Von Spree zu Seine in sieben Stunden - TGV und ICE sollen Berlin und Paris direkt verbinden

Di 24.05.22 | 21:53 Uhr
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Blick auf Paris und den Eifelturm. (Quelle: dpa/Oliver Foerstner)
Audio: Inforadio | 24.05.2022 | Ricardo Westphal | Bild: dpa/Oliver Foerstner

Derzeit sind Bahnreisende von Berlin und Paris mehr als acht Stunden mit der Bahn unterwegs und müssen auch mindestens einmal umsteigen. Bald soll das schneller und direkt gehen.

Zwischen Berlin und Paris ist ein direkter Schnellzug geplant. Wie die Deutsche Bahn und die französische Eisenbahngesellschaft SNCF am Dienstag in Straßburg ankündigten, ist die neue Verbindung zwischen den Hauptstädten ab Ende 2023 oder im Laufe des Jahres 2024 geplant.

Die Fahrzeit von Berlin über Frankfurt (Main) und Straßburg nach Paris soll rund sieben Stunden betragen. Derzeit müssen Bahnreisende mindestens einmal umsteigen und sind mehr als acht Stunden unterwegs.

ÖBB kündigt Nachtzugverbindung an

Außerdem soll der vor 15 Jahren gestartete Schnellverkehr mit ICE- und TGV-Zügen zwischen Frankfurt sowie Stuttgart und Paris ausgebaut werden. Gespräche gibt es auch zu weiteren Schnellverbindungen von Deutschland nach Südfrankreich. Die

Bahnchefs beider Länder, DB-Vorstandsvorsitzender Richard Lutz, sowie SNCF-Präsident Jean-Pierre Farandou, unterzeichneten eine Vereinbarung zur Ausweitung der Verbindungen. Die Menschen seien immer häufiger zu längeren Bahnfahrten bereit, hieß es bei dem Treffen der Unternehmen. Vor einigen Jahren hätte man diese Initiative daher nicht gestartet, weil man die Sorge gehabt hätte, dass es niemand nutzen werde.

Die Österreichische Bahn (ÖBB) hat angekündigt, etwa zeitgleich zusammen mit der Deutschen Bahn eine Nachtzuglinie zwischen Berlin und Paris einzurichten. Der Nachtzugservice der ÖBB wird staatlich subventioniert.

Sendung: Inforadio, 24.05.2022, 17:35 Uhr

22 Kommentare

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  1. 22.

    Neumann; Sie sind mir nicht anders erklärbar; Sie sind ein Anstichler im Auftrage von...;ergänzen Sie den Satz.

  2. 21.

    Ist dafür eine ICE nicht etwas übertrieben? Kann der da überhaupt eigenwirtschaftlich betrieben werden?

  3. 20.

    @rbb24 Ich vermute, dass Sie mit dem Nachtzugservis im letzten Absatz den Service meinen.

  4. 19.

    Das hätte man doch über Köln und Brüssel machen müssen!

  5. 18.

    Ich möchte aber zum Gare de I Est und nicht zum Gare du Nord !!

    Was nutzt mir so einer Verbindung mit der U 2 wenn ich in Paris doch wieder umsteigen muss !!??

  6. 17.

    Bitte erst mal die umliegenden Landkreise nutzbar verbinden.

  7. 16.

    Ich hasse das auch mit der Umsteigerei. Bitte die U2 von Ruhleben verlängern bis Gare du Nord. Alles andere ist Flickwerk.

  8. 15.

    Dachte 2022 wird das Jahr der fliegenden Autos. Sinnlose Imagepflege dessen Termin eh nicht gehalten werden kann.
    Warum gibt es eine solche Verbindungen nicht schon seit 1990? Kommentar 1 sehr gut xD

  9. 14.

    Beim Begriff "Direktverbindung" ist Vorsicht geboten: In der Fliegerei geht nur ein Non-Stopp-Flug direkt von A nach B - ohne Zwischenlandung. Ein Direktverbindung von A nach B kann eine Zwischenlandung in C beinhalten. Wer kennt die genaue Definition für die Bahn?

  10. 13.

    Apropos mehrmals umsteigen: was genau verstehen Sie am Begriff "Direktverbindung" nicht?

    Ihr Vorliebe für's Fliegen sollte man Ihnen auch nicht nehmen, aber auch nicht mehr länger mit Subventionen alimentieren.

  11. 12.

    Also wenn die Bahn zügig ohne größere Unterbrechungen und ohne umsteigen so eine Direktverbindung nach Paris anbietet finde ich unter Umständen auch mal eine 7 bis 8 Stunden Fahrt akzeptabel denn die Vorteile gegenüber Flügen sind ja bekannt . Ich bin vor ca. 8 Jahren mal vom Pariser Ostbahnhof zum Berliner Ostbahnhof gefahren mit umsteigen in Frankfurt am Main und war damals ca. 10 Stunden unterwegs mit etwas Aufenthalt in Frankfurt /Main. Und was den Preis angeht bekommt man zur Zeit bei frühzeitiger Buchung schon Tickets ab 47 Euro ohne BahnCard für die 2. Klasse was sicher preiswerter ist als so manches Flugticket + Gepäckgebühren .

  12. 11.

    Klar ist das Geschmackssache. Aber fraglich ob "jemand" solche Bahnreisen macht ist es nicht. Ich mache solche Bahnreisen ja, viele andere auch. Die Fernzüge sind meist gut gefüllt.

  13. 10.

    Hallo Alfred Neumann,
    das hoffe ich doch, dass die Bahn das weiß.

  14. 9.

    Hallo Adrian,
    das ist wie alles im Leben Geschmackssache. Wenn Sie das toll finden bitteschön.
    Ich ziehe dann das Fliegen vor als 8 Stunden im Zug zu sitzen und evtl. noch mehrmals umzusteigen.

  15. 8.

    "Da setzt man sich..." ist ein großes Wort, wenn man erst einmal nur für sich selber spricht... :-)
    Ich fahre öfter einmal nach Lyon mit der Bahn, mit einmal Umsteigen.
    Die zehn oder elf Stunden Fahrt sind mir egal, ich empfinde sie als entspannend. Man kann ja im Zug alles machen, hat Internet, hat den Speisewagen, kann an Gepäck mitnehmen, was man will - und ehrlich, ehe ich mir den (von mir empfundenen) Stress beim Fliegen gebe, reise ich lieber so.
    Aber so hat eben jeder seine Vorlieben - man sollte nur nicht von seinen eigenen auf die aller anderen schließen... :-))

  16. 7.

    Die DB wird sicherlich wissen, wieviele Fahrkarten die bereits heute für lange Strecken verkauft.

  17. 6.

    Das gab es alles schon vor Corona.
    Die RZD hatte zweimal pro Woche ein Nachtzugverbindung Moskau- Berlin-Paris. Die DB sollte sich auf ihr
    e Hauptaufgabe konzentrieren, pünktlichen SPNV und ÖPNV unabhängig vom Wetter 24 h am Tag zu realisieren.

  18. 5.

    Ich fahre ziemlich regelmäßig so lange mit der Bahn. Ich finde das angenehmer als zu fliegen und ein bisschen besser für die Umwelt ist es auch. Außerdem sind das ja auch nur die Endhalte des Zugs. Vielleicht möchte ja jemand ohne umzusteigen von Berlin nach Straßburg.

  19. 4.

    Kann die Bahn sich nicht erst einmal darauf konzentrieren, dass sie einen reibungslosen Bahnverkehr für Deutschland garantiert?
    Damit hätte sie genug zu tun.
    Außerdem ist es doch fraglich, ob sich jemand freiwillig auf eine fast 8-stündige Zugfahrt begiebt und eventuell noch mehrmals umsteigen muss.
    Da setzt man sich wohl lieber ins Flugzeug.

  20. 3.

    Ui gleich drei Bahngesellschaften wollen Berlin und Paris miteinander verbinden, ohne umsteigen. Wollen die Grünen demnächst zu Besprechungen mit der Bahn zum Elysee-Palast dann anreisen und nachts dann zurück? Wird wohl tatsächlich ein grünes Jahrzehnt werden, statt eines der SPD. Dann kommt die Verbindung von Berlin über Brüssel nach London sicherlich auch. Die ÖBB richtet dort dann auch eine passende Nachtzugverbindung ein. Es wird langsam etwas mit dem Drehkreuz Berlin.

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