Bauerntag im Zeichen des Ukraine-Kriegs - Ex-Agrarministerin Künast: "Die Zeit billiger Lebensmittel ist vorbei"

Di 14.06.22 | 10:01 Uhr
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Archivbild: Renate Künast (Bündnis 90/Die Grünen) spricht am 27.01.2022 bei der Plenarsitzung im Deutschen Bundestag. (Quelle: dpa/Bernd von Jutrczenka)
Audio: rbb24 Inforadio | 14.06.2022 | Renate Künast | Bild: dpa/Bernd von Jutrczenka

Der Krieg gegen die Ukraine verteuert auch die Nahrungsmittelpreise. Über politische Instrumente dagegen berät der Deutsche Bauerntag. Ex-Ministerin Renate Künast unterstützt im rbb Pläne, die Mehrwertsteuer auf Obst und Gemüse zu senken.

Trotz der weltweiten Auswirkungen des Ukraine-Krieges auf die Landwirtschaft fordert die frühere Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast (Grüne), an der Agrarwende festzuhalten. Auch wegen des Klimawandels sei eine Transformation im Agrarbereich erforderlich, sagte Künast am Dienstag im rbb24 Inforadio. Die Bundestagsabgeordnete äußerte sich anlässlich des am Dienstag beginnenden Deutschen Bauerntages in Lübeck.

Man müsse sich überlegen, wie man die Bauern bei dieser Veränderung unterstützen und wie man die Verbraucher entlasten könne, sagte Künast. Den Vorschlag von Landwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne), die Mehrwertsteuer auf Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte ganz zu streichen oder zumindest weiter zu senken, halte sie für richtig.

Künast fordert Entlastungen für arme Menschen

Im Gespräch sind nach Empfehlungen einer Expertenkommission ein höherer Mehrwertsteuersatz oder eine Abgabe auf tierische Produkte. Denkbar wäre ein Aufschlag von 40 Cent pro Kilo Fleisch. In der Koalition knirschte es aber zuletzt. Die FDP machte klar, dass sie angesichts der Inflation Preisaufschläge für Verbraucher ablehnt. Ex-Ministerin Künast sagte dazu im rbb24 Inforadio, die Zeit billiger Lebensmittel sei vorbei: "Wir müssen uns Gedanken machen, wie wir in Zukunft Planungssicherheit für Bauern schaffen und wie wir die Ärmsten der Armen entlasten."

Mit diesem Thema beschäftigt sich ab Dienstag in Lübeck auch der Deutsche Bauerntag. Vielen Betrieben auch in Brandenburg machen stark gestiegene Kosten für Energie und Dünger zu schaffen. Vor diesem Hintergrund sind auch Lebensmittel im Supermarkt teurer geworden. Angesichts ausfallender Getreideexporte der Ukraine wird in einigen Staaten außerdem mit einer knappen Versorgung gerechnet.

Özdemir rechnet mit weiteren Verteuerungen

Auf dem zweitägigen Bauerntag mit rund 450 Delegierten dürfte daher auch darüber diskutiert werden, die angespannte Lage mit höherer Produktion in Deutschland abzumildern. Der Bauernverband sprach sich dafür aus, zusätzliche Flächen zum Lebensmittelanbau zu nutzen. Bundeslandwirtschaftsminister Özdemir hat unter anderem ermöglicht, dass ausnahmsweise Gras und Pflanzen von bestimmten "ökologischen Vorrangflächen" als Futter genutzt werden dürfen. Der Grünen-Politiker wendet sich aber gegen weitergehende Rufe auch aus den Ländern, auf Brachflächen auch Getreide anzubauen.

Neben der akuten Krise stehen weitere Vorhaben an. Özdemir hat nach jahrelangen Diskussionen einen neuen Anlauf für eine staatliche Tierhaltungskennzeichnung für Fleisch gestartet. Dazu soll auch eine gesicherte Finanzierung kommen, damit Bauern nicht alleine auf Investitionen in mehr Tierschutz im Stall sitzenbleiben.

Özdemir sagte der "Rheinischen Post" (Dienstag), viele Preissteigerungen bei Lebensmitteln kämen erst noch. "Wir müssen im Herbst und Winter mit Steigerungen rechnen, weil sich der Handel jetzt mit teurer Energie versorgen muss und die Preissteigerungen an die Kunden weitergereicht werden."

Sendung: rbb24 Inforadio, 14. Juni 2022, 8:40 Uhr

Korrektur: In einer früheren Version dieses Beitrags hatten wir Künasts wörtliches Zitat übernommen, wonach Obst und Gemüse derzeit mit 19 Prozent besteuert würden. Das ist falsch. Sie werden mit dem niedrigen Satz von 7 Prozent besteuert. Wir haben das Zitat deshalb entfernt.

64 Kommentare

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  1. 64.

    Jaklar: es gibt eben WEITERSO-Typen und welche, die erstdenken und dann handeln im richtigen Bewusstsein, dass wir nur eine einzige ERde haben, die es zu bewahren gilt und auf der NIEMAND hungern soll. Deswegen steht mir Andrea weitaus näher als Sie mit Ihrer uneindrucksvollen Entwertung.

  2. 63.

    Gott sei dank gibt es solche Menschen wie Sie, die alles richtig machen im Leben.
    Wenn ich solche Kommentare lese dreht sich mir der Magen um.

  3. 62.

    Ich stelle weder einen Wochenplan auf noch renne ich in tausend Geschäfte um Angebote abzugreifen. Meine Läden sind Netto und Edeka für Getränke und Kater Paul fahre ich zu Kaufland.
    Gibt es irgendwo den Blumenkohl nur zu exotischen Preisen nehme ich eben die Zucchini oder den Brokkoli passt immer irgendwie.
    Ich höre mir auch keine Predigten von irgendwelchen Politikern an.

  4. 59.

    Oder vielleicht erstmal richtig lesen..
    In der Korrektur steht sogar,dass das Zitat entfernt wurde,auf das sich Eiskalle bezog. Dementsprechend stand die Korrektur noch nicht da,als Eiskalle seinen Kommentar verfasste. Dein Vorwurf ist also unangebracht.

  5. 58.

    Nun, wir haben es doch bei den Tankstellen erlebt: Zuschüsse des Staates landen nicht in den Taschen des Verbrauchers. Was wird wohl beim Verbraucher ankommen, wenn auf die Mehrwertsteuer verzichtet würde? Ich ahne mal nichts.

  6. 57.

    Wenn Grundnahrungsmittel zu Luxusgütern gewandelt werden….

  7. 56.

    Die Grünen ergehen sich in ihren alten Fantasien, wie sie "unsere Menschen" auch über die Preispolitik umerziehen können (bevor es dann wie üblich heißt: Das hat nichts gebracht, jetzt müssen Verbote her!), die FDP lehnt das ab.

    Wer war noch mal die Partei der Besserverdienenden?

    Im grünen Milieu scheint man ja weiterhin keine finanziellen Probleme damit zu haben, für ein Kilobrot sechs Euro zu zahlen und andere Bizarritäten.

    Stimmt eben doch: Das Sein bestimmt das Bewusstsein.

  8. 55.

    Unter den Ärmsten der Armen sind viele Menschen, die aufgrund von Behinderung ect nicht mehr arbeiten können. Diese Personen müssen dringend mehr Geld erhalten. Und zwar das, was alle Experten empfehlen. Mindestens 230 Eur mtl mehr

    Arbeitsfähige ALGII Empfänger können arbeiten. Notfalls gemeinnützig wie in vielen anderen Ländern.

    Nun kapiert?

  9. 54.

    Es wird immer mehr Menschen geben, die sich aus finanziellen Gründen nicht gesund ernähren können.

    Es wird Zeit, dass die Regelsätze auf ein menschenwürdiges Niveau erhöht werden. Experten gehen von 230 Eur monatlich mehr aus.

    Zur Not müssen halt die Steuern erhöht werden. Die Ökos haben ja genug Geld.

  10. 53.

    Billige Löhne? Deutschland ist Hochlohnland.

    Steigende Preise ziehen höhere Staatsausgaben dir Soziales nach sich.

    Da diese durch Steuern finanziert werden, sind Steuererhöhungen die Folge

  11. 52.

    " Konzept wurde nach der Wende jedoch ad acta gelegt... " weil die LPG'n weder zeitgemäß noch konkurrenzfähig waren oder weil die Bauern und ihre Mitarbeiter auch dem Herdentrieb gen Westen gefolgt sind. Warum sonst sah man überall die verlassenen, zusammenbrechenden Gebäude? Einige wenige haben in die Hände gespuckt und stehen heute mit neuen Konzepten, "Erlebnisbauernhof", gut da.
    2.0 nein danke!

  12. 51.

    ???? "Sendung: rbb24 Inforadio, 14. Juni 2022, 8:40 Uhr
    Korrektur: In einer früheren Version dieses Beitrags hatten wir Künasts wörtliches Zitat übernommen, wonach Obst und Gemüse derzeit mit 19 Prozent besteuert würden. Das ist falsch. Sie werden mit dem niedrigen Satz von 7 Prozent besteuert. Wir haben das Zitat deshalb entfernt." Immer schön bis zum Ende lesen....

  13. 50.

    Für Einzelpersonen mit halbwegs guten Einkünften mag das gehen, aber wenn ein Alleinverdiener eine Familie mit Kindern ernähren muss, wird's schon eng.

  14. 49.

    Es gibt mehrere Apps in denen übrigiggebliebene Lebensmittel zu stark reduzierten Preisen angeboten werden, "Lebensmittelrettung", da kann man ne Menge sparen.
    Ich habe das schon mehrfach genutzt und war noch nie enttäuscht, mal ausprobieren, z. B."too good to go".
    Obst und Gemüse kauft man am besten auf dem Markt und zwar kurz bevor der schließt, viele Händler geben lieber Preisnachlässe, als die Reste wieder einzulagern. Obst kann man selbst ernten auf Streuobstwiesen und an Straßenrändern.

  15. 48.

    Man muss daran erinnern: Unser System ist im wesentlichen so ausgelegt, dass diejenigen die mehr verdienen, auch über die Steuerprogression, weit mehr abgeben. Sie wollen das hoffentlich nicht ändern? Es ist die Grundlage dafür, dass eine Gesellschaft funktioniert und Kapital nicht abwandert. Das würde es nämlich, wenn mehr als 50% weggenommen wird.
    Und Ansporn für Belohnungen von Anstrengungen beflügelt die Lebensfreude.
    Viel lieber würden wir hier über Vorschläge diskutieren, wie der Wert von Lebensmitteln im Ansehen so gesteigert werden kann, dass das Wegschmeißen aufhört. Da fehlt noch einiges. Vorschläge der Grünen überzeugen nicht, weil alles so bleibt wie es ist, nur teurer. Frau Künast war schon mal recht erfolglos im Amt. Sehr sehr erfolglos.

  16. 47.

    Die steigenden Lebensmittpreise sind aufgrund der Inflation und werden keine dieser Probleme ändern. Eher wird es so sein das die Ausbeutung der landwirtschaftlichen Nutzflächen und der Tiere weiterhin bleibt, da eine dem Tierwohl zugute kommende Preissteigerung wohl nicht getragen werden wird von Leistungsbezieher

  17. 46.

    Ganz sicher Frau Künast, Ziel erreicht. Sie kennen unsere Probleme. Aber es sind ja nicht ihre.

  18. 45.

    Hm, na wer aufs Geld achten muss kauft dort eher weniger ein. Sie sind offensichtlich eine Rentnerin die den Pfennig nicht zweimal umdrehen muss, andere dagegen schon. Der Kommentar auf den ich reagiert habe, war daß er/sie sich kein Obst und Gemüse mehr kauft da zu teuer....

  19. 44.

    Deshalb hat Herr Özdemir im November von Ramschpreisen gesprochen und hohe Lebensmittelpreise angekündigt, damals gab es aber noch keinen Krieg. Verteuerung auch, weil Aktiengruppen ihre Kunden, Aktionäre, mit hohen Dividenden bedienen wollen. Ja, wer denkt, man kann die Lebensmittel nicht billiger verkaufen, der weiß nichts von Aktionären, die an der Verteuerung satt werden, während andere verhungern.
    Vorschlag: Jene, die sich so richtig satt verdient haben, geben alle etwas ab, Aktionäre, Raffineriebetreiber, Minister und ja, Herr Merz braucht auch keine 300€ Stütze. An alle reichen Leute, die 300 € Unterstützung bekommen, während arme Leute leer ausgehen, seid solidarisch und gebt dieses Geld Bedürftigen. Wir haben ein riesiges Verteilungsproblem und verteilen von unten nach oben um. Wird nicht gut ausgehen.
    Ich glaub weder an verbesserten Tierschutz, noch an besser bezahlte Fachkräfte bei Tönnies, auch nicht an glückliche Hühner, es funktioniert nicht. Es geht um Profit.

  20. 43.

    Brokkoli - Bääh? Hallo? Mit Blumenkohl, Kartoffeln und, wer's mag, angebratenes Rinderhack rein, ein paar Gartenkräuter und schwupps einen leckerer Auflauf ist fertig - von wegen Bäääh.

  21. 42.

    Wer verzichtet letztendlich…. die Dame
    wird vom den Menschen fürstlich
    jeden Monat bezahlt …. denen sie
    Moral predigt ….

  22. 41.

    Liebe Andrea.Ich gebe dir zu allen Punkten RECHT.So eine Einstellung ist dringend angebracht in unserer Überflußgesellschaft.Der Blick in deutschen Mülltonnen lässt erschauern.

  23. 40.

    Ich kenne keinen Politiker, der sagt, wo es die billigen Lebensmittel gibt bzw gegeben hat.

  24. 39.

    Ich gehe immer nur bei edeka Obst und Gemüse und auch alles andere einkaufen und ich bin Rentner. Von fast allen Lebensmitteln gibt es günstige Variante.
    Diese Panikmacherei hier ist wirklich zu kot…..

  25. 38.

    JoJo. Man kann auch viel sparen, wenn man ganz konsequent nur kauft, was man wirklich benötigt, egal ob über Onlinedienste (Dauerbrot.de), Lieferdienste(z.B. Edeka) oder Eingeneinkauf. Seit 2020 haben wir eine "Bestandsliste" an Konserven (Brot, Wurst, Fisch.....). Die ist in Anlehnung der von Merkel beworbenen Kat-Notfall-Versorgungsliste entstanden. Die Exeltabelle hilft uns die Übersicht zu behalten.
    Für den Frischeinkauf (wöchentlich) wird eine Wochenliste erstellt. Wenn man der Werbepsychologie im Supermarkt nicht mehr zum Opfer fällt, sondern seine Liste abarbeitet, bezahlt man deutlich weniger und es wird auch nichts mehr vernichtet. Es kann nichts schlecht werden, wenn man nur kauft was man wirklich benötigt und mit den "Reserven" der "Kat-Liste" ab und an ergänzt.
    Und ein Einkauf in der Woche sollte eigentlich auch reichen. Wer im Urlaub im Ferienhaus im Wald ist, kann auch nicht jeden Tag aus Langeweile einkaufen gehen, wenn der nächste Ort 20km entfernt ist.

  26. 37.

    Ja, in Deutschland der letzten 50 Jahre, ob Ost oder West, gibt es keinen Hunger, weil man sich Essen leisten konnte. Aufgrund der billigen Lebensmittel wurde Geld natürlich für andere Dinge ausgegeben. Vielleicht steigern, die vermeintlich teureren Lebensmittel, die Achtung und den Wert der Arbeit der Bauern und Verarbeiter.

  27. 35.

    Mit den steigenden Lebensmittelpreisen ist vielleicht ist auch die Zeit der billigen Löhne bald vorbei.

  28. 34.

    Na man muss ja nun nicht bei Edeka Obst und Gemüse kaufen. Aldi und Co sind da deutlich günstiger. Aber wie hat es weiter unten jemand geschrieben? Prospekte anschauen und Angebote kaufen. Keiner sollte auf Grünzeug verzichten, zumal es gesund ist! Wovon ernähren Sie sich denn dann? Tiefkühlpizza?

  29. 33.

    "Die Zeit billiger Lebensmittel ist vorbei" - und das ist auch gut so. Ich persönlich gebe heute nicht mehr für Lebensmittel aus als noch vor 2 Jahren. Meine Ausgaben sind generell gleich geblieben. Ich kaufe nur bewusst noch weniger Fleisch als vorher und auch die teuren Käse gönne ich mir nun nicht mehr täglich sondern eben nur jeden zweiten Tag. Angesichts dessen, dass die westlichen Länder ca. 30% der Lebensmittel wegwerfen, ist sowieso ein Umdenken dringend nötig. Vielleicht bringt die Teuerung von Lebensmitteln die Menschen dazu, endlich nur das einzukaufen, was sie auch wirklich benötigen. Vielleicht sollte man auch mal darüber nachdenken, wieviel man isst. In Deutschland sind 61% der Männer und 47% der Frauen zu dick. Der billige Überfluss machts möglich. Meine Philosophie: jede Woche Angebote checken, wöchtenlichen Speiseplan erstellen und gezielt nur das einkaufen, was ich dafür benötige. Und kleinere Portionen essen. Davon wird man immer satt!

  30. 32.

    Wir würden so gerne wieder Obst und Gemüse essen. Leider zu teuer und das Gekaufte muss bereits vor zwei Tagen gegessen sein. Speziell "wir lieben Lebensmittel" bietet nur noch "Schrott" an. Zumindest bis nach Hause sollte man es bringen können, bevor es gleich in die Tonne muss.

  31. 31.

    Diese "Entlastung" von 7% kommt eh, genauso wie der Tankrabat, nicht beim Verbraucher an. Diese "Entlastung" ist wieder nur für den Handel gut.

  32. 30.

    Super. Auch meine Meinung. Seit Jahren wird den Menschen versprochen, dass die mittleren und kleinen Einkommen entlastet und die Hochverdienenden mal was abgeben sollen. Und wieder zahlen die Kleinen für Corona, den Krieg usw. Und wir sollten gut funktionierende Dinge aus nordischen Staaten z.B. übernehmen. Aber der deutsche "Stolz" wird unserem Land vllt. das Kreuz brechen. Es ist schließlich nicht schlimm nicht alles zu können. Aber man kann sich orientieren.

  33. 29.

    „Die DM sollte wieder eingeführt werden.“

    Konsequenterweise dann bitte im Westen die D-Mark und im Osten die DDR-Mark.

  34. 26.

    Volle Zustimmung. Leider wurden die Grünen für durchaus sinnvolle Vorschläge von einigen Medien als sog. Verbotspartei bezeichnet, weil die Angst umging, dass die persönliche individuelle Freiheit ganz stark eingeschränkt wird. Aber ohne Einschränkung/Rücksicht klappt ein Weiterso nicht mehr.

  35. 25.

    Ausgerechnet die,die sich bereits vor Jahren über 1,80 Euro für ein halbes,belegtes Wurstbrötchen der Käfer Bundestagskantine beschäment aufspielte.

  36. 24.

    Warum auf die Schweiz oder andere Staaten schauen wo es vorteilhafter für die Bevölkerung aussieht?
    Unsere Politik und Experten verweisen lieber auf jene denen es schlechter geht, das ist solidarischer (wird und sugeriert).

  37. 23.

    Die DM sollte wieder eingeführt werden.
    Je schneller - desto besser.
    Die EU bringt zudem auch kaum noch Vorteile sondern immer mehr Kosten (u. a. auch für den Apparat), zahlreiche Probleme und Bevormundungen.

  38. 22.

    Brokkoli finde ich superlecker.
    Mein Tipp: Man sollte sich 5min mehr Zeit beim Lebensmittelkauf nehmen.
    Teilweise kann man bis zu 50% einsparen, wenn man Angebote nutzt.
    Und die Regierung sollte endlich für kleine Einkommen Lohnsteuer und SV-Beiträge senken.
    Dies würde vielen helfen.

  39. 21.

    Wenn ich die Beiträge lese, bekommen ich das Gefühl, wir produzieren in Deutschland nur noch Biomais, alles andere kommt aus der Ukraine und technische Güter aus China. Wir sollten unsere Verwaltungen verkleinern und den Leuten wieder lernen zu arbeiten.

  40. 20.

    Gern darf die Zeit günstiger Lebensmittel vorbei sein.
    Ist im Gegenzug die Zeit von Niedrigrenten auch vorbei?

  41. 19.

    In der Schweiz betrug die Inflation letzten Monat nur 2,9 %.
    Der Ukrainekonflikt kann also nicht für alles als Ausrede herhalten.
    Die Schweiz hatte zB. viele Preisfixierungen und überlasst nicht alles dem Markt. Dadurch wird zumindest die Inflationskurve abgeflacht bzw. hat weniger Spitzen. ZB ist der Strompreis wohl bis Sep. 2022 fixiert.



  42. 18.

    Ich stimme der Nr. 6 voll und ganz zu.
    Meine Generation hat die Wende eingeleitet und auch die Vereinnahmung durch die EU miterlebt.
    So wollten wir es bestimmt nicht!

    Wir haben aus der Geschichte nichts gelernt, immer nur größer und mehr (Mitgliedsländer in die EU), aber damit kommt es zur Uneinigkeit und mangelnde Selbstbestimmung der Länder. Es ist wie in in einer Familie. Nicht alles kann man reglementieren.
    Denn Mangels Selbstbestimmung fällt die beste Familie auseinander.

  43. 17.

    Man will immer nur die Ärmsten der Armen entlasten. Was ist mit den Geringverdienern? Ansonsten sollen die Konten geplündert werden und die Altersvorsorge ist pfutsch. ( Der Fleischexport kann sofort verboten werden)und die teure Milch kauft dan eh keiner mehr.

  44. 16.

    Welches Lebensmittel ist billig – wieso, weshalb, warum, durch wem?

  45. 15.

    „Brokkoli = bäääh!“

    Geschmacklich würde ich den Brokkoli dem Chicoree ganz klar vorziehen. Da Geschmäcker also sehr verschieden zu sein scheinen, dürfte eine Ordnung nach Geschmack wohl eher schwierig werden.

  46. 14.

    Ob die Landwirte/Bauern ihre Flächen mit niedrigen Gewinn agrartechnisch bewirtschaften lassen oder mit deutlich höheren Gewinn an die Energiekonzerne/-betreiber für Solar- oder Windparks verpachten – da wird der Spagat liegen.
    Entweder teure Energie oder teure Lebensmittel.
    Egal wie, Nächstenliebe, Solidarität, und wohl auch die Demokratie - all das wird auch noch seinen Preis fordern.

  47. 13.

    Um Lebensmittelverschwendung künftig im großen Stil (also nicht bei den Endverbrauchern) zu vermeiden, wäre jetzt für eine Initiative genau der richtige Zeitpunkt . Leider ist in puncto Gesetzgebung o.ä. nichts zu sehen. Und die gesundheitlichen Folgen mit einpreisen? Wäre schön, scheitert aber schon am Selbstverständnis vieler Menschen, die durch solche koordinierende und flankierende Maßnahmen eine Bevormundung in der Ernährung sehen...

  48. 12.

    Fleisch und Obst zu Dumpingpreisen geht zu Lasten von ausgebeuteten Arbeitern und geschändeten Tieren und ausgelaugten Böden. Das ist seit vielen Jahren bekannt. In Umfragen hat sich eine große Mehrheit seit langem für "gerechte Preise" ausgesprochen. Nun muss man den Worten Taten folgen lassen. Das angemessene Preise für gute Löhne, Tierwohl und gesunde Umwelt in die Zeit stark steigender Rohstoffpreise fallen ist ausgesprochenes Pech. Besonders für einkommensschwache Haushalte.

  49. 11.

    Ich finde die Preisexplosionen nicht nur schlecht, denn dann wird hoffentlich vermehrt Abstand von verarbeitenden, ungesunden und teureren Lebensmitteln samt Verpackungen genommen.

    Der Haken an der Sache ist, viele können gar nicht mehr selbst kochen.

    Nun denn, Zeiten ändern sich eben.

  50. 10.

    Immerwieder cool zu bemerken wie viele erst jetzt sich über diverse Mehrwertsteuersätze aufregen.
    Ich war ja Ahnungslos, mir hat vorher Keiner was gesagt - ach wirklich?
    Derart Aufklärung gehöre auch in den Lehrplan der Schulen (auch wenn es öde ist)!

  51. 9.

    Ich glaube die Kuba-Orangen kamen aber nicht aus dem Bezirk Potsdam.
    Kleiner Scherz. Sorry.

  52. 8.

    Wer jemals in den USA im Supermarkt einkaufen war, stellte fest, fast food billig, Obst und Gemüse teuer. Nun werden wir seit Jahren amerikanisiert, ich sage nur SUV, deshalb wird das selbe hier etabliert. Es geht nie um das Gemeinwohl der Bevölkerung, es geht nur um die Profitgier Einzelner.
    Frau Künast war Anfang der 2000er Jahre ihrer Zeit voraus. Sie hatte einen guten Job gemacht hätte man sie machen lassen, wär der Katzenjammer jetzt ausgeblieben. Aber auch da, wie heute, gab es Betonköpfe.

  53. 7.

    DDR 2.0? Mangelversorgung mit Lebensmitteln soll jetzt zur Bekämpfung der steigenden Preise als Lösung dienen? Ich weiß nicht…

    Wenn Kleingärtner ihr Obst und Gemüse zu staatlich festgelegten Preisen an Geschäfte verkaufen und diese Produkte wiederum zu niedrigeren Preisen an den Endverbraucher verkauft werden, kann man nun nicht von zukunftsfähigen Konzept sprechen.

  54. 6.

    Die Generation, welche nach dem Krieg den Hunger erlebt hat wird sich wohl die Augen reiben, wenn sie so etwas hört. Gestern kam die Nachricht, das viele Leute schon beim Essen sparen. Wenn das so weiter geht, bin ich mir sicher, das wir 2025 die D-Mark wieder haben. Hunger schlägt Ideologie, insbesondere in einer Demokratie! Nicht nur die Ukraine ist das Problem, sondern der Euro bittet alle jetzt zur Kasse!

  55. 5.

    Es wird Zeit, dass wir die Lebensmittelbesteuerung an der Lebensmittelampel neu ausrichten, damit hier entsprechend der Konsum und die Folgekosten u.a. für unser Gesundheitssystem von Anfang an mit eingepreist werden. Ich hoffe da auf unseren Landwirtschaftsminister. Außerdem sollte die Lebensmittelverschwendung eingedämmt werden, indem Supermärkte zu "ich bin ja noch gut-Ecken" gesetzlich verpflichtet werden.

  56. 4.

    War Frau Künast jemals im Supermarkt? Natürlich zahlt man für Obst und Gemüse ebenso wie für Fleisch nur 7% Mehrwertsteuer. Einfach mal auf den Kassenbon schauen.

  57. 3.

    Keine Bevormundung mündiger Bürger durch Selektion der Mehrwertsteuer nach vermeintlich "gesunden" und "ungesunden" Nahrungsmitteln!

    Warum nicht Bestimmung des Mehrwertsteuersatzes nach Geschmack?
    Banane = süss -> 19%
    Chicoree = bitter -> 7%
    Brokkoli = bäääh! -> von der MwSt befreit !!

  58. 2.

    Es gab eine Zeit, da wurde die Bevölkerung regional und aus eigenem Anbau versorgt, sei es mit Getreide, Obst Gemüse, tierischen Produkten. Einfach auch aus dem Grund, weil es günstiger war, Zahlungsmittel für einen Import nicht ausreichend vorhanden waren und obendrein auch noch gesünder, weil regional, war. Das war auf dem Gebiet der ehm. DDR. Dieses Konzept wurde nach der Wende jedoch ad acta gelegt, weil sonst Bauern u. landwirtsch. Betriebe in den westlichen Bundesländern darunter "gelitten" hätten. Nun, in Zeiten von Krisen und Kriegen, stellt man oh Wunder fest, dass die massive Abhängigkeit von Importen, Lieferengpässen und damit der Verteuerung von Lebensmitteln doch keine so gut Idee war und ist. Regional ist in. Willkommen in der Wirklichkeit! Wie wäre es mal mit "DDR 2.0" im Bezug auf die Versorgung?

  59. 1.

    Das soll verstehen wer will wieso man als Verbraucher 19% Mehrwertsteuer auf Obst und Gemüse zahlt und auf Fleisch nur 7%. Diese Ungerechtigkeit sollte so schnell wie möglich beseitigt werden. Bei einer geringen Besteuerung dieser Lebensmittel könnten sich viel mehr Verbraucher gesünder ernähren. Also Bundesregierung eine ganz starke Aufgabe die so schnell wie möglich zu lösen ist in kürzester Zeit nicht erst in 100 Jahren.

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