Digitaler Marktplatz - Berlin und Brandenburg setzen auf Wasserstoff als Weg aus dem Energie-Dilemma

Mi 27.04.22 | 06:18 Uhr | Von Martin Küper
  48
Ein Hybidkraftwerk in der Brandenburger Uckermack im April 2022. (Quelle. rbb)
rbb
Audio: rbb24 Inforadio | 26.04.2022 | Martin Küper | Bild: rbb Download (mp3, 3 MB)

Klima und Krieg rücken einen Energierohstoff wieder in den Fokus: Wasserstoff. Ein digitaler Marktplatz soll in der Region nun den Ausbau unterstützen. Doch um die Energieversorgung nachhaltig umzubauen, braucht es "grünen" Wasserstoff. Von Martin Küper

Was der regionalen Wasserstoffindustrie Schwung verleihen soll, sieht wie eine weitere Online-Landkarte aus: lauter Punkte, Zahlen und Grafiken, bunt über die Region verteilt. Fakten und Adressen ploppen beim Draufklicken auf.

Seit Montag haben Berlin und Brandenburg einen digitalen Marktplatz zur Wasserstoffwirtschaft ins Leben gerufen. Hier können Interessierte ihre Vorhaben präsentieren und nach geeigneten Geschäftspartnern suchen. Das funktioniert im Grunde wie ein Kleinanzeigenportal: Der eine sucht, der andere bietet an. Der Unterschied ist, dass es hier um etwas Großes geht: die Zukunft der Energieversorgung.

Kathrin Goldammer hat die digitale Plattform mitentwickelt. Sie ist Elektroingenieurin und Geschäftsführerin des Reiner-Lemoine-Instituts, das dieses Branchen-Tool entwickelt hat: "Wir gehen jetzt in die Phase des Einsatzes von Wasserstoff. Aber was fehlt, ist eben zu wissen, wo gibt es eigentlich in der Region einen Anbieter dafür, wo gibt es Bedarfe, und genau diesen Schritt soll der Wasserstoffmarktplatz schließen."

Der komplizierte Rohstoff

Wenn Goldammer von Wasserstoff spricht, meint sie grünen Wasserstoff. Grün heißt hier: der Wasserstoff wurde mit grünem Strom produziert. Genau das nämlich ist das Problem dieser Energiequelle: Sie selbst ist zwar emissionsfrei, doch um sie im Elektrolyseverfahren herzustellen, braucht man Strom. Und nur, wenn der Co2-neutral produziert wurde, darf sich Wasserstoff grün nennen.

Noch aber wird der größte Teil der Wasserstoff-Mengen mit Erdgas-, Kohle- oder Kernenergie hergestellt. Kritiker halten ihn daher für ungeeignet, die Energieversorgung nachhaltig umzubauen. Im Kern geht es in der Wasserstoff-Diskussion daher vor allem darum, ob sich genug erneuerbare Energie produzieren lässt, um dann mit ihr wiederum das begehrte chemische Element H2 zu produzieren. Beispiele dafür gibt es schon seit Jahren: das Hybridkraftwerk in Prenzlau zum Beispiel produziert mit überschüssigen Wind- und Sonnenkilowattstunden Wasserstoff und nutzt ihn so als Speicher. Genau das ist die Lösung, glaubt Goldammer: "Also wenn wir 2030 oder 2050 dekarbonisiert sein wollen, auch in den chemischen Bereichen: Wie sollen wir das machen? Ein Weg dazu ist der grüne Wasserstoff."

Eine Wasserstofftankstelle in Potsdam im April 2022. (Quelle: rbb)
Eine Wasserstofftankstelle in Potsdam. | Bild: rbb

Wasserstoff als Treibstoff

Seit 2015 baut die Berliner Firma H2Mobility an einem deutschlandweiten Tankstellennetz für Wasserstoff. Knapp einhundert Zapfsäulen sind bereits errichtet, und die Projektkarte ist voll mit weiteren Standorten. Fahrzeuge mit einer Wasserstoff-Brennzelle haben bessere Reichweiten als Elektroautos und auch der Tankvorgang dauert nur ein paar Minuten. Kostenpunkt für 1 Kilo Wasserstoff sind derzeit 9 Euro 50, das reicht dann für rund einhundert Kilometer. In den Tank kommt allerdings immer noch großenteils der so genannte "graue" Wasserstoff, und der wurde mit Erdgasstrom produziert. Die Aufgabe von H2-Nachhaltigkeitsmanager Eike Diercks ist es, das zu verändern: "H2 Mobility hat sich ja als Ziel gesetzt, 100 Prozent grünen Wasserstoff zu beziehen. Und das wollen wir jetzt auch schnellstmöglichst erreichen. Derzeit liegt der Anteil bei etwa 38 Prozent. Wir würden auch gern mehr machen."

Gerade einmal 2000 Wasserstoff-Pkw sind in Deutschland derzeit registriert. Es ist wie bei den E-Fahrzeugen: in den Anfangsjahren sind mit rund 60.000 Euro die Preise für ein Auto so hoch, dass sie sich nur eine kleine Minderheit leisten will. Damit sich ein Tankstellennetz überhaupt sinnvoll unterhalten lässt, setzen die Betreiber auf andere Abnehmer: vor allem Bus-Unternehmer oder Spediteure. Denn Brennstoffzellen nehmen deutlich weniger Platz ein als Batterien, daher sind sie für den Schwerlastverkehr interessant, ebenso für Flugzeuge und Schiffe.

Berlin und Brandenburg setzen auf Wasserstoff (Quelle: rbb)
Das Kanalschubboot ELEKTRA | Bild: rbb

Projekte in der Region

So liegt im Berliner Westhafen derzeit die "Elektra" fest vertäut: ein kompaktes Kanalschubboot, das im Mai mit seinen Probefahrten beginnt. Co2-freie Binnenschifffahrt war seit vielen Jahren vor allem eine Vision. Die "Elektra2 soll zeigen, dass es mit Brennstoffzellen und Wasserstoff anders geht. Projektführer für das Schiff ist die TU Berlin, die das Projekt zusammen mit der Berliner Hafen- und Lagerhausgesellschaft Behala vorantreibt. Professor Gerd Holbach von der Fakultät Verkehrswesen ist überzeugt, dass hier trotz hoher Investitionskosten die Zukunft liegt: "Technologisch gesehen wird man in fünf Jahren ausgereifte Lösungen präsentieren können. In 10 Jahren wird sich das auf Europas Binnenschifffahrtswegen bemerkbar machen. Die Welt wird insgesamt hybrider, als wir uns das heute vorstellen können.“

In Brandenburg soll aus der Kohle-geprägten Energieregion Lausitz eine Wasserstoff-Region werden: Konkret geht es beispielsweise um ein Wasserstoff-Kraftwerk in Schwarze Pumpe, an dem Energietechniker und Universitäten gerade tüfteln. In Rüdersdorf wird die Möglichkeit geprüft, unterirdische Speicher für Wasserstoff-Reserven zu erschließen und in der Region Barnim-Uckermark sind weitere 800 Windräder in Planung, die die Produktion grünen Wasserstoffs vorantreiben sollen.

Wasserstoff-Pläne auch in Eisenhüttenstadt: Das energieverschlingende Stahlwerk braucht dringend eine nachhaltige Alternative zur bisher genutzten Kohle, schon allein, weil die Co2-Abgaben jährlich deutlich steigen. Marktplatz-Entwicklerin Kathrin Goldammer ist sich sicher, dass das richtige Weg ist: "Entweder werden fossile Energieträger teuer, Stichwort Erdgaspreise im Moment, oder wir haben hohe Preise für Co2, oder hohe Steuern auf Co2, so dass sich diese grünen Technologien durchsetzen."

Sendung: rbb24 Inforadio, 26.04.2022, 12:05 Uhr

Beitrag von Martin Küper

48 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 48.

    Ah, Politiker haben nur dann Recht, wenn Sie glauben, dass die Ihre Meinung bestätigen.

    Ich verrate Ihnen mal zwei Geheimnisse:
    1) Anders als Sie zu glauben scheinen, gibt es mehr als nur einen Konzern, der BEV produziert. Viele sind aber von der Nachfrage und anderen Ereignissen überrascht worden. Sauerbier gibt es stattdessen nur noch von Toyota und Hyundai, von letzterem aber auch den Ioniq EV, den Ioniq 5, den EV6 ...
    2) Würden in Grünheide stattdessen FCEV in ähnlicher Stückzahlen gebaut werden, würden die ähnlich viel Wasser für die Produktion benötigen wie Tesla zugestanden wurde. Bei der geringen Nachfrage kommt aber niemand auf die Idee, dafür ein Werk zu bauen.

  2. 47.

    Warum weigern Sie sich beharrlich, diesen Artikel zu Ende zu lesen? FCEL-MIV spielt nur eine sehr kleine Nebenrolle! Toyota konnte im H2-Land Japan über die Jahre gerade mal etwas über 6.000 Mirai der ersten Serie verkaufen. Das entspricht der Kapazität von Zwickau - in einer Woche. Suchen Sie besser nicht in der ARD-Mediathek die Sendung "Quarks: Hoffnungsträger Wasserstoff". Die könnte Ihre Vorurteile erschüttern.

    Der Berliner Senat hat z.B. entschieden, dass H2 für BVG-Busse Kappes ist, während schwere BSR-LKW mit H2 fahren. Die einen fahren feste Strecken und laden ggf. bei Gelegenheit nach, die anderen bewegen sich frei in der Stadt. Das diesel-hybride eHLF hat sich bei der Feuerwehr bewährt und fuhr sogar mehr mit Akku als erwartet. Fähren der BVG sind mit Batterie unterwegs. Den gegenüber ist für den Hafenbetrieb ein H2-Schiff im Zulauf. Für den schweren Verteilerverkehr auf der Straße hat man mehr Auswahl als den auch in Grünheide zu sehenden e-Actros.

  3. 46.

    Weil sie hinter dem Link zum Bundesumweltamt den gesamten aktuellen Stand zum Thema H2 umfassend dargestellt nachlesen können und dort das Gegenteil von all ihren Behauptungen steht. Warum soll ich mir selbst die Mühe machen mich mit Ihnen über physikalische Grundprinzipien zu streiten, die für sie offenbar sowieso nicht existieren.
    So habe nicht nur ich, Elon Musk, alle Automobilhersteller in ihren Augen keine Ahnung, sondern auch die durch das Bundesumweltamt zusammengefasste Wissenschaft.

  4. 45.

    Gute Ingenieure zeichnen sich dadurch aus, dass die sich nicht nur auf das eigene Wissen verlassen, sondern sich über die Weiterentwicklung der Technik informieren. Sie verweigern sich selbst trivialen, dafür aber allgemein verfügbaren Quellen. Noch Ende der 80er/Anfang der 90er habe ich gelernt, dass die H2-Wirtschaft vor der Tür steht. NECAR 1-5 folgten ab Mitte der 90er, Heute gibt es in der realen Welt EQA, EQB, EQC ...

  5. 44.

    Das ihnen mit ihren schwurbiligen Worten alle Ressourcen, nicht nur Strom, der auch schon knapp wird, sondern die Trinkwassersiuation VON MENSCHEN egal ist, Hauptsache Musk kriegt genug und saugt uns aus wie früher dir Kolonialmächte ihre Kolonien, egal sind bewisen sie als bezahlter Muskmitarbeiter bei jedem Beitrag.
    In jedem anderen Forum Deutschlands hätten sie schon Sendeverbot, da die sich nicht für kommerzielle Zwecke missbrauchen lassen.

  6. 43.

    Musk *will* BEV-LKW in Serie bauen. Dem gegenüber sind andere Hersteller für den regionalen Verteilerverkehr weiter, auch für Nutzer in Grünheide ;-) Bei der BSR hat man andererseits mit der FCEL bessere Erfahrungen gemacht, weil man mit dem grossen Müllauto dann über den Tag kommt.

    Baustellenloks sind oft uralte Fahrzeuge. Manche Museumsbahn verdient sich sogar mit Dampfbetrieb ein Zubrot. Da kommen e-Fuels und Bio-Diesel ins Spiel. Im Zulauf befindliche Neufahrzeuge der DB setzen auf Mehrkraftantriebe.

  7. 42.

    Ich weiß nicht, was sie mit der Aussage "Mehr wie den aktuellen Stand zur Technik kann ich nicht verlinken. Sind Zusammenfassungen des Bundesumweltamts." bezwecken. Sie lenken davon ab, dass sie weder auf #34 noch #32 eine Antwort gegeben haben und auf meine Vorhalte eingegangen sind. Sie müssen sich dann nicht wundern, wenn ich Ihnen fehlende Kompetenz vorwerfen. Ausserdem was hat das BUA damit zu tun? Ich bin es gewohnt als diplomierter Verkehrsbauingenieur Sachverhalte aus eigenem Kenntnisstand zu bewerten, ohne zu googeln.
    Vielleicht sollten Sie das auch mal versuchen eigene Ansichten und Erfahrungen zu bringen, was eigentlich Sinn und Zweck eines Forums ist.
    Und zu ihrem #38: Sie scheinen keine Ahnung zu haben, wie der Elektrifizierungsstand unseres Schienennetzes ist. Selbst wenn man es wollte würde es zwei Jahrzehnte dauern bis das möglich wäre, was sie schreiben. Also hauen sie nicht solche Parolen raus und gehen sie lieber auf meine vorgenannten Kommentare ein.

  8. 41.

    Ah, daher weht der Wind: Sie propagieren den unrealistischen H2-MIV, weil Sie fürchten, dass der Strom für die effizienteren BEV nicht reicht. Deshalb ignorieren Sie auch den Hinweis auf den CO2-Rucksack aus der Tankfertigung, der gemäß den Musk-Jüngern vom IPCC ähnlich gross ist wie der aus der Akkufertigung.

    Ich bleibe dabei: Nach derzeitigem Stand der Technik macht H2 im PKW keinen Sinn.
    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/2/28/Einsatzbereiche_sauberen_Wasserstoff.png/1280px-Einsatzbereiche_sauberen_Wasserstoff.png
    Deshalb hat auch der RBB in diesem Artikel zig andere Sektoren aufgeführt, bei denen der durchaus Sinn macht. Dem gegenüber gibt es Lademonster-BEV wie den Ioniq 5, die auf Langstrecke kaum langsamer sind als ein ICE, weil man gleichzeitig auf Tö gehen und schnell laden kann. Selbst Toyota will dem Mirai zig BEV zur Seite stellen. Das erste "Großserien"-FCEV verkauft sich selbst im H2-Land Japan nur schleppend.

  9. 40.

    Richtig, kann der Strom nicht direkt herangeführt werden, wäre die nächste zu überprüfende Option die Batterie. Reicht die Kapazität nicht bzw. kann man nicht einfach Strom nachtanken, dann kommt die Brennstoffzelle ins Spiel. Allerdings setzt das Konzept Brennstoffzelle zwingend grünen Strom voraus, sonst können sie gleich Diesel verfeuern.
    Der Batteriebetrieb spielt den Verbrenner auch beim Tanken von nichtgrünen Strom an die Wand, weil der höhere Fußabdruck beim Herstellen und Entsorgen der Batterien durch die vielbessere Betriebsbilanz bei hoher Fahrleistung mehr als ausgeglichen wird.
    Elon Musk baut daher auch schon batteriebetriebene LKW‘s. Der hält die Wasserstoff- und E-Fuel-Verfechter sowieso ganz offen für Spinner.
    Ich glaube aber, da geht technisch noch was, dass Konzept ist noch nicht ausgereizt, na ja der Akku allerdings auch noch nicht.

  10. 39.

    Theoretisch kann man das mit der Lok. Praktisch sind nicht alle Trassen mit Oberleitung versehen. Das heißt ich brauchten doch wieder Verbrenner oder Batterie. Und baustellenloks die Tonnen von Schotter ziehen, zu Stellen wo erst noch Kabel verlegt werden…. Denen fehlt also erst mal Strom.

  11. 38.

    Ja die Lok kann man ja direkt leitungsgeführt mit Strom versorgen.

  12. 37.

    Mehr wie den aktuellen Stand zur Technik kann ich nicht verlinken. Sind Zusammenfassungen des Bundesumweltamts.
    Wenn sie nicht lesen wollen oder können und lieber physikalische Gesetze brechen wollen, dann schreiben sie nicht von anderen, sie hätten keine Ahnung!!!
    Ich würde stattdessen vorschlagen, entwickeln sie selbst eine Brennstoffzelle die einen beidseitigen Wirkungsgrad über 90% hat und bauen sie Prototypen von PKW‘s so wie es Elon Musk auch getan hat.

  13. 36.

    Wer oder was prädestiniert so eine Aussage zu treffen: "H2 ist für den PKW nicht akzeptabel, für LKW`s oder...." ? - Sagt wer? Ein diplomierterEnergetiker oder ein Bürger ohne fachliche Kompetenz?
    Also sind auch sie (wie Neumann) der Meinung, dass die Landesregierung und Senatsverwaltung Idioten sind?
    So langsam nerven dillettantische Aussagen, die weder belegt und ABSEITZ DER REALITÄT erfolgen.
    Lesen Sie sich #25 durch und versuchen Henry zu verstehen was der Autor meinte.

  14. 35.

    Das kann man auch so sehen: H2 ist für den PKW nicht akzeptabel, für LKW`s oder Flieger oder Schiffe schon eher...
    Und als teures Alibivorhaben für Loks eher als Kostentreiber gedacht...

  15. 34.

    Falls es ihnen noch nicht aufgefallen ist: wir müssen in Deutschland über 80 Mill. Menschen (statistisch über 50 Mill. Haushalte) UND EINE DER FÜHRENDEN INDUSTRIEN DER WELT mit Strom versorgen. Nach der Enthauptung der KE und der fossilen ET setzen wir unsere Hoffnung auf ein paar WKA und SP. Was wollen sie denn mit dem mickrigen Ergebnis noch alles machen? Energie exportieren oder doch lieber Atomstrom importieren? Und erneut miz den irreparablen Umweltschden, die sie nach Kolonialmanier verursachen?
    So langsam komme ich zu dem Schluss, dass sie fachlich nicht kompetent und/oder ideologisch verblendet sind.

  16. 33.

    Ich glaube sie lesen sich die Kommentare und/oder Artikel nicht richtig durch. Bei beiden Technologien wird schon davon ausgegangen, dass die Primärenergie grün ist.
    Ab da wird nun gerechnet und man benötigt am Ende der Kette im PKW 2-3mal soviel PRIMÄRENERGIE.
    Ihr grüner Wasserstoff hat mit der Batterieproduktion überhaupt nichts zutun.
    Und der Vergleich beider Technologien bezüglich Klimabilanz finden sie:
    https://www.umweltbundesamt.de/themen/verkehr-laerm/kraftstoffe/wasserstoff-im-verkehr-haeufig-gestellte-fragen#frage-6-wie-fallt-die-klimabilanz-fur-wasserstoff-bei-pkw-aus

  17. 32.

    Dieser Vergleich ist unsinnig, da sie ignorieren, dass bei der Batterieproduktion und deren Unterhalt 17,5 mal soviel grüner Wasserstoff erforderlich ist (von irreparablen Umweltschäden abgesehe) als bei der vergleichbaren Wasserstofftechnik. Aber vermutlich setzen sie billigen Atomstrom aus Frankreich an, was Augenauswischerei und ideologisch verblendete Argumente sind.
    Meine Antworten an iNeumann werden nicht veröffentlicht. Bin ja mal gespannt ob jetzt wieder zensiert wird.

  18. 31.

    Die Membran der Brennstoffzelle darf vor allem nicht austrocknen. Aus das prädestiniert sie eher für den kommerziellen Einsatz. Die Pt-Menge ist vergleichbar mit der in einem Kat. Der Tankvorteil relativiert sich, wenn z.B. der Supermarkt mit Ladesäulen ausgestattet ist oder man auf der Langstrecke parallel lädt und zum WC geht.

  19. 30.

    https://www.umweltbundesamt.de/themen/verkehr-laerm/kraftstoffe/wasserstoff-im-verkehr-haeufig-gestellte-fragen#frage-5-wie-energieeffizient-sind-wasserstoff-autos
    Allerdings geht man hier schon von einer grünen Primärquelle aus und vergleicht rein batteriegetriebene mit Hybrid (Brennstoffzelle Batterie oder bidirektionale Brennstoffzelle) PKW's.
    Man muss also für ein wasserstoffgetriebenes Fahrzeug pro Kilometer zwei bis dreimal soviel grüne Primärenergie aufwenden, als bei einem batteriegetriebenen Fahrzeug, was sie ja in #21 schon anschaulich andeuteten.
    Deswegen macht dieses Prinzip vorerst nur bei großen Fahrzeugen oder Schiffen Sinn, denn theoretisch ist ja eine Steigerung des Wirkungsgrads nicht durch ein Carnot-Prozess limitiert. Da gibts sicherlich andere technische Schranken, aber ob die auch physikalische beschränkt sind?? So tief stecke ich da auch nicht drin.

  20. 29.

    Der CO2-Fußabdruck ist wg. Tank bei FCEV allerdings gemäß IPCC ähnlich groß.

Nächster Artikel