Ausgaben mehr als verzehnfacht - Bundeswehr will 1,4 Milliarden Euro in Brandenburg investieren

Mo 02.05.22 | 16:08 Uhr
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ARCHIV - Das Betriebsstoffdepot der Bundeswehr (Quelle: dpa/Bernd Wüstneck)
Bild: dpa/Bernd Wüstneck

Die Bundeswehr will in den kommenden Jahren deutlich mehr Geld in Brandenburg investieren. Rund 1,4 Milliarden Euro sollen in den nächsten Jahren in die märkischen Standorte fließen. Das hat das Finanzministerium in Potsdam am Montag bekanntgegeben.

Das Geld wird demnach vor allem für Kasernen und Truppenübungsplätze eingeplant. Ausgaben für weitere Baumaßnahmen seien in der Summe noch nicht veranschlagt. Vorausgegangen war eine Anfrage der CDU-Fraktion im Landtag.

In den vergangenen fünf Jahren hatte die Bundeswehr lediglich 110 Millionen Euro in die Standorte der Bundeswehr in Brandenburg investiert. Dabei waren die Ausgaben über die Jahre hinweg kontinuierlich gesunken. 2019 hatten sie noch 24,4 Millionen Euro betragen, 2020 waren es 19,8 und im vergangenen Jahr noch 18,8 Millionen Euro.

Weiteres Personal soll Investitionsstau beseitigen

Die Landtagsfraktion der CDU hatte sich bei ihrer Anfrage explizit auf den Wehrbericht 2021 der Wehrbeauftragten im Bundestag, Eva Högl (SPD), bezogen. In diesem hatte Högl sich alarmiert über den "teils desolaten" Zustand der Kasernen gezeigt. Bundesweit müssten demnach bis 2034 etwa 20 Milliarden Euro investiert werden.

Fehlendes Personal in den Bauverwaltungen sowie komplizierte Verfahren bremsten die Investitionen jedoch aus. Lediglich eine Milliarde Euro pro Jahr könne bundesweit investiert werden. Das Finanzministerium in Potsdam hat den Angaben zufolge wegen des steigenden Bedarfs 20 weitere Stellen für die Abwicklung von Bauten, auch jene der Bundeswehr, zugesagt.

6 Kommentare

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  1. 6.

    Leider wurde über Jahrzehnte viel Geld in die Bundeswehr…wie auch immer versenkt….dies vor allem durch ein katastrophales Beschaffungssystem. Erst sollte das System reformiert werden und dann kann darüber nachgedacht werden wie die Bundeswehr sinnvoll verstärkt werden kann. Ich denke, die ausgesetzte Wehrpflicht muss zurück kommen, so könnte auch der Pflegenotstand abgemildert werden.

  2. 5.

    Ich hoffe, ihr lasst diese Parteien nie wieder in den Bundestag. Falls wir bis zur nächsten Wahl noch leben.

  3. 4.

    Eigentlich muss der Staat antizyklisch investieren. In wirtschaftlichen Schwächezeiten ist es meist billiger und hilft der Wirtschaft zu überleben. Offensichtlich hat man das in den letzten Jahrzehnten verlernt und holt nun alles nach in Zeiten wo investieren immer teurer wird.
    Zinsen werden steigen Material und Personalmangel machen das Bauen auf lange Sicht auch nicht günstiger.
    Was muss das muss und ist letzten Endes gut für die lokale Wirtschaft.
    Die schwarze Null fällt uns immer mehr auf die Füße.

  4. 3.

    Moderne Armeen haben leider nicht mehr die Möglichkeit, ihren Finanzbedarf durch Raubzüge und Plünderungen zu decken. Sie sind vielmehr auf die Finanzierung eines Staatsvolks angewiesen. Der Grundgedanke dabei ist, dass Sicherheit ein Geneinschaftsprodukt ist, bevor man selber zu Knüppel, Mistforke oder gehärteten Milchflaschen greift. Aber manche Berufsstänkerer erkennen das einfach nicht.

  5. 2.

    Toll, wenn das nichts ist. Was hat die Bevölkerung davon. Darf die dann auch auf den Truppenübungsplätzen spielen und die Kinder zum Buddeln schicken. Lauter gute Nachrichten, was sind wir doch zu frieden. Deutschland hat soviel Geld, dass es sogar zum Fenster rausschmeißen kann.

  6. 1.

    So so, dafür ist das Geld also da. Die Bevölkerung darf blechen! Danke SPD UND GRÜNE

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