Zwischenbilanz für Aktionsfahrkarte - BVG verkauft mehr als eine Million Neun-Euro-Tickets

Di 07.06.22 | 16:26 Uhr
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Passanten gehen an den Ticketautomaten der BVG am Bahnhof Zoologischer Garten vorbei
Video: rbb24 | 07.06.2022 | Bild: dpa/Monika Skolimowska

Laut den Berliner Verkehrsbetrieben findet das Neun-Euro-Ticket in der Hauptstadt zahlreiche Abnehmer. Demnach sind bisher schon rund eine Million der Fahrkarten verkauft worden. Auswirkungen auf den Verkehr an Pfingsten habe das nicht gehabt.

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben bis einschließlich Pfingstmontag mehr als eine Million Neun-Euro-Tickets verkauft. "Wir freuen uns sehr über die sehr große Resonanz auf die Aktion in allen Vertriebskanälen", teilte ein Sprecher am Dienstag mit.

Rund 844.000 der verkauften Tickets seien für den Monat Juni. Mit dem Aktionsfahrschein können Fahrgäste im Juni, Juli und August einen Monat lang bundesweit den Nahverkehr nutzen.

Kein außergewöhnlicher Pfingstverkehr

Zu einem übermäßigen Ansturm auf Busse und Bahnen der BVG habe das Ticket am Pfingstwochenende nicht geführt, teilte das Unternehmen weiter mit. "Im Pfingstverkehr der BVG war die Fahrgastnachfrage vergleichbar mit anderen langen Wochenenden bei Sommerwetter", hieß es. "Insgesamt waren wir gut vorbereitet."

Lediglich auf der Buslinie 218 zwischen Messe und Pfaueninsel sowie auf der Fähre F10 zwischen Wannsee und Kladow sei es am Sonntagnachmittag kurzzeitig voll geworden. Vereinzelt hätten Fahrgäste auf die nächste Fahrt warten müssen. Dennoch sprach die BVG für das lange Wochenende von "Regelverkehr".

Sendung: rbb24 , 07.06.2022, 16:00 Uhr

18 Kommentare

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  1. 18.

    Ja, in Berlin nutze ich auch ausschließlich mein Rad. Aber für einen Wochenendtrip nach Potsdam oder weiter ist es klasse. Man sollte dann jedoch sperrige Gegenstände und Fahrräder von der Beförderung ausschließen. Es gilt Mensch zuerst!

  2. 17.

    Innerhalb Berlins benötigt man kein Auto, da reicht in aller Regel das Rad aus. Aber man muss auch sehen, dass es Menschen gibt, die pendeln, weswegen Sie auf Fernstrecken auf das eigene Auto angewiesen sind. Es geht nur miteinander, also alle Verkehrsträger müssen in Berlin eine Daseinsberechtigung haben.

  3. 16.

    Schade, dass hier die Chance der Digitalisierung auf App in den Zusammenhang verschlafen hat. In Hamburg bekommt man mit super moderner App umweltfreundlich Fahrschein, Fahrplanauskunft und einen Digitalrabatt in Höhe von 7%, wenn man die App-Fahrkarte anstatt des Papiertickets wählt. Warum schafft es Berlin hier einfach nicht, gute Beispiele zu kopieren?

  4. 14.

    In Wien gibt es eine Jahreskarte für 365 Euro im Jahr. Man zahlt also pro Tag einen Euro für den ÖPNV. Da kann kein Auto mithalten. Wäre eine Steilvorlage für Berlin.

  5. 13.

    Schon ulkig wie unterschiedlich Beobachtungen ausfallen können:
    Ich habe am Samstag mal von Tempelhof aus kommend Potsdam besucht (und war ironischer- und zufälligerweise in einer Straße, die "Am Pfingstberg" heißt).
    Feststellung: Je mehr es in Richtung Tarifbereich C ging, desto voller wurde die S-Bahn.
    Auf der Rückfahrt hatte sich die Lage wohl angeglichen:
    Eine Familie ist bei dem Versuch gescheitert, einen dritten Kinderwagen in den vollen Gelenkbus zu pfriemeln und musste auf einen Nachfolgebus warten.
    Merket auf: Traue keinen Statistiken. Zehn Hungerleider und ein Milliardär ergeben ein gutes Durchschnittseinkommen, sagen aber wenig aus. Und dass die "Fahrgastanfrage" (Was ist das überhaupt?) angeblich ziemlich normal war, hat auch nicht viel Bedeutung. Man muss kein Friseur sein, um zu wissen, dass die Spitzen wichtig sind.

  6. 12.

    Die, die jeden Arbeitstag in den Bussen auf der Heerstraße stehen, werden sich freuen, dass nicht zu viele vom Auto zur BVG wechseln.

  7. 11.

    Eine Umweltkarte beizubehalten die man vielleicht 5 Mal im Monat nur noch nutzt ist aber auch nicht gerade preiswert.Wenn natürlich die Karte in Zukunft dem 9 Euro Ticket im Preis Nähe kommen,kann man über einen Neuerwerb bei gleichen Konditionen nachdenken.

  8. 10.

    Naja, bei Spritpreisen deutlich über 2 Euro pro Liter ist das Autofahren schon sehr teuer. Außerdem gibt es ja noch weitere Kosten: TÜV, Reparaturen, KFZ-Steuer, Versicherung, und, und, und. Das vergessen viele und rechnen es nicht mit. Es ist dann so eine Art Selbstbetrug.

  9. 9.

    Ich bin am Pfingstmontag mit dem RE von Berlin nach Sachsen gefahren über Elsterwerda. Ja, der Zug war gut gefüllt. Aber nicht überfüllt. Einen Platz hat man schon noch bekommen. Fahrt war pünktlich. Die Leute entspannt. Was will man mehr?

  10. 8.

    Netter Versuch. Nie im Leben kann diese Statistik erstellt werden.
    Die Milliarden sind weg, egal wohin, warum und überhaupt.
    Wie war das nochmal mit "mit" und "an" Corona?

  11. 7.

    Am 1. Juli oder spätestens am 1. August 2022
    wird man bitte Zahlen präsentieren wie viele
    Autofahrer:innen/Pendler:innen umgestiegen sind?
    In Anzahl und Prozentzahl.
    Wie viele Millionen PKW-Fahrkilometer und wie viele
    Millionen Liter Kraftstoffe wurden eingespart?

  12. 6.

    Hab immer eine Umweltkarte parallel zum Auto besessen,da aber jetzt alles teuer wird und Bus und Bahn kaum noch genutzt wurde,vor allem in Zeiten von Corona,würde diese Abgeschafft.Das 9 Euro Ticket rechnet sich natürlich wieder , ansonsten wohl in meinem Fall wohl kaum

  13. 5.

    "Wen interessiert denn auch schon Bus und Bahn innerhalb von Berlin," MICH! Ich finds super, Ersparnis ca. 160€ in 3 Monaten. Fahre allerdings schon seit 25 J. mit den Öffis zur Arbeit. Dass die Autofahrenden Pendler auf die Öffis umsteigen werden, denke ich auch eher nicht. Aber ist mir egal, muss jede/r selbst wissen. Und wer günstig an die Ostsee oder wo auch immer hin will, sollte vorher wissen, dass es voll wird. Also bitte dann nicht meckern, liebe Leute.

  14. 4.

    "Und die auch bei der BVG gekauften Tickets werden überwiegend nicht für den Stadtverkehr genutzt, sondern eher dafür um mit dem Regio irgendwo schnell hinzukommen."

    Sagt wer?

  15. 3.

    "Rund 844.000 der verkauften Tickets seien für den Monat Juni. Mit dem Aktionsfahrschein können Fahrgäste im Juni, Juli und August einen Monat lang bundesweit den Nahverkehr nutzen."
    Die Betonung sollte eigentlich wirklich auf Nahverkehr liegen. Was daraus geworden ist, lässt sich ja Absehen.
    Bestimmt kein Anreiz das Auto gegen Öffis zu Tauschen.
    Für einige, eine günstige Alternative Deutschlandweit von A nach B zu kommen.

  16. 2.

    Wen interessiert denn auch schon Bus und Bahn innerhalb von Berlin,die Leute wollen raus aus der Stadt,nur damit fängt das Elend an.Ich bevorzuge dort das Auto und dann gemütlich auf den Landstraße,mit viel Landschaft,ohne Raserei.Aber auch ohne Gedränge,Mief,den Mitreisenden im Nacken und Abends zurück in der Sardiniendose.Fuer Innerstädtische Kleineinkaeufe ist das Ticket wirklich brauchbar,aber sonst ?

  17. 1.

    Tja die BVG hat zwar fast eine Million Tickets verkauft, aber wurde auch gesagt welche Tickets dafür nicht verkauft worden sind??
    Und die auch bei der BVG gekauften Tickets werden überwiegend nicht für den Stadtverkehr genutzt, sondern eher dafür um mit dem Regio irgendwo schnell hinzukommen.
    Viele Pendler werden das Auto deswegen nicht stehen lassen, hat mir heute morgen das Bild auf der Heerstraße stadteinwärts gezeigt.

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