dafür stauen sich die Autos ab Lichtenberger Brücke. Unsere Immobilitätssenatorinnen und der Stadtrat von Friedrichshain können stolz auf sich sein, das durch den Stau mehr Abgase vorhanden sind.“

    Und wenn Sie jetzt mal ganz kurz nachdenken, kommen Sie bestimmt darauf, welches Verkehrsmittel Sie daher eben am besten NICHT wählen sollten, um nicht auch zu denjenigen zu gehören, die die Straßen verstopfen, unser aller Atemluft mit Abgasen verpesten und weiter das Klima schädigen. Staus entstehen dadurch, dass tonnenweise Blechkasten drumherum, der viel zu viel Platz einnimmt, mit unnötig hohem Spritverbrauch bewegt werden muss, um oftmals lediglich eine einzelne Person zu befördern. Das ist ein absoluter Irrsinn, der nun langsam aber sicher mal zurückgefahren muss.

  6. 66.

    "Die meisten fahren Fahrrad, weil sie kein Geld haben. Weder für Fahrerlaubnis, noch Auto, noch Benzin, noch Steuern, ..."

    Ich habe einen Führerschein aber bewußt kein Auto. Meine Kiezgurke (Einkauf, Kino usw.) kostet ca. 850 €, mein Stadtrad ca. 1500 € (ohne Schloß, jeweils), mein Reiserad noch einen Tausender mehr. Ihr Denken ist von vorvorgestern.

    "Alles andere ist fast ausschließlich eine Notlösung." Wer in Berlin meint ein (eigenes) Auto zu besitzen macht etwas verkehrt oder braucht es beruflich, was auf die wenigsten Autofahrer zutrifft.

    "Nichtsdestotrotz sollte es endlich eine Verkehrshaftpflicht und selbstredend eine Führerscheinprüfung geben für Verkehrsteilnehmer im fließenden Verkehr. Kann ja nicht sein, dass eine Gruppe auf der Straße von nichts Ahnung haben braucht."

    Was man an Autofahrern sieht, ja. Die haben eine Verkehrshaftpflicht und eine Führerscheinprüfung und rasen, drängeln und halten sich auch sonst eher nicht an die StVO.

  7. 65.

    Super!
    Rad fährt flott, Autos stehen weiterhin im Stau rum. Winke, Winke und Tschüss!!!

  8. 64.

    "Stoppen, diese irre Geld- und Zeitverschwendung, die uns lebensferne Ideologen, ignorante Träumer und möchte gern Experten aus Irgendwoher permanent aufschwatzen… Berlin ist kein Experimentierfeld und die Berliner sind keine Verkehrslaborratten "

    Viel Hass, viel Bla, bla... offensichtlich fahren sie so wie sie schreiben und deswegen müssen die schwächeren Verkehrsteilnehmer (auch vor ihnen) geschützt werden.

    "Die Berliner" sind übrigens FÜR die Verkehrswende. Nur eine laute Minderheit mit einflußreicher Lobby ist dagegen.

  9. 63.

    "Eine Familie auf Rädern verbraucht genauso viel Platz, als würde sie in einem normalen Auto hocken."
    Sie fahren selbst Fahrrad?
    Im Auto mag Ihr Vergleich ja noch aufgehen aber von außen betrachtet sicher nicht mehr. Vati vorne Kinder in der Mitte und Mutti hinterher macht bei 2 Kindern gut und gerne 10-12m². Das krieg ich geradeso mit meinen PKW hin. Aber nur wenn Stoßstange an Stoßstange und Tür an Tür, was nicht ganz einem korrekten Sicherheitsabstand selbst bei 30km/h im fließenden Verkehr entspricht.
    Den Vergleich zum Parken scheitert offensichtlich, weil es schwierig wird einen PKW im Fahrradkeller unterzubringen.
    Fahrradständer für 25x4 Fahrräder mal mit Parkhaus oder Parkplatz für 25PKW inc. den inneren Wegen vergleichen, wobei ja 4 Personen/PKW eher die Ausnahme ist.
    Also der Platzvergleich geht nicht auf.

  10. 62.

    Was sieht man denn da deutlich? Ich sehe prägnant eine breite Autostraße mit einer Handvoll Autos und ungefähr genau so vielen Fahrrädern und einigen Fussgängern.
    Verstümmelung von Prachtstraßen? Nur weil die Achsen für alle Teilnehmer besser nutzbar werden sollen?
    Was sagen Sie zu den Pariser Plänen am Champs Elyssee?

  11. 61.

    https://www.berlin.de/sen/uvk/verkehr/verkehrsdaten/zahlen-und-fakten/mobilitaet-der-stadt-berliner-verkehr-in-zahlen-2017/
    Einfach mal den Bericht lesen oder wenigstens überfliegen.
    Wegeanteil in der inneren Stadt 2013 etwa gleich zu den Radfahrern aber mit seit 1998 fallender Tendenz bei den Autofahrten.
    Auch beim reinen Besitz deutliche Unterschiede. 85% der Berliner besitzt ein Fahrrad, viele auch zwei. Trend geht ja zum Drittrad. Immer noch weniger Platz als ein PKW.
    Daraus geht ziemlich eindeutig hervor, dass in Berlin PKW Fahrer sich zu einer medial sehr präsenten aber in Realität eben kleiner werdenden Randgruppe entwickeln. Bei dem Platzbedarf auch kein Wunder.

    Vergleich 150 Rennradfahrer bei der Tour de France auf ca. 200m Hauptfeld. Versuchen Sie das mal mit 150 PKW Fahrern im eigenen Fahrzeug.

  12. 60.

    Doch, genau das hat man vor. So wie jetzt schon auf der Frankfurter Allee. Da wurde neben den Radwegen noch zusätzlich die jeweils Rechte Spur ( Stadein - und Stadtauswärts ) für Radfahrer gesperrt. Zusätzlich gibt es parallel zur Frankfurter noch eine Fahrradstraße. Auf den Radwegen sind kaum Fahrer unterwegs, dafür stauen sich die Autos ab Lichtenberger Brücke. Unsere Immobilitätssenatorinnen und der Stadtrat von Friedrichshain können stolz auf sich sein, das durch den Stau mehr Abgase vorhanden sind. Berlin entwickelt sich immer mehr zu einer Provinzposse

  13. 59.

    Dieses Projekt als „Klimaautobahn“ zu bezeichnen ist eine Frechheit. Bei dieser Zickzack-Verkehrsführung ist der Weg wohl eher mit der Deutschen Weinstraße zu vergleichen als mit einer Autobahn. Soweit ich weiß steht im Mobilitätsgesetz, dass die Radschnellwege kreuzungsarm geführt werden sollen. Wie soll das hier funktionieren? Wird der Radweg auf einer Brücke an den Hauptstraßen entlang geführt, um die zahlreichen Kreuzungen zu überqueren, oder was? Der einzige Vorteil dieses Projekts ist, dass die Radwege vielleicht durch größere Breite und bessere Oberfläche ein bisschen weniger schlecht sind als die jetzigen, es wird aber wohl weiterhin schneller, sicherer und komfortabler sein, stattdessen auf der Fahrbahn zu fahren.

  14. 58.

    Bin genau Ihrer Meinung ! Völlig unnötig für eine Handvoll Radfahrer soviel Boden zu verdichten . Schlecht fürs Klima !

  15. 57.

    Der Bund, voran die betroffenen Kommunen werden schon noch auf solche Abgaben zurückkommen, wenn dank der grünen Ultras alles an Mobilität, außer dem Fahrrad in Ballungsgebieten verboten wird. Und jeder, der gegen den Individualverkehr wettert, wo nur eine Person befördert wird, ist eingeladen, mal darüber nachzudenken, was das Fahrrad ist. Eine Familie auf Rädern verbraucht genauso viel Platz, als würde sie in einem normalen Auto hocken. Undd eine Kennzeichnung, oder Versicherung sollte gleich anderen Fahrzeugarten selbstverständlich sein.
    Prinzipiell finde ich den Ausbau einer guten Fahrradinfrastruktur in Berlin und anderswo überfällig. Aber man darf nicht vergessen, dass D nicht NL ist und man in Nullkommanix alles total umstellen kann. NL hat 30 Jahre Vorlauf, den kann man hierzulande so nicht aufholen.

  16. 56.

    Hindert Sie ja auch niemand dran. Mit dem getrennten Radweg brauchen Sie sogar weniger Angst zu haben versehentlich einen Radfahrer zu überfahren. Ist doch prima.

  17. 55.

    Das die ganze Stadt auf den Autoverkehr ausgerichtet ist, bekommen Sie nicht mit?
    Na da komm ich nicht ganz mit wenn es so wäre hätten wir weniger Stau.
    Das Problem war die Teilung, Nord-Süd Verbindungen sind gut, aber ost-west Verbindungen ist die reinste Katastrophe.
    Deswegen sollten doch erstmal solche Maßnahmen geschaffen werden.
    Bevor man wieder aus 3 Spuren 2 macht und aus 2 Spurige einspurige Straßen macht.

  18. 53.

    Für alle Nörgler in den Kommentaren die von Klientelpolitik sprechen.
    In Berlin haben 39,4% der Haushalte kein Auto.
    In der inneren Stadt haben 52 6% der Haushalte kein Auto.
    In der äußeren Stadt haben 33,7% der Haushalte kein Auto.
    Quelle: Mobilität in Städten, TU Dresden

  19. 52.

    Der Ostteil verläuft sehr im Zickzack. Radschnellwege sollten an allen großen mehrspurigen Ausfallstraßen (z.B. Landsberger, Prenzlauer, Greifswalder, Hansa) geführt werden. Da muß man nur Spuren umwidmen und vor feindlicher Okkupation schützen. Warum werden die anderen Radschnellwege nicht durch die Stadt durchgeführt, sondern enden vor der Stadtmitte? @7: Der Radschnellweg soll laut Karte nicht quer mitten über den Alex führen, sondern drumherum. @17+18: Man kann eben nicht immer alles bekommen, was man will. Ihr seid Beispiele für verhätschelte und verzogene Kinder, die sich auf den Fußboden werfen, wenn sie ihre Quengelware nicht bekommen. @25: Fahrräder, Tram und Busse sind der Verkehr. Verkehrshindernisse sind die Autos, zumindest dann, wenn die auf Busspuren, Geh+Radwegen parken, Bahnübergänge trotz sich nähernder Züge überqueren, Geher nicht die Straße überqueren können, weil so viele Autos kommen.

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