Azubi-Mangel - Warum es bei Betrieben und Auszubildenden nicht funkt

Mi 18.05.22 | 17:45 Uhr | Von Mara Nolte
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Mitarbeiter der Blutwurstmanufaktur in Berlin-Neukölln (Quelle: rbb)
Quelle: rbb
Video: rbb|24 explainer, 18.05.2022 | Bild: Quelle: rbb

Seit Jahren klagen Betriebe darüber, dass sie keine Auszubildenden finden. Besonders düster sieht es im Handwerk aus, aber auch in der Industrie gibt es Probleme. Doch um die Lücken zu füllen, gibt es auch Lösungsideen. Von Mara Nolte

"Momentan haben wir noch gar keine Bewerbung" sagt Anita Krause. Sie ist Ausbildungsverantwortliche bei der Firma KST in Berlin. Das Unternehmen stellt Kraftwerksteile her. Dafür suchen sie unter anderem Zerspanungsmechaniker. Dass sich Anfang Mai noch keine Bewerber:innen gemeldet hätten, sei nicht normal. "Vor fünf Jahren waren es so bis zu 40, 50 Bewerbung. Davon haben wir ungefähr zehn Leute eingeladen. Und letztendlich konnten wir immer unsere zwei, drei Stellen besetzen. Aktuell wären wir froh, wenn sich überhaupt einer bewirbt", sagt Krause.

Anita Krause, Ausbildungsverwantwortliche bei KST (Quelle: rbb/Karo Krämer)
Anita Krause: "Wir wünschen uns schon den MSA, weil wir gemerkt haben, dass mit Hauptschulabschluss den jungen Leuten doch viel Wissen in Mathematik fehlt." | Bild: Quelle: rbb/Karo Krämer

Dass es so schlecht aussieht, hänge sicherlich auch mit der Corona-Pandemie zusammen, meint die Ausbildungsverantwortliche. Denn Besuche in Schulen und auf Ausbildungsmessen waren ausgefallen.

Doch generell sieht sie auch ein Problem bei der Berufsvorbereitung in den Schulen: "Die jungen Leute wissen heutzutage noch nicht wohin, wenn sie aus der Schule kommen, sie wollen abgeholt werden", sagt Krause. Gegensteuern könne man zum Beispiel durch mehr Praktika. "Das eine lange Schülerpraktikum mit drei Wochen ist viel zu wenig. Dann würde ich lieber sagen macht man mehrere Praktika. Aber dann nur eine Woche." Meistens könne man dann schon selbst einschätzen "das ist etwas für mich oder nicht".

In 10 Jahren machen wir hier das Licht aus, wenn es so weitergeht.

Fleischermeister Marcus Benser

"Wer eine Ausbildung macht, ist nichts wert"

Caio de Nobile wusste schon, dass der Job als Zerspanungsmechaniker etwas für ihn sein würde. Er hat vor kurzem seine Ausbildung bei KST beendet. "Ich habe 2017 Abi gemacht, aber ein Studium kam für mich nie in Frage. Schule hat noch nie Spaß gemacht, ich habe lieber etwas, wo ich jeden Tag hingehen kann, wo ich jeden Tag irgendetwas mit meinen Händen mache", sagt De Nobile. Auf seinem Gymnasium sei dieser Wunsch aber nicht unterstützt worden. "Leider wurde eine Ausbildung immer als etwas Negatives so dargestellt", erzählt er: "Wer eine Ausbildung macht, ist nichts wert."

Zerspanungsmechaniker Caio De Nobile beim Fräsen (Quelle: rbb/Karo Krämer)
Caio De Nobile hat vor kurzem seine Ausbildung beendet und ist von seinem Betrieb übernommen worden. | Bild: Quelle: rbb/Karo Krämer

Dass eine Ausbildung häufig kein gutes Image hat, sagt auch Fleischermeister Marcus Benser. "Oft wird es so dargestellt, streng dich an in der Schule, du musst dein Abitur machen, damit du studieren kannst und wenn du das dann nicht schaffst, dann musst du so wie der Stefan morgens um sechs aufstehen und tote Tiere zerkloppen, das ist einfach negativ besetzt." In den letzten acht Jahren hat Benser nur sechs Bewerbungen erhalten, auf vier offene Stellen. Wie viele Handwerksbetriebe sieht er für die Zukunft schwarz: "In zehn Jahren machen wir hier das Licht aus, wenn es so weitergeht." Der Verkauf von Fleischwaren und die Fleisch-Verarbeitung hat laut einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft die größten Probleme ihre Lehrstellen zu besetzen. 60,4 Prozent blieben 2021 frei. Auch Klempner, die Gastronomie und Beton- und Stahlbauer, stehen schlecht da.

Fleischermeister Marcus Benser (Quelle: rbb)
Marcus Benser: "Das Thema beschäftigt uns seit 20 Jahren und seit 10 Jahren akut, der Fachkräftemangel im Handwerk, oder der Mangel an Arbeitskräften, die mit den Händen noch etwas machen können und wollen." | Bild: Quelle: rbb

Mehr Studienberechtigte drängen auf Ausbildungsmarkt

Als ein wichtiger Grund für den Azubi-Mangel wird oft die zunehmende Akademisierung genannt. Deutschlandweit hat seit 2010 etwa jede/r zweite Schulabsolvent:in eine Studienberechtigung.

Zahlen

Rund 3.200 Ausbildungsstellen blieben im vergangenen Jahr in der Region laut einer Statistik der Bundesagentur für Arbeit unbesetzt. 1.112 davon in Berlin, 2.081 in Brandenburg. 3.394 Bewerber:innen hatten 2021 in Berlin noch keine Lehrstelle gefunden, in Brandenburg waren es 1.329. Insgesamt hat sich die Zahl der Auszubildenden in Berlin und Brandenburg in den letzten 20 Jahren fast halbiert, von 111.966 (2002) auf 63.317 (2020).

Seit ungefähr sechs Jahren suchen sogar mehr Studienberechtigte nach einem Ausbildungsplatz als Hauptschüler:innen. Die Nachfrage passt aber nicht zum Ausbildungsmarkt. Denn es gibt nicht genug auf Studienberechtigte ausgelegte Lehrstellen, wenn man lediglich den gewünschten Mindestabschluss berücksichtigt.

Lehrstellen, für die man mindestens einen Hauptschulabschluss braucht, gibt es dagegen genug. Mehr als doppelt so viele, wie Bewerber:innen. Um dem Azubi-Mangel entgegen zu wirken, sieht das Bundesinstitut für Berufsbildung es deshalb als zentrale Aufgabe, die Attraktivität und soziale Anerkennung "in den sogenannten Hauptschülerberufen (...) auch für Personen mit mittleren Abschlüssen und Studienberechtigung zu steigern".

Für drei Euro die Stunde auf dem Bau

Weniger attraktiv ist in vielen Ausbildungsberufen sicherlich die Bezahlung. Obwohl De Nobile zufrieden war, sieht auch er darin ein Problem. "Ich habe extrem gut in meiner Ausbildung verdient. Also wenn ich ins Handwerk gucke, mein Bruder hat nicht mal die Hälfte von mir verdient. Und ich weiß nicht, ob du für drei Euro die Stunde auf dem Bau arbeiten würdest".

Tatsächlich haben Azubis 2021 im Handwerk im Schnitt am schlechtesten verdient. Nach Tarif waren es 882 Euro. Allerdings hängt der Verdienst auch von den jeweiligen Jobs ab. So lag der tarifliche Ausbildungslohn für Zimmerer und Zimmerinnen im vergangenen Jahr mit 1.251 Euro über dem Durchschnittslohn von Azubis im öffentlichen Dienst (1.095 Euro), die im Vergleich eigentlich am besten verdienen. Tischler:innen (786 Euro), Bäcker:innen (744 Euro) und Friseur:innen (650 Euro) wurden hingegen am schlechtesten bezahlt.

Grafik: Durchschnittlicher Verdienst Zimmerer:innen; Friseur:innen nach Tarif (Quelle: Hani Sagiv)

Workshop-Day statt Vorstellungsgespräch

Genau hinzuschauen, empfiehlt auch Georg Elfinger, Ausbildungsbegleiter bei der Handwerkskammer Berlin. Der Anlagenmechaniker, gemeinhin unter dem Begriff "Klempner" bekannt, habe zum Beispiel immer noch den Ruf, derjenige zu sein, der nur Bäder austausche. Dabei sei es ein Beruf für die Zukunft. "Wir reden hier von Klimatechnik, zum Beispiel Gebäude zu sanieren, das ist hochanspruchsvoll".

Seiner Meinung nach sollten sich Schüler:innen mehr damit auseinandersetzen, was die Berufe genau bedeuten und wie sie sich verändert haben. Man solle sich überlegen: "Was ist mir wichtiger? Möchte ich kreativ sein? Möchte ich sicher eine Familie gründen und einen Job haben, der mir Sicherheit gibt? Dann kann ich sagen: werde Anlagenmechaniker und die nächsten zehn Jahre wirst du der gefragteste Mann in diesem Land sein."

Ausbildungsbegleiter der HWK, Georg Elfinger im Gespräch mit einem Azubi (Quelle: rbb/Karo Krämer)
In der Azubi-Akademie bekommen Auszubildende fachliche Unterstützung. | Bild: rbb/Karo Krämer

Doch mehr Offenheit wünscht sich Elfinger auch auf Seiten der Betriebe. Ein Malerbetrieb habe beispielsweise alle Bewerber:innen zu einem Workshop-Day eingeladen, bei dem diese Lieferwagen einräumen oder Pinsel auswählen mussten. Erst hinterher habe man sich die Bewerbungsmappen angeschaut. Das Ergebnis war: die drei Favoriten hätte der Betrieb nach den Bewerbungen niemals eingeladen. "Man sieht: Wir müssen ein bisschen mehr aus unseren Strukturen ausbrechen und neu denken, wenn wir die Lücken auf dem Ausbildungsmarkt ein bisschen kleiner machen wollen." Elfinger sieht dafür auf allen Seiten noch "ganz viel Potenzial".

Der ganze rbb|24 explainer zum Azubi-Mangel auf Youtube:

Sendung: rbb|24 explainer, 18.05.2022

Beitrag von Mara Nolte

34 Kommentare

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  1. 34.

    Hier prallen Welten aufeinander. Nicht jeder Jugendliche oder junger Erwachsener ist in der glücklichen Lage entsprechendes von seinem Elternhaus, wenn man dies in diesen Fällen so nennen kann, mit auf den Weg gegeben zu bekommen. Da kann ein gutes Team, ja auch eine "Föhnung" vom Meister einiges bewegen. Wer Ausbilden will und dies ausschließlich auf sein Fachgebiet bezieht, hat, meiner Meinung nach, die falsche Position. Reizthema "Hof fegen" - das hat nichts mit Hierarchie zu tun. Der Hof ist angeschmuddelt, jemand erkennt das und fängt einfach an. Der Rest regelt sich. Gruppendynamisch sozusagen - da wird sich weder der Stallmeister noch die Chefin vor drücken. Draussen herrscht nunmal ein Ton - Hart aber herzlich (einfühlsam geht auch) wo so manche Hüpfdohle oder Turnschuhadonis einen Stuhlkreis besuchen würde. Einer hat den Hut auf - sicher - aber nur wenn es sein muss oder von der Aufgabe her geboten ist.

  2. 33.

    Gegen Geld und Zeit u.a. kann man viel nachholen. Es ist effektiver, die offiziellen Schulen zu nutzen (die besser werden müssen durch kleinere Klassen). Wenn Erziehung/Bildung, zu Lasten der Lebensarbeitszeit, nachgeholt werden muss, was zu Hause versäumt wurde, ist es zu spät. Warum? Weil die Ansprüche mit der Wirklichkeit so kollidieren, dass sogar die Psychologenbranche sich um Nachwuchs keine Sorgen machen muss. Und Meister sind Fachleute des Handwerks, keine Erzieher/Psychologen, obwohl manchmal werden die zu etwas gezwungen, was sie eigentlich nicht sein wollen.

    P.S. Und beim "Hof kehren" lernt man nicht das Kehren, sondern die Hierarchie des Einordnens...;-)

  3. 32.

    Ich weiß nicht, wie es in anderen Sparten gehändelt wird, aber bei uns haben sich Ferienjobs als "Rüttelsieb" etabliert. So lernt z.B. die Arzttochter ganz schnell das z.B. Pferdewirtin nichts mit Ponyhof zu tun hat, geht frühzeitig und tut gut daran. Wenn der Stellmacher seinem Aspiranten zum drölfzigsten Male erklären muss, das beim Nagel das spitze Ende ins Holz kommt, trennt man sich wieder. Derart überspitzte Beispiele gibt es zu hauf. Die, die bleiben, bewerben sich oftmals nach Schulabschluss und dem Einen oder der Anderen wurde auch schon gesagt "Komm' einfach wieder wenn die Penne durch ist". Lücken bei Fremdsprachen (Jeder spricht eine Fremdsprache, fast überall) - wenn erforderlich gibt es Kurse, die kosten nicht die Welt - womit der Arbeitgeber, bzw. das Team (heisst ja nicht Toll ein Anderer machts) doch mal in die Portokasse greifen kann. Eigentlich nicht so schwer und alle haben was von.

  4. 31.

    Es gab auch Zeiten da hat man mit 12 Jahren schon im Bergwerk gearbeitet. Das heißt nicht, dass man heutzutage mit solchen Angeboten auf regen Andrang hoffen darf.

  5. 30.

    Stimmt, aber ich wollte dem Foristen aufzeigen, dass eine Bezahlung der Ausbildung eine Errungenschaft der Neuzeit ist. Zudem orientiert sich die Bezahlung auch an den Lebenshaltungskosten und steigert sich mit jedem Lehrjahr.
    Ich habe es in den letzten Jahren als nervig empfunden die hochgesteckten Zele der Auszubildenden ersteinmal zurückzustutzen zu müssen. Sie wollten alles, aber das Basiswissen um z.B. Datenbanken zu verwalten bzw in Zusammenarbeit mit den EDVlern zu entwerfen war nicht vorhanden. Hier fehlt es konkret an dem Basiswissen in Mathe und Deutsch.

  6. 29.

    Als junger Mensch sollte man sich "gegen den Trend" ausbilden lassen. Das erhöht die Chancen, wenn man dann nach Jahren "fertig" ist. Allerdings ist es schwer, den Prozess der Findung der eigenen Stärken, jahrelang in Gesprächen, herauszufinden. Gute Eltern machen das begleitend.
    Ein Beispiel: Welche Fremdsprache, neben Englisch, sollte man erlernen statt abwählen, damit man einen höchsten Nutzen davon hat? Wenn ein Beruf als wichtigstes Einsatzziel erkannt wird, kann es nur Französisch oder Latein sein... gemessen an der Bedeutung. Wenn man genau weiß, was man will, kann es auch eine andere Sprache sein. Ein zeitweise bevorzugtes Urlaubsland ist da kein guter Ratgeber... und die Freundin auch nicht ;-)

  7. 28.

    Warum es nicht funkt? Weil das Handwerk entwertet wurde und den Ruf des unterbezahlten, beliebig austauschbaren Arbeiters bekommen hat, der nicht erkranken darf, weil er dann der arme und alte Faule wird, dem die Gesellschaft den Zugang zur Sozialleistungen verwehrt oder die private Berufsunfähigkeitsversicherung Zahlungen nicht tätigen will. Das soll eine Zukunft sein? Würde ich in diesen Zeiten niemandem raten, Ausbeutung bis zum Umfallen und Aussortieren, keine Zukunft in einem so reichen Land. Entwertung der Arbeit ist hier die Ursache, Handwerk lebt durch Schwarzarbeit, Schattenwirtschaft.

  8. 27.

    Das ist aber schon sehr lange her. Selbst 1947, als die Lehrstellen sehr knapp waren, bekam ich 40 RM im Monat. Das Anfangsgehalt nach der Lehre betrug 254 Ostmark.Dabei war man gut dran,wenn man eine Lehrstelle bekam.

  9. 26.

    Genau so ist es! Wer arbeiten kann und partout nicht will - KEIN GELD, KEINE MIETE ZAHLEN etc. Ich habe 42 Jahre gearbeitet für eine ScheißRENTE.

  10. 25.

    Es gab auch Zeiten da mussten die Azubis den Meistern Lehrgeldzahlen.
    Die Ausbildungsvergütung ist in den Tarifverträgen festgelegt. Zusätzlich können evt. noch die Kosten für auswärtige Unterkunft hinzukommen.
    Auch scheinen Sie keine Ahnung von der Altersstruktur der Azubis zu haben. Als Eltern wären Sie froh in dieser Zeit noch ein Auge auf Ihr Kind zu haben.

  11. 24.

    Was nützt MSA oder Abi, wenn die Lehrinhalte in den Schulen am Bedarf vorbeigehen. Als ehemaliger Ausbilder habe ich miterlebt wie das erforderliche Basiswissen, was die Schulen vermitteln sollen immer schlechter wurde. Mathe, Deutsch, Natur- und Geisteswissenschaften der Kenntnisstand und die Bereitschaft sich fehlendes Wissen anzueignen haben bei den meisten Azubis immer mehr abgenommen. Es war mal ganz selten jemand dabei, der wirklich gute Leistungen brachte, die Badis für Ausbildung legen.

  12. 23.

    Wann wird unsere Regierung endlich verstehen, dass die soziale Hängematte in Deutschland nur Schaden anrichtet?

  13. 22.

    Das ist wirklich viel viel viel zu wenig für solch einen armen Lehrling.

  14. 21.

    Ich bin im Besitz mehrer alter Bücher die für die Meisterausbildung um 1900 genutzt wurden. 50% Fachteil, 50% Mathe. All das mit Volksschulbildung, das zeigt wie gut die Schule damals war. Berechnung mit Logorithmentafeln, ein Augenschmaus. Ein befreundeter Ingenieur hat sich für ein Projekt seiner Firma eines der Bücher ausgeliehen (Altbausanierung). Er sprach mit Hochachtung von den Mathekenntnissen der alten Meister und meinte die Azubis heute sind Meilen entfernt davon.

  15. 20.

    Nö, Vater ganz "normaler" Handwerker, Mutter unbezahlte Carearbeiterin mit Pflegetätigkeit für kranken Vater.
    Geht alles. Eltern sind nun mal für die Kinder verantwortlich, und das meist bis Abi oder Lehrbrief in der Tasche sind.
    Aber auch das hat man heutzutage verlernt und schreit nur noch nach Hilfe von Vater Staat.

  16. 19.

    Solange man in Deutschland für Nichtstun Geld bekommt, wird sich an dem Problem nichts ändern! Aber wenn kein Geld mehr da ist, ist es zu spät!

  17. 18.

    Diese Ergebnisse sind das Resultat einer völlig falschen Bildungspolitik in unserem Land. Das Ganze beginnt mit der Schulbildung und setzt sich in der Berufsauffassung fort. Solange Bildung Ländersache ist wir’s sich nichts ändern. Zum großen Teil sind die Schüler bildungsmässig gar nicht auf die Berufsausbildung vorbereitet. Bei der Berufsausbildung sind die Entgelten sicher ein Thema, aber es gibt auch Ausbildungsberufe da bekommt der Azubi gar nichts, da bezahlen die Eltern oder sonst wer.

  18. 17.

    Kinners wie die Zeiten sich doch ändern als Berlin quasi eine Baustelle war, dachte ich mir Mann da haste Arbeit für die nächsten 20, 25 Jahre überall marode Wohnungen. Hochmotiviert mit IHK Brief in der Hand gleich 5 Firmen auf einmal ander Angel. Hui das fängt ja gut an nu lass ma den Rubel rollen, am Ende des Tages dann die Große Ernüchterung miese Zahlungsmoral. Tausende DM ausstehend, ok zur Not Zeitarbeit. Mit mein IHK Brief habe ich dann Baustelle ausgefegt, teilweise 5 verschiedene Firmen in 5 Tagen gerockt. Auf Grund dieser Erfahrung habe ich mein Erstgeborenen eingetrichtert du gehst in Öffentlichen Dienst, nix Wirtschaft was soll ich sagen, hat er gemacht.

  19. 16.

    Wahrscheinlich priviligierte Eltern. Ausbildung muss man sich wohl leisten können in unserem Land.

  20. 15.

    Lohn erhält man für qualifizierte Arbeit, also nach der Ausbildung. Diese beginnt man -eine solide Schulausbildung und gute Berufsorientierung vorausgesetzt- mit ca. 16/17 Jahren. Da sollte das Jugendzimmer bei den Eltern reichen. Wer jedoch meint, dass er immer nur nehmen darf ohne zu geben, hat die Wirkweise von Gesellschaft nicht verstanden.
    Leider ist das der derzeitige Grundtenor: "Erstmal steht mir etwas zu und dann kann ich ja 'mal drüber nachdenken, ob ich auch etwas leisten möchte."

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