Knackpunkt Mindestabstand - Brandenburgs Sonderweg bei der Windenergie

Do 12.05.22 | 19:57 Uhr | Von Oliver Soos
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Windräder stehen am Rande einer Bundesautobahn (Bild: dpa/Jens Niering)
Video: rbb24 Brandenburg aktuell | 12.05.2022 | Bild: dpa/Jens Niering

Der Bund will die Stromerzeugung bis Mitte der 2030er Jahre treibhausgasneutral machen. Deshalb sollen die Länder mehr Flächen für Windkraftanlagen ausschreiben. Brandenburg will mitziehen, aber Wohnsiedlungen schützen. Von Oliver Soos

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen) hat die Ziele der Bundesregierung in der Bundestagsdebatte am Donnerstag erklärt: Bis Ende dieses Jahrzehnts sollen die Treibhausgasemissionen in Deutschland um 65 Prozent gesenkt werden. Der Strom soll zu 80 Prozent aus erneuerbaren Energien produziert werden. Bis Mitte der 2030er Jahre soll der Strom dann komplett treibhausgasneutral hergestellt werden, so dass bis 2040 die Treibhausgasemissionen weiter sinken, auf 20 Prozent des heutigen Niveaus.

Habeck sprach von einer "fundamentalen Neuausrichtung des gesamten Energiesektors auf Treibhausgasneutralität" und forderte die Bundesländer auf, noch nicht ausgewiesene Flächen für erneuerbare Energien zu nutzen. Die Bundesregierung will gegen den 1.000-Meter-Mindestabstand von Windrädern zu Wohngebieten vorgehen und dafür sorgen, dass die Bundesländer keine neuen Regelungen dazu beschließen können. Bestehende Gesetze sollen davon ausgenommen sein.

"Klimaziele in Brandenburg auch mit dem Mindestabstand zu schaffen"

In Brandenburg gibt es da allerdings ein grundsätzliches Problem, denn die Kenia-Koalition hat 2019 beschlossen, am Mindestabstand festzuhalten, gesetzlich verankert ist das noch nicht. Nun hat sich der Koalitionsausschuss von SPD, CDU und Grünen Anfang der Woche dazu entschieden, das zu ändern, vor allem auf Drängen der CDU. Der Plan sieht nun vor, dass der Brandenburger Landtag in der kommenden Woche den 1.000-Meter-Mindestabstand durchwinkt, bevor das Bundeskabinett - voraussichtlich am 25. Mai - beschließt, den Ländern Mindestabstandsregelungen zu verbieten. Brandenburg will dem Bund durch Schnelligkeit zuvorkommen und dennoch an den gemeinsamen Klimazielen festhalten.

"Der Bund will verhindern, dass die Länder mit 1.000-Meter-Gesetzen die Windkraft-Ausbauziele des Bundes vereiteln können. Das mag für einige Länder auch zutreffen, aber nicht für das dünn besiedelte Brandenburg", sagt der CDU-Fraktionschef im Potsdamer Landtag, Jan Redmann. Er geht davon aus, dass Brandenburg etwa 2,2 bis 2,4 Prozent seiner Fläche für die Ausbauziele zur Verfügung stellen muss - und das gehe "ohne weiteres" auch mit dem 1.000 Meter-Abstand, so Redmann.

Windräder an Autobahnen, Bahnstrecken und in Landschaftsschutzgebieten

Die Brandenburger CDU konnte sich damit vor allem gegen die Grünen durchsetzen, doch auch deren Fraktionsvorsitzender, Benjamin Raschke, spricht von einer guten Lösung für den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien. So seien zum Beispiel kleine so genannte "Streu- und Splittersiedlungen" von der Abstandsregelung ausgenommen und Kommunen könnten sich dafür entscheiden, Windräder auch näher als 1.000 Meter an die Wohnhäuser heranzulassen. "Wir werden in das Gesetz einen Automatismus hineinschreiben, so dass der 1.000 Meter Abstand nicht mehr gilt, wenn die Ausbauziele des Bundes nicht erreicht werden können", sagt Raschke.

Hinzu kommt noch eine weitere Regelung, auf die sich die Fraktionen in Sondersitzungen am Mittwoch einigten und über die der Landtag ebenfalls in der kommenden Woche abstimmen wird. Demnach sollen Windräder, wenn nötig, näher an Autobahnen, Bahnstrecken und in Landschaftsschutzgebieten gebaut werden können. "Wenn man will, dass Windkraftanlagen nicht unmittelbar in der Nähe von Wohnbebauungen stehen, dann muss man auch andere Flächen zur Verfügung stellen. Und dazu gehören aus meiner Sicht die Landschaftsschutzgebiete, viel eher als echte Naturschutzgebiete oder Biosphärenreservate", sagt CDU-Fraktionschef Redmann.

Kritik von der Opposition

Kritik kommt von der Opposition im Brandenburger Landtag. Die Fraktion BVB/Freie Wähler plädiert für einen Mindestabstand von 1.500 Metern und für die Berücksichtigung von Einzelgehöften und Streusiedlungen. Die Freien Wähler bezeichnen die Ausbauziele des Landes als "überzogen".

Der Fraktionsvorsitzende der Brandenburger Linken, Sebastian Walter, sprach von einer "Hauruck-Aktion", bei der Schaden entstehen würde. "Die Menschen im Land werden das Gefühl haben, dass über ihre Köpfe hinweg entschieden wird. Gerade bei der Frage, ob Windräder im Wald oder im Landschaftsschutzgebiet gebaut werden sollen, müssen die Bürger mit eingebunden werden", sagt Walter.

Er plädiert für ein System von finanziellen Anreizen für die Bevölkerung in unmittelbarer Nähe von Windkraftanlagen, um die Akzeptanz zu erhöhen. Für sie müssten außerdem die Strompreise am günstigsten sein, im Moment sei da Brandenburg vergleichsweise teuer, so Walter.

Windenergieverband hält Abstandsregel für unnötige "Symbolpolitik"

Lob kommt vom Brandenburger Landesvorsitzenden des Bundesverbands WindEnergie e.V. (BWE), Jan Hinrich Glahr. Er begrüßt vor allem, dass sich die Brandenburger Regierungskoalition ein neues Ausbauziel für die Windenergie gesetzt hat: 11,5 statt 10,5 Gigawatt bis 2030. Jedoch sei eine pauschale Abstandsregelung "unnötig und reine Symbolpolitik", so Glahr in einer Pressemitteilung.

Neben den Zielen bei der Windkraft gibt es in Brandenburg auch den Plan, eine "Solarpflicht" für gewerbliche und öffentliche Gebäude und Parkplätze einzuführen.

Sendung: rbb24 Brandenburg aktuell, 12.05.2022, 19:30 Uhr

Beitrag von Oliver Soos

45 Kommentare

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  1. 45.

    Also im Bezugspost war nicht von Klage die Rede, lediglich vom Vorhandensein und zwar nicht von Tippfehlern - soweit eigentlich nicht schwer zu verstehen. An den möglichen gesundheitlichen Nachteilen des Turbinensyndroms scheiden sich bekanntlich die Geister. Das ist mir ebenso bekannt wie die geografische Lage von Frankreich.

  2. 44.

    Echt Betroffene argumentieren anders als mit Vernunftkraftargumenten... und nicht selten Lösungsorientiert, wenn man das nur auf Augenhöhe macht. Beispiele dafür gibt es genug.
    Wenn man sie der Lächerlichkeit preis gibt, ohne Kenntnisse, funktioniert die Energiewende nicht. Ist doch klar oder?

  3. 43.

    Vernunftkraft zum Beispiel argumentiert noch mit dem Infraschall, andere Lobbyverbände auch.

  4. 42.

    Plädieren Sie für eine "Weiter so" beim Verbrennen fossiler Energieträger z.B. bei der Kohleverstromung oder fordern Sie Verzicht?

  5. 41.

    Die ideale Anordnung der Grundelemente haben sich bei der Bahn sehr schnell herauskristallisiert (liegender Kessel, vorne Schornstein, dahinter Arbeitsplatz von Lokführer und Heizer, dann ggf. Schlepptender) wie sich auch bei den großen WKA innerhalb der letzten vierzig vierzig Jahren die ideale Bauform erwiesen hat: Turmschaft, Gondel mit horizontaler Achse, Rotorblätter. Eine vertikale Anordnung konnte sich bisher nicht durchsetzen, würde dabei aber die Variantenzahl auch nur auf zwei erhöhen.
    Architekten waren aber auch schon damals die "natürlichen Feinde" der Bauingenieure. ;-)

  6. 40.

    Abgesehen von den 15 % Atomkraft haben sie doch recht
    Nur wer will ein Windrad vor der eigenen Haustür
    Wer eine vielleicht mal etwas Sonnenlicht brechende PV vor der eigenen Haustür usw. Usw. Usw.
    Wir brauchen einen Energiemix, das ist definitiv ein sehr guter Ansatz , ihre Antwort

  7. 39.

    Vielen Dank an die Politiker!
    Bitte das Landesgesetz zum Mindestabstand schnell verabschieden.
    Das erspart vllt. auch einige private Querelen wegen Lärmbelästigung.

  8. 38.

    "An alle, die gegen alles sind" - Wer soll da antworten?

    "niemand macht sich Gedanken" würden Sie nicht behaupten, wenn Sie die Diskussionen verfolgen würden. Gewinner werden vermutlich die Anpassungsfähigen und ein solider Energiemix sein: 25% Wind, 25 % Sonne-PV, 15% Atom, 15% Wasserkraft, 20% Gas welches durch Wasserstoff ersetzt werden kann, schrittweise. Was zu marktfähigen Preisen (!) führt und strategisch sinnvoll ist es auch noch.

  9. 37.

    Jetzt hören Sie aber mal mit dem "blöden Infraschall" auf!!! "Heidekind" hat zwar einen Link gepostet, dass es diesen gerichtsfest gibt, aber kein einziger Kommentar bezieht sich darauf - kein Einziger!!!! Kennen Sie Betroffene, die wegen Infraschall erfolgreich eine Anlage verhindert haben? Was soll dann der "Blödsinn"? Sie behindern so nicht nur die Diskussion sondern sogar die Energiewende durch wahrheitswidrige Behauptungen.

  10. 36.

    An alle, die gegen alles sind
    Macht doch mal Vorschläge wie der Strom ohne Windkraft, Solarenergie, wasserkraft, Erdwärme, Atom und Kohlestrom, usw. hergestellt werden soll
    Es gibt gegen alles Gegner, aber niemand macht sich Gedanken wie die Stromgewinnung ohne das alles aussehen soll
    Hauptsache der Strom kommt aus der Steckdose

  11. 35.

    Frankreich gehört nicht zu Deutschland. Einschlägig wäre deshalb eher z.B.
    https://www.nw.de/lokal/kreis_paderborn/borchen/23257024_Klage-wegen-Infraschall-von-Borchener-gegen-Windkraft-Betreiber-abgewiesen.html

  12. 34.

    >Verunglimpfen mit "Infraschall" sagt was über Sie aus
    Das sagt über mich aus, dass ich die Studienlage zum Infraschall kenne. Die Gegner beziehen sich ja gerne auf die Studie von 2005, die aber komplett falsche Zahlen beinhaltet. Ein einfacher Fehler in der Rechnung, der sich durchs Review geschmuggelt hatte und unkritisch übernommen wurde.

  13. 33.

    Gibt's eigentlich schon wissenschaftliche Untersuchungen, inwieweit Millionen Windmühlen Schäden anrichten ?
    Was ist denn eigentlich aus den Projekten geworden, nach denen Europa in Nordafrika riesige Paneelfelder errichten und den Strom über Unterwasser-Übersee-Kabel nach Europa bringen wollte.
    Alles zerschlagen?
    Es gibt dort viel mehr Sonnentage und die Intensität ist auch höher. Und die Staaten hätten bestimmt auch mitverdient.
    Wenn die einzige Idee ist unsere Wälder abzuholzen für Paneele, Windmühlen und provitgierige Automobilinvestoren, haben die Verantwortlichen bis heute nichts kapiert.

  14. 32.

    Schön wär's, und ursprünglich war es auch mal so gedacht. In vielen Anlagen werden aber hochspezialisierte Bakterienkulturen eingesetzt, die ausschließlich nach Mais verlangen. Und der wird dann in Monokultur angebaut, über zig Kilometer herangekarrt, natürlich mit LKW, die Gärreste werden dann auf den umliegenden Flächen ausgebracht, die für die anfallenden Massen viel zu klein sind. Alles schön Öko. Die Folgen einer verfehlten Förderpolitik, wie so oft.

  15. 31.

    Ihre "Mär" vom Infraschall können sie u.a. hier nachlesen:
    https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/frankreich-entschaedigung-fuer-windrad-kranke-neu
    Spinat enthält ca. 4,1 mg pro 100 Gramm Eisen und nimmt bei Gemüsen einen der Spitzenplätze ein. Nebenbei enthält er Vitamin C, Beta-Carotin, Folat.
    Tippfehler sehen anders aus.

  16. 30.

    Lärm und Schattenschlag sind bereits gesetzlich stark limitiert. Es braucht keine Abstandsregeln dafür. Der Schattenwurf wird beispielsweise auf acht Stunden pro Jahr und maximal dreißig Minuten am Tag begrenzt. Das stört weniger als wenn im Herbst die Laubbläser täglich laufen oder im Sommer der Rasen gemäht wird.

  17. 29.

    Der Sinn einer Abstandsregel ist es, schneller, durch diesen Konsens, Anlagen bauen zu können. Schafft man den Konsens ab, kann jeder einzelne Betroffene, mittels Immissionsschutzgesetz, dagegen vorgehen, mit jedem Gutachter und dB-Messer usw. Ergo, es dauert noch länger. Wer die Abschaffung leichtfertig befürwortet, weil er nicht betroffen ist, behindert letztendlich die Energiewende. Damit die Energiewende ein akzeptierter Gewinn wird, müssen auch WKA abgebaut werden, zB. in Luckenwalde im 500m Bereich. Auch das Aufstellen von über 250m hohen Anlagen, neben Werder ist verrückt und behindert mehr als es nutzt. Warum? Weil Werder im Prozess ausgeschlossen wurde. Der trickreiche Verwaltungsgrund: Die WKA stehen auf der Gemarkung Ferch, wo der Abstand i.O. ist. Wer meint, dass das der richtige Weg ist, ist in Wirklichkeit der Blockierer, denn er trifft auf wehrhafte Betroffene, die nicht vom „wschwschwschwsch“ krank werden wollen. Verunglimpfen mit "Infraschall" sagt was über Sie aus?

  18. 28.

    Abstandsregeln sind Unsinn, aber nur für jemanden der nicht Betroffen ist. Lärm und Schattenschlag von Windkrafträdern lässt sich für Betroffene nicht schön reden. Gerade neu zugezogene Städter machen es sich gerne einfach. Man zieht bewusst in eine Großstadt um sich dann dafür einzusetzen das der eigene Bereich Lärm- und Emissionsfrei wird, während der Landbevölkerung Industrie, Windräder, Solarparks und Autobahnen vor die Tür gesetzt werden.

  19. 27.

    Also die Straße hier im Ort ist hundert Mal lauter als jedes Windrad. Vor Schattenwurf schützen schon lange existierende Gesetze, pauschale Abstandsregelungen machen keinen Sinn. Meiner Erfahrung nach verlangen die am lautesten nach Abstandsregeln, die die Gesetzeslage nicht kennen und noch die Mär vom Infraschall, die ja bekanntlich auf einem Tippfehler beruht, glauben. Fast so wie die Sache mit dem Eisen im Spinat, das war ja auch ein Tippfehler, der sich noch Jahrzehnte in den Köpfen gehalten hat.

  20. 26.

    Florian wo wohnen Sie? In der Stadt dann ist es natürlich verständlich das ihnen Abstandsregelungen egal sind. Sollten Sie auf dem Land wohnen dann steht es ihnen selbstverständlich frei sich WKA vor ihrer Haustür bauen zu lassen. Aber fragen Sie mal bitte die Menschen die schon Jahre mit WKA zu leben haben. Ein Vorschlag alle Entscheidungsträger in diesem Land setzen sich zusammen schauen welche Flächen zur Verfügung stehen um WKA zu errichten ,um den Ausbau voran zutreiben, aber ebend so das dabei die Lebensqualität der Menschen auf dem Land nicht beeinträchtigt wird. Wenn das gelingt geht es mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien auch schneller. Und wie gesagt alle Bundesländer gleich, denn viele haben da noch Nachholbedarf.

  21. 25.

    Es sollen keine Produkte die als Nahrungsmittel verwendet werden können zu Beimischungen für Kraftstoff verwendet werden. Biogas wird aber aus Abfallprodukten der Landwirtschaft hergestellt, z.B. Gülle.

  22. 24.

    Abstandsregelungen sind Unsinn und werden langfristig nicht haltbar sein. Aber solange die Ausbauziele erreicht werden kann man ja den Lokalpolitikern noch eine Weile ihren "Sieg" lassen.

  23. 23.

    Welche klima-und umweltschädlichen Auswirkungen haben der Abbau der Rohstoffe, der Produktionprozess und der Umweltverbrauch von Windkraft - und Solaranlagen, von Akkus für Autos, Fahrrädern, E-Scootern und der jeweils erforderliche Recyclingprozess? Wie hoch ist der zusätzliche Strombedarf für die Elektromobilität und wie soll der "ökologisch" erzeugt werden, wenn einerseits der Ausbau erneuerbarer Energien stagniert und andererseits massiv "konventionelle" Kapazitäten abgebaut werden??

  24. 22.

    Welche Hektik der Landesregierung meinen Sie? Der Gesetzentwurf befindet sich bereits seit November 2021 (!) im Gesetzgebungsverfahren und wird seit dem im Landtag beraten. Nächste Woche soll er dort dann endgültig beschlossen und von der vom Bund (!) eingeräumten Länderöffnungsklausel Gebrauch gemacht werden. Sie meinen wohl eher Hektik der Bundesregierung, wenn die Öffnungsklausel nun plötzlich wieder eingestampft werden soll, weil die Länder sie zum Wohle ihrer Bürger nutzen.

  25. 21.

    Die ganze Bandbreite an Gestaltung von Windrädern fand sich einmal in einer Ausgabe von "Das Parlament" und wurde dort auch recht gut ins Bild gebracht. Zu anderen Zeiten, bspw. auch in den 1980er Jahren, haben sich die Berufe der Architekten, Ingenieure und Künstler keineswegs ausgeschlossen.

  26. 20.

    Dem möchte ich insofern klar widersprechen.
    Unterschieden werden müssen dabei die Periode der Einführung und einer späteren gewissen Standardisierung. Die Variationsbreite ist bestimmt durch den Willen und Unwillen, Aspekte der Landschaftsgestaltung in die Planungen mit einfließen zu lassen.

    Analogien finden Sie natürlich auch im Städtebau, wobei das Ideal des Nachkriegs-Städtebaus, v. a. in den RGW-Staaten, in einem überhohen Maß an Standardisierung lag und seit den 1980ern bzw. 90er Jahren davon eine Abkehr zu verzeichnen ist.

  27. 19.

    Wurde Biogas nicht gerade von der Umweltministerin als unerwünscht deklariert? Schließlich kommen da Agrarprodukte in den Gärreaktor, die irgendwer ja im Zweifel hätte essen können (?)

    Irgendwer scheint beschlossen zu haben, daß wir hier aus allem aussteigen sollen - na gut - ich bin Jahrgang 58.

    Vielleicht ziehe ich mein Verfallsdatum vor,,,,,,,, dann könnt Ihr ja vesruchen, von Sonne und Wind zu leben.

  28. 18.

    Warum immer der ganze Hype um Windräder. Uneffektiv (Laufrichtung alle gleich), Rotorelemente nicht receycelbar und der Transport von Brandenburg nach irgendwo verteuert hier den Strompreis.
    Erst einmal alle Flächen auf Dächern nutzen und sich zum Thema Biogasanlagen ein Beispiel an Dänemark nehmen. Wer braucht dann noch Windräder.
    Vielleicht die Grünen um Ihrer Lobby zu dienen.

  29. 17.

    Der Sinn einer Abstandsregel ist es, schneller, durch diesen Konsens, Anlagen bauen zu können. Schafft man den Konsens ab, kann jeder einzelne Betroffene, mittels Immissionsschutzgesetz, dagegen vorgehen, mit jedem Gutachter und dB-Messer usw. Ergo, es dauert noch länger. Wer die Abschaffung leichtfertig befürwortet, weil er nicht betroffen ist, behindert letztendlich die Energiewende.

  30. 16.

    Also... in Brandenburg kann man tatsächlich ohne Ende Windräder stellen und die 1000, ja sogar die vorgeschlagenen 1500 m einhalten. Und jedes Jahr mehr, denn es werden immer weniger Brandenburger. Und Gehöfte. Und Dörfchen. Nur in MeckPomm wohnen noch weniger Menschen auf den km2. Brandenburg dank Speckgürtel 85, McP 69. Also da geht was, ohne nahe zu sein. Und "früher" malte man die Dinger unten grün schattiert an, dann weißlich und oben bleu. Das würde das Aussehen auch "gefälliger" machen als weiß mit roten Ralley-Streifen.

    Natürlich will ICH auch nicht neben so einem Dingens wohnen "wschwschwschwsch" - aber wie gesagt... es wäre noch bisschen Platz da...

  31. 15.

    Richtig so!
    Bei einer Bauhöhe von 240m (+) bei neuen und aktuellen Anlagen tut das "unten" doch niemandem weh, oder? Wird für ländliche Bereiche jedenfalls so propagiert.

    Allem voran auf ehemals TXL, keine Neubebauung ohne auch die Erzeugung regenerativer Energien als verpflichtende Auflage.

  32. 14.

    Der Beitrag von Berlin in punkto EE ist sehr überschaubar. Ich hatte hier schon des öfteren die Berliner gefragt wann sie anfangen ihre Flächen zB das Tempelhofer Feld mit PV Anlagen und WKA zu bebauen. Es kam aber nie eine Antwort, sie überlassen das lieber den Menschen auf dem Land. Sie wollen dort lieber Inliner fahren grillen und Formel E Rennen sehen. Wer will schon eine WKA vor dem Fenster, die Berliner auf jeden Fall nicht. Nur mal so zur Info Brandenburg ist eines der Bundesländer mit den meisten WKA in Deutschland. Baden-Württemberg Grün regiert hat da noch sehr viel Nachholbedarf. Also wenn dann schon Brandenburg leistet seinen Beitrag schon. Und bei den Mindestabständen da hat man sich schon was dabei gedacht, ich kenne einige den sind 1000 Meter noch zu wenig, sie müssen schon seid Jahre mit WKA leben. Strom wird nicht in der Steckdose produziert. Aber solange es mich nicht betrifft ist es mir egal, die anderen können damit klar kommen.

  33. 13.

    Als würden sie auf dem Dorf überall Rad fahren. Nehmen sie sich nicht so wichtig..

  34. 11.

    Typisch Politik. Man kann nur noch Verbote. Und das wie auch in diesem Fall aus ideologischen Gründen.

  35. 10.

    Soll jetzt ein pompöses Trafogebäude für den Strom des Windparks analog den Bahnhöfen für die Passagiere gebaut werden, um sich von der Konkurrenz abzuheben? Die eigentlichen technischen Produkte sahen sich schon bei den alten Länderbahnen sehr ähnlich.
    https://eisenbahnstiftung.de/bildergalerie/L%C3%A4nderbahnzeit
    Experimente mit der Bauform können dabei durchaus kontraproduktiv sein.
    https://www.rbb24.de/studiofrankfurt/panorama/2022/05/windraeder-jacobsdorf-energiewende-rueckbau.html

    Eine große WKA besteht nur einmal aus sich um die Gondel mit dem Generator drehenden Rotorblätter an der Spitze eines Turmes. Die technisch sinnvollen Variationsmöglichkeiten sind gering.

  36. 9.

    @rbb Bitte noch Mal prüfen. "Die Bundesregierung plant dafür den 1.000-Meter- Mindestabstand von Windrädern zu Wohngebieten abzuschaffen." In einigen Medien (SpOn) liest sich das so, als ob im Entwurf steht, dass a) die Länder kein Recht mehr haben sollen, Abstandsregeln zu erlassen, und b) bestehende Regeln beibehalten werden. Würde auch die Hektik in der Brandenburger Regierung erklären.

  37. 8.

    Im obigen Artikel gibt es einige Widersprüche. Die Idee der 1000 Meter Regelung wurde bereits von der br. Regierung beschlossen. Es fehlt noch die Zustimmung vom Parlament. Sollte Berlin die 1000 Meter Regelung kippen, die aus der Zeit der Merkel/Altmaier Regierung stammt kann Br. nicht viel machen. Bundesgesetz steht über Landesgesetz. Vergleichbar mit der A 100 in Berlin.

  38. 7.

    Ein Beitrag von RBB24 https://www.rbb24.de/content/rbb/r24/studiofrankfurt/panorama/2022/05/windraeder-jacobsdorf-energiewende-rueckbau.html

    Und wenn es keine Anstandsregel mehr gibt, liegt das Ding in meinem Vorgarten oder im Haus. Politik sollte erst denken und dann handeln. Ideologische Verblendung der Grünen führt nicht zum Ziel, weil so die Menschen nicht mitgenommen werden.

  39. 6.

    Zum Einen: Ja, es stimmt, dass ein Land mit einer Einwohnerdichte von 90 Einw./qkm weniger Siedlungen aufweist als ein Land, dass 450 Einw./qkm aufweist und wo die 1.000 Meter-Regel ganz andere Konsequenzen hat. So wäre flexibel zu verfahren.

    Und, zum Anderen: Das ganze Problem entstünde nicht in diesem Ausmaß, wenn sich wirklich Mühe gemacht würde, was die ansehnliche Gestaltung von technischen Anlagen angeht. Bei der Einführung des seinerzeit neuen Verkehrsmittels Eisenbahn zeugten ästhetisch hervorragende Bauwerke davon, wie die seinerzeit lebenden Menschen vom neuen Verkehrsmittel überzeugt werden konnten. Vergleichsweise heute in Frankreich, in Bezug auf die Einführung der Straßenbahn in mittlerweile fast 30 Städten: Ästhetische Leckerbissen, sowohl was die Fahrzeuge angeht, als auch die Fahrstrecken und Fahrleitungen.

    08/15-Anlagen unterfordern geradezu die Ingenieurskunst.

  40. 5.

    Sie sind einer Medienente aufgesessen. Die 1000 m zur Wohnbebauung sollen grundsätzlich erhalten bleiben. "Der Einigung zufolge sollen die Länder nun selbst entscheiden, ob mindestens 1000 Meter Abstand zwischen Siedlungen und Windrädern bei ihnen eingehalten werden müssen." kann man nicht auf https://www.tagesschau.de/inland/windraeder-abstand-101.html
    lesen. Es geht primär um die 10 h in Bayern. Allerdings gibt es auch in Berlin noch genügend Freiflächen für mehr WKA aus bisher. Man muss die nicht wie manch anderer vernunftkräftig auf den THF vorschlagen

  41. 4.

    Wie wäre es erstmal die erforderlichen Stromtrassen zu bauen. Immer wenn ich mit der Bahn gen Westen fahre, dann sehe ich ein Teil der Windräder stillstehen, während andere in der näheren Umgebung laufen. Es ist also nicht nur ein der Produktion sondern auch des Transportes.

  42. 3.

    Ich empfinde die Brandenburger Regelung als Kasperltheater. Nur um dem Bund zuvorzukommen wird ein eigenes Gesetz beschlossen. Wie kleinkariert wir doch sind. Und dazu die Freien Wähler, die wieder meinen ihr eigenes Süppchen kochen zu müssen.

  43. 2.

    "Die Bundesregierung plant dafür den 1.000-Meter- Mindestabstand von Windrädern zu Wohngebieten abzuschaffen."
    Interessant! Werden dann auch in Großstädten wie Berlin Windräder auf freien Flächen aufgestellt?

  44. 1.

    Endlich geht es in die richtige Richtung!!!

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