Lärmentgelte am BER - Leises Fliegen soll belohnt werden

Do 23.06.22 | 08:20 Uhr
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Ein vom Flughafen Berlin Brandenburg ( BER ) gestartetes Flugzeug. (Quelle:dpa/R.Keuenhof)
Audio: Radioeins | 23.06.2022 | Mischa Frinke | Bild: dpa/R.Keuenhof

Leisere Starts und Landungen sollen sich am Flughafen BER sollen für Fluggesellschaften künftig finanziell lohnen. Wie die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) am Mittwoch mitteilte, hat das brandenburgische Infrastrukturministerium eine Neuerung bei den sogenannten Lärmentgelten genehmigt.

Demnach werden diese Gebühren ab September nicht mehr pauschal nach dem Flugzeugtyp, sondern nach dem tatsächlich verursachten Lärmpegel berechnet. Dieser werde bei jedem Start und jeder Landung gemessen.

"Die neue Methodik schafft einen finanziellen Anreiz für die Airlines, so leise wie möglich zu fliegen", teilte Flughafenchefin Aletta von Massenbach mit. "Dies bezieht sich nicht nur auf den Einsatz der Maschinen, sondern auch auf die Nutzung entsprechender Flugverfahren zur Minderung des Lärms." Die neue Regelung trage zu einer Reduzierung des Lärms für Anwohnerinnen und Anwohner bei.

Sendung: Radioeins, 23.06.2022, 5 Uhr

13 Kommentare

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  1. 13.

    Alfred was ist den mit ihnen los?
    Die Flugzeuge starten und laden jetzt leiser? Ist doch nicht ihr ernst? Sie sind ja eine lustiger Typ! Es geht hier nicht darum wo jemand wohnt. Sondern um die Verlogenheit der Verantwortlichen.

  2. 12.

    Auf jeden Fall - weil die Fluggesellschaften ja kein höheres Entgelt bezahlen wollen, fliegen sie jetzt auch leiser. Ist doch ganz klar - ein Entgelt macht auch laute Flugzeuge zumindest nichttechnisch betrachtet leiser.

  3. 11.

    Ich hatte mich deswegen beim BER beschwert und die meinten auch ich solle mich an den Verein wenden, aber das kann ich mir dann wohl sparen...

  4. 10.

    Kollege, bist du zum Flughafen gezogen und beschwerst dich jetzt über Fluglärm? Nicht dein Ernst, oder?

  5. 9.

    Belohnungen helfen immer...Weil es Anreize sind.

  6. 8.

    Leises Fliegen kann man vielleicht bei Segelfliegern sagen.
    Ein Airbus A320 oder eine Boeing 747 und die meisten anderen können allenfalls etwas weniger laut fliegen, aber es bleibt objektiv stets sehr laut.
    Bitte hier keine Schönrederei der Betreiber übernehmen.
    Die Idee geht grundsätzlich aber in die richtige Richtung.

  7. 7.

    Reduzierung des Lärms für die Anwohner. Wow, statt 80 nur 79 Dezibel, Bravo Aletta, Bravo

  8. 6.

    Gähn. Alter Hut, hat nichts mit der neues Flughafenchefin zu tun, ELD hat dies bereits Ende 2019 auf den Weg respektive in den AR eingebracht

  9. 5.

    Das klingt gut. Es bleibt zu hoffen, dass es für die Anrainer des Flughafens auch einen spürbaren Effekt hat.

  10. 4.

    Ich hab dazu eine Stellungnahme des DFS erhalten, die das zugeben/ bestätigtigen. Das ganze ist an Absurdität nicht zu überbieten ...

  11. 3.

    Ja, das ist mir in letzter Zeit auch vermehrt aufgefallen. Warum man Verkehrsflugzeuge nicht entlang der Bundesautobahn A 10 an und um Berlin vorbei führt, sondern Berlin direkt überflogen werden muss, versteht wirklich keiner in Berlin und gehört bis auf Rettungshubschrauber auch aus Sicherheitsaspekten absolut verboten!

  12. 2.

    Klasse. Solange aber die DFS regelmäßig sog. Direktrouten freigibt ist und bleibt das ein Scherz. Flugzeuge verlassen dann nach ca. 1500 Höhe die damals so heiß diskutierten Standard Flugrouten um dann direkt über Berlin abzudrehen und dort Lärm zu produzieren wo er nie vorgesehen war.

  13. 1.

    Das ist einer super coole Idee. Weiter so, liebe Frau Aletta von Massenbach. Wir freuen uns, dass Sie den Flughafen der Metropolregion Berlin-Brandenburg managen.

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